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Bewertung

Starke Zusammenarbeit im Team, schwache strategische Führungsebene

3,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei PROMOS consult Projektmanagement, Organisation und Service GmbH in Berlin gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Als Verbesserungspotenzial sehe ich vor allem eine stärkere und frühzeitigere Einbindung der Mitarbeitenden in strategische und führungsrelevante Prozesse. Hierarchieübergreifende Arbeitsgruppen, beispielsweise zu Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz oder der Weiterentwicklung interner Lösungen, könnten aus meiner Sicht dazu beitragen, Wissen besser zu bündeln und Entscheidungen praxisnäher zu gestalten.

Darüber hinaus wäre es aus meiner Sicht entscheidend, innerhalb der Geschäftsführung eine klarere gemeinsame Linie zu entwickeln und konsequenter an einem Strang zu ziehen. Eine stabilere, einheitlichere strategische Ausrichtung würde helfen, wiederkehrende Richtungswechsel zu vermeiden und den Mitarbeitenden mehr Orientierung und Verlässlichkeit zu geben.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich sehr unterschiedlich erlebt. Innerhalb meines Teams und auch bereichsübergreifend war die Zusammenarbeit von Vertrauen, Hilfsbereitschaft und einem starken Zusammenhalt geprägt. Viele Kolleginnen und Kollegen engagieren sich weit über das übliche Maß hinaus und ziehen auch in schwierigen Situationen gemeinsam an einem Strang.

Belastend wirkte sich jedoch die Situation auf Führungsebene aus. Häufig wechselnde Prioritäten, fehlende strategische Klarheit und eine teilweise uneinheitliche Kommunikation führten immer wieder zu Unsicherheit. Viele Mitarbeitende waren bereit, sich mit hohem Einsatz für die Unternehmensziele einzubringen, hatten jedoch oft Schwierigkeiten nachzuvollziehen, welche Ziele langfristig verfolgt werden und woran Erfolg letztlich gemessen wird.

Zusätzlich haben wiederkehrende personelle Veränderungen und Entlassungen bei vielen Beschäftigten zu einer spürbaren Verunsicherung geführt. Dadurch entstand neben dem guten kollegialen Miteinander auch eine Atmosphäre, die von Vorsicht und Zukunftsfragen geprägt war.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance gehört aus meiner Sicht zu den Stärken des Unternehmens. Flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten sowie die Option, nach vorheriger Abstimmung auch zeitweise aus dem Ausland zu arbeiten, bieten den Mitarbeitenden ein hohes Maß an Flexibilität.

Das Unternehmen zeigt sich insgesamt familienfreundlich und ermöglicht es in der Regel unkompliziert, private Termine während der Arbeitszeit wahrzunehmen. Auch Urlaubsanträge wurden in meinem Umfeld flexibel und unkompliziert genehmigt.

Überstunden waren im Arbeitsalltag eher die Ausnahme und traten vor allem in Phasen mit erhöhter Projekt- oder Arbeitslast auf. Diese wurden dokumentiert und konnten grundsätzlich wieder ausgeglichen werden. Zwar kam es vereinzelt auch zu Situationen mit höherer Belastung, insgesamt habe ich die Erwartungen an die Arbeitszeit jedoch als fair und gut vereinbar mit dem Privatleben erlebt.

Wer Wert auf Flexibilität und eigenverantwortliches Arbeiten legt, findet hier aus meiner Sicht sehr gute Rahmenbedingungen vor.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Auch im Bereich Umwelt- und Sozialbewusstsein habe ich das Unternehmen sehr positiv wahrgenommen und entsprechend mit der Höchstbewertung versehen. Insbesondere die Personalabteilung setzt hier klare Vorgaben und Initiativen um und treibt das Thema aktiv voran.

Dazu gehören unter anderem Richtlinien zur nachhaltigen Mobilität, wie der bevorzugte Einsatz von Bahnreisen statt Inlandsflügen sowie die Förderung von Elektromobilität. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass Umwelt- und Sozialthemen nicht nur kommuniziert, sondern auch im Arbeitsalltag konsequent berücksichtigt werden.

Karriere/Weiterbildung

Karriere und Weiterbildung habe ich mit 3 von 5 Sternen bewertet. Grundsätzlich gab es die Möglichkeit, Weiterbildungen im Rahmen der Mitarbeitergespräche zu besprechen und zu vereinbaren. Diese waren jedoch nicht durchgängig fest in einen strukturierten, einheitlichen Entwicklungs- oder Karriereprozess integriert, sondern eher bedarfsorientiert und abhängig von der jeweiligen Initiative.

Zudem habe ich Unterschiede zwischen den Abteilungen wahrgenommen. Während in einigen Bereichen regelmäßige Weiterbildungsmaßnahmen selbstverständlich waren, erfolgte dies in anderen Teams eher punktuell und auf individuellen Bedarf hin.

Zwar existierte ein klar definierter Karrierepfad, dieser war jedoch vor allem auf den Consulting-Bereich zugeschnitten. In kleineren oder weniger hierarchisch aufgebauten Teams waren die Entwicklungsmöglichkeiten naturgemäß begrenzter, da zusätzliche Führungs- oder Hierarchieebenen dort nicht ohne Weiteres geschaffen werden konnten. Dies führte dazu, dass in einigen Bereichen eher klassische Aufstiegsmöglichkeiten bestanden, während in anderen nach Erreichen einer bestimmten Positionsstufe nur noch eingeschränkte Entwicklungsperspektiven vorhanden waren.

Kollegenzusammenhalt

Die Zusammenarbeit unter den Kolleginnen und Kollegen war für mich einer der größten Pluspunkte des Unternehmens. Der Umgang miteinander war geprägt von Respekt, Hilfsbereitschaft und einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe, auch über Team-, Abteilungs- und Hierarchiegrenzen hinweg.

Besonders positiv habe ich erlebt, dass sich viele Mitarbeitende gegenseitig unterstützt haben und ein starkes Wir-Gefühl vorhanden war. Auch bei Teamevents, Unternehmensveranstaltungen oder gemeinsamen Feiern entstand eine sehr offene und freundschaftliche Atmosphäre. Es herrschte selten das Gefühl von Konkurrenzdenken, sondern vielmehr das Bestreben, gemeinsam gute Ergebnisse zu erzielen.

Dieses Gemeinschaftsgefühl ist aus meiner Sicht etwas, das man heute nicht mehr in vielen Unternehmen findet. Gerade bei Zusammenkünften entstand oft eine besondere Dynamik, die an das positive Miteinander einer Klassenfahrt erinnerte mit viel Austausch, gegenseitigem Interesse und einer echten Verbundenheit unter den Mitarbeitenden.

Vorgesetztenverhalten

Die Bewertung bezieht sich ausdrücklich nicht auf meine direkte Führungskraft. Mit meiner unmittelbaren Führungskraft habe ich über viele Jahre sehr vertrauensvoll, respektvoll und konstruktiv zusammengearbeitet. Entscheidungen waren nachvollziehbar, der Austausch erfolgte auf Augenhöhe und die Unterstützung im Arbeitsalltag war jederzeit gegeben.

Die niedrige Bewertung resultiert vielmehr aus dem Führungsverhalten auf Ebene der Geschäftsführung. Aus meiner Sicht fehlte es dort häufig an einer klaren und langfristig konsistenten Ausrichtung. Es wurden zwar strategische Leitbilder und ambitionierte Zukunftsziele kommuniziert, jedoch blieb für viele Mitarbeitende unklar, was diese konkret bedeuten, wie Erfolg gemessen werden soll und welche Schritte notwendig sind, um die angestrebten Ziele zu erreichen.

Statt Orientierung zu geben, entstand häufig der Eindruck, dass die Ausgestaltung und Interpretation der strategischen Ziele an die Mitarbeitenden zurückgegeben wurde. Dadurch fehlte eine gemeinsame Grundlage, an der sich Teams und Führungskräfte ausrichten konnten. Prioritäten und Zielsetzungen wurden zudem teilweise kurzfristig geändert, wodurch bereits begonnene Vorhaben neu aus

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen habe ich insgesamt als sehr positiv wahrgenommen und entsprechend mit der Höchstbewertung versehen. Die Büroausstattung ist modern und angenehm gestaltet, die Arbeitsplätze sind gut eingerichtet und erfüllen alle relevanten arbeitsschutzrechtlichen Standards.

Auch technisch wird den Mitarbeitenden in vielen Bereichen eine sehr gute Grundlage für die tägliche Arbeit geboten. Die vorhandenen Systeme und Tools unterstützen effizientes Arbeiten und werden grundsätzlich sinnvoll eingesetzt.

Potenzial sehe ich vor allem in der Weiterentwicklung einzelner digitaler Werkzeuge, insbesondere im Hinblick auf neue Technologien wie KI-gestützte Anwendungen. Hier bestehen jedoch verständlicherweise auch klare Rahmenbedingungen, etwa durch Datenschutzanforderungen und die bestehende ISO-Zertifizierung, die bei der Einführung neuer Lösungen berücksichtigt werden müssen.

Insgesamt habe ich die Arbeitsbedingungen jedoch als sehr professionell, gut organisiert und unterstützend erlebt.

Kommunikation

Die interne Kommunikation war aus meiner Sicht eine der größten Herausforderungen. Zwar gab es ca. 2x jährlich Townhalls, diese fanden jedoch zu selten statt, um in einem Umfeld mit häufigen Veränderungen, Umstrukturierungen und wechselnden Prioritäten ausreichend Orientierung zu bieten.

Erschwerend kam hinzu, dass die Kommunikation aus der Geschäftsführung nicht immer einheitlich wirkte. Unterschiedliche Aussagen und Einschätzungen führten dazu, dass Mitarbeitende teilweise unsicher waren, welche Richtung tatsächlich verfolgt wird und woran sie ihre Arbeit ausrichten sollen. Entscheidungen wurden nicht immer nachvollziehbar erklärt, wodurch Gerüchte und Spekulationen häufig schneller waren als offizielle Informationen.

Der Wunsch nach mehr Transparenz und Einbindung der Mitarbeitenden war aus meiner Sicht in vielen Bereichen vorhanden. In der Praxis entstand jedoch oft der Eindruck, dass Informationen eher selektiv weitergegeben wurden und die Kommunikation überwiegend in eine Richtung stattfand. Gerade in Phasen größerer Veränderungen hätte eine offenere und konsistentere Kommunikation deutlich mehr Sicherheit schaffen können.

Gehalt/Benefits

Gehalt und Sozialleistungen habe ich insgesamt mit 3 von 5 Sternen bewertet. Positiv hervorzuheben sind die angebotenen Benefits wie z. B. Edenred-Guthaben, Zuschüsse zum Sport sowie vermögenswirksame Leistungen, die das Gesamtpaket sinnvoll ergänzen.

Gleichzeitig lag das Gehaltsniveau in meinem Bereich aus meiner Sicht eher im marktunterdurchschnittlichen Bereich. Gehaltsanpassungen waren möglich, erforderten jedoch häufig intensive individuelle Gespräche und Begründungen, auch in Phasen, in denen allgemeine Faktoren wie Inflation oder Marktvergleiche aus meiner Sicht nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Erschwerend kam hinzu, dass Gehaltserhöhungen in einem stark begrenzten Budgetrahmen verteilt wurden. Dies führte dazu, dass Entscheidungen weniger individuell und transparent wahrgenommen wurden und sich teilweise auch Spannungen innerhalb von Teams ergaben, da das verfügbare Budget zwischen Mitarbeitenden aufgeteilt werden musste. Die direkte Führungskraft hatte hierbei nur eingeschränkten Handlungsspielraum.

Gleichberechtigung

Im Bereich Gleichberechtigung habe ich insgesamt einen positiven Eindruck gewonnen. Das Unternehmen legt erkennbar Wert auf eine gleichwertige Behandlung aller Mitarbeitenden unabhängig vom Geschlecht und ist in dieser Hinsicht grundsätzlich sehr bewusst und fortschrittlich aufgestellt. Auch der Frauenanteil ist – insbesondere für ein Technologieunternehmen – vergleichsweise hoch.

Dennoch gibt es aus meiner Sicht einzelne Punkte, die Entwicklungspotenzial bieten. In manchen Bereichen oder Teams zeigten sich vereinzelt individuelle Unterschiede im Verhalten einzelner Mitarbeitender, auf die ein Unternehmen naturgemäß nur begrenzt Einfluss hat. Insgesamt wurde dies jedoch im Arbeitsalltag nicht als strukturelles Problem wahrgenommen.

Darüber hinaus ist – wie in vielen Unternehmen – auch hier eine unterschiedliche Verteilung der Geschlechter zwischen Fach- und Backoffice-Bereichen sichtbar. Eine noch stärkere Durchmischung in einzelnen Funktionen könnte aus meiner Sicht langfristig zusätzlich zu einer ausgewogeneren Entwicklung von Strukturen und Vergütungsmodellen beitragen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren für mich einer der größten Pluspunkte des Unternehmens. Von Beginn an wurde mir großes Vertrauen entgegengebracht und ich hatte die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen einzubringen. Eigeninitiative war ausdrücklich erwünscht und wurde in vielen Bereichen gefördert.

Besonders positiv habe ich erlebt, dass man sich nicht strikt innerhalb einer fest definierten Rolle bewegen musste. Wer Interesse an neuen Themen hatte, konnte sich in andere Bereiche einarbeiten, zusätzliche Aufgaben übernehmen und neue Kompetenzen aufbauen. Dadurch entstand ein sehr abwechslungsreiches Arbeitsumfeld mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten.

Gleichzeitig gab es ausreichend Struktur durch die regelmäßigen Aufgaben und Verantwortungsbereiche, sodass die Arbeit trotz der Vielfalt nicht beliebig wirkte. Die Mischung aus Verlässlichkeit, Gestaltungsspielraum und der Möglichkeit, sich fachlich auszuprobieren, habe ich während meiner gesamten Zeit im Unternehmen als sehr bereichernd empfunden.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.