Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

RIVA 
GmbH 
Engineering
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Wenn der Arbeitsalltag zur RTL ZWEI Sendung wird

1,7
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion in Backnang gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben sind das regelmäßig angebotene frische Obst, die Auswahl an verschiedenen Kaffees sowie das vom Arbeitgeber bezuschusste Mittagessen. Diese kleinen Zusatzleistungen sind im Arbeitsalltag durchaus angenehm.

Ebenfalls positiv sind die Wochenendzuschläge. Wer bereit ist, regelmäßig am Wochenende zu arbeiten, kann dadurch einige hundert Euro zusätzlich verdienen. Die tatsächliche Auslastung bzw. Arbeitsleistung scheint dabei meiner Erfahrung nach teilweise nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die mangelnde Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden empfinde ich als einen der größten Kritikpunkte. Ebenfalls sehr unangenehm finde ich, dass teilweise negativ über Kollegen gesprochen wird, sobald diese nicht anwesend sind oder gerade den Raum verlassen haben. Ein vertrauensvolles und respektvolles Arbeitsklima sieht für mich anders aus.
Kritisch sehe ich außerdem den Umgang mit öffentlichen Bewertungen. Ich habe selbst erlebt, dass Mitarbeitende dazu aufgefordert wurden, gezielt positive Bewertungen abzugeben und das Unternehmen möglichst positiv darzustellen, um negative Bewertungen und Kommentare auszugleichen. Dadurch entsteht aus meiner Sicht nach außen ein deutlich positiveres Bild, als es der tatsächlichen Wahrnehmung mancher Mitarbeitenden entspricht.
Auch die bereits von anderen angesprochene Praxis, Arbeit unter der Woche für das Wochenende aufzusparen, habe ich selbst erlebt. In meinem Bereich lief das über einen Zeitraum von etwa eineinhalb Jahren immer wieder so. Teilweise wurde am Wochenende sogar im Zweischichtbetrieb gearbeitet. Für mich entstand dabei der Eindruck, dass die attraktiven Wochenendzuschläge von 50 bzw. 70 % durchaus eine Rolle spielten. Teilweise mussten die Maschinen dabei vor allem sichtbar laufen – beispielsweise mit stark reduziertem Vorschub bzw. einer Programmgeschwindigkeit von nur etwa 20 % oder lediglich mit laufender Kühlung –, insbesondere für den Fall, dass eine Führungskraft vorbeikam. Für mich hatte das teilweise mehr mit dem Erzeugen sichtbarer Auslastung als mit einer sinnvollen Arbeitsorganisation zu tun.
Ähnlich habe ich die Mehrarbeit in der Spätschicht erlebt. Während andere tatsächlich weiterarbeiteten, fand bei einzelnen Kollegen aus meiner Sicht kaum produktive Mehrarbeit statt. Stattdessen wurde teilweise bis etwa 1 Uhr nachts am Notausgang geraucht oder längere Zeit im Aufenthaltsraum Kaffee getrunken. Gerade wenn gleichzeitig von anderen Beschäftigten Leistung und Mehrarbeit erwartet werden, empfinde ich solche Unterschiede als unfair und demotivierend.
Bei angekündigten Besuchen wurde aus meiner Sicht teilweise großer Wert darauf gelegt, nach außen eine möglichst hohe Auslastung zu vermitteln. Abteilungen wurden dafür mit zusätzlichen Auszubildenden besetzt und teilweise Programme an Maschinen laufen gelassen, obwohl keine tatsächliche Bearbeitung stattfand oder das Werkzeug deutlich über dem Werkstück verfuhr. Dadurch sollte zumindest der Eindruck laufender Produktion entstehen.

Während solcher Besuche entstand außerdem der Eindruck, dass Toilettengänge und reguläre Pausen möglichst vermieden werden sollten. Insgesamt wirkte die Situation auf mich eher wie eine inszenierte Außendarstellung als wie ein realistischer Einblick in den normalen Arbeitsalltag.

Verbesserungsvorschläge

Die Besetzung und Eignung einzelner Führungspositionen sollte kritisch überprüft werden. Entscheidungen sollten stärker nach fachlicher Qualifikation, Leistung und nachvollziehbaren Kriterien getroffen werden.

Unnötige Überstunden und Wochenendarbeit sollten reduziert und nur dann angesetzt werden, wenn tatsächlich entsprechender Arbeitsbedarf besteht. Gleichzeitig sollte die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern deutlich verbessert werden. Änderungen und wichtige Informationen müssen rechtzeitig und eindeutig weitergegeben werden, um Missverständnisse und vermeidbaren Ausschuss zu verhindern.

Außerdem wäre ein offenerer Umgang mit Fragen und Kritik wünschenswert. Mitarbeiter sollten fachliche Entscheidungen hinterfragen dürfen, ohne das Gefühl zu bekommen, dass Nachfragen unerwünscht sind.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre empfinde ich mittlerweile als angespannt. Kritik oder Verbesserungsvorschläge spricht man irgendwann lieber nicht mehr an, weil man das Gefühl bekommt, dass diese nicht erwünscht sind oder einem negativ ausgelegt werden könnten.

Auch pünktlich Feierabend zu machen, obwohl die reguläre Arbeitszeit erfüllt ist, wird teilweise mit entsprechenden Blicken oder Kommentaren quittiert. Dadurch entsteht aus meiner Sicht ein unnötiger Druck, länger zu bleiben, obwohl dafür nicht immer eine betriebliche Notwendigkeit besteht.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen ist leider sehr schlecht. Informationen, die nicht unmittelbar für die tägliche Arbeit als notwendig angesehen werden, werden häufig gar nicht oder nur unzureichend weitergegeben. Dadurch entstehen immer wieder Missverständnisse, die im schlimmsten Fall sogar zu Ausschuss führen.

Kollegenzusammenhalt

Schwierig und teilweise sehr wechselhaft. An einem Tag hat man das Gefühl, gut dazuzugehören, am nächsten kann das schon wieder ganz anders aussehen. Gerade wenn man beispielsweise am Wochenende einmal nicht zur Arbeit kommt oder bei zusätzlichen Schichten nicht mitzieht, bekommt man teilweise schnell das Gefühl, nicht mehr dazuzugehören oder ausgegrenzt zu werden. Ein wirklich beständiger Zusammenhalt sieht für mich anders aus.

Work-Life-Balance

Eher schwierig. Wochenendarbeit wird teilweise praktisch vorausgesetzt. Wer am Wochenende nicht arbeitet, muss nach meiner Erfahrung damit rechnen, beispielsweise für zwei Wochen in die Spätschicht eingeteilt zu werden. Dadurch entsteht ein gewisser Druck, zusätzliche Wochenendschichten zu übernehmen.

Auch bei privaten Terminen wird wenig Flexibilität gezeigt. Möchte man deshalb eine Schicht verschieben, bekommt man teilweise sinngemäß zu hören, man solle solche Termine in seiner Freizeit erledigen, da für Schichtänderungen keine Zeit sei. Das hinterlässt einen faden Beigeschmack – insbesondere wenn man dann fast jeden Freitag ab etwa 12 Uhr alleine in der Halle steht, während andere Mitarbeiter gemeinsam mit Meister und Produktionsleitung auf den örtlichen Fußballplatz gehen.

Vorgesetztenverhalten

Teilweise sehr fragwürdig, insbesondere auf Produktionsleiter- und Meisterebene. Besonders kritisch sehe ich, wenn Beschäftigte dazu angehalten werden, gezielt positive Bewertungen zu veröffentlichen oder damit auf negative Bewertungen zu reagieren und diese gewissermaßen zu „kontern“. Teilweise wurde uns außerdem ausdrücklich gesagt, dass wir bestimmte positive Bewertungen nun alle liken sollen. Ein solches Vorgehen hinterlässt bei mir keinen professionellen Eindruck und wirft aus meiner Sicht Fragen zum Umgang mit Kritik und zur gewünschten Außendarstellung des Unternehmens auf.

Interessante Aufgaben

Sehr unterschiedlich und stark vom jeweiligen Bereich abhängig. Wenn man beispielsweise bei den Chiron-Maschinen nachfragt, warum etwas auf eine bestimmte Art gefertigt wird, bekommt man teilweise das Gefühl vermittelt, dass Nachfragen nicht erwünscht sind – nach dem Motto: „Das wurde schon immer so gemacht.“
Fragt man genauer nach, welche Vor- oder Nachteile die jeweilige Vorgehensweise hat oder warum man sich dafür entschieden hat, bekommt man teilweise keine nachvollziehbare fachliche Erklärung. Stattdessen werden Aussagen getroffen, die aus meiner eigenen Berufserfahrung heraus fachlich nicht immer schlüssig waren.
Bei den SHW-Maschinen habe ich dagegen deutlich positivere Erfahrungen gemacht. Dort wurde gerne erklärt, warum etwas auf eine bestimmte Weise gemacht wird und welche Hintergründe es gibt. Das hat mir besonders gut gefallen, da ich zuvor mit den großen Maschinen noch relativ wenig zu tun hatte und dadurch einiges dazulernen konnte.

Gleichberechtigung

Findet aus meiner Sicht kaum statt. Es werden immer wieder dieselben Personen bevorzugt, während für andere offenbar andere Maßstäbe gelten. Leistung und Qualifikation scheinen dabei teilweise zweitrangig zu sein.
Besonders fragwürdig empfand ich die Auswahl bzw. Verteilung der Prämienzahlungen. Trotz vergleichsweise weniger Fehltage erhielt ich lediglich eine Prämie in Höhe von etwa 20 % eines Monatslohns, während andere Mitarbeiter Prämien von bis zu 150 % eines Monatslohns erhielten. Nach welchen nachvollziehbaren und einheitlichen Kriterien diese erheblichen Unterschiede zustande kamen, war für mich nicht erkennbar. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass die Prämien nicht für alle Mitarbeiter nach denselben Maßstäben vergeben wurden.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind aus meiner Sicht stark verbesserungswürdig. Im Sommer wird es in der Produktion teilweise unerträglich heiß, während im Winter teilweise ohne ausreichende Heizung gearbeitet werden muss. Hinzu kommt eine hohe Staubbelastung, insbesondere durch Aluminiumstaub, der sich in weiten Teilen der Produktion verteilt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird versucht, Müll möglichst gut zu trennen. In den Kantinen stehen beispielsweise mehrere Mülleimer für unterschiedliche Abfallarten, was zunächst einen positiven Eindruck vermittelt. Allerdings landet der getrennte Müll am Ende teilweise wieder gemeinsam im selben Container auf dem Hof, wodurch die vorherige Trennung wenig sinnvoll erscheint.
Auch Metallspäne sollen grundsätzlich nach Material getrennt werden. In der Praxis funktioniert das allerdings nur, wenn bekannt ist, um welches Material es sich handelt – was leider häufig nicht der Fall ist. Dadurch landen beispielsweise Aluminium-, Stahl- und Kupferspäne teilweise zusammen, obwohl eigentlich eine getrennte Entsorgung vorgesehen ist.

Gehalt/Benefits

Mitarbeiter, die bereits länger im Unternehmen beschäftigt sind, werden teilweise noch vergleichsweise gut bezahlt. Für Mitarbeiter, die erst in den letzten Jahren angefangen haben oder neu ins Unternehmen kommen, liegt die Vergütung meiner Einschätzung nach jedoch eher unter dem Branchendurchschnitt.

Image

Nach außen wird aus meiner Sicht ein deutlich besseres Bild vermittelt, als man es intern teilweise erlebt.
Besonders bei der Personalauswahl war für mich vieles nur schwer nachvollziehbar. Es waren mehrfach gute und aus meiner Sicht qualifizierte Probearbeiter im Unternehmen, die anschließend trotzdem nicht übernommen wurden. Gleichzeitig wurden Stellen teilweise mit Personen aus dem persönlichen Umfeld besetzt oder intern mit Mitarbeitern aus anderen Bereichen wie Montage oder Schleiferei aufgefüllt.
Dabei entstand für mich teilweise sinngemäß der Eindruck: „Glückwunsch, ab heute bist du qualifizierte Fachkraft mit Schwerpunkt Fräsen.“ Fachliche Erfahrung und tatsächliche Qualifikation für den jeweiligen Bereich schienen bei solchen Entscheidungen aus meiner Sicht nicht immer an erster Stelle zu stehen.
Das passt für mich leider zum Gesamtbild: Von außen sieht vieles gut aus – wie es tatsächlich läuft, merkt man erst, wenn man selbst dort arbeitet.

Karriere/Weiterbildung

Kaum Karrierechancen. Aus meiner Sicht zählen gute Beziehungen zu den richtigen Personen teilweise mehr als Fachwissen.


Umgang mit älteren Kollegen

4Hilfreichfinden das hilfreich5Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.