Interne Schieflagen mit Verbesserungspotenzial – Mitarbeitende fühlen sich oft allein gelassen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass Kununu gelesen wird, aber wenig unternommen. Reaktion?
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungskultur:
Vorgesetzte bieten kaum Rückhalt. Arbeiten in Augenhöhe wie früher leider nicht mehr, Hinweise von Mitarbeitenden finden selten Beachtung – Unterstützung? Eher Fehlanzeige wenn ein Liebling etwas sagt, sieht das andrrs aus.
Wertschätzung & motivieren
Engagement verpufft oft unbeachtet. Probleme werden bagatellisiert, was die Motivation deutlich schmälert.
Ungerecht
Unterschiedliche Regeln bei Pausen, Sport oder Arbeitszeiten sorgen für Frust. Manche dürfen während der Arbeitszeit draussen spazieren, andere müssen fürs Frühstück ausstempeln – Gleichbehandlung sieht anders aus.
Kommunikation:
Essenzielle Infos erreichen die Teams häufig zu spät oder zufällig. Das wirkt unorganisiert und erschwert effizientes Arbeiten.
Kundenkontakt:
Viele Rückfragen ließen sich vermeiden: Rechnungen verwirren, Texte sind unübersichtlich – vor allem ältere Kund:innen sind überfordert. Das erzeugt unnötige Belastung im Team.
Umgangston & Kritik:
Mitarbeitende werden teils vor Kolleg:innen kritisiert – das ist weder professinel noch zielführend. Eine offene, respektvolle Feedbackkultur fehlt.
Entwicklung & Gehalt:
Kaum Perspektiven zur Weiterentwicklung. Die Gehaltserhöhungen bleiben minimal – wertschätzend wirkt das nicht.
Verbesserungsvorschläge
Schulung von Führungskräften in Kommunikations- und Führungskompetenz
Förderung von Wertschätzung und Feedbackkultur
Einheitliche und faire Pausenregelungen für alle Abteilungen
Transparente Kommunikation und frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden
Vereinfachung von Kundenkorrespondenz zur Reduktion von Rückfragen
Fokussierung auf interne Effizienz statt externer Selbstdarstellung
Angemessene, leistungsbezogene Vergütungspolitik
Ein respektvoller Umgang miteinander – ohne öffentliche Bloßstellungen
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist geprägt von starkem Kontrollverhalten, mangelndem Vertrauen und einem insgesamt angespannten Klima. Eigenverantwortung wird zwar verlangt, aber wenig gefördert. Eine konstruktive Fehlerkultur ist kaum erkennbar – stattdessen dominiert Absicherung auf allen Ebenen. Wertschtzung für Leistung bleibt meist aus.
Work-Life-Balance
Je nach Abteilung extrem unterschiedlich. Während einige flexible Arbeitszeiten leben können, herrscht in anderen Bereichen eine starre Präsenzkulur. Die Unausgewogenheit ist für viele Mitarbeitende nicht nachvollziehbar und belastet die Work-Life-Balance erheblich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Investitionen in externes Rebranding oder Marketing stehen in auffälligem Kontrast zum Zustand interner Abläufe. Hier wäre ein stärkerer Fokus auf Prozessoptimierung, Mitarbeiterbindung und Digitalisierung sinnvoller als auf reine Außendarstellung.
Karriere/Weiterbildung
Individuelle Entwicklungsmöglichkeiten sind sa, doch begrenzt. Transparente Karrierepfade gibt es kaum, und Fortbildungen werden eher sporadisch und selektiv angeboten. Mitarbeitende mit Ambitionen finden nur schwer Möglichkeiten, sich einzubringen oder aufzusteigen.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb kleinerer Teams funktioniert der Austausch teilweise gut. Abteilungsübergreifend jedoch nimmt der Zusammenhalt ab, nicht zuletzt wegen zunehmender Arbeitsverdichtung. Viele Mitarbeitende haben das Gefühl, Aufgabenlasten ungleich verteilt zu bekommen, was die Bereitschaft zur Unterstützung verringert. Vorgesetzte neigen ihre negative Laune an andere auszulassen
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrene Mitarbeitende bringen wertvolles Wissen mit, das jedoch zu selten aktiv eingebunden wird. Statt Förderung erleben viele Zurückhaltung oder Ignoranz gegenüber ihren Kompetenz
Vorgesetztenverhalten
Führung findet häufig auf einer rein hierarchischen Ebene statt. Vorgesetzte harmonieren untereinander, während Rückmeldungen von operativer Ebene selten willkommen scheinen. Wer Impulse oder berechtigte Kritik einbringt, erlebt oft Zurückweisung oder wird nicht ernst genommen. Anstatt Mitarbeitenden Rückhalt zu bieten, entsteht das Gefühl, gegen Widerstände zu arbeiten. Diese Haltung wirkt demotivierend und untergräbt wiederholt 6jegliches Vertrauen in die Führungsebene.
Arbeitsbedingungen
Die Diskrepanz zwischen Abteilungen ist erheblich: Während einige Kolleg*innen während der regulären Arbeitszeit an Bewegungsprogrammenteilnehmen, müssen andere ihre Frühstückspause minutengenau stempeln. Meetings sind due Tagesordnung. Diese Ungleichheit erzeugt ein Gefühl von Ungerechtigkeit. Hinzu kommt, dass öffentlich geäußerte Kritik durch Vorgesetzte an Einzelpersonen unprofessionell wirkt und das Betriebsklima belastet. Eine faire, transparente und einheitliche Regelung für alle wäre dringend nötig.
Auch die Rückkehr aus dem Homeoffice wird zunehmend eingefordert – grundsätzlich nachvollziehbar. Doch statt gezielter Integration scheint es eher um Kontrolle zu gehen, was die ohnehin bestehende Überlastung in manchen Teams zusätzlich verschärft, wenn Aufgaben nicht klar neu verteilt werden.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist oft nicht zielgerichtet. Relevante Informationen erreichen die Mitarbeitenden verzögert oder nur über inoffizielle Wege. Entscheidende Inhalte für die Praxis werden häufig nicht in verständlicher Form weitergegeben, was Unsicherheit und Frustration erzeugt.
Gehalt/Sozialleistungen
Die Gehaltsentwicklung bleibt spürbar hinter den steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Zusätzliche Leistungen oder Benefis, die Mitarbeiterbindung fördern könnten, fehlen weitgehend. Die Entlohnung entspricht häufig nicht der tatsächlichen Verantwortung oder Belastung.


