katastrophale Einarbeiung!!! Überforderte Mitarbeiter
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Bezahlung war überdurchschnittlich und die zusätzlichen Benefits waren erstklassig.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht am Arbeitgeber:
Die bereits genannten Kritikpunkte scheinen vor allem ein Abteilungsproblem zu sein. Besonders negativ aufgefallen sind die schlechte Kommunikation im Bewerbungsprozess und der Umgang mit Mitarbeitenden. Auch wenn Gehalt und Benefits gut sind, reichen sie nicht aus, um gute Leute langfristig zu halten. Zudem fehlt es an Identifikation mit dem Unternehmen und dem Produkt – fast kein Mitarbeiter identifiziert sich wirklich mit dem Arbeitgeber.
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungspotenzial – Kommunikation, Transparenz und Einarbeitung
Es gibt zahlreiche Stellschrauben, an denen das Unternehmen drehen könnte. Besonders im Bereich der Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden besteht Verbesserungsbedarf. Transparenz sollte bereits im Bewerbungsprozess gewährleistet sein – sowohl hinsichtlich der Karrierechancen als auch der tatsächlichen Aufgaben im Arbeitsalltag.
Die Einarbeitung war aus meiner Sicht katastrophal: Es gab keine Unterlagen, keine Dokumentation, und die Arbeitskollegen waren überfordert, da sie neben ihrer regulären Arbeit auch neue Mitarbeitende einarbeiten mussten. Da es weder Schritt-für-Schritt-Anleitungen noch feste Paten gab, war die Einarbeitung für beide Seiten schwierig. Arbeitsabläufe könnten deutlich optimiert werden, was die Effizienz steigern würde – allerdings scheint dies aktuell nicht gewünscht zu sein.
Arbeitsatmosphäre
Mitarbeiter hatten aus meiner subjektiven Wahrnehmung heraus Angst vor einigen Teamleitern. Ständige Führungen geben einem das Gefühl, ein Zootier zu sein
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wurde groß versprochen, ebenso flexible Arbeitszeiten – in der Realität war das jedoch oft nur Schein. Während es bei der Einarbeitung verständlich ist, sich an anderen zu orientieren, ist es unangemessen, von bereits eingearbeiteten Mitarbeitenden eine nicht kommunizierte Kernarbeitszeit einzufordern. Besonders kritisch ist, dass es als normal angesehen wird, Mitarbeitenden zu sagen: „Wenn du keine Arbeit mehr hast, mach Minusstunden.“
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Sicherheitsunterweisungen waren unzureichend, insbesondere im Umgang mit Gefahrstoffen fehlten klare und verbindliche Anweisungen. Zusätzlich wurde häufig nicht sachgerecht mit Gefahrstoffen umgegangen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten waren grundsätzlich vorhanden und wurden auch angeboten. Hinsichtlich Karriereentwicklung wurden jedoch Erwartungen geweckt, die sich in der Praxis nicht erfüllten.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war durchwachsen. Manche misstrauten einander, während andere freundlich, hilfsbereit und offen waren. Es gab eine große Bandbreite – von sehr reservierten bis zu sehr unterstützenden Kollegen. Besonders auffällig war, dass viele nach dem Motto handelten: „Das haben wir schon immer so gemacht.“
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten war sehr unterschiedlich. Es gab Teamleiter, die sowohl fachlich als auch menschlich ungeeignet wirkten – sie waren oft überfordert, misstrauisch und wenig kompetent. Andere wiederum zeichneten sich durch Ruhe, Verständnis und hohe fachliche Qualifikation aus, was die Zusammenarbeit deutlich angenehmer machte. Ein weiterer Typ von Führungskraft war zwar fachlich sehr kompetent, jedoch im Umgang mit Mitarbeitenden häufig cholerisch und wenig souverän. Insgesamt war das Führungsverhalten daher sehr uneinheitlich und stark von der jeweiligen Person abhängig.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren durchwachsen.
Kommunikation
Die Kommunikation hing stark davon ab, von wem sie ausging. Einige Teamleiter sprachen nie mit einem, während andere lauter wurden. Die HR-Abteilung hingegen war ein tolles Team und immer sehr hilfsbereit.
Gehalt/Sozialleistungen
Das Gehalt war für die geleistete Arbeit mehr als angemessen, und die zusätzlichen Benefits waren erstklassig. Allerdings entsteht der Eindruck, dass diese Vorteile vor allem dazu dienen, die Mitarbeitenden im Unternehmen zu halten.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben wurden im Vorfeld als interessant und abwechslungsreich dargestellt, mit großen Versprechen hinsichtlich Job-Rotation und Flexibilität. In der Realität zeigte sich jedoch das genaue Gegenteil: Die Arbeit bestand hauptsächlich aus sich ständig wiederholenden Tätigkeiten in der Produktion. Die versprochene Vielfalt blieb aus, und der Alltag war geprägt von Routine und Wiederholung.

