Viel Unsicherheit, wenig ehrliche Kommunikation
Gut am Arbeitgeber finde ich
Resmed ist ein international tätiges Unternehmen mit interessanten Produkten und einer wichtigen Aufgabe im Gesundheitsbereich. Es gibt einige Benefits und engagierte Kollegen, die ihre Arbeit trotz der aktuellen Situation zuverlässig machen. Auch die grundsätzlichen Möglichkeiten und Strukturen eines größeren Unternehmens bieten Potenzial.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeiter werden häufig hingehalten und mit ihrer Unsicherheit allein gelassen. Ungeiche Behandlung, wenig Wertschätzung und Führungskräfte, die Probleme eher schönreden als Lösungen zu schaffen. Zwischen den nach außen kommunizierten Unternehmenswerten und dem tatsächlichen Umgang mit Mitarbeitern liegen teilweise Welten.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Ehrlichkeit, Transparenz und eine klare Kommunikation wären dringend notwendig. Mitarbeiter sollten frühzeitig über Veränderungen und die Zukunft einzelner Standorte und Abteilungen - detailiert- informiert werden. Führungskräfte sollten Probleme ernst nehmen, hinter ihren Mitarbeitern stehen und nicht alles schönreden. Gleiche Regeln und faire Behandlung für alle solten selbstverständlich sein. Weniger schöne Präsentationen und Programme, dafür mehr echte Wertschätzung und Lösungen im Arbeitsalltag, auch wenn es personelle Veränderungen gibt.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung am Standort ist zunehmend von Unsicherheit und Angst geprägt. Es wird nicht offen kommuniziert, welche konkreten Pläne die Geschäftsleitung für Gremsdorf hat und welche Konsequenzen das für die einzelnen Abteilungen und Mitarbeiter bedeutet. Entscheidungen werden teilweise erst sehr kurzfristig bekannt gegeben, Stichwort Gerüchte. Das Vertrauen in die Unternehmensführung hat dadurch deutlich gelitten.
Kommunikation
Es wird viel gesprochen, aber wenig konkret gesagt. Themen wie Schlaf werden behandelt, während die Zukunft des Sauerstoffbereichs und des Standorts weiterhin offen bleibt. Neue Programme und Veränderungen werden vorgestellt, ohne dass für die Mitarbeiter klar wird, welchen Sinn und welche Konsequenzen das haben und welchen Nutzen es für den Standort bringt. Auf konkrete Fragen gibt es oft nur ausweichende Antworten. Eine Aussage wie „Ich weiß nicht, was morgen sein wird, deshalb kann ich auch nicht sagen, was wird“ fasst die Kommunikation leider ganz gut zusammen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt hat sich durch die aktuelle Situation deutlich verändert. Es wird viel unter Kollegen gesprochen, aber keiner weiss wirklich, wie es weitergeht. Die Stimmung ist überwiegend negativ und von Angst um die Zukunft geprägt. Jeder schaut inzischen eher, wo er selbst bleibt. Das frühere Wir-Gefühl leidet darunter
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist ausbaufähig. Flexible Arbeitsbedingungen werden nicht überall gleich gelebt. Teilweise fehlt es an Verständnis für private und familiäre Belange. Insgesamt wäre mehr Flexibilität und Vertrauen in die Mitarbeiter wünschenswert.
Vorgesetztenverhalten
Leider fehlt es an Vorbildfunktion und Rückhalt für die Mitarbeiter. Probleme werden häufig relativiert oder nicht ernst genug genommen. Entscheidungen und Aussagen der Führungsebene wirken teilweise wenig nachvollziehbar und schwmmig. Man hat oft das Gefühl, mit den Problemen im Tagesgeschäft allein gelassen zu werden. Wertschätzung und Anerkennung für die geleistete Arbeit kommen deutlich zu kurz. Kritik scheint nicht überall willkommen zu sein.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind teilweise sehr einseitig geworden. Durch die unklare Zukunft des Standorts und fehlende Perspektiven fehlt auch die Motivation, sich weiter einzubringen. Es werden zwar Veränderungen und neue Programme besprochen, aber konkrete Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten bleiben unklar.
Gleichberechtigung
Unterschiedliche Meinungen und kritische Stimmen scheinen nicht überall erwünscht zu sein. Es entsteht der Eindruck, dass Anpassung und Zustimmung mehr zählen als eigene Sichtweisen. Eine offene Unternehmenskultur, in der sich alle Mitarbeiter gleichermaßen einbringen können, fehlt leider zunehmend.
Gleichbehandlung wird leider nicht konsequent gelebt. Es gibt deutliche Untrschiede darin, wer gehört wird, Unterstützung bekommt und sich einbringen kann. Die Bevorzugung einzelner Personen ist für viele Mitarbeiter durchaus erkennbar. Gleiche Chancen und ein fairer Umgang sehen anders aus.
Umgang mit älteren Kollegen
Langjährige Betriebszugehörigkeit und Erfahrung werden meiner Wahrnehmung nach wenig wertgeschätzt. Anerkennung für viele Jahre im Unternehmen kommt kaum zum Ausdruck. Teilweise entsteht der Eindruck, dass Erfahrung und ältere Mitarbeiter eher als Kostenfaktor betrachtet werden, statt ihr Wissen zu schätzen.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung ist gut, aber Programme und Prozesse etwas veraltet und viele Prozesse am Standort sind unnötig aufwendig. Gerade die Telefonsysteme kosten viel Zeit und die erfassten Statistiken sind teilweise wenig nachvollziehbar. Die Arbeitsabläufe sind nicht überall effizient. Durch die aktuellen Veränderungen und die fehlende Planungssicherheit haben sich die Arbeitsbedingungen zusätzlich verschlechtert.
Gehalt/Benefits
Frühere Erfolgsbeteiligungen wurden inzwischen durch standardisierte Regelungen ersetzt. Einige Benefits werden durchaus geschätzt, allerdings fehlt es an ausreichender Kommunikation. Insgesamt ist das Angebot eher überschaubar.
Kritisch sehe ich vor allem die unterschiedlichen Rahmenbedingungen bei Homeoffice und Präsenzarbeit sowie zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen. Flexibilität, Präsenzpflicht und finanzielle Ausgleichsmöglichkeiten sind nicht für alle Beschäftigten gleichermaßen gegeben. Dabei sollten Mitarbeiter im Büro ebenso berücksichtigt werden wie Beschäftigte in Technik, Lager und anderen Bereichen.
Auch die zusätzlichen finanziellen Belastungen durch tägliche Fahrtwege sollten stärker Beachtung finden. Ein Blick auf die aktuelle Entwicklung der Kraftstoffpreise zeigt, dass diese Kosten für viele Beschäftigte durchaus ins Gewicht fallen.
Unabhängig vom Tätigkeitsbereich sollte eine faire Behandlung mit vergleichbaren Möglichkeiten und angemessener Wertschätzung selbstverständlich sein.

