Zu viele Zusatzaufgaben, ständige Umstrukturierung und mehr Büropräsenz trotz guter Remote-Arbeit sorgen für Unmut
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz und Verlässlichkeit in organisatorischen Entscheidungen sowie eine stärkere Einbindung von Mitarbeiterfeedback könnten das Vertrauen und die Zufriedenheit deutlich verbessern. Gleichzeitig wäre eine klarere und zentralere Kommunikationsstruktur hilfreich, um Informationsverluste und die hohe Informationsflut zu reduzieren.
Darüber hinaus könnte eine bessere Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten die Belastung einzelner Teams reduzieren und langfristig für mehr Stabilität sorgen. Flexible Arbeitsmodelle und Homeoffice-Möglichkeiten sollten weiterhin unterstützt werden, da sie wesentlich zur Work-Life-Balance beitragen und gleichzeitig unnötigen Pendelverkehr vermeiden können.
Auch bei Group-Standards wäre mehr Einheitlichkeit und Pragmatismus wünschenswert, damit fachlich sinnvolle Lösungen nicht unnötig eingeschränkt werden.
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich sind alle offen, hilfsbereit und unterstützen sich gegenseitig. Gleichzeitig merkt man jedoch den Stress und die Unzufriedenheit durch die hohe Aufgabenlast, die sich vermutlich auf mehr Schultern verteilen ließe. Das gemeinsame Vorankommen wird dennoch von niemandem bewusst ausgebremst.
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Vor einigen Jahren hätte ich die digital noch ohne Bedenken weiterempfohlen. Heute habe ich diesbezüglich eher gemischte Gefühle.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist im Team aktuell noch gut vereinbar. Allerdings zeichnet sich ab, dass es künftig stärkere Einschränkungen beim Homeoffice seitens des Managements geben könnte. Flexible Arbeitszeiten werden derzeit dennoch akzeptiert, egal ob man lieber früh startet und früher Feierabend macht oder eher später arbeitet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein wird durch verschiedene Initiativen grundsätzlich sichtbar unterstützt. Gleichzeitig stellt sich mit zunehmendem Einsatz von KI- und IT-Infrastruktur sowie einer stärkeren Büropräsenz auch die Frage nach den ökologischen Auswirkungen, beispielsweise durch steigenden Energiebedarf und mehr Pendelverkehr mit dem Auto. Dies ist aber kein REWE Digital exklusives Problem
Karriere/Weiterbildung
Karriereentwicklung verläuft teilweise eher schleppend und hängt häufig vom individuellen Engagement sowie dem Goodwill der Führungsebene ab. Weiterbildungsmöglichkeiten sind grundsätzlich vorhanden und können genutzt werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt innerhalb der Teams ist meiner Erfahrung nach gut. Gleichzeitig merkt man, dass Product Owner aufgrund der hohen Arbeitslast versuchen, ihre Teams bestmöglich zu schützen. Das ist grundsätzlich positiv, kann jedoch stellenweise dazu führen, dass Abstimmungen oder das eigene Vorankommen verzögert werden.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten von Vorgesetzten wird unterschiedlich wahrgenommen und scheint stark vom jeweiligen Bereich bzw. der Organisationseinheit abzuhängen
Arbeitsbedingungen
CleanDesk und Großraumbüros machen den/die Standorte unpersönlich und sind je nach Rolle nachteilig für konzentriertes Arbeiten.
Kommunikation
Es gibt erkennbar Bemühungen, organisatorische Entscheidungen transparenter zu kommunizieren. Dennoch entsteht teilweise Unmut, da Mitarbeitermeinungen aus Sicht vieler nicht ausreichend berücksichtigt oder kommentiert werden. Arbeitsrelevante Informationen werden zudem über viele unterschiedliche Kanäle verteilt (E-Mail, Teams, Slack oder in Meetings mit Vorgesetzten etc...). Dadurch gehen vereinzelt Informationen verloren, insbesondere wenn Zuständigkeiten oder Adressaten nicht klar benannt sind oder Inhalte aus Meetings nicht zuverlässig in die Teams weitergetragen werden. Die hohe Informationsflut erschwert es zusätzlich, relevante Inhalte schnell und effizient herauszufiltern.
Gehalt/Benefits
Bei Gehalt und Sozialleistungen entsteht teilweise der Eindruck von Ungleichbehandlung innerhalb der Group. Einerseits wird betont, dass Entscheidungen und Vorteile gruppenweit einheitlich gelten sollen, andererseits scheinen bestimmte Bereiche, beispielsweise Mitarbeitende aus toom- oder DERTOUR, von spezifischen Rabatten und Zusatzvorteilen stärker zu profitieren. Ausserdem wird bei der DERTOUR auch Workation und das Arbeiten im EU Ausland beworben, während dies in den anderen Organisationseinheiten nicht möglich ist. Das wirkt aus Mitarbeitersicht nicht immer konsistent und wirft Fragen hinsichtlich der Gleichbehandlung innerhalb der Group auf. Zusätzlich entsteht ein uneinheitliches Bild bei flexiblen Arbeitsmodellen: Während bei DERTOUR aktiv mit Workation und Arbeiten aus dem EU-Ausland geworben wird, sind solche Möglichkeiten in anderen Organisationseinheiten teilweise nicht vorgesehen. Auch hier wirkt die Handhabung innerhalb der Group nicht durchgängig einheitlich.
Gleichberechtigung
In meinem direkten Umfeld und meiner Wahrnehmung nach gibt es hier wenig Negatives. Durch verschiedene Initiativen bemüht sich die Group aktiv darum, Diskriminierung jeglicher Art entgegenzuwirken und ein respektvolles Miteinander zu fördern.
Interessante Aufgaben
Fachlich gibt es viele interessante Aufgaben und Herausforderungen. Gleichzeitig werden mögliche Lösungen teilweise durch Group-Standards eingeschränkt, die augenscheinlich nicht in allen Produkten oder Domänen gleichermaßen Anwendung finden.

