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Bewertung

Einblicke in den Arbeitsalltag

1,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Rewe Digital Köln in Köln gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Siehe die oben genannten Punkte.

Verbesserungsvorschläge

Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern werden aus meiner Sicht überhaupt nicht berücksichtigt. Vorschläge aus den Teams werden von höheren Positionen ignoriert, selbst wenn sie direkt aus der täglichen Praxis kommen.

Arbeitsatmosphäre

Die aktuelle Arbeitsatmosphäre empfinde ich als zunehmend belastend und wenig konstruktiv. Es entsteht der Eindruck, dass Entscheidungen teilweise auf Grundlage unvollständiger Informationen über Mitarbeiter und deren tatsächliche Tätigkeiten getroffen werden. Dadurch werden Konflikte eher verschärft als gelöst und teilweise unnötige Probleme innerhalb der Teams geschaffen.

Besonders problematisch ist aus meiner Sicht der Umgang mit den Mitarbeitern. Wiederholt werden Themen oder Vorwürfe in den Raum gestellt, die von den Betroffenen so nicht nachvollzogen werden können. Das sorgt für Frustration, Unsicherheit und bei einigen Mitarbeitern offenbar auch für eine erhebliche psychische Belastung.

Gleichzeitig wird regelmäßig darauf hingewiesen, dass für die vorhandenen Aufgaben nicht ausreichend Personal zur Verfügung steht. Anstatt die bestehenden Kapazitäten entsprechend zu berücksichtigen, kommen jedoch kontinuierlich neue Projekte und zusätzliche Aufgaben hinzu. Der Anspruch, eine leistungsfähige und moderne IT aufzubauen, steht dabei aus meiner Sicht im Widerspruch zu dem gleichzeitigen Versuch, Kosten möglichst weit zu reduzieren.

Kommunikation

Die beschriebenen Probleme in der Kommunikation sind aus meiner Sicht keineswegs neu, sondern bestehen bereits seit längerer Zeit. Besonders auffällig ist, dass die Erfahrungen und Einschätzungen der Mitarbeiter, die täglich mit den tatsächlichen Abläufen arbeiten, häufig nicht ausreichend berücksichtigt werden. Selbst Kollegen mit jahrzehntelanger Erfahrung im Unternehmen scheinen teilweise wenig Gehör zu finden, während Einschätzungen bestimmter Positionen oder Führungsebenen offenbar stärker gewichtet werden.

Auch durchgeführte Mitarbeiterbefragungen haben in der Vergangenheit ein eher kritisches Bild vermittelt. Die daraus resultierenden Ergebnisse wurden jedoch unter anderem damit relativiert, dass die Befragung während der Ferienzeit stattgefunden habe und deshalb viele Mitarbeiter nicht anwesend gewesen seien. Dadurch entsteht der Eindruck, dass kritische Rückmeldungen eher erklärt oder relativiert als ernsthaft analysiert werden.

Nach außen wird regelmäßig vermittelt, dass offene Kommunikation ausdrücklich erwünscht sei und Mitarbeiter ihre Meinung einbringen sollen. In der Praxis entsteht jedoch häufig ein anderes Bild: Rückmeldungen werden zwar angefragt, finden bei Ent

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt wird paradoxerweise gerade durch die schwierigen Entscheidungen von oben gestärkt. Viele Kollegen sitzen im selben Boot und müssen Entscheidungen akzeptieren, die für sie nicht nachvollziehbar sind.

Auch der gemeinsame Versuch, unsinnige Vorgaben im Team zu hinterfragen und praktikable Lösungen zu finden, schweißt die Mitarbeiter zusammen. Man unterstützt sich gegenseitig und versucht, die Auswirkungen solcher Entscheidungen gemeinsam abzufangen.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance hat sich aus meiner Sicht deutlich verschlechtert. Durch die Zusammenarbeit mit Teams aus verschiedenen Ländern ist ein großer Teil der Arbeit inzwischen von Calls und virtueller Kommunikation geprägt. Gleichzeitig wird erwartet, wieder drei Tage pro Woche vor Ort zu arbeiten.

Vor Ort sitzen viele Mitarbeiter dennoch überwiegend in Meetings und Calls. Dadurch entsteht eine laute Arbeitsumgebung, in der man sich gegenseitig bei der Arbeit stört.

Zusätzliche Benefits für Mitarbeiter gibt es kaum, da angeblich die finanziellen Mittel fehlen. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass der einzelne Mitarbeiter weniger als Mensch und vielmehr als Ressource betrachtet wird: Aufgabe abarbeiten, möglichst schnell und fehlerfrei. Fehler werden entsprechend kritisch bewertet, während die Rahmenbedingungen dabei wenig berücksichtigt werden.

Gleichberechtigung

Das Kompetenzmanagement ist aus meiner Sicht einer der problematischsten Bereiche. Teilweise werden Mitarbeiter in Führungspositionen eingesetzt, ohne dass sie über ausreichende Führungserfahrung oder ein fundiertes Verständnis für die jeweiligen Teams und deren Aufgaben verfügen.

Dabei wird vorhandenes Wissen innerhalb der Teams nicht immer ausreichend berücksichtigt. Teilweise fehlt es sogar an einem klaren Überblick darüber, welche Erfahrungen, Kenntnisse und fachlichen Stärken die eigenen Mitarbeiter tatsächlich mitbringen. Dadurch werden Entscheidungen getroffen, ohne das vorhandene Know-how sinnvoll einzubeziehen.

Zudem bekommt man zunehmend den Eindruck, dass es innerhalb der Führungsebene politischer wird. Viele scheinen vor allem um ihre eigene Position und die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu kämpfen. Positive Rückmeldungen, erfolgreiche Projekte oder erreichte Ziele werden entsprechend hervorgehoben, um die eigene Leistung und Bedeutung zu unterstreichen.

Am Ende ist jedoch häufig der normale Mitarbeiter der Leidtragende. Er muss die Entscheidungen umsetzen, zusätzlichen Druck auffangen und mit den Konsequenzen umgehen, wenn Entscheidungen nicht praxisnah oder

Umgang mit älteren Kollegen

Es entsteht der Eindruck, dass bei älteren Mitarbeitern gezielt nach Gründen gesucht wird, um ihre Leistung infrage zu stellen. Teilweise wird dabei vermittelt, dass sie mit jüngeren Kollegen nicht mithalten können.

Anstatt die langjährige Erfahrung und das Wissen dieser Mitarbeiter zu schätzen, entsteht so unnötiger Druck und das Gefühl, nicht mehr erwünscht zu sein.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind aus meiner Sicht teilweise extrem belastend. Es entsteht der Eindruck, dass Mitarbeiter, die nicht mehr ins gewünschte Bild passen, gezielt unter Druck gesetzt werden. Einschränkungen beim Homeoffice, massive Überlastung durch zusätzliche Aufgaben und ständig neue Projekte können dabei zu einem erheblichen psychischen Druck führen.

Wenn sich solche Maßnahmen über längere Zeit häufen, entsteht der Eindruck, dass Mitarbeiter systematisch mürbe gemacht werden, bis sie letztendlich selbst die Konsequenzen ziehen und das Unternehmen verlassen.

Besonders kritisch ist, dass dadurch bei den Betroffenen das Gefühl entstehen kann, bewusst aus dem Unternehmen gedrängt zu werden. Ein solcher Umgang hinterlässt nicht nur bei den Betroffenen Spuren, sondern wirkt sich auch negativ auf das Vertrauen und die Arbeitsatmosphäre im gesamten Team aus.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Beim Thema Umwelt entsteht ebenfalls ein widersprüchlicher Eindruck. Allein die zunehmende Verpflichtung, häufiger ins Büro zu kommen, führt zu zusätzlichen Fahrten und damit auch zu mehr Verkehr und Emissionen.

Gerade bei Tätigkeiten, die problemlos remote erledigt werden können, wirkt es wenig konsequent, einerseits über Nachhaltigkeit zu sprechen und andererseits unnötige Präsenzzeiten zu erhöhen.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt liegt aus meiner Sicht unter dem Branchendurchschnitt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, die Arbeitsbelastung und die Verantwortung – insbesondere dann, wenn zusätzliche Projekte übernommen werden müssen oder personelle Engpässe entstehen.

Eine entsprechende finanzielle Anerkennung für die zusätzliche Leistung bleibt dabei häufig aus. Teilweise entsteht der Eindruck, dass die bestehende Beschäftigung bereits als ausreichende Gegenleistung betrachtet wird und man sich mit dem Gegebenen zufriedengeben soll.

Image

Das Image des Unternehmens wirkt nach außen deutlich besser, als es die internen Erfahrungen teilweise vermuten lassen. Es wird viel Wert darauf gelegt, modern, innovativ und mitarbeiterorientiert aufzutreten. Intern entsteht jedoch teilweise ein anderes Bild.

Zwischen dem öffentlichen Anspruch und dem tatsächlichen Arbeitsalltag scheint eine deutliche Lücke zu bestehen. Themen wie Mitarbeiterzufriedenheit, moderne Arbeitsweisen und technologische Entwicklung werden nach außen positiv dargestellt, während intern viele Mitarbeiter eine andere Realität erleben.

Karriere/Weiterbildung

Bei Karriere und Weiterbildung wird aus meiner Sicht wenig investiert. Schulungen und Weiterbildungen werden eher zurückhaltend unterstützt, stattdessen wird erwartet, dass sich Mitarbeiter eigenständig über das Internet weiterbilden.


Vorgesetztenverhalten

Interessante Aufgaben

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.