Gut für den Einstieg in die Karriere. Danach sollte man sich jedoch schnell nach anderen Möglichkeiten umsehen.
Verbesserungsvorschläge
Investiere in deine Mitarbeitenden, wenn du möchtest, dass sie länger bleiben. Sorge dafür, dass sie sich gehört fühlen, und führe regelmäßig Gespräche mit ihnen.
Arbeitsatmosphäre
Man arbeitet bei Phantasialand – nicht wirklich mit Phantasialand zusammen. Von oben wird vorgegeben, was zu tun ist, ohne nach der eigenen Meinung oder nach Vorschlägen zu fragen. Bringt man dennoch aus eigener Initiative Ideen ein, heißt es, dass der Eigentümer darüber entscheidet und der Vorschlag weitergeleitet wird. Danach hört man in der Regel nichts mehr davon. Das ist sehr demotivierend und führt dazu, dass viel wertvolles Wissen verloren geht, das die Mitarbeitenden eigentlich mitbringen.
Image
Bei Phantasialand gibt es im Grunde zwei Arten von Mitarbeitenden: echte Phantasialand-Fans, die alles großartig finden, was das Unternehmen macht – und solche, die das kritischer sehen. Wer berechtigte Kritik äußert, fühlt sich häufig nicht gehört. Entsprechend ist bei diesen Mitarbeitenden das Image des Unternehmens, wie man sich denken kann, nicht besondergut.
Work-Life-Balance
Man arbeitet grundsätzlich immer bis mindestens 18:00 Uhr und ausschließlich im Büro. Abends etwas vor? Kann man vergessen. Oft gibt es nicht einmal Arbeit bis 18:00 Uhr, trotzdem muss man bleiben – für den Fall, dass plötzlich doch noch eine Aufgabe auftaucht. Mit etwas Planung ließe sich das natürlich problemlos lösen, doch dafür scheint es in der Führungsebene dieses Unternehmens keinerlei Dringlichkeit zu geben. Man soll schließlich dankbar sein, überhaupt für das Phantasialand arbeiten zu dürfen.
Karriere/Weiterbildung
Hier kann man sich durch die Aufgaben, die man bekommt, durchaus gut weiterentwickeln. Phantasialand unterstützt jedoch keine zusätzlichen Weiterbildungen, um das Wissen und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden gezielt zu fördern. Gerade zu Beginn der Karriere lernt man durch die vielfältigen Tätigkeiten sehr viel. Danach würde ich jedoch empfehlen, zu einem Unternehmen zu wechseln, das aktiv in die Entwicklung seiner Mitarbeitenden investiert.
Gehalt/Benefits
Für den Berufseinstieg ist das Gehalt durchaus gut. Es gibt jedoch keine regelmäßigen Mitarbeiter- oder Gehaltsgespräche. So kommt es vor, dass Mitarbeitende über Jahre hinweg dasselbe verdienen. Nicht einmal eine dauerhafte Inflationsanpassung ist vorgesehen. Dadurch verdient man langfristig real immer weniger.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Davon habe ich während meiner Zeit hier nichts bemerkt.
Kollegenzusammenhalt
Weder gut noch schlecht. Es wird allerdings viel getratscht.
Umgang mit älteren Kollegen
Die gibt es kaum. Hier wechselt das Team sehr regelmäßig, und es kommt ständig neue, junge Verstärkung hinzu.
Vorgesetztenverhalten
Darauf wurde in den anderen Abschnitten schon genug eingegangen. Man ist hier nicht wirklich an dir oder deinen Ideen interessiert. Jeder ist hauptsächlich damit beschäftigt, sein eigenes Hinterteil zu retten und keinen Ärger von oben zu bekommen.
Arbeitsbedingungen
Es gibt keine Möglichkeit für Homeoffice – nur in sehr spezifischen Ausnahmefällen. Man arbeitet an festen Arbeitsplätzen im Hotel Matamba, was wiederum ziemlich cool ist. Allerdings wird es dort im Sommer sehr heiß. Einmal im Jahr bekommt man zur Abkühlung ein Eis. Sorge also dafür, dass dich das den ganzen Sommer über rettet
Kommunikation
Man erhält nur die nötigsten Informationen, um seine Arbeit erledigen zu können. Informationen werden über mehrere Ebenen weitergegeben, wodurch häufig Details verloren gehen. Manche Abteilungsleiter scheinen regelrecht Gefallen daran zu finden, mehr zu wissen als andere.
Gleichberechtigung
Alle werden auf die gleiche Weise behandelt – wie eine Figur im System.
Interessante Aufgaben
Durch die Vielseitigkeit von Phantasialand gibt es eigentlich genügend interessante Aufgaben und Projekte, mit denen man seine Zeit sinnvoll füllen kann.

