Wie konnte es soweit kommen?
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wir bekommen pünktlich unseren Lohn/Gehalt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Personalentscheidungen werden überwiegend zentral durch die HR getroffen, ohne ausreichende Einbindung der betroffenen Abteilungen oder eine ganzheitliche Betrachtung der Auswirkungen auf das Unternehmen. Dadurch entsteht teilweise ein Ungleichgewicht zwischen operativen Bedürfnissen und personellen Entscheidungen. Es entsteht der Eindruck, dass es nur auf eine Kostenreduzierung ankommt, um gute Zahlen melden zu können.
Zudem fehlen in einzelnen Fällen klare und konsequente Reaktionen auf Fehlverhalten, etwa bei Störungen des Betriebsfriedens, was zu Unzufriedenheit im Team führt.
Insgesamt wird der Führungsstil häufig als eher autoritär wahrgenommen, mit begrenztem Raum für Mitgestaltung und offene Diskussion.
Verbesserungsvorschläge
Die Qualität der Führungskräfte auf C-Level-Ebene sollte kritisch hinterfragt und regelmäßig reflektiert werden, insbesondere im Hinblick auf Führungsverhalten und Wirkung auf die Organisation.
Zudem ist eine stärkere Präsenz der Geschäftsführung im Arbeitsalltag wichtig, um Nähe zu den Mitarbeitenden zu schaffen und Entscheidungen besser nachvollziehbar zu machen.
Der Umgang im Unternehmen sollte konsequent auf Augenhöhe stattfinden, mit mehr Respekt, Offenheit und echter Einbindung der Mitarbeitenden.
Darüber hinaus braucht es eine klarere und ehrlichere Kommunikation darüber, wohin sich das Unternehmen entwickelt, um Unsicherheiten zu reduzieren und Vertrauen aufzubauen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist insgesamt eher angespannt. Die Kommunikation zwischen den Teams verläuft häufig nicht reibungslos, und gegenseitige Unterstützung ist nur begrenzt vorhanden. Wertschätzung für die geleistete Arbeit wird selten vermittelt, was sich negativ auf die Motivation auswirkt. Positiv ist, dass einige Kolleginnen und Kollegen dennoch bemüht sind, ein angenehmes Miteinander zu schaffen.
Image
Aus Mitarbeitersicht hat das Image in letzter Zeit eher negativ tendiert. Insbesondere der wahrgenommene Umgang im Unternehmen sowie eine teilweise fehlende Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden tragen zu diesem Eindruck bei. Dadurch entsteht zunehmend eine Distanz zwischen Belegschaft und Arbeitgeberbild. Insgesamt wird das Image intern aktuell eher kritisch wahrgenommen und hat Verbesserungspotenzial, um wieder Vertrauen und Identifikation zu stärken.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist insgesamt durchschnittlich. In ruhigeren Phasen läßt sich die Arbeitsbelastung gut bewältigen, allerdings kommt es je nach Arbeitsaufkommen und Prioritäten auch zu Zeiten mit erhöhtem Druck und zusätzlichen Arbeitsstunden. Die Flexibilität ist vorhanden, wird jedoch nicht in allen Situationen gleichermaßen gelebt. Insgesamt gibt es eine akzeptable Balance zwischen Beruf und Privatleben, mit Potenzial für weitere Verbesserungen.
Gehalt/Benefits
Die monetären Aspekte sind in Ordnung, wobei Geld nun mal nicht alles ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein im Unternehmen ist grundsätzlich vorhanden, wird jedoch nicht durchgängig konsequent umgesetzt. Es gibt einzelne Maßnahmen zur Nachhaltigkeit und ein Bewusstsein für soziale Verantwortung, diese wirken jedoch teilweise noch punktuell. Durch die erhöhte externe Fertigung entstehen zudem viele kleinere Transporte, die teilweise besser gebündelt werden könnten, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Insgesamt besteht eine solide Grundlage, mit klaren Potenzialen für effizientere und nachhaltigere Prozesse.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen ist insgesamt solide. Innerhalb einzelner Teams unterstützt man sich gegenseitig und der Umgang miteinander ist meist respektvoll. Allerdings gibt es zwischen verschiedenen Bereichen nur begrenzte Zusammenarbeit, wodurch der teamübergreifende Austausch teilweise erschwert wird. Insgesamt eine ordentliche, aber noch ausbaufähige Zusammenarbeit.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen ist teilweise ausbaufähig. Ihre Erfahrung wird nicht durchgängig ausreichend eingebunden oder wertgeschätzt, wodurch Potenziale gelegentlich ungenutzt bleiben. Zudem besteht in einigen Situationen eine gewisse Tendenz, ihre Perspektiven weniger stark in Entscheidungen einzubeziehen. Insgesamt besteht hier klarer Verbesserungsbedarf im Hinblick auf Integration und Wertschätzung.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist aus meiner Sicht stark verbesserungswürdig. Entscheidungen werden häufig nicht transparent kommuniziert, und es fehlt an klarer Orientierung sowie konsequenter Führung. Feedback findet nur selten statt und ist wenig konstruktiv, wodurch persönliche und fachliche Entwicklung kaum gefördert werden. Zudem entsteht gelegentlich der Eindruck, dass Anliegen der Mitarbeitenden nicht ausreichend ernst genommen werden.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist häufig unklar und nicht ausreichend transparent. Wichtige Informationen werden teilweise verspätet oder gar nicht weitergegeben, wodurch Missverständnisse und unnötige Abstimmungsaufwände entstehen. Rückfragen bleiben mitunter lange unbeantwortet, und Entscheidungen werden nicht immer nachvollziehbar kommuniziert. Es besteht aus meiner Sicht Verbesserungspotenzial hinsichtlich Offenheit, Transparenz und Informationsfluss.
Gleichberechtigung
Im Unternehmen wird grundsätzlich auf Gleichbehandlung geachtet, und unterschiedliche Hintergründe werden im Arbeitsalltag meist respektiert. Dennoch gibt es in einzelnen Situationen Verbesserungsbedarf, insbesondere bei der konsequenten Umsetzung von Chancengleichheit und Transparenz bei Entscheidungen. Insgesamt ist ein solides Fundament vorhanden, das jedoch noch konsequenter gelebt werden könnte.

