Ein Unternehmen im freien Fall
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alle genannten Punkte. Wenn man die aktuellen Bewertungen durchgeht, merkt man, wie sehr REWE sich selbst zerstört.
Verbesserungsvorschläge
Wissen die ganz genau selber. Aber die haben sich bewusst dafür entschieden und werden nun mit den Konsequenzen leben.
Arbeitsatmosphäre
Seit der Einführung der 60 40 Home Office Regelung hat sich das Arbeitsklima deutlich verschlechtert. Die Geschäftsführung zeigt kaum Interesse daran, ob die aktuelle Arbeitsweise der jeweiligen Teams sinnvoll ist oder ob flexible Modelle sinnvoller wären. Es wird konsequent darauf gedrängt, dass Mitarbeitende wieder ins Büro zurückkehren, unabhängig davon, wo sie wohnen. Jetzt kann man statt zuhause, im Büro in unnötigen Meetings rumsitzen.
Image
Das Unternehmensimage hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Viele wertvolle Kolleginnen und Kollegen verlassen das Unternehmen.
REWE war einst ein tolles Unternehmen, für das ich mich bewusst entschieden habe. Mittlerweile überwiegt das Gefühl von Frustration und Enttäuschung.
Work-Life-Balance
War mal 5 Sterne. Mittlerweile dürfen einige Kollegen an bestimmten Tagen wertvolle Stunden damit verbringen, im Stau zu stehen, statt diese Zeit effizient für ihre Arbeit oder ihre Freizeit zu nutzen.
Gehalt/Benefits
Durchschnittlich. Für den Stress den man durch die Arbeit bekommt - eher unterdurchschnittlich
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Marketing wird stark betont, wie wichtig der Umweltschutz für das Unternehmen sei. Dennoch wirkt es angesichts der aktuellen Lage, in der Mitarbeitende wieder ins Büro zurückgeschickt werden, während die Spritpreise deutlich steigen, eher heuchlerisch.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt ein paar Ausnahmen, insgesamt ist der Zusammenhalt zwischen den Kollegen aber sehr positiv. Gerade in diesen unvorhersehbaren Zeiten halten die Kollegen eng zusammen und unterstützen sich gegenseitig.
Vorgesetztenverhalten
Die Erfahrung mit der Führung hängt stark vom jeweiligen Vorgesetzten ab. Meiner ist seit sehr langer Zeit im Unternehmen und wirkt oft wenig interessiert daran, wie es seinen Mitarbeitern geht. Hauptsache der kriegt seinen 6-stelligen Gehalt und setzt das um, was die Geschäftsführung vorgibt. Ansonsten bleibt die Kommunikation eher dürftig, und die Reaktionszeit ist sehr lang, wenn man etwas von ihm braucht.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung ist gut, es gibt eine freie Wahl zwischen Windows und Mac, was die Arbeitsweise für viele sehr angenehm macht.
Das Essen in der Kantine ist ebenfalls nicht schlecht. Allerdings dauert es seit der Rückkehr ins Büro deutlich länger, weil man meistens lange in der Schlange stehen muss.
Kommunikation
Auf Führungsebene ist die Kommunikation praktisch nicht vorhanden. Entscheidungen werden meistens oben getroffen und danach nach unten weitergegeben, ohne wirkliche Einbindung oder Transparenz.
Unter den Kollegen hingegen läuft die Kommunikation sehr gut und ist in der Regel offen und kooperativ.
Interessante Aufgaben
Durch die vielen Umstrukturierungen, die fast jährlich stattfinden, verbringt man mittlerweile einen großen Teil seiner Zeit in scheinbar unnötigen Meetings. Anstatt produktiv zu arbeiten, werden viele Ressourcen in Absprachen und Besprechungen gebunden, die kaum echten Mehrwert bringen.
Zusätzlich sind viele interne Prozesse so kompliziert gestaltet, dass sie den Arbeitsfluss eher behindern als unterstützen. Irgendwann wird dadurch die Motivation immer geringer, noch weiterzuarbeiten.

