Ene, Mene, Miste, es Rappelt in der Kiste!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorheben möchte ich die gute und moderne technische Ausstattung der Arbeitsplätze. Außerdem ist grundsätzlich ein Wille zur Veränderung erkennbar, ebenso wie die Bereitschaft, in bestimmte Themen zu investieren. Das zeigt, dass Potenzial vorhanden ist, wenn Veränderungen sinnvoll, transparent und mit Blick auf die Mitarbeitenden umgesetzt werden.
Trotz der aktuellen Schwierigkeiten blicke ich persönlich auf eine überwiegend positive Zeit bei Prodinger zurück. Ich bin dankbar für die Menschen, die mich unterstützt und mir die Möglichkeit gegeben haben, mich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln.
Angesichts der aktuellen Umstände ist die Situation für mich jedoch zunehmend belastend geworden. Dennoch wünsche ich dem Unternehmen, allen Mitarbeitenden sowie den Verantwortlichen für die Zukunft gutes Gelingen, Stabilität und viel Erfolg.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kritisch sehe ich, dass aus meiner Wahrnehmung externen Freelancern und Beratern häufig mehr Vertrauen und Einfluss eingeräumt wurde als langjährigen Mitarbeitenden mit tiefem Unternehmenswissen. Fachliche Bedenken aus dem Arbeitsalltag wurden aus meiner Sicht nicht ausreichend ernst genommen, obwohl mögliche Probleme teilweise frühzeitig erkennbar waren.
Entscheidungen wirkten auf mich zunehmend zentralisiert, wenig transparent und nicht immer sachlich nachvollziehbar. Besonders problematisch empfand ich, dass Projekte teilweise ohne ausreichende Einbindung der zuständigen Fachabteilungen vorangetrieben wurden. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass praktische Erfahrung und internes Know-how zugunsten externer Einschätzungen und zentraler Vorgaben an Bedeutung verloren haben.
Besonders negativ habe ich die schwache Kommunikation sowie den zunehmend hierarchischen und aus meiner Sicht wenig dialogorientierten Führungsstil wahrgenommen. Viele Veränderungen wirkten auf mich weniger wie eine gemeinsame Weiterentwicklung des Unternehmens, sondern eher wie tiefgreifende Umstrukturierungen von oben, bei denen die Auswirkungen auf Mitarbeitende, Fachbereiche und gewachsene Strukturen nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen sollte wieder stärker auf Transparenz, Verlässlichkeit und echten Dialog setzen. Entscheidungen sollten zeitnah, nachvollziehbar und nicht nur hierarchisch von oben nach unten kommuniziert werden. Gerade in Veränderungsprozessen braucht es eine offenere Kommunikation, die die Belegschaft frühzeitig einbindet.
Wichtig wären außerdem mehr Vertrauen und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden, klare Zuständigkeiten, stabile Führungsstrukturen sowie nachvollziehbare Karriere- und Gehaltsmodelle.
Flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice sollten sachlich und zeitgemäß bewertet werden. Insgesamt würde es dem Unternehmen guttun, stärker auf die Menschen im direkten Arbeitsalltag zu hören.
Bezogen auf den IT-Bereich wirkten manche Strukturen auf mich zu träge und ineffizient. Verantwortlichkeiten waren nicht immer klar, Entscheidungen dauerten häufig zu lange und Veränderungen wurden dadurch spürbar erschwert.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war früher aus meiner Sicht deutlich besser, hat sich jedoch insbesondere im letzten Dreiviertel Jahr spürbar verschlechtert.
Die zunehmende Unsicherheit, der stärker wahrgenommene Druck und ein aus meiner Sicht restriktiverer Umgang mit Mitarbeitenden belasten die Stimmung innerhalb der Belegschaft merklich und wirken sich negativ auf das Arbeitsklima aus.
Image
Der äußere Auftritt und die erlebte Realität liegen aus meiner Sicht deutlich auseinander. Das Image wirkt nach außen stärker, als es intern tatsächlich wahrnehmbar ist.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hat sich aus meiner Sicht deutlich verschlechtert. Zwar gibt es weiterhin Gleitzeit, was grundsätzlich positiv hervorzuheben ist, jedoch wurde das Homeoffice ohne erkennbaren Dialog mit der Belegschaft abgeschafft.
Dadurch wurden Flexibilität und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben spürbar eingeschränkt.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren aus meiner Sicht nur sehr eingeschränkt vorhanden. Eine klare Förderung, strukturierte Entwicklungsperspektiven oder nachvollziehbare Aufstiegschancen konnte ich nicht erkennen.
Führungspositionen wurden aus meiner Wahrnehmung häufiger extern besetzt oder nicht ausreichend transparent vergeben. Eine nachvollziehbare und leistungsbasierte Karriereentwicklung war für mich nicht ersichtlich.
Gehalt/Benefits
Das Einstiegsgehalt habe ich als fair empfunden, und auch die Gehaltsentwicklung war bis vor etwa zwei Jahren positiv. Seitdem fehlt aus meiner Sicht jedoch eine klare, nachvollziehbare Richtung.
Gehaltsentscheidungen wirken zunehmend von subjektiven Einschätzungen der Geschäftsführung abhängig. Ein transparentes und wirklich leistungsgerechtes Vergütungssystem ist für mich nicht erkennbar.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Engagement im Bereich Umwelt und Soziales war aus meiner Sicht früher deutlich stärker wahrnehmbar. Positiv hervorheben möchte ich jedoch ausdrücklich das soziale Engagement der Gesellschafter, welches ich in vielen Projekten als vorbildlich und sehr lobenswert empfunden habe.
Diese Form von Empathie, Verantwortungsbewusstsein und sozialem Handeln würde ich mir auch im Umgang mit der Belegschaft wieder stärker wünschen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist trotz der aktuell schwierigen Arbeitsumstände insgesamt weiterhin vorhanden. Viele Kolleginnen und Kollegen unterstützen sich gegenseitig, was ich positiv hervorheben möchte.
Gleichzeitig war das kollegiale Miteinander in der Vergangenheit aus meiner Sicht spürbar besser. Die angespannte Gesamtsituation bleibt auch hier nicht ohne Auswirkungen.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren beziehungsweise langjährigen Kolleginnen und Kollegen wirkte auf mich eher kritisch. Ich habe mehrere Abgänge von Mitarbeitenden miterlebt, die dem Unternehmen über lange Zeit verbunden waren.
Auch wenn ich zu Neueinstellungen oder zum Umgang mit neueren älteren Mitarbeitenden keine fundierte Aussage treffen kann, entstand bei mir insgesamt nicht der Eindruck, dass Erfahrung und langjährige Betriebszugehörigkeit ausreichend wertgeschätzt wurden.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist aus meiner Sicht stark verbesserungsbedürftig. Entscheidungen wurden trotz vorbereiteter Entscheidungsvorlagen teilweise erst sehr spät oder gar nicht getroffen, wodurch wichtige Themen liegen blieben.
In vier Jahren gab es mehrere Vorgesetztenwechsel, von denen ich nur einen Teil positiv erlebt habe. Einige Wechsel brachten aus meiner Sicht mehr Unruhe und Unsicherheit als tatsächlichen Nutzen.
Kritisch empfand ich zudem die fehlende Nachvollziehbarkeit mancher Prioritäten. Während bei internen Themen wie Gehaltsanpassungen, Nachbesetzungen oder fachlichen Verbesserungen häufig auf fehlende Ressourcen verwiesen wurde, waren bestimmte externe Beratungs- und Führungsentscheidungen für mich schwer nachvollziehbar.
Fachliche Vorschläge zur Einsparung von Service-, Lizenz- und Betriebskosten sowie aufgezeigte technische Schwachstellen wurden aus meiner Wahrnehmung nicht ausreichend aufgegriffen.
Insgesamt habe ich eine klare, verlässliche und langfristig ausgerichtete Führung häufig vermisst.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsplatzausstattung war insgesamt gut und modern. Höhenverstellbare Tische, mehrere Monitore sowie leistungsfähige mobile Geräte wurden bereitgestellt. Unter technischen und ergonomischen Gesichtspunkten wären hier durchaus vier Sterne angemessen.
Einschränkend wirken jedoch der aktuell starke Unmut, die allgemeine Unruhe und die spürbare Unsicherheit im Unternehmen. Zusätzlich wurden Vakanzen aus meiner Wahrnehmung nicht ausreichend nachbesetzt, wodurch Verantwortungsbereiche auf verbleibende Mitarbeitende verteilt wurden.
Kommunikation
Die Kommunikation ist leider stark verbesserungsbedürftig. Das Intranet ist als Informationsplattform grundsätzlich sinnvoll, verfehlt teilweise durch die stark moderierten Beiträge aber seinen Zweck. Kommunikation findet überwiegend hierarchisch von oben nach unten statt
Der Austausch mit bestimmten Entscheidungsebenen war aus meiner Sicht kaum möglich, wodurch wichtige Rückmeldungen aus dem Arbeitsalltag nicht immer ausreichend Gehör gefunden haben.
Gleichberechtigung
Zum Thema Gleichberechtigung kann ich leider nur zwei Sterne vergeben. Aus meiner Sicht wurde diesem Bereich nicht ausreichend Bedeutung beigemessen, und es fehlt an einem erkennbar fairen und konsequent gelebtem Umgang auf Augenhöhe. Hier besteht deutlicher Verbesserungsbedarf.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren grundsätzlich interessant und haben mir fachlich viel Freude bereitet. Zu Beginn fehlten jedoch eine strukturierte Übergabe und ausreichende Hilfestellung in den von mir betreuten Bereichen. Dadurch musste ich mich intensiv selbst einarbeiten, konnte mir auf diesem Weg aber auch ein stabiles fachliches Grundverständnis aufbauen.
Einschränkend war, dass notwendige Themen aufgrund ausstehender Entscheidungen seitens der Führungsebene nicht immer umgesetzt werden konnten. Dadurch blieb das Potenzial der Aufgaben aus meiner Sicht teilweise hinter den Möglichkeiten zurück.
Mit dem Letzten Vorgesetzten Wechsel war das Chaos dann auch perfekt und es Herrscht "Stillstand"

