Auf dem hohen Ross Richtung Bedeutungslosigkeit
Gut am Arbeitgeber finde ich
100 Jahre ein grundsolides Handels- und Familienunternehmen gewesen mit einem starken Team und großem Marktanteil...
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
... seit wenigen Monaten ist es kein richtiges Familienunternehmen mehr. Sämtliche Werte werden mit Füßen getreten und die Mitarbeiter sind verunsichert und verzweifelt. Es steht und fällt mit der Führung...
Verbesserungsvorschläge
Weniger Selbstbeweihräucherung, mehr Fokus auf das Kerngeschäft. Erfahrene Mitarbeiter ernst nehmen, statt ihr Wissen zu ignorieren. Neue Positionen sollten einen klaren Mehrwert schaffen und nicht nur Hierarchien aufblähen. Vor allem sollte man sich bewusst machen, dass man nicht allein am Markt ist – während intern diskutiert wird, gewinnt der Wettbewerb bereits Kunden, Marktanteile und sogar ehemalige Mitarbeiter!
Arbeitsatmosphäre
Seit Anfang des Jahres zunehmend schlechter. Den Mitarbeitern wird wenig Grund gegeben hier weiter Vollgas zu geben.
Image
Der Fokus liegt gefühlt stärker auf LinkedIn-Posts als auf nachhaltiger Strategie und einem funktionierenden Tagesgeschäft.
Work-Life-Balance
Flexible Arbeitszeiten sind vorhanden, allerdings seit Beginn des Jahres ausschließlich vor Ort. Kein Homeoffice mehr möglich. Begründet wird das mit der Einführung des neuen ERP Sytems..
Karriere/Weiterbildung
Ab und an wurden Lieferanten zu Produktschulungen eingeladen. Der Außendienst hat ca. 1-2x im Jahr auch Lieferanten und Hersteller besucht. Aktive Förderung junger Leute aus den eigenen Reihen ist seit einiger Zeit nicht mehr sichtbar..
Gehalt/Benefits
Seit zwei Jahren herrscht Gehaltsstillstand. Die Regelungen zu Provisionen sind teilweise unklar, was zu Unsicherheit und Frustration führt.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der einzelnen Teilbereiche ist der Zusammenhalt (noch) gut. Durch die stetige Demotivation der Mitarbeiter beginnt es aber auch hier langsam zu bröckeln.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrung gilt hier seit Jahresbeginn offenbar nicht als Stärke. Jahrzehnte an Know-how werden kaum berücksichtigt, während langjährige Mitarbeiter zunehmend aus dem Unternehmen gedrängt teilweise sogar entlassen werden und wertvolles Fachwissen verloren geht.
Vorgesetztenverhalten
Die Hierarchieebenen zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung vermitteln häufig den Eindruck eines reinen Kommunikationskanals statt einer echten Führungsebene
Kommunikation
Die Kommunikation von Oben ist autoritär und es wird wenig Wert auf die Stimmen und Meinungen der "Mannschaft" gelegt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben im Vertrieb, auch hinsichtlich des großen Produktportfolios, waren sehr interessant. Leider ist man im Tagesgeschäft nicht mehr aktiv am Verkaufen sondern nur noch am reagieren

