Zwischen Hochglanz-Auftritt und interner Realität
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark getrübt. Im gesamten Unternehmen ist spürbar, dass viele Mitarbeiter verunsichert sind und wenig Hoffnung haben, dass sich die Situation demnächst verbessert. Besonders belastend sind die obersten Führungsebenen, immer wieder angekündigte und verschobene Umstrukturierungen sowie ein ERP-System, das im Arbeitsalltag weiterhin nicht zuverlässig funktioniert. Fragen, Probleme und wichtige Entscheidungen bleiben über Wochen, sogar Monate unbeantwortet oder liegen. Es kommen immer wieder neue Dienstanweisungen hinzu, die teilweise wenig praxisnah wirken und den Arbeitsalltag zusätzlich erschweren.
Kommunikation
Kommunikation findet nur über öffentliche LinkedIn Beiträge statt. Nach außen wirkt es wie das Paradies, aber im Kern wird den Mitarbeitern nichts erzählt. Die Außenwelt erfährt Neuigkeiten gefühlt früher als interne Mitarbeiter. Es gibt hin und wieder "Klartext"-Meetings, die man sich sparen könnte, wenn man sich wöchentlich mit den Mitarbeitern austauschen würde.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance ist kaum noch vorhanden. Homeoffice wurde gestrichen, Karenztage wurden abgeschafft und Überstunden werden faktisch erwartet. Anwesenheit und ständige Verfügbarkeit zählen mehr als Vertrauen und flexible Arbeitsgestaltung.
Die vorhandene Gleitzeit gleicht das nicht aus, da die Arbeitsbelastung zu hoch ist und viele Themen zusätzlich von den Mitarbeitenden aufgefangen werden müssen.
Vorgesetztenverhalten
Mehrere Führungskräfte wurden in den letzten Monaten gekündigt oder aus dem Unternehmen gedrängt, weil man sie angeblich nicht mehr brauche. Gleichzeitig sind zahlreiche neue Stellen ausgeschrieben. Diese widersprüchliche Personalpolitik sorgt für Unsicherheit und beschädigt das Vertrauen in die Führung massiv. Statt klarer Führung, Verbindlichkeit und Wertschätzung gibt es wechselnde Vorgaben, offene Fragen und wenig echte Unterstützung.
Gehalt/Benefits
Trotz steigender Anforderungen, zusätzlicher Belastung und wachsender Verantwortung gab es über längere Zeit keine angemessene Anpassung.
Langjährige Mitarbeiter mit viel Erfahrung haben kaum Entwicklungsperspektive, während neue Mitarbeiter teilweise zu besseren Konditionen eingestellt werden.
Image
Nach außen hui, nach innen pfuii. Nach außen wird ein sehr positives und modernes Bild vermittelt, intern sieht die Realität jedoch deutlich anders aus. Öffentliche Beiträge und Selbstdarstellung sind oft stärker gepflegt als die tatsächliche Situation im Unternehmen.
Karriere/Weiterbildung
Vergesst es, es werden lieber externe neue Leute geholt!

