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Bewertung

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Als Arbeitsgeber nicht weiter zu empfehlen

1,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Stuttgart gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben sind die hohe Flexibilität sowie die moderne Büroausstattung. Homeoffice ist möglich, Gleitzeit und ein gutes Arbeitspensum tragen zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance bei.

Verbesserungsvorschläge

Führungspositionen sollten nicht allein aus pragmatischen oder politischen Gründen vergeben werden. Es braucht Personen, die sowohl persönlich als auch fachlich dafür geeignet sind. Führung ist nicht nur ein Titel – sie verlangt Erfahrung, Qualifikation und ein Gespür für Teamführung. Aktuell werden oftmals Personen ohne entsprechende Eignung oder Ausbildung in Führungsrollen gehoben, was sich negativ auf Arbeitsklima, Motivation und Produktivität im Team auswirkt.

Work-Life-Balance

Es gibt keine festgelegte Kernarbeitszeit, stattdessen wird auf flexible Arbeitszeiten gesetzt. In meinem Bereich ist Homeoffice problemlos möglich. Das Arbeitspensum ist realistisch, meist unterfordernd und einfach zu bewältigen – eine gute Grundlage für eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben. Wie gesagt oftmals unterfordernd, wenn man sich nicht um extra Aufgaben bemüht, welche durch die Größe des Unternehmens leider rar sind.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein großflächiges Büro, das nur von wenigen Personen genutzt wird, wirft Fragen zur Ressourcennutzung auf. Eine effizientere Lösung wäre sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht sinnvoll. Die Verringerung der Bürofläche oder eine Abteilungsübergreifende Büropflicht wären sinnvoll, diese ist aufgrund des kostspieligen Parkplatzangebots im Büro jedoch nicht vertretbar.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsangebote sind grundsätzlich vorhanden, müssen jedoch eigeninitiativ angefragt werden. Die Freigabe solcher Maßnahmen verzögert sich oft, da Führungskräfte nicht nachkommen. Darüber hinaus fehlen klare Entwicklungsperspektiven – wer keine Führungsposition anstrebt, hat kaum realistische Aufstiegschancen. Kritisch zu sehen ist, dass Führungsrollen häufig an Personen vergeben werden, die weder über eine entsprechende Qualifikation noch über Führungskompetenz verfügen. Dies hat spürbare Auswirkungen auf die Zusammenarbeit und kann Teams destabilisieren. Hier sollte dringend mehr Wert auf Kompetenz, Eignung und Erfahrung gelegt werden.

Kollegenzusammenhalt

Durch die dezentrale Arbeitsweise und geringe persönliche Präsenz im Büro ist der direkte Austausch begrenzt, was sich negativ auf den Zusammenhalt auswirkt. Jede:r erledigt primär eigene Aufgaben, ohne nennenswerte Berührungspunkte mit anderen Teams. Es findet keine Teamarbeit im klassischen Sinn statt, einen Austausch gibt es natürlich trotzdem. Einen wirklichen Zusammenhalt innerhalb des Teams und der Abteilungen gibt es nicht, dass wird gerne auf Veranstaltungen wie der „Weihnachtsfeier“ deutlich, da 90% nach 2 Stunden verschwinden.

Vorgesetztenverhalten

Die Du-Kultur wirkt zunächst sympathisch, doch leider dient sie mitunter als Fassade. Bei kritischen Themen stößt man schnell auf eine Abwehrhaltung. Anregungen und Rückmeldungen an Vorgesetze finden kaum Gehör. Besonders befremdlich ist die Beförderung von Mitarbeitende in Leitungsfunktionen, welche keinerlei Erfahrung und vor allem Qualifikationen für diese Tätigkeit mitbringen. Weitreichende Entscheidungen werden getroffen, ohne das große Ganze zu betrachten und Abteilungsübergreifende Kommunikation findet nicht statt. Im gesamten Unternehmen ist spürbar, dass es an fachlich kompetenten Entscheidungsträger:innen fehlt. Die Führungsstruktur wirkt in vielen Bereichen überfordert und wenig professionell aufgestellt. Ein deutliches Symptom dafür: Personalgespräche werden teils gar nicht geführt – nicht aus Zeitmangel, sondern weil sie schlicht vergessen werden.

Kommunikation

Abteilungsübergreifende Kommunikation findet kaum statt. Jede Abteilung arbeitet isoliert – mit entsprechend negativen Folgen für die Gesamtorganisation. Entscheidungen der Geschäftsführung wirken nicht selten überhastet und schlecht abgestimmt. Die Auswirkungen auf die operativen Abläufe werden oft erst spät erkannt und müssen dann mit erheblichem Mehraufwand korrigiert werden.

Gehalt/Benefits

Die Bezahlung ist ausbaufähig. Mitarbeitende außerhalb des Tarifvertrags (TVöD) müssen Gehaltserhöhungen aktiv einfordern, die dann nur minimal ausfallen. Es ist schwer nachvollziehbar, wie Erhöhungen unter einer gewissen Grenze als große Geste kommuniziert werden – aus Arbeitgebersicht wäre dies eher ein Anlass zur Selbstreflexion als zum Stolz. Überstundenabbau oder eine Vergütung dieser Stunden findet kaum statt. Ein Abbau muss selbst eingefordert werden, dies erwarte ich von der Führungskraft oder der HR, welche die Stunden der Mitarbeitenden im Blick behalten sollten (für die Zukunft hierfür gibt es spezielle Kontrollsysteme). Sonderzahlungen werden teilweise stark verzögert ausgezahlt.
Für ein Unternehmen im Gesundheitsbereich ist es zudem enttäuschend, dass keine nennenswerten Gesundheits- oder Sozialleistungen angeboten werden – ein Angebot wie eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio wäre zeitgemäß und glaubwürdig. Stattdessen beschränkt sich das "Gesundheitsangebot" auf einen kostspieligen Süßigkeitenvorrat – ein Obstkorb wäre hier deutlich angemessener. Positiv: Trinkwasser, Tee und Kaffee stehen kostenlos zur Verfügung.


Arbeitsatmosphäre

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

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Arbeitgeber-Kommentar

HR-Team

Vielen Dank für Dein ausführliches Feedback und die Zeit, die Du Dir dafür genommen hast. Auch wenn Wahrnehmungen und Erfahrungen im Arbeitsalltag individuell unterschiedlich ausfallen können, nehmen wir Rückmeldungen grundsätzlich ernst und setzen uns sorgfältig damit auseinander. Einzelne Punkte können wir nachvollziehen und intern mitnehmen, andere Wahrnehmungen teilen wir auf Basis unserer Erfahrungen und internen Rückmeldungen jedoch nicht. Gerne möchten wir daher näher auf die angesprochenen Themen eingehen.

Das Unternehmen entwickelt sich kontinuierlich weiter, wodurch fortlaufend neue Themen und Aufgaben entstehen. Mitarbeitende, die sich engagieren und motiviert einbringen, werden gezielt gefördert und entsprechend weiterentwickelt.

Wir freuen uns sehr darüber, dass das diesjährige Mitarbeiterjahresgespräch eine Gesamtzufriedenheit von 4,3 von maximal 5 Bewertungspunkten erreicht hat. Uns ist bewusst, dass sich nicht alle Mitarbeitenden jederzeit gleichermaßen wohlfühlen, was auch mit individuellen Präferenzen und unterschiedlichen Bedürfnissen zusammenhängen kann. So kann es beispielsweise sein, dass sich einzelne Mitarbeitende einen intensiveren Austausch wünschen. Insgesamt zeigen jedoch sowohl die Ergebnisse unserer Zufriedenheitsauswertung als auch die geringe Fluktuationsquote, dass die Mehrheit der Mitarbeitenden zufrieden ist.

Seit April steht zudem ein kostenloses Parkplatzangebot zur Verfügung. Trotz des Großraumbürokonzepts bietet die aktuelle großzügige Fläche weiterhin Rückzugsbereiche, die von unseren Mitarbeitenden geschätzt werden. Darüber hinaus besteht am Standort Stuttgart auch künftig die Möglichkeit für weiteres Wachstum, was bereits in der Büroplanung berücksichtigt wurde.

Die hybride Arbeitsweise wird von vielen Mitarbeitenden als großer Mehrwert wahrgenommen, weshalb wir auch weiterhin daran festhalten möchten. Da Du die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten selbst als Vorteil bezeichnet hast, können wir diesen Kritikpunkt nicht vollständig nachvollziehen.

Hinsichtlich Deines Kritikpunkts zu unqualifizierten Führungskräften ergibt sich für uns derzeit kein entsprechendes Bild. Nach unserer Einschätzung verfügen unsere Führungskräfte über die notwendigen fachlichen Qualifikationen sowie die entsprechende berufliche Erfahrung. Auch aus dem Kreis der Mitarbeitenden wurden uns hierzu bislang keine vergleichbaren Hinweise genannt. Uns ist gleichzeitig bewusst, dass Erwartungen an Führung und Zusammenarbeit individuell unterschiedlich wahrgenommen werden können.

Die Aussage, dass die jährliche Sonderzahlung verzögert ausgezahlt wird, entspricht nicht der Wahrheit. Die Sonderzahlung wird jedes Jahr pünktlich im November ausgezahlt.

Dass mit Dir zuletzt keine persönlichen Gespräche mehr geführt wurden, ist natürlich schade. Diesen Punkt nehmen wir gerne intern mit.

Wir können nicht bestätigen, dass es kaum abteilungsübergreifende Kommunikation gibt. Gerade die Abteilungen mit gemeinsamen Schnittstellen stehen anlassbezogen regelmäßig im Austausch. Grundsätzlich verfolgen wir dabei einen effizienzorientierten Ansatz. Viele Mitarbeitende empfinden stundenlange Abstimmungsmeetings ohne konkreten Anlass eher als wenig zielführend – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die zeitlichen Kapazitäten im Arbeitsalltag ohnehin oft knapp bemessen sind.

Überstundenabbau findet in jedem Fall statt; alle Mitarbeitenden verfügen über ein digitales und transparentes Überstundenkonto. Da wir mit Vertrauensarbeitszeit arbeiten, sind die Mitarbeitenden grundsätzlich selbst für die Erfassung und Steuerung ihrer Arbeitszeiten verantwortlich. Entstandene Überstunden können jederzeit stundenweise durch Zeitausgleich abgebaut werden. Auch der Abbau ganzer Tage ist nach Rücksprache mit der jeweiligen Führungskraft möglich und wird entsprechend genutzt.

Wir sind kein Konzern, sondern ein familiengeführtes Unternehmen im Gesundheitswesen. Daher können wir selbstverständlich weder Konzerngehälter noch automatisierte Gehaltssprünge anbieten. Stattdessen finden jährlich Gehaltsüberprüfungsrunden statt, in denen die Vergütung jedes einzelnen Mitarbeitenden individuell betrachtet und bewertet wird.

Im Rahmen unserer Möglichkeiten entwickeln wir unsere Benefits regelmäßig weiter. Dazu gehören unter anderem JobRad-Leasing, eine betriebliche Altersvorsorge, ein Gesundheitsportal sowie Zuschüsse zu gesundheitsfördernden Arbeitsmitteln, wie beispielsweise Bildschirmarbeitsplatzbrillen.

Wir wünschen Dir für Deinen weiteren beruflichen und privaten Weg alles Gute und viel Erfolg.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.