Aufbruchstimmung durch Umstrukturierung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man bekommt pünktlich sein Gehalt. Die Firmenfahrzeugauswahl ist gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hohe Erwartungshaltung, durchgedrückt von nicht geschulten Vorgesetzten, umgesetzt durch Mikromanagement
Verbesserungsvorschläge
- Konkrete Weiterentwicklung von Arbeitnehmern. Es ist nicht mit einem LinkedIn Learning Kurs getan. Außerdem sollten die Vorgesetzten eine klare Vorstellung des Know Hows ihrer Mitarbeiter haben und Schulungen vorgeben.
- Nicht nur Mitarbeiter benötigen Schulung, auch Vorgesetzte.
- Umstrukturierungen geben den Anschein von "Probieren wir mal - Notfalls rudern wir zurück".
- Officetage sind gut und wichtig. 60% Anwesenheit im Büro ist zwar gut für die Auslastung der Räumlichkeiten. Aber lieber motivierte Arbeitnehmer im HomeOffice als unmotivierte Arbeitnehmer im Büro. Vermietung eigener Räumlichkeiten oder Kündigung/Verkleinerung von angemieteten Objekten wär auch eine Möglichkeit.
Arbeitsatmosphäre
Unter Kollegen im Team gut. Generell sehr getrübt, weil gute Leute freiwillig gehen, oder man sich proaktiv trennen möchte. Viel Know-How geht verloren.
Kommunikation
Wenn Kommunikation stattfindet, dann eher sehr kurzfristig. Der Flurfunk ist oft schneller.
Kollegenzusammenhalt
Im Großen und Ganzen sehr positiv. Man setzt sich füreinander ein.
Work-Life-Balance
gut bei Altverträgen, die noch 100% Homeoffice ermöglichen. Neue Verträge gehen auf 60/40 zu Büroanwesenheit.
Vorgesetztenverhalten
Kommunikation sehr kurzfristig. Mikromanagement vermittelt das Gefühl von ständiger Kontrolle und sich rechtfertigen müssen. Wenig Rückgrat ggü GF. Druck wird einfach ans Team weitergegeben.
Es fehlt an konstruktiver Kritik. Stattdessen werden Fehler offen vorm Team angesprochen. Mehr Diskretion wäre wünschenswert.
Manche Vorgesetzte haben ihre Position durch Aufstieg im Unternehmen erhalten. Leider fehlt eine durchgängige Schulung für Personalverantwortliche, damit man sich nicht nur fachlich, sondern auch menschlich entwickelt.
Auf der anderen Seite haben Vorgesetzte eine hohe Erwartungshaltung an die Mitarbeiter. Aber was den Entwicklungsweg angeht, lässt man sich den besser von einer KI ausarbeiten.
Interessante Aufgaben
Wenn man eine interessante Aufgabe gefunden hat, wird umstrukturiert und Verantwortlichkeiten werden verschoben. Von daher wenig Konstanz.
Gleichberechtigung
Nach vorn offen gegenüber Vielfalt. Hinterm Rücken, sind Kommentare nicht immer wertschätzend.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere sind genauso Teil des Teams, wie alle anderen auch.
Arbeitsbedingungen
Das oft erwähnte Mikromanagement zeigt sich in wöchentlichen Meetings, in dem jeder Berichten muss, woran er arbeitet, und was sich in den vergangenen sieben Tagen geändert hat. Zusätzlich muss alles schriftlich dokumentiert werden, damit auch andere Stellen darin Einsicht haben. Konzentrierte Abarbeiten von Projekten wird somit erschwert. Und wenn aufgrund dessen mal Arbeit liegen bleibt, wird dies im Meeting vor allen anderen Teammitgliedern diskutiert.
Da viele Kollegen das Unternehmen verlassen (haben), bleibt Arbeit liegen. Man soll sich Zeit für Schulungen nehmen. Aber während des Arbeitszeit ist das kaum möglich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man setzt auf eine E-Autoflotte. Auch die Hardware muss nicht immer die Neuste sein, oder wird mal von anderen Mitarbeitern übernommen. Das finde ich im Sinne der Umwelt gut.
Gehalt/Benefits
Bei Umstrukturierungen wird gern das alte Gehalt beibehalten - auch wenn der Arbeitsaufwand und die Verantwortung steigt. Aber im Großen und Ganzen wird man gut entlohnt.
Image
Bröckelt leider sehr. Nicht nur extern, sondern auch intern. Viele die nicht gehen müssen, tun dies dann aber freiwillig.
Karriere/Weiterbildung
Wenig bis keine Zeit für Weiterbildung. Viele offene Stellen werden intern zur Verfügung gestellt. Aber die Schulung und die Vorbereitung darauf, ist stark ausbaufähig. Entwicklungspfade müssen selbst erarbeitet werden. Man sich sich in der Erfüllung von Schulung durch Erhalt von Zugängen für Lernportale.

