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PlusServer 
GmbH
Bewertung

Sympathische Kollegen, chaotische Führung

3,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei PlusServer GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Kollegen und die interessanten und lehrreichen Aufgaben durch technische Herausforderungen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Unternehmen leidet unter einer lange anhaltenden Zerreißprobe zwischen alter und neuer Welt.
Entscheidungen haben nicht lange Bestand, wenn sie getroffen werden, sodass Themen nicht zu Ende geführt werden.
Die Firma möchte zu viel gleichzeitig erreichen und setzt sich selber und ihre für die Ziele zu wenigen technischen Mitarbeiter arg unter Druck.

Verbesserungsvorschläge

Langfristigere Planungen, weniger Themen gleichzeitig behandeln.
Fokus auf erreichbare Ziele haben, ohne diese alle paar Monate umzuwerfen.

Arbeitsatmosphäre

Die Kollegen sind spitze und halten zusammen.
Auch in Corona-Zeiten sind virtuelle Treffen abseits der Arbeit gängige Praxis.
Der frustrierende Schatten der Firmenausrichtung widerum betrübt.

Kommunikation

Sehr ausbaufähig.
Ohne Flurfunk und persönliche Kontakte erfährt man von Dingen erst im Nachhinein.
Kommunikation verebbt meistens zwischen den Hierarchieebenen.

Kollegenzusammenhalt

Volle Punktzahl, besser geht es nicht.
Mit Abstand die meisten Kollegen verhalten sich familiär, zuvorkommend und freundlich.
Auch abseits der Arbeit.

Work-Life-Balance

Grundsätzlich wenig Beanstandung hier - Urlaub kann normalerweise sehr kurzfristig genommen werden, Überstunden sind flexibel nutzbar, um Freischichten zu erhalten und auch die Arbeitszeiten sind dank Gleitzeit mit Kernarbeitszeit angenehm.
Der Projektdruck macht die Nutzung dieser zustehenden Freizeit schwieriger.

Vorgesetztenverhalten

Unterscheidet sich sehr stark von Person zu Person.
Mein direkter Vorgesetzter ist mit mir auf einer Wellenlänge, darüber jedoch gibt es Fehlkommunikation, Schönzeichnen und kein Vertrauen.
Es wird von Transparenz gesprochen, jedoch müssen sich daran offenbar nur Mitarbeiter, nicht Führungskräfte, halten. Es werden Versprechungen fachlich und persönlich gemacht, die auf Grund vorgeschobener Gründe nicht eingehalten werden.
Zudem bleiben Themen häufig offen, da es viele ungeklärte Verantwortlichkeiten gibt.
Auf Aussagen von normalen Mitarbeitern wird wenig Wert gelegt, da stets von Missverständnissen auf Mitarbeiter-Seite ausgegangen wird.
Der einzelne Techniker wird nicht wertgeschätzt.

Interessante Aufgaben

Da sich die Firma neu erfindet und viel Staub aufgewirbelt wird, sind Migrationen, neue Umgebungen und Techniken angesagt. Das ist interessant und bietet Möglichkeiten zu lernen.
Alternativ wird man in Abteilungen eingesetzt, die sich um Einzellösungen kümmern müssen. Definitiv ebenfalls interessant, jedoch auch meistens der Klassiker: historisch gewachsene Altlasten.

Arbeitsbedingungen

Regulär wären hier nur 3 Sterne angebracht, da engeres & lautes Großraumbüro. Zur Corona-Zeit ist jedoch bedingungslose Heimarbeit möglich, die auch flüssig und ohne größere Hindernisse funktioniert.
Die Notebooks sind unterdimensioniert sodass einige tägliche Arbeiten mehr Zeit als notwendig erfordern.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Auf Stromverbrauch wird nicht sonderlich geachtet. Behindertenvertretung und Betriebsrat gibt es.
Der Betriebsrat ist nicht in alle Entscheidungen involviert, bzw. akzeptiert recht viele "temporäre" Lösungen, die über Jahre hinweg ungeklärt bleiben, jedoch Klärungen bedürfen. Es wirkt fast so, als sei der Betriebsrat mit der Geschäftsführung befreundet.

Gehalt/Sozialleistungen

Der hier zu lesende Durchschnitt für Techniker entspricht nicht der ganzen Wahrheit.
Der Durchschnitt ist deutlich niedriger und je nach Standort unterschiedlich.
Gehaltsverhandlungen werden nach Anfrage etwa ein Jahr verzögert oder gar nicht angegangen. Gründe sind vielfältig: "Wir wachsen nicht genug. Jetzt gerade ist schwierig." oder ganz neu: "Corona.".

Die Schere bei gleichem Tätigkeitsfeld ist sehr groß.
Die Führung beteuert, dass ihr an Angleichung läge, ändert an dem Problem jedoch seit mehreren Jahren nichts.

Wenn man sein primäres Tätigkeitsfeld ändert und faktisch einen anderen Beruf ausübt, wirkt sich das nicht auf Gehalt oder Position aus.

Bei PlusServer arbeitet man nicht wegen der Bezahlung.
Diese wird jedoch stets pünktlich gezahlt.

Image

Sales & Marketing kann die Firma. Somit stimmt das äußerliche Image gut ein.
Von innen heraus ergibt sich ein weitgehend anderes Bild, vor allem aus technischer Sicht.
Die technische Seite wird von der aktuellen Führung stiefmütterlich und nachrangig behandelt.

Karriere/Weiterbildung

Aufsteigen in der Karriereleiter ist hier nicht gängig. Offene Stellen werden eher mit neuem Personal besetzt.
Wer sich Zeit im Alltag freikämpft oder neben der Arbeit lernen will, kann Udemy-Kurse nutzen. Es wurden zuvor auch Schulungen zur Verfügung gestellt, die der Firmenstrategie entsprachen, etwa für Hyperscaler. Das normale Arbeitsaufkommen lässt wenig Zeit für Weiterbildung aus eigenem Antrieb.


Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

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