Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit Oktober 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 21.10.2026
ProSiebenSat.1 Media SE erhält von seinen Mitarbeiter:innen ein gemischtes Bild. Der Kollegenzusammenhalt gilt als klare Stärke: Viele beschreiben ihre Kolleg:innen als hilfsbereit, kompetent und verbindend. Auch die Work-Life-Balance wird positiv bewertet – flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und Gleitzeitmodelle stoßen auf breite Zustimmung. Das Vorgesetztenverhalten spaltet hingegen die Meinungen: Während einige direkte Vorgesetzte als unterstützend und wertschätzend erleben, kritisieren andere wachsende Hierarchien, mangelnde Kommunikation und den Vorrang technischer Kompetenz gegenüber Mitarbeiterförderung.
Gehalt und Karriereperspektiven bereiten deutlich mehr Sorge. Gehaltserhöhungen blieben laut vielen Bewertungen jahrelang aus und glichen die Inflation nicht aus; manche sehen auch Ungleichheiten bei der Ver...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei ProSiebenSat.1 Media SE ist geprägt von einem kollegialen Miteinander. Viele Nutzer:innen beschreiben das Betriebsklima als angenehm und freundschaftlich, wobei besonders der Zusammenhalt unter Kolleg:innen und direkten Vorgesetzten positiv hervorgehoben wird. Einige Bewertungen merken jedoch an, dass das kollegiale Klima gelegentlich die Leistungsorientierung bremst oder Spannungen aufkommen können.
Dem gegenüber stehen kritische Stimmen, die einen deutlichen Vertrauensverlust beklagen. Mehrere Umstrukturierungen, unklare Entscheidungen und ein von der Führungsebene geförderter interner Wettbewerb hätten die Stimmung erheblich belastet. Einige Nutzer:innen sehen das Management als wenig überzeugend und vermissen nachhaltiges Vertrauen sowie Optimismus im Unternehmen. Druck von oben wird dabei als zusätzlicher Belastungsfaktor genannt.
Das Gehalt bei ProSiebenSat.1 Media SE wird von den Nutzer:innen kritisch bewertet. Im Vordergrund steht die stagnierende Lohnentwicklung: Gehaltsanpassungen erfolgten über Jahre hinweg kaum oder nur unter Druck – etwa in Anlehnung an Erhöhungen bei RTL – und blieben unterhalb der Inflationsrate, was zu einem spürbaren Kaufkraftverlust führte. Sparmaßnahmen und der strukturelle Wandel der Medienbranche gelten als Hauptgründe. Einige Bewertungen kritisieren zudem, dass die Vergütung von Geschlecht, Betriebszugehörigkeit und weiteren Faktoren abhänge, während das Gehalt für Junior:innen und Auszubildende als besonders unzureichend gilt. Sozialleistungen werden trotz der Kritik am Grundgehalt als ausreichend wahrgenommen. Wenige Bewertungen äußern sich moderater und verweisen auf leichte Anpassungen von zwei bis drei Prozent in jüngster Zeit – ein Fortschritt, der die grundsätzlich negative Stimmung zur Vergütungssituation jedoch kaum abmildert.
Das Vorgesetztenverhalten bei ProSiebenSat.1 Media SE wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Einige loben ihre Vorgesetzten als sehr unterstützend, fördernd und stets hilfsbereit bei der persönlichen Weiterentwicklung. Auch der Umgangston wird von Nutzer:innen als fair, wertschätzend und freundlich beschrieben.
Kritischere Stimmen bemängeln hingegen inkonsistente Führungspraktiken: Eine wachsende Hierarchie und mangelnde Einbindung von Fachexpert:innen führen demnach zu Entscheidungen, die an der Praxis vorbeigehen. Zudem empfinden manche Nutzer:innen die Kommunikation als unzureichend. Einige Bewertungen merken an, dass Führungskräfte selbst mit häufigen Veränderungen kämpfen, und beklagen einen zunehmenden Fokus auf technische Kompetenz zulasten der Mitarbeiter:innenförderung. Wenige Nutzer:innen berichten außerdem, dass persönliche Interessen einzelner Vorgesetzter gelegentlich über das Teamwohl gestellt werden.
Die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei ProSiebenSat.1 Media SE werden von Mitarbeiter:innen kritisch bewertet. Während einige Aufstiegschancen grundlegend als vorhanden beschreiben und interne Stellenbesetzungen positiv hervorheben, bemängeln andere, dass Entwicklungsmöglichkeiten stark vom jeweiligen Bereich und der Führungskraft abhängen. Kostendruck und Stellenabbau haben die einst besseren Karriereperspektiven nach Meinung einiger Nutzer:innen erheblich verschlechtert, und Beförderungen sollen seit Jahren eingefroren sein.
Im Bereich Weiterbildung kritisieren Mitarbeiter:innen, dass externe Lernplattformen aufgrund von Sparmaßnahmen gestrichen und durch eine arbeitgebergesteuerte interne Akademie ersetzt wurden. Budgets für externe Schulungen oder Konferenzen sind kaum vorhanden. Zudem empfinden einige, dass Karrierechancen vor allem jenen zugutekommen, die persönliche Verbindungen zu Führungskräften pflegen, während der Großteil der Belegschaft kaum reale Aufstiegsperspektiven wahrnimmt.
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