Gut am Arbeitgeber finde ich
- Sehr guter Zusammenhalt im Team
- Engagierte und unterstützende Ausbilder*innen
- Möglichkeit, in der Lernphase mit verschiedenen Technologien und eigenen Projekten zu arbeiten
- Flexible Arbeitszeiten durch Gleitzeitmodell
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Uneinheitliche und teilweise willkürlich wirkende Entscheidungen auf höheren Ebenen
- Fehlende Gleichbehandlung, insbesondere bei Arbeitsbedingungen und Homeoffice
- Umgang mit persönlichen Situationen teilweise von Druck statt Unterstützung geprägt
- Fokus auf veraltete Technologien ohne klare Perspektive für moderne Entwicklung
- Eingeschränkte Karrierechancen trotz guter fachlicher Leistungen
Verbesserungsvorschläge
- Einheitliche und transparente Entscheidungen, insbesondere im Umgang mit Auszubildenden
- Fairer und nachvollziehbarer Umgang mit persönlichen Situationen und krankheitsbedingten Fehlzeiten
- Rotation durch verschiedene Abteilungen
- Stärkere Orientierung an modernen Technologien und aktuellen Standards in der Softwareentwicklung
- Förderung einer offenen und vertrauensvollen Kommunikationskultur ohne ngative Konsequenzen für Mitarbeitende
- Attraktivere Ausbildungsvergütung und zusätzliche Leistungen
Arbeitsatmosphäre
Ich kann nur für meinen direkten Bereich sprechen. Dort war die Arbeitsatmosphäre sehr angespannt und negativ geprägt. Es wurde regelmäßig offen über Kündigungsabsichten gesprochen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Führungswechsel. Mehrere Mitarbeitende haben das Unternehmen in dieser Zeit tatsächlich verlassen. In einem solchen Umfeld fällt es schwer, sich zu entwickeln oder langfristige Perspektiven im Unternehmen zu sehen.
Karrierechancen
Die Perspektiven nach der Ausbildung waren aus meiner Sicht sehr begrenzt. Trotz positiv bewerteter fachlicher Leistung und guter Rückmeldungen aus dem Team war für mich keine Übernahme vorgesehen.
Als Begründung wurde mir im Gespräch insbesondere meine krankheitsbedingte Fehlzeit genannt. Fachliche Aspekte spielten dabei offensichtlich keine entscheidende Rolle.
Die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen erscheinen unter diesen Bedingungen entsprechend gering.
Arbeitszeiten
Arbeitszeiten:
40 Stunden pro Woche im üblichen Rahmen. Überstunden waren selten und konnten durch Gleitzeit ausgeglichen werden. Insgesamt gut planbar.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung habe ich als eher unterdurchschnittlich empfunden. Zusätzliche Leistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld wurden nicht angeboten.
Im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen wirkte die Vergütung insgesamt wenig attraktiv, insbesondere im Hinblick auf die Anforderungen im IT-Bereich.
Die Ausbilder
Die Ausbilder*innen waren das absolute Highlight meiner Ausbildung. Ich habe mich jederzeit unterstützt und ernst genommen gefühlt. Fragen wurden nie abgewiesen, sondern immer ausführlich beantwortet, und auch bei Problemen wurde aktiv geholfen. Ihr Engagement hat einen entscheidenden Unterschied gemacht und war der wichtigste positive Faktor in meiner gesamten Ausbildungszeit.
Spaßfaktor
Die Tätigkeit ist grundsätzlich interessant, und die wenigen positiven Erfahrungen waren vor allem den Ausbilder*innen zu verdanken, die es ermöglicht haben, sich mit moderneren Technologien zu beschäftigen. Die im Unternehmen genutzten Technologien sind jedoch überwiegend veraltet und wenig motivierend.
Insbesondere in den letzten Monaten wurde die Arbeit durch den Umgang auf höheren Ebenen stark belastet. Unterstützung bei Problemen war nicht selbstverständlich und konnte sogar zusätzlichen Druck nach sich ziehen. Dadurch ist der Spaßfaktor nahezu vollständig verloren gegangen.
Die Ausbildung habe ich in dieser Phase eher als belastend als bereichernd erlebt.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Lernphase der Ausbildung war interessant und bot die Möglichkeit, moderne Technologien kennenzulernen sowie eigene Projekte umzusetzen. Dieser Teil war fachlich sinnvoll und motivierend.
Mit dem Wechsel in Kundenprojekte änderte sich das Bild deutlich. Ein Großteil der Aufgaben basierte auf Technologien, die aus meiner Sicht veraltet sind und kaum Perspektive außerhalb des Unternehmens bieten. Der Lernfaktor war zwar vorhanden, jedoch häufig nicht in Bereichen, die für eine moderne berufliche Entwicklung relevant sind.
Dies wirkte sich langfristig negativ auf Motivation und Zufriedenheit aus.
Variation
Während der Ausbildungsphase war die Vielfalt an Themen und Technologien sehr positiv. Es gab die Möglichkeit, unterschiedliche Stacks sowie auch hardwarebezogene Inhalte kennenzulernen.
In der späteren Projektphase reduzierte sich diese Vielfalt jedoch deutlich. Entgegen der ursprünglichen Planung, verschiedene Abteilungen zu durchlaufen, erfolgte der Einsatz ausschließlich in einem Bereich. Nach einem Führungswechsel wurde diese Rotation offenbar nicht weiter umgesetzt.
Dadurch ging ein wesentlicher Teil der ursprünglich angekündigten Ausbildungsqualität verloren.
Respekt
Ein respektvoller und fairer Umgang war aus meiner Sicht nicht gegeben. Entscheidungen wurden nicht einheitlich getroffen und wirkten teilweise willkürlich.
So wurden grundlegende Arbeitsbedingungen unterschiedlich gehandhabt. Während entsprechende Ausstattung vorhanden war und von anderen genutzt wurde, wurde sie mir mit der Begründung verweigert, dass sie für Auszubildende nicht vorgesehen sei. Erst nachdem gesundheitliche Aspekte angesprochen wurden, erfolgte eine Änderung.
Ähnlich widersprüchlich war der Umgang mit Homeoffice: Während andere Auszubildende – auch in vergleichbaren Situationen – diese Möglichkeit hatten, wurde sie mir untersagt. Eine Klärung über interne Ansprechpartner führte nicht zu Unterstützung, sondern im Ergebnis zu weiteren Einschränkungen.
In einer persönlichen Belastungssituation habe ich statt Verständnis zusätzlichen Druck erlebt, insbesondere im Zusammenhang mit krankheitsbedingten Fehlzeiten. In diesem Kontext wurde mir auch mitgeteilt, dass eine Übernahme nicht erfolgen wird.
Insgesamt habe ich den Umgang daher nicht als respektvoll empfunden.