Leadership Insights bei REWE Digital – Eine Bewertung wie aus einer modernen Business-Seifenoper
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist die Innovationswoche einmal im Jahr, die den Mitarbeitenden Raum für Kreativität, neue Ideen und bereichsübergreifende Zusammenarbeit bietet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Problematisch ist, dass die Führungsebene überfrachtet und ineffizient ist, Entscheidungen nur schleppend getroffen werden und herausragende Leistungen systematisch nicht gewürdigt werden, wodurch Motivation und Handlungsspielraum der Mitarbeitenden stark eingeschränkt werden.
Verbesserungsvorschläge
Die bestehende Führungsstruktur sollte grundlegend überprüft und verschlankt werden. Zwischen Geschäftsführung (Ebene 1), Director-Ebene (Ebene 2) sowie Head-of- und CPO-Rollen (beide Ebene 3) sind Verantwortlichkeiten oft mehrfach überlagert, was operative Entscheidungen verlangsamt und fachliche Expertise ausbremst. Eine Reduktion und klare Neuausrichtung dieser Ebenen zugunsten stärkerer Investitionen in erfahrene Fachkräfte würde Effizienz und Wertschöpfung deutlich erhöhen.
Zudem sollte die Rolle der Product Owner und Engineering Manager (Ebene 4) gestärkt werden. Insbesondere Engineering Manager sollten mehr Entscheidungsspielräume erhalten – zum Beispiel bei Gehalts- und Entwicklungsfragen –, damit ihre Funktion klar wirksam werden kann und einen echten Beitrag zur Mitarbeiterbindung und Teamstabilität leisten kann.“
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In der dritten organisatorischen Umstrukturierung herrscht im Unternehmen spürbare Unübersichtlichkeit. Aktuell existieren vier, teilweise sogar fünf Führungsebenen, obwohl nach außen weiterhin mit flachen Hierarchien geworben wird. Prozesse dauern erheblich länger, Entscheidungen werden häufig verzögert oder gar nicht getroffen, was zu einer insgesamt sehr trägen Arbeitsweise führt. Sowohl Mitarbeitende als auch Führungskräfte reagieren zunehmend mit Unverständnis auf diese Entwicklung.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten konzentrieren sich zunehmend auf die erste Leitungsebene. Positionen auf den höheren Ebenen werden überwiegend extern besetzt oder sind intern nur schwer erreichbar, was bei Mitarbeitenden den Eindruck entstehen lässt, dass Fortschritte ohne Vitamin B kaum möglich sind.
Gehalt/Benefits
Seit fünf Jahren plant das Unternehmen, die bisherigen Rangstufen durch ein neues Modell zu ersetzen. Die alten Stufen wurden bereits abgeschafft, jedoch wurde das neue System bis heute nicht eingeführt. In der Folge bleibt herausragende Leistung weitgehend ohne angemessene Anerkennung oder transparente Entwicklungsperspektiven.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen zeigt sich teilweise eine Unsicherheit neuer Führungskräfte in ihrer Rolle. Dies äußert sich darin, dass langjährige Mitarbeitende abgewertet oder in ihrer Kompetenz infrage gestellt werden, was bei Betroffenen den Eindruck erwecken kann, sie sollen zum freiwilligen Austritt bewegt werden.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist geprägt von mangelnder Transparenz: Mitarbeitenden werden Informationen bewusst irreführend dargestellt, und einzelne Teammitglieder werden vor anderen abgewertet oder diskreditiert, um persönliche Vorteile oder Sichtbarkeit zu gewinnen.
Arbeitsbedingungen
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