Die Abenteuer bei der Firma Riva
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Kaffee schmeckt ganz gut und man kann den Vorgesetzten kostenlos bei ihren spektakulären Fahrrad-Stunts auf dem Hinterrad zuschauen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles!
Verbesserungsvorschläge
Ein kompletter Austausch der aktuellen Führungskräfte ist dringend notwendig. Das Management sollte sich endlich wieder auf qualifizierte Fachkräfte konzentrieren.
Arbeitsatmosphäre
Hier herrscht keine Arbeitsatmosphäre, sondern ein täglicher Überlebenskampf. Die Stimmung ist hochgradig toxisch.
Kommunikation
Eine Kommunikation existiert schlichtweg nicht, da es den Führungskräften völlig an Arbeitswillen fehlt. Was jedoch am schlimmsten ist: Es mangelt ihnen komplett an Fachwissen. Die Folge ist ein absolutes Chaos – dort macht jeder, was er will.
Kollegenzusammenhalt
Man versteht sich zwar oberflächlich ganz gut, weil man das gleiche Leid teilt, aber von echtem Zusammenhalt kann keine Rede sein. Besonders, wenn man zufällig in der Chiron-Abteilung (Heidenhain) landet: Wenn dort die sogenannten „hochqualifizierten“ Mitarbeiter mal wieder eine Maschine schrotten oder fetten Ausschuss produzieren, wird der Fehler sofort auf die Falschen abgewälzt, aber keine Sorge, die Riva-Mitarbeiter wissen ganz genau, wer gemeint ist!
Work-Life-Balance
Das Wort 'Life' wird am Werkstor abgegeben.
Vorgesetztenverhalten
(Die Vorgesetzten H2) fahren lieber mit dem Fahrrad durch die Hallen und ziehen Stunts auf dem Hinterrad ab, statt zu arbeiten.
Der Klebermeister belügt die Mitarbeiter!!
Das Highlight ist der Produktionsleiter, der selbst nur eine einfache Ausbildung vorweisen kann: Er flüchtet regelrecht vor den Mitarbeitern und geht ihnen aus dem Weg, damit ihn bloß niemand nach den versprochenen Gehaltserhöhungen fragt, die er selbst zugesagt hat. Die Hälfte seiner Arbeitszeit verbringt er ohnehin lieber mit seinen Landsleuten, anstatt seinen Job zu machen.
Gleichberechtigung
Ein perfektes Beispiel ist die Führungsebene: Der Produktionsleiter verbringt die Hälfte seiner Arbeitszeit lieber mit seinen Landsleuten, als sich um das gesamte Team zu kümmern. Wer zur richtigen Nationalität oder zum gleichen Freundeskreis gehört, wird bevorzugt. Alle anderen Mitarbeiter werden ignoriert und wie Arbeiter zweiter Klasse behandelt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ein trauriges Bild. Keine Spur von Wertschätzung für ältere Mitarbeiter. Sie müssen die Fehler der inkompetenten Führungsebene und der 'hochqualifizierten' Lieblinge ausbaden. Auf ihre Gesundheit oder Bedürfnisse wird im stressigen Schichtbetrieb absolut keine Rücksicht genommen
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen erinnern an das tiefe Mittelalter. Im gesamten Betrieb herrscht Schmutz und Chaos.
Gehalt/Benefits
Ein absoluter Witz für die Region und die Branche. Wenn man frisch ausgelernt hat, wird man mit mickrigen 3.000 € brutto abgespeist. Für eine Fachkraft in der Metallverarbeitung ist das ein Schlag ins Gesicht.
Karriere/Weiterbildung
Gute und fleißige Mitarbeiter können eine Karriere hier komplett vergessen. Man wird bewusst unten gehalten, da fähige Leute eine viel zu große Konkurrenz für die Vorgesetzten darstellen würden. Das ist auch kein Wunder, denn das Fachwissen der aktuellen „Meister“ bewegt sich bestenfalls auf dem Niveau eines Auszubildenden im ersten Lehrjahr. Wer sich weiterentwickeln will, ist hier absolut am falschen Ort.