Für Freunde des Home Office gut geeignet, für Freunde der Präsenz eher nicht
Gut am Arbeitgeber finde ich
-Engagierter Betriebsrat und Vorgesetzte
-Hilfsbereite Kollegen und kompetentes Produktmanagement
-schöne Lage am Naherholungsgebiet Halde Hoheward
-Zeiterfassung
-Sommerfest und Weihnachtsfeier
-sehr gute Anbindung an die A2
-überdachter Fahrradständer
-Incentives wie Socken, Jacken, Taschen, Rucksäcke, Hoodies, T-Shirts etc.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die frühere Leiterin des Personalmanagements hat zu nahezu jeder Bewertung eine Stellungnahme geschrieben. Das fand ich sehr gut. Warum passiert das jetzt nicht mehr?
Als Prosoz noch unter 400 Beschäftigte hatte, war das Unternehmen deutlich agiler. Seit Corona hat sich die Bürokratie wie das gleichnamige Virus über das Unternehmen ausgebreitet. Besuchermanagement, Arbeitsplatz buchen, Performancegespräche, Pflichtveranstaltungen und Pflichtunterweisungen, dazu Phishing Mails an die eigenen Mitarbieter. Die letzte Regelung war, dass man selbst für einen Tag Überstundenfrei einen Vertreter in das Lohnprogramm eintragen muss. All das gab es vor Corona nicht.
Verbesserungsvorschläge
Abbau der internen Bürokratie und mehr Führungskräfte aus den eigenen Reihen. Dazu ein anderer Umgang mit Frauen in den Führungspositionen.
Arbeitsatmosphäre
Viele Kolleginnen und Kollegen sind fast immer im Home Office. Viele Büros auf dem Flur sind meist leer. Es herrscht nur selten eine kreative Arbeitsatmosphäre.
Image
In dem Bereich der Kommunalsoftware ist Prosoz durch die Fusion eine nun sehr große Nummer, aber außerhalb des ÖD trotz der Größe ziemlich unbekannt. Leider bekommt das Unternehmen vor allem dann Publicity, wenn etwas nicht gut läuft.
Meiner Meinung nach schaden diejenigen, die hier in den letzten Monaten 5 Sterne oder 2 Sterne Bewertungen abgegeben haben und keinen Text dazu geschriebne haben, eher dem Unternehmen als dass sie weiterhelfen. Wer so begeistert oder frustriert ist, müsste doch Worte finden können.
Work-Life-Balance
Wer gerne im Homeoffice arbeitet, ist hier genau richtig, da es keine festen Präsenztage in der Abteilung gibt. Wer lieber eine Büroatmosphäre bevorzugt, sollte sich besser woanders umschauen. Positiv hervorzuheben sind die vielen verschiedenen Arbeitszeitmodelle, die flexiblen Arbeitszeiten und die Möglichkeit, eine Gehaltserhöhung gegen 5 Tage mehr Urlaub einzutauschen.
Karriere/Weiterbildung
Da das Unternehmen immer weiter wächst, gibt es theoretisch auch Entwicklungsmöglichkeiten. Offene Stellen werden auch immer zuerst intern ausgeschrieben. Trotzdem sind in den letzten Jahre viele Stellen der ersten 3 Führungsebenen und des Cockpits extern besetzt worden. Es sind dort wenig Prosoz Urgesteine vertreten. Ob das der Unternehmenskultur geschadet oder genutzt hat, will ich nicht burteilen. Wer wirklich Karriere machen will, muss irgendwann von Prosoz wechseln.
Es werden auch viele interne Weiterbildungsmöglichkeiten oder der Besuch von Konferenzen wie die Agile Ruhr oder Basta angeboten. Fachlich kann man sich schon entwickeln oder verändern, aber aufsteigen ist eher schwer.
Gehalt/Benefits
Es gibt für jede Rolle ein Gehaltsband. Wer am oberen Ende des Bandes verdient, kann wenig klagen. Allerdings liegen zwischen den Enden eines Bandes etwa 50 % Differenz. Klar ist aber auch: Gehälter wie für Tarifbeschäftigte in der Chemie- oder Metallindustrie gibt es hier auch für langjährige MA nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Mülltrennung klappt jetzt besser. Es gibt Jobräder und überdachte Fahrradständer. Dazu Ladestationen für E-Autos und Wasserspender. Hier hat sich einges verbessert..
Kollegenzusammenhalt
Fluktuation in meinem Bereich immer noch gering. Der Zusammenhalt ist bei einem so hohen Homeoffice-Anteil noch gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Sehr viele Kollegen mit 20 bis 30 Jahren Prosoz in dem Bereich. Ohne diese erfahrenen Kollegen würde hier alles viel zäher laufen. Die Wertschätzung dieser Kollegen ist dementsprechend hoch.
Vorgesetztenverhalten
Mein direkter disziplinarischer Vorgesetzter setzt sich auf jeden Fall für mich ein.
Arbeitsbedingungen
- Die Laptops sind leistungsfähig
- Es gibt überall höhenverstellbare Tische
- Allerdings zu Hause nur für den, der einen echten Homeoffice-Vertrag hat. Wer freiwillig immer von zu Hause arbeitet, muss sich selbst kümmern.
- Büros sind großzügig und stehen gerade Freitags und Montags oft leer
- Es gibt frisches Obst, Wasser, Kaffee, Tee, manchmal auch Eis
Kommunikation
Es gibt viele Zoom-Meetings des Geschäftsfelds und Vorgesetzte trifft man in der Firma auch häufiger. Negative Dinge werden aber kaum kommuniziert, worunter die Transparenz leidet.
Gleichberechtigung
Hier hat sich in den letzten Jahren einiges zum Schlechten verändert. Auf der 1. und 2. Führungsebene (Geschäftsführung und Geschäftsfeldleitung) gibt es gar keine Frauen mehr, und auf der 3. Ebene, der Bereichsleitung, ist er auch gesunken. Der Frauenanteil ist für ein IT-Unternehmen jedoch sehr hoch.
Interessante Aufgaben
Der Scrum-Prozess lässt für den einzelnen Entwickler leider nur wenig Entscheidungsfreiheit übrig. Dazu fließen häufig neue, dringende Anforderungen in den laufenden Sprint. Große oder auch sehr plötzliche Gesetzesänderungen, Großprojekte, Großkunden und viele Versionen sorgen immer wieder für Zeitdruck.

