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kununu Prüfprozess
44 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
44 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich möchte hierzu gerne einmal meine persönliche Meinung äußern.
Ich sehe natürlich, dass es aktuell einige Themen gibt, über die gesprochen wird. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man bei aller Kritik auch einmal die positiven Seiten unseres Unternehmens sehen sollte.
Aus meiner persönlichen Sicht bietet uns die Firma sehr viel. Wir haben beispielsweise sehr gute Parkmöglichkeiten, moderne und saubere Toiletten, eine Weihnachtsfeier, die meiner Meinung nach wirklich 1A ist, sowie ein Sommerfest und verschiedene gemeinsame Aktivitäten. Auch bei privaten Angelegenheiten und besonderen Situationen habe ich persönlich erlebt, dass versucht wird, den Mitarbeitern entgegenzukommen und Lösungen zu finden.
Ich habe teilweise den Eindruck, dass sich Mitarbeiter gegenseitig vergleichen und dadurch unnötig Unzufriedenheit entsteht. Jeder hat andere Aufgaben, andere Voraussetzungen und andere Vereinbarungen. Deshalb sollte man nicht immer davon ausgehen, dass etwas, das bei einem Mitarbeiter möglich ist, automatisch bei allen anderen genauso umgesetzt werden muss.
Ich persönlich finde, dass unser Unternehmen insgesamt sehr viel für seine Mitarbeiter bietet. Deshalb sollte man nicht hier Lügen erfinden
Ich weis nicht wo diese ganzen herzlosen Menschen arbeiten die hier kommentieren aber ich finde hier gibt’s nichts schlechtes.
Ich finde es wirklich schade und teilweise auch enttäuschend, wie hier über unseren Arbeitgeber und über die Führungskräfte gesprochen bzw. geschrieben wird.
Natürlich kann und darf jeder seine eigene Meinung haben. Wenn jemand mit etwas nicht zufrieden ist, soll er das auch sagen. Aber in meinen Augen wird bei manchen Kommentaren völlig vergessen, was diese Firma eigentlich für ihre Mitarbeiter leistet.
Gerade in der aktuellen Zeit, in der viele Menschen überhaupt froh wären, einen sicheren Arbeitsplatz und vernünftige Arbeitsbedingungen zu haben, finde ich manche Aussagen einfach schwer nachvollziehbar.
Ich persönlich sehe hier sehr viele Dinge, die funktionieren und die nicht selbstverständlich sind. Die Firma versucht, sich für ihre Mitarbeiter einzusetzen und Lösungen zu finden. Und auch wenn vielleicht nicht jede Entscheidung jedem gefällt, bedeutet das nicht, dass sich niemand Gedanken darüber macht.
Was mich besonders trifft, sind die Aussagen über unsere Führungskräfte.
Ich habe mit der Führungsebene persönlich nicht mit jedem Kontakt und kann deshalb auch nicht über Dinge urteilen, die ich nicht selbst erlebt habe. Aber das, was ich von den Leuten sehe, die hier Verantwortung tragen, finde ich teilweise wirklich nicht normal – und zwar im positiven Sinne.
In vielen anderen Firmen heißt es: Feierabend, ausstempeln und fertig. Hier sehe ich Mitarbeiter und Führungskräfte, die auch außerhalb der normalen Arbeitszeit erreichbar sind, sich Gedanken machen, Probleme lösen und sich teilweise sogar von zu Hause aus noch um Dinge kümmern.
Und genau deshalb tun mir solche Kommentare wirklich weh.
Weil hinter einer Führungskraft auch ein Mensch steckt. Hinter einer Entscheidung stecken oft Gespräche, Verantwortung und Überlegungen, die wir als Mitarbeiter vielleicht gar nicht sehen.
Ich möchte damit nicht sagen, dass alles perfekt ist. Das ist es natürlich nicht. Und Kritik gehört zu einem Unternehmen dazu. Aber ich finde, man sollte bei aller Kritik auch fair bleiben und das Positive nicht komplett vergessen.
Wir haben gute Arbeitsbedingungen. Wir haben vernünftige Veranstaltungen. Wir haben eine Weihnachtsfeier, ein Sommerfest, gemeinsame Aktivitäten und vieles mehr. Und wenn Mitarbeiter private Probleme oder besondere Situationen haben, wird meiner Erfahrung nach versucht, Lösungen zu finden.
Deshalb finde ich es einfach schade, wenn am Ende nur noch die negativen Dinge gesehen werden.
Man kann Kritik äußern. Man kann anderer Meinung sein. Aber man sollte auch einmal anerkennen, wenn Menschen sich wirklich einsetzen.
Ich persönlich sehe diesen Einsatz jeden Tag. Und deshalb kann ich manche Kommentare einfach nicht nachvollziehen.
Mir geht es nicht darum, irgendjemanden mundtot zu machen. Jeder darf seine Meinung haben. Aber meine Meinung darf genauso gehört werden:
Ich finde, dass unsere Firma und die Menschen, die hier Verantwortung übernehmen, deutlich mehr Anerkennung verdienen, als sie teilweise bekommen.
Und genau das wollte ich einmal ehrlich sagen.
Ich persönlich finde, dass unser Unternehmen insgesamt sehr viel für seine Mitarbeiter bietet. Jetzt fallen mir diese Bewertungen auf und ich hatte ein Schock bekommen weshalb ich jetzt auch mal kommentieren muss.
Deshalb sollte man nicht hier Lügen erfinden. Wer hier arbeitet und solche Lügen ins netzt legt sollte selber kündigen um eine last von der Firma abzunehmen.
Frechheit was hier geschrieben wird.
Grundsätzlich ein sehr gutes Unternehmen mit vielen attraktiven Leistungen für die Mitarbeiter. Besonders positiv finde ich die Gesundheits- und Sportorientierung mit eigenem Fitnessbereich sowie die kostenlose Versorgung mit Obst und Gemüse, frischen Eiern, Kaffee, Wasser und weiteren Getränken.
Im Sommer gibt es zusätzlich Eis und mit der Kantine besteht eine gute und vergünstigte Möglichkeit zur täglichen Verpflegung. Insgesamt wird einiges für Gesundheit, Wohlbefinden und körperliche Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter angeboten.
Kritisch sehe ich zwei voneinander unabhängige Themen: die aktuelle Situation innerhalb der Produktionsführung und die Arbeitsweise des PMO.
In der Produktion bestehen aus meiner Wahrnehmung Gruppenbildungen, persönliche Konflikte, wahrgenommene Bevorzugungen und gegenseitige Anschuldigungen bereits zu lange. Hier sehe ich insbesondere die Produktionsleitung in ihrer Führungsverantwortung. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung ist es bislang nicht ausreichend gelungen, diese Konflikte nachhaltig zu befrieden, klare Strukturen zu schaffen und die Produktion entsprechend zu stabilisieren.
Dass solche Auseinandersetzungen inzwischen teilweise öffentlich in Arbeitgeberbewertungen ausgetragen werden, sollte für ein ansonsten gutes Unternehmen ein deutliches Warnsignal sein. Positive Bewertungen aus Verwaltung oder administrativen Bereichen können die dortigen Erfahrungen durchaus zutreffend wiedergeben, spiegeln aus meiner Sicht jedoch nicht zwangsläufig die bestehenden Herausforderungen innerhalb der Produktion wider.
Davon unabhängig sehe ich beim PMO Verbesserungsbedarf hinsichtlich Steuerung, Verbindlichkeit und Unterstützung der Fachbereiche. Wenn Bereichs- oder Abteilungsleiter sowie einfache Fertigungsmitarbeiter projektbezogene Entscheidungen und Informationen benötigen, sollten klare Antworten, Zuständigkeiten und Entscheidungswege geschaffen werden. Es sollte nicht Aufgabe des anfragenden MA sein, sich anschließend die notwendigen Antworten oder Verantwortlichkeiten selbst innerhalb der Organisation zusammensuchen zu müssen.
Zusätzlich entsteht aus meiner Wahrnehmung teilweise hoher Erwartungs-, Termin- und Ergebnisdruck, ohne dass die tatsächliche Umsetzbarkeit unter den vorhandenen Rahmenbedingungen ausreichend berücksichtigt wird. Ein PMO sollte Orientierung und Verbindlichkeit schaffen – nicht zusätzliche Unklarheit mit Druckaufbau als Antwort.
Gerade weil ich das Unternehmen insgesamt sehr positiv sehe, halte ich beide Themen für wichtig. Am Ende sollten Produktivität, Qualität, Wirtschaftlichkeit, Termintreue und eine funktionierende Zusammenarbeit im Vordergrund stehen – nicht interne Gruppierungen, persönliche Auseinandersetzungen oder organisatorische Unklarheiten.
Die Führungs- und Organisationsstrukturen sollten insbesondere in der Produktion und im PMO kritisch betrachtet und gezielt weiterentwickelt werden.
In der Produktion sehe ich die Produktionsleitung in einer zentralen Führungsverantwortung. Gruppenbildungen, persönliche Konflikte und gegenseitige Anschuldigungen müssen frühzeitig erkannt und möglichst auf der zuständigen Führungsebene neutral, konsequent und nachhaltig gelöst werden. Produktionsleitung bedeutet für mich EIGENE FACHKOMPETENZ & FÜHRUNGSVERANTWORTUNG und nicht, operative Konflikte regelmäßig an Geschäfts- oder Personalleitung weiterzugeben, anschließend das Problem zu lösen indem man wertvolle Mitarbeiter kündigt.
Wo dies nicht ausreichend gelingt, sollte geprüft werden, ob Qualifizierungsmaßnahmen oder weitergehende organisatorische Maßnahmen in der Position erforderlich sind.
Dabei sollte mit Bedacht auch das langjährig vorhandene interne Mitarbeiterpotenzial berücksichtigt werden. Ziel sollte sein, langjährig vorhandene interne Kompetenz gezielt zu erkennen und Führungsverantwortung in der Produktionsleitung dort zu positionieren, wo fachliche Erfahrung in Fertigung, Qualität, Produktion, fundierte Unternehmenskenntnis, Projekt- und Hauptkundenkenntnisse, kentnisse in Mitarbeiterpotenzial der langährigen Fassadenbau Mitarbeiter sowie Führungseignung bestmöglich zusammenkommen.
Unabhängig davon sehe ich beim PMO einen zweiten wesentlichen Ansatzpunkt. Von einer Projektmanagement-Organisation sollte erwartet werden können, dass bei Anfragen der Bereichs- und Abteilungsleiter klare, zielführende und möglichst verbindliche Vorgaben, Entscheidungswege und Zuständigkeiten geschaffen und kommuniziert werden. Ein funktionierendes PMO sollte koordinieren, Entscheidungen herbeiführen, Schnittstellen zusammenführen und einen klaren Weg für die weitere Umsetzung aufzeigen.
Gleichzeitig sollten Erwartungen, Termine und Risiken mit den tatsächlichen betrieblichen Rahmenbedingungen abgeglichen werden. Risikomanagement sollte nicht hauptsächlich durch Druck an die Fachbereiche weitergeben, sondern Risiken transparent machen, Ursachen bearbeiten und gemeinsam belastbare Lösungen schaffen.
Im Mittelpunkt müssen Produktivität, Qualität, Wirtschaftlichkeit, Termintreue und eine funktionierende Mannschaft stehen.
Vorweg möchte ich ausdrücklich etwas klarstellen: Diese Bewertung schreibe ich freiwillig, aus eigener Initiative und aus eigener Überzeugung. Niemand aus der Geschäftsführung, von meinen Vorgesetzten oder sonst jemand aus dem Unternehmen hat mich gebeten, eine positive Bewertung abzugeben. Ebenso wurde ich persönlich zu keinem Zeitpunkt aufgefordert, positive Bewertungen zu liken oder negative Bewertungen irgendwie zu „kontern“.
Ich bin ein ganz normaler Mitarbeiter dieses Unternehmens und kann deshalb nur das bewerten, was ich selbst im täglichen Arbeitsleben erlebe. Genau deshalb erkenne ich das Unternehmen, in dem ich jeden Tag arbeite, in manchen der zuletzt sehr negativen Darstellungen schlicht nicht wieder.
Natürlich ist auch bei uns nicht alles perfekt. Wo Menschen zusammenarbeiten, gibt es unterschiedliche Meinungen, Fehler und Entscheidungen, die nicht jedem gefallen. Berechtigte Kritik muss möglich sein und sollte ernst genommen werden. Meine persönlichen Erfahrungen mit der aktuellen Geschäftsführung und unseren Vorgesetzten sind jedoch überwiegend sehr positiv.
Besonders hervorheben möchte ich unsere Geschäftsführerin. Ihre menschliche Art wird nach meiner Wahrnehmung von einem sehr großen Teil unserer Belegschaft geschätzt. Das sage ich nicht nur aufgrund meiner eigenen Erfahrung, sondern auch aufgrund vieler Gespräche mit Kollegen.
Sie besitzt für mich eine besondere Fähigkeit, die man nicht anhand eines Organigramms, einer Stellenbeschreibung oder irgendwelcher Zahlen messen kann: Sie kann Menschen erreichen und ihnen Mut machen.
Wenn ein Mitarbeiter in einer schwierigen Situation steckt und bildlich gesprochen das Gefühl hat, in einem dunklen Tunnel zu stehen, schafft sie es mit einem Gespräch und manchmal schon mit wenigen Worten, dass man anschließend wieder Licht sieht und neue Zuversicht bekommt.
Das habe ich selbst erlebt. Und ich weiß aus Gesprächen mit Kollegen, dass ich mit dieser Wahrnehmung bei Weitem nicht alleine bin.
Für mich gehört genau das zu guter Führung. Führung besteht nicht ausschließlich aus Zahlen, fachlichen Entscheidungen und Zuständigkeiten. Sie bedeutet auch, Menschen mitzunehmen, ihnen zuzuhören, Orientierung zu geben und ihnen gerade in schwierigen Situationen wieder Mut zu machen.
Auch unsere Vorgesetzten erlebe ich als Menschen, die Verantwortung übernehmen und versuchen, gemeinsam mit den Mitarbeitern das Unternehmen voranzubringen.
Ein weiterer positiver Punkt ist für mich der Kollegenzusammenhalt. Auch diesen erlebe ich deutlich besser, als er teilweise dargestellt wird.
Da in einer anderen Bewertung ausdrücklich das gemeinsame Fußballspielen angesprochen wurde, kann ich hierzu aus erster Hand etwas sagen: Ich bin selbst Mitglied dieser Fußballgruppe – auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass ich meistens zu bequem war, tatsächlich mitzuspielen.
Die Termine, die ich in dieser Gruppe mitbekommen habe, wurden etwa auf 16 beziehungsweise 17 Uhr gelegt und fanden außerhalb der regulären Arbeitszeit statt.
Dort kommen Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und Hierarchieebenen zusammen – vom Mitarbeiter aus der Produktion bis hin zu Führungskräften und dem Personalleiter. Eigentlich fehlt nur noch unser Firmeninhaber in der Runde.
Für mich ist das kein negatives Beispiel, sondern gelebter Kollegenzusammenhalt. Natürlich ersetzt gemeinsames Fußballspielen keine funktionierende betriebliche Kommunikation. Aber solche freiwilligen Aktivitäten bringen Menschen miteinander ins Gespräch, die sich im normalen Arbeitsalltag vielleicht nur selten begegnen.
Auch die Darstellung, Führungskräfte würden während ihrer normalen Arbeitszeit gemeinsam zum Fußballplatz gehen, entspricht nicht dem, was ich aus dieser Gruppe kenne.
Ebenso möchte ich auf die Aussage eingehen, Mitarbeiter würden von Vorgesetzten oder Meistern dazu gebracht, positive Bewertungen zu schreiben oder bestimmte Bewertungen zu liken.
Ich kann selbstverständlich nicht für Gespräche sprechen, bei denen ich nicht dabei war. Ich kann aber eindeutig für mich sagen: Mich hat weder ein Meister noch ein anderer Vorgesetzter jemals aufgefordert, eine positive Bewertung zu schreiben, etwas zu liken oder auf eine negative Bewertung zu reagieren.
Ich schreibe positiv über unsere Geschäftsführerin und unsere Vorgesetzten, weil dies meinen eigenen Erfahrungen entspricht – nicht weil mir jemand gesagt hat, dass ich das tun soll.
Was ich momentan besonders positiv empfinde: Nach meiner Wahrnehmung kommt wieder mehr Ruhe in das Unternehmen. Natürlich gibt es weiterhin unterschiedliche Meinungen und Dinge, die verbessert werden können.
Trotzdem merke ich für mich persönlich, dass mir die Arbeit wieder zunehmend Spaß macht und wir uns als Unternehmen wieder in eine positive Richtung bewegen.
Am Arbeitgeber selbst habe ich im Großen und Ganzen aktuell wenig auszusetzen.
Was mich vielmehr stört, ist das Verhalten einiger weniger Kollegen, die nach meiner Wahrnehmung immer wieder Unruhe in die Belegschaft bringen.
Kritik ist vollkommen in Ordnung und gehört zu einem Unternehmen dazu. Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, ist, wenn großer Unmut nach außen getragen wird, ohne dass nach meinem Kenntnisstand vorher das direkte Gespräch mit den betreffenden Führungskräften gesucht wurde.
Wenn jemand mit der Geschäftsführung, dem Personalleiter, einem Meister oder einem anderen Vorgesetzten ein Problem hat, sollte aus meiner Sicht genau dort das Gespräch beginnen. Jeder sollte die Möglichkeit haben, seine Kritik offen anzusprechen – aber man sollte den Verantwortlichen auch die Möglichkeit geben, darauf zu reagieren und Dinge zu erklären oder zu verändern.
Stattdessen erlebe ich, dass bestimmte Themen innerhalb eines sehr kleinen Kreises immer wieder für Unruhe sorgen und anschließend die ganze Belegschaft damit beschäftigt wird.
Das finde ich schade, denn nach meiner persönlichen Wahrnehmung ist die allgemeine Stimmung im Unternehmen längst nicht so negativ, wie es durch einige sehr kritische Stimmen teilweise erscheinen könnte.
Mein Wunsch wäre deshalb ganz einfach: weniger übereinander und mehr miteinander reden. Wer ernsthafte Kritik hat, sollte sie zuerst dort ansprechen, wo tatsächlich etwas verändert werden kann.
Ergänzend zu dem, was ich unter „Gut am Arbeitgeber“ geschrieben habe, möchte ich hier meine persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen fortsetzen und daraus auch einen Verbesserungsvorschlag ableiten.
Mir fällt als Mitarbeiter auf, dass immer wieder sehr ähnliche Kritik gegen die Geschäftsführung und bestimmte Vorgesetzte geäußert wird. Besonders nachdenklich macht mich dabei etwas, das ich selbst im Unternehmen erlebt habe:
Wenn eine neue negative kununu-Bewertung erscheint, kommen bestimmte Kollegen auf andere Mitarbeiter zu und fragen sinngemäß: „Habt ihr die neue Bewertung schon gelesen?“
Das ist mehrfach aufgefallen und lässt bei mir natürlich Fragen entstehen. Ich werde trotzdem niemanden beschuldigen, eine bestimmte anonyme Bewertung geschrieben zu haben, denn das kann ich nicht beweisen.
Wenn bestimmte Personen solche Bewertungen jedoch auffällig schnell kennen, andere Mitarbeiter gezielt darauf ansprechen und gleichzeitig immer wieder sehr ähnliche Vorwürfe gegen dieselben Führungspersonen auftauchen, entsteht bei mir persönlich zumindest der Eindruck, dass hinter einem Teil der öffentlichen Kritik möglicherweise mehr steckt als nur spontane Unzufriedenheit.
Genau deshalb richtet sich mein Verbesserungsvorschlag beziehungsweise mein persönlicher Appell direkt an unseren Firmeninhaber:
Vertrauen Sie Ihrer Geschäftsführung und Ihren Vorgesetzten, aber schauen Sie gleichzeitig selbst genau hin.
Hören Sie selbstverständlich jede berechtigte Kritik an. Sprechen Sie aber bitte nicht nur mit denjenigen, die besonders laut unzufrieden sind, sondern mit Mitarbeitern aus unterschiedlichen Bereichen und Ebenen. Machen Sie sich selbst ein möglichst breites Bild davon, wie die Stimmung innerhalb der Belegschaft tatsächlich ist.
Prüfen Sie konkrete Vorwürfe: Was ist tatsächlich passiert? Wo gibt es ein betriebliches Problem, das gelöst werden muss? Und wo könnten möglicherweise auch persönliche Konflikte oder Differenzen eine Rolle spielen?
Kritik darf niemals unterdrückt werden. Wenn Missstände bestehen, müssen Mitarbeiter sie ansprechen können und sie müssen ernst genommen werden. Aber genauso sollte Kritik hinterfragt werden dürfen, insbesondere wenn immer wieder schwere Vorwürfe gegen dieselben Personen erhoben werden.
Wenn Kritik berechtigt ist, muss daraus etwas verbessert werden. Wenn Vorwürfe dagegen nicht zutreffen, verdienen auch die betroffenen Führungskräfte Vertrauen und Rückendeckung.
Und noch etwas zum Thema Anonymität:
Ich respektiere, dass kununu anonyme Bewertungen ermöglicht. Für mich persönlich möchte ich mich hinter dieser Anonymität jedoch nicht verstecken. Ich stehe zu jedem Satz, den ich hier geschrieben habe, und würde meine Aussagen genauso in einem persönlichen Gespräch mit unserem Firmeninhaber, der Geschäftsführung oder meinen Vorgesetzten vertreten.
Ich habe kein Interesse daran, meine Identität gegenüber meinem Arbeitgeber zu verbergen. Sollte es nach den Regeln und Datenschutzbestimmungen von kununu eine Möglichkeit geben, auf meinen ausdrücklichen Wunsch einen Kontakt zwischen mir und dem Unternehmen herzustellen oder meine Identität gegenüber meinem Arbeitgeber offenzulegen, hätte ich damit persönlich kein Problem.
Mein eigentlicher Verbesserungsvorschlag ist deshalb sehr einfach:
Weniger übereinander reden und wieder mehr miteinander reden. Weniger Lagerbildung und dafür Probleme direkt mit den Menschen besprechen, die sie tatsächlich betreffen.
Wir müssen nicht alle derselben Meinung sein. Aber wir sollten fair miteinander umgehen und Kritik genauso verantwortungsvoll äußern wie Lob.
Am Ende sollten Geschäftsführung, Vorgesetzte und Mitarbeiter dasselbe Ziel haben: dass dieses Unternehmen erfolgreich ist und wir gerne hier arbeiten.
Interessante Projekte und viele fachlich starke, erfahrene Mitarbeiter. Die eigentlichen Voraussetzungen für ein sehr gutes Unternehmen wären also vorhanden. Umso bemerkenswerter ist, was man daraus gemacht hat.
Eine Führungskultur, in der persönliche Nähe teilweise mehr Gewicht zu haben scheint als Fachkompetenz und Erfahrung. Unklare Verantwortlichkeiten, schwer nachvollziehbare Entscheidungen und ein Umgang mit kritischen Mitarbeitern, der eher zum Schweigen als zum Mitdenken motiviert. Besonders bedauerlich ist der zunehmende Verlust langjähriger Erfahrung und Identifikation. Das größte Problem dieses Unternehmens sind aus meiner Sicht nicht seine Mitarbeiter oder Projekte, sondern die Art, wie mit dem vorhandenen Potenzial umgegangen wird.
Die Geschäftsführung sollte wieder erkennbar selbst führen und Verantwortung übernehmen. Besonders kritisch sollte hinterfragt werden, welchen Einfluss Personen aus dem unmittelbaren persönlichen Umfeld der Geschäftsführung auf Personal, Organisation und operative Entscheidungen ausüben. Aus meiner Erfahrung steht der tatsächlich ausgeübte Einfluss dabei nicht immer in einem nachvollziehbaren Verhältnis zur erkennbaren fachlichen Qualifikation und Zuständigkeit.
Persönliche Nähe zur Geschäftsführung darf kein Ersatz für Fachkompetenz, Erfahrung und klar definierte Verantwortung sein. Gerade weitreichende Personal- und Unternehmensentscheidungen sollten von entsprechend qualifizierten Personen getroffen und fachlich nachvollziehbar begründet werden.
Das Unternehmen sollte sich wieder stärker auf die Kompetenzen seiner erfahrenen Mitarbeiter besinnen, kritische Stimmen zulassen und Entscheidungen nach fachlichen statt informellen Strukturen treffen. Selbstbewusstsein und tatsächliche Fachkompetenz sind schließlich nicht dasselbe.
Die Unternehmenskultur hat sich aus meiner Sicht grundlegend verändert. RIVA Engineering war über viele Jahre ein erfolgreiches Unternehmen mit klaren Strukturen, erfahrenen Mitarbeitern, anspruchsvollen Projekten und nachvollziehbaren Verantwortlichkeiten. Man konnte sich mit dem Unternehmen identifizieren.
Mit Veränderungen in der Geschäftsführung und der Zusammenführung unterschiedlicher Unternehmensstrukturen begann jedoch ein deutlicher Kulturwandel. Neue Personen und Funktionen erhielten teilweise sehr schnell erheblichen Einfluss, während langjährige und erfahrene Mitarbeiter zunehmend an Einfluss und Perspektive verloren.
Besonders kritisch sehe ich, dass fachliche Leistung und Erfahrung heute nicht mehr überall den Stellenwert zu besitzen scheinen, den man erwarten würde. Wer kritisch hinterfragt oder nicht in die neue Linie passt, hat es aus meiner Erfahrung zunehmend schwer.
Die neuen Managementstrukturen vermitteln auf dem Papier Professionalität. Im Arbeitsalltag erlebe ich dagegen mehr Hierarchie, unklare Verantwortlichkeiten und schwer nachvollziehbare Entscheidungen.
Führung sollte Orientierung schaffen...
Die Vergütung ist grundsätzlich ordentlich, kann die Defizite in anderen Bereichen jedoch nur bedingt ausgleichen. Bei Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten entsteht aus meiner Erfahrung nicht immer der Eindruck, dass fachliche Kompetenz, Leistung und langjährige Erfahrung ausschlaggebend sind. Einfluss und Entwicklungsmöglichkeiten scheinen teilweise stärker von Nähe zu bestimmten Strukturen und Personen abzuhängen als von nachvollziehbaren fachlichen Kriterien.
Gerade für engagierte und erfahrene Mitarbeiter ist das wenig motivierend. Weiterbildung und echte Personalentwicklung sollten gezielt gefördert werden, statt Positionen und Einfluss auf eine Weise zu vergeben, die für die Belegschaft fachlich nicht immer nachvollziehbar ist.
Besonders gelitten hat aus meiner Sicht das Image. Ein Unternehmen mit interessanten Projekten und einer ehemals starken Identifikation der Mitarbeiter hat hier erheblich an Boden verloren. Ein gutes Gehalt allein schafft weder Perspektive noch Wertschätzung.
Die Arbeitsbedingungen entsprechen aus meiner Erfahrung weder der Größe noch dem Anspruch der Projekte, die das Unternehmen abwickelt. Statt klarer Strukturen, professioneller Kommunikation und fachlich nachvollziehbarer Entscheidungen prägen zunehmend Druck, Unsicherheit und teilweise schwer nachvollziehbare Zuständigkeiten den Arbeitsalltag. Eigeninitiative und konstruktive Kritik werden nicht immer als Bereicherung wahrgenommen, wodurch bei Mitarbeitern eher Zurückhaltung als Motivation entsteht.
Besonders kritisch sehe ich, dass Personen erheblichen Einfluss auf Mitarbeiter, Abläufe und Entscheidungen ausüben können, bei denen die für die jeweilige Funktion erforderliche fachliche Qualifikation aus meiner Sicht nicht erkennbar ist. Fachkompetenz und tatsächlicher Einfluss innerhalb des Unternehmens stehen dadurch nicht immer in einem nachvollziehbaren Verhältnis zueinander.
Für ein Unternehmen, das anspruchsvolle Projekte erfolgreich abwickeln möchte, wären professionellere Strukturen, klare Verantwortlichkeiten und Entscheidungen nach fachlichen Kriterien dringend wünschenswert.
Vielfalt scheint auf dem Papier durchaus gewünscht zu sein. Im täglichen Umgang entsteht jedoch eher der Eindruck, dass Vielfalt bei Meinungen und Sichtweisen dort endet, wo diese nicht mit den Vorstellungen der Führungsebene übereinstimmen. Kritische oder abweichende Meinungen werden aus meiner Erfahrung nicht als Chance zur Verbesserung verstanden, sondern eher als störend wahrgenommen. Offenheit und konstruktiver Austausch werden zwar vermittelt, in der praktischen Umsetzung ist davon jedoch deutlich weniger zu spüren. Wer sich anpasst und Entscheidungen nicht hinterfragt, dürfte es wesentlich leichter haben. Positiv ist der grundsätzlich ordentliche Umgang mit älteren Kollegen. Insgesamt wäre es wünschenswert, Vielfalt nicht nur als Begriff zu verstehen, sondern auch unterschiedliche Meinungen tatsächlich auszuhalten.
Positiv hervorzuheben sind das regelmäßig angebotene frische Obst, die Auswahl an verschiedenen Kaffees sowie das vom Arbeitgeber bezuschusste Mittagessen. Diese kleinen Zusatzleistungen sind im Arbeitsalltag durchaus angenehm.
Ebenfalls positiv sind die Wochenendzuschläge. Wer bereit ist, regelmäßig am Wochenende zu arbeiten, kann dadurch einige hundert Euro zusätzlich verdienen. Die tatsächliche Auslastung bzw. Arbeitsleistung scheint dabei meiner Erfahrung nach teilweise nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.
Die mangelnde Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden empfinde ich als einen der größten Kritikpunkte. Ebenfalls sehr unangenehm finde ich, dass teilweise negativ über Kollegen gesprochen wird, sobald diese nicht anwesend sind oder gerade den Raum verlassen haben. Ein vertrauensvolles und respektvolles Arbeitsklima sieht für mich anders aus.
Kritisch sehe ich außerdem den Umgang mit öffentlichen Bewertungen. Ich habe selbst erlebt, dass Mitarbeitende dazu aufgefordert wurden, gezielt positive Bewertungen abzugeben und das Unternehmen möglichst positiv darzustellen, um negative Bewertungen und Kommentare auszugleichen. Dadurch entsteht aus meiner Sicht nach außen ein deutlich positiveres Bild, als es der tatsächlichen Wahrnehmung mancher Mitarbeitenden entspricht.
Auch die bereits von anderen angesprochene Praxis, Arbeit unter der Woche für das Wochenende aufzusparen, habe ich selbst erlebt. In meinem Bereich lief das über einen Zeitraum von etwa eineinhalb Jahren immer wieder so. Teilweise wurde am Wochenende sogar im Zweischichtbetrieb gearbeitet. Für mich entstand dabei der Eindruck, dass die attraktiven Wochenendzuschläge von 50 bzw. 70 % durchaus eine Rolle spielten. Teilweise mussten die Maschinen dabei vor allem sichtbar laufen – beispielsweise mit stark reduziertem Vorschub bzw. einer Programmgeschwindigkeit von nur etwa 20 % oder lediglich mit laufender Kühlung –, insbesondere für den Fall, dass eine Führungskraft vorbeikam. Für mich hatte das teilweise mehr mit dem Erzeugen sichtbarer Auslastung als mit einer sinnvollen Arbeitsorganisation zu tun.
Ähnlich habe ich die Mehrarbeit in der Spätschicht erlebt. Während andere tatsächlich weiterarbeiteten, fand bei einzelnen Kollegen aus meiner Sicht kaum produktive Mehrarbeit statt. Stattdessen wurde teilweise bis etwa 1 Uhr nachts am Notausgang geraucht oder längere Zeit im Aufenthaltsraum Kaffee getrunken. Gerade wenn gleichzeitig von anderen Beschäftigten Leistung und Mehrarbeit erwartet werden, empfinde ich solche Unterschiede als unfair und demotivierend.
Bei angekündigten Besuchen wurde aus meiner Sicht teilweise großer Wert darauf gelegt, nach außen eine möglichst hohe Auslastung zu vermitteln. Abteilungen wurden dafür mit zusätzlichen Auszubildenden besetzt und teilweise Programme an Maschinen laufen gelassen, obwohl keine tatsächliche Bearbeitung stattfand oder das Werkzeug deutlich über dem Werkstück verfuhr. Dadurch sollte zumindest der Eindruck laufender Produktion entstehen.
Während solcher Besuche entstand außerdem der Eindruck, dass Toilettengänge und reguläre Pausen möglichst vermieden werden sollten. Insgesamt wirkte die Situation auf mich eher wie eine inszenierte Außendarstellung als wie ein realistischer Einblick in den normalen Arbeitsalltag.
Die Besetzung und Eignung einzelner Führungspositionen sollte kritisch überprüft werden. Entscheidungen sollten stärker nach fachlicher Qualifikation, Leistung und nachvollziehbaren Kriterien getroffen werden.
Unnötige Überstunden und Wochenendarbeit sollten reduziert und nur dann angesetzt werden, wenn tatsächlich entsprechender Arbeitsbedarf besteht. Gleichzeitig sollte die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern deutlich verbessert werden. Änderungen und wichtige Informationen müssen rechtzeitig und eindeutig weitergegeben werden, um Missverständnisse und vermeidbaren Ausschuss zu verhindern.
Außerdem wäre ein offenerer Umgang mit Fragen und Kritik wünschenswert. Mitarbeiter sollten fachliche Entscheidungen hinterfragen dürfen, ohne das Gefühl zu bekommen, dass Nachfragen unerwünscht sind.
Die Arbeitsatmosphäre empfinde ich mittlerweile als angespannt. Kritik oder Verbesserungsvorschläge spricht man irgendwann lieber nicht mehr an, weil man das Gefühl bekommt, dass diese nicht erwünscht sind oder einem negativ ausgelegt werden könnten.
Auch pünktlich Feierabend zu machen, obwohl die reguläre Arbeitszeit erfüllt ist, wird teilweise mit entsprechenden Blicken oder Kommentaren quittiert. Dadurch entsteht aus meiner Sicht ein unnötiger Druck, länger zu bleiben, obwohl dafür nicht immer eine betriebliche Notwendigkeit besteht.
Nach außen wird aus meiner Sicht ein deutlich besseres Bild vermittelt, als man es intern teilweise erlebt.
Besonders bei der Personalauswahl war für mich vieles nur schwer nachvollziehbar. Es waren mehrfach gute und aus meiner Sicht qualifizierte Probearbeiter im Unternehmen, die anschließend trotzdem nicht übernommen wurden. Gleichzeitig wurden Stellen teilweise mit Personen aus dem persönlichen Umfeld besetzt oder intern mit Mitarbeitern aus anderen Bereichen wie Montage oder Schleiferei aufgefüllt.
Dabei entstand für mich teilweise sinngemäß der Eindruck: „Glückwunsch, ab heute bist du qualifizierte Fachkraft mit Schwerpunkt Fräsen.“ Fachliche Erfahrung und tatsächliche Qualifikation für den jeweiligen Bereich schienen bei solchen Entscheidungen aus meiner Sicht nicht immer an erster Stelle zu stehen.
Das passt für mich leider zum Gesamtbild: Von außen sieht vieles gut aus – wie es tatsächlich läuft, merkt man erst, wenn man selbst dort arbeitet.
Eher schwierig. Wochenendarbeit wird teilweise praktisch vorausgesetzt. Wer am Wochenende nicht arbeitet, muss nach meiner Erfahrung damit rechnen, beispielsweise für zwei Wochen in die Spätschicht eingeteilt zu werden. Dadurch entsteht ein gewisser Druck, zusätzliche Wochenendschichten zu übernehmen.
Auch bei privaten Terminen wird wenig Flexibilität gezeigt. Möchte man deshalb eine Schicht verschieben, bekommt man teilweise sinngemäß zu hören, man solle solche Termine in seiner Freizeit erledigen, da für Schichtänderungen keine Zeit sei. Das hinterlässt einen faden Beigeschmack – insbesondere wenn man dann fast jeden Freitag ab etwa 12 Uhr alleine in der Halle steht, während andere Mitarbeiter gemeinsam mit Meister und Produktionsleitung auf den örtlichen Fußballplatz gehen.
Kaum Karrierechancen. Aus meiner Sicht zählen gute Beziehungen zu den richtigen Personen teilweise mehr als Fachwissen.
Mitarbeiter, die bereits länger im Unternehmen beschäftigt sind, werden teilweise noch vergleichsweise gut bezahlt. Für Mitarbeiter, die erst in den letzten Jahren angefangen haben oder neu ins Unternehmen kommen, liegt die Vergütung meiner Einschätzung nach jedoch eher unter dem Branchendurchschnitt.
Es wird versucht, Müll möglichst gut zu trennen. In den Kantinen stehen beispielsweise mehrere Mülleimer für unterschiedliche Abfallarten, was zunächst einen positiven Eindruck vermittelt. Allerdings landet der getrennte Müll am Ende teilweise wieder gemeinsam im selben Container auf dem Hof, wodurch die vorherige Trennung wenig sinnvoll erscheint.
Auch Metallspäne sollen grundsätzlich nach Material getrennt werden. In der Praxis funktioniert das allerdings nur, wenn bekannt ist, um welches Material es sich handelt – was leider häufig nicht der Fall ist. Dadurch landen beispielsweise Aluminium-, Stahl- und Kupferspäne teilweise zusammen, obwohl eigentlich eine getrennte Entsorgung vorgesehen ist.
Schwierig und teilweise sehr wechselhaft. An einem Tag hat man das Gefühl, gut dazuzugehören, am nächsten kann das schon wieder ganz anders aussehen. Gerade wenn man beispielsweise am Wochenende einmal nicht zur Arbeit kommt oder bei zusätzlichen Schichten nicht mitzieht, bekommt man teilweise schnell das Gefühl, nicht mehr dazuzugehören oder ausgegrenzt zu werden. Ein wirklich beständiger Zusammenhalt sieht für mich anders aus.
Teilweise sehr fragwürdig, insbesondere auf Produktionsleiter- und Meisterebene. Besonders kritisch sehe ich, wenn Beschäftigte dazu angehalten werden, gezielt positive Bewertungen zu veröffentlichen oder damit auf negative Bewertungen zu reagieren und diese gewissermaßen zu „kontern“. Teilweise wurde uns außerdem ausdrücklich gesagt, dass wir bestimmte positive Bewertungen nun alle liken sollen. Ein solches Vorgehen hinterlässt bei mir keinen professionellen Eindruck und wirft aus meiner Sicht Fragen zum Umgang mit Kritik und zur gewünschten Außendarstellung des Unternehmens auf.
Die Arbeitsbedingungen sind aus meiner Sicht stark verbesserungswürdig. Im Sommer wird es in der Produktion teilweise unerträglich heiß, während im Winter teilweise ohne ausreichende Heizung gearbeitet werden muss. Hinzu kommt eine hohe Staubbelastung, insbesondere durch Aluminiumstaub, der sich in weiten Teilen der Produktion verteilt.
Die Kommunikation im Unternehmen ist leider sehr schlecht. Informationen, die nicht unmittelbar für die tägliche Arbeit als notwendig angesehen werden, werden häufig gar nicht oder nur unzureichend weitergegeben. Dadurch entstehen immer wieder Missverständnisse, die im schlimmsten Fall sogar zu Ausschuss führen.
Findet aus meiner Sicht kaum statt. Es werden immer wieder dieselben Personen bevorzugt, während für andere offenbar andere Maßstäbe gelten. Leistung und Qualifikation scheinen dabei teilweise zweitrangig zu sein.
Besonders fragwürdig empfand ich die Auswahl bzw. Verteilung der Prämienzahlungen. Trotz vergleichsweise weniger Fehltage erhielt ich lediglich eine Prämie in Höhe von etwa 20 % eines Monatslohns, während andere Mitarbeiter Prämien von bis zu 150 % eines Monatslohns erhielten. Nach welchen nachvollziehbaren und einheitlichen Kriterien diese erheblichen Unterschiede zustande kamen, war für mich nicht erkennbar. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass die Prämien nicht für alle Mitarbeiter nach denselben Maßstäben vergeben wurden.
Sehr unterschiedlich und stark vom jeweiligen Bereich abhängig. Wenn man beispielsweise bei den Chiron-Maschinen nachfragt, warum etwas auf eine bestimmte Art gefertigt wird, bekommt man teilweise das Gefühl vermittelt, dass Nachfragen nicht erwünscht sind – nach dem Motto: „Das wurde schon immer so gemacht.“
Fragt man genauer nach, welche Vor- oder Nachteile die jeweilige Vorgehensweise hat oder warum man sich dafür entschieden hat, bekommt man teilweise keine nachvollziehbare fachliche Erklärung. Stattdessen werden Aussagen getroffen, die aus meiner eigenen Berufserfahrung heraus fachlich nicht immer schlüssig waren.
Bei den SHW-Maschinen habe ich dagegen deutlich positivere Erfahrungen gemacht. Dort wurde gerne erklärt, warum etwas auf eine bestimmte Weise gemacht wird und welche Hintergründe es gibt. Das hat mir besonders gut gefallen, da ich zuvor mit den großen Maschinen noch relativ wenig zu tun hatte und dadurch einiges dazulernen konnte.
Da veranlasst wurde, dass ich meinen Beitrag umformulieren sollte, habe ich diesen nun etwas gekürzt.
Als Erstes möchte ich mich recht herzlich bei allen bedanken, die es genauso empfunden haben wie ich. Und das waren nicht wenige – allein dieser Beitrag hatte über 33 Likes.
Nun zu meiner Bewertung:
Positiv fand ich die Kantine, den Fitnessraum und das JobRad-Angebot. Auch die Weihnachtsfeiern waren wirklich sehr gut organisiert.
RIVA war aus meiner Sicht grundsätzlich keine schlechte Firma. Allerdings gab es während meiner Zeit dort eine Handvoll Mitarbeiter, die aus meiner Wahrnehmung immer wieder für Unruhe sorgten.
Da die Formulierung „kleine Gruppierung“ beanstandet wurde, formuliere ich diesen Punkt nun anders:
Leider konnten die oben genannten Vorteile für mich die Problematik rund um den Sicherheitsbeauftragten und sein unmittelbares berufliches Umfeld nicht ausgleichen.
An die damaligen Entscheidungsträger bei RIVA gerichtet: Ich hatte schon während meiner Zeit im Unternehmen den Eindruck, dass irgendwann auch dort erkannt werden würde, welches Gesicht dieser Mitarbeiter gegenüber Kollegen zeigen konnte. Schade fand ich nur, dass bis dahin bereits motivierte Mitarbeiter ihre Motivation verloren hatten und teilweise nur noch Dienst nach Vorschrift machten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen RIVA war aus meiner Sicht grundsätzlich kein schlechtes Unternehmen.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Entscheidungsträger bestimmte Vorgänge stärker hinterfragt hätten. Beispielsweise stellte sich mir während meiner Zeit im Unternehmen die Frage, weshalb der Sicherheitsbeauftragte während der Arbeitszeit regelmäßig seine Runden um die Hallen herum drehte, anstatt verstärkt in den Hallen präsent zu sein, wo seine Funktion aus meiner Sicht eigentlich gefragt gewesen wäre.
Nach meiner damaligen Wahrnehmung war der Grund für diese regelmäßigen Aufenthalte außerhalb bzw. hinter den Hallen innerhalb der Belegschaft kein großes Geheimnis. Dort wurde während der Arbeitszeit regelmäßig geraucht. Was genau dabei konsumiert wurde, möchte ich an dieser Stelle bewusst nicht näher ausführen.
Besonders unverständlich war für mich, dass entsprechende Beobachtungen und Hinweise nach meinem damaligen Kenntnisstand bereits von Mitarbeitern an verantwortliche Stellen weitergegeben worden waren. Trotzdem entstand innerhalb der Belegschaft der Eindruck, dass diesen Hinweisen nicht ausreichend nachgegangen wurde. Weshalb die Angelegenheit offenbar nicht konsequenter überprüft oder aufgeklärt wurde, konnten viele Mitarbeiter nicht nachvollziehen.
Natürlich war es grundsätzlich verständlich, dass das Unternehmen bei schwerwiegenden Vorwürfen Beweise verlangte und niemand allein aufgrund von Gerüchten verurteilt werden sollte. Gleichzeitig stellte sich für mich die Frage, wie einzelne Mitarbeiter solche Vorgänge überhaupt zweifelsfrei hätten beweisen sollen. Mitarbeiter konnten Beobachtungen melden und Hinweise geben – die eigentliche Überprüfung hätte aus meiner Sicht anschließend bei den zuständigen Verantwortlichen liegen müssen.
Wenn entsprechende Hinweise aus der Belegschaft bereits vorlagen, hätte ich erwartet, dass diese ernst genommen, die Situation genauer überprüft und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Klärung ergriffen worden wären. Stattdessen blieb bei mir und nach meiner damaligen Wahrnehmung auch bei Teilen der Belegschaft der Eindruck zurück, dass die Angelegenheit nicht ausreichend aufgearbeitet wurde.
Gerade bei einem Sicherheitsbeauftragten, dessen Funktion mit Verantwortung und Sicherheit verbunden ist, empfand ich das als besonders problematisch. Wer von Mitarbeitern verantwortungsbewusstes und regelkonformes Verhalten erwartet, sollte aus meiner Sicht auch dafür sorgen, dass entsprechende Hinweise unabhängig von der betreffenden Person ernst genommen und nachvollziehbar geprüft werden.
Ich hätte mir deshalb von den Entscheidungsträgern mehr Konsequenz, Transparenz und vor allem ein genaueres Hinschauen gewünscht. Es geht dabei nicht darum, jemanden aufgrund von Gerüchten vorzuverurteilen, sondern darum, Hinweise aus der Belegschaft ernst zu nehmen und Sachverhalte tatsächlich zu klären. Genau das habe ich während meiner Zeit im Unternehmen in diesem Fall vermisst.
Ob das von mir Geschilderte der Wahrheit entsprach, ließ sich aus meiner Sicht relativ leicht überprüfen.
Man hätte ihn beispielsweise fragen können, wenn er an einem Wochenende oder Feiertag für einen Einsatz in die Firma musste, welcher Kollege beziehungsweise ehemalige Kollege ihn an diesem Tag gefahren hatte. Anschließend hätte anhand der Arbeitszeiterfassung überprüft werden können, ob dieser Mitarbeiter zu denselben Zeiten ein- und ausgestempelt hatte. Obwohl der betreffende Kollege an diesem Tag ursprünglich nicht hätte arbeiten müssen, blieb er teilweise ein bis zwei Stunden im Betrieb.
Ich erwähne dabei bewusst auch ehemalige Kollegen. Bei einigen führte das Thema Fahrdienste nach meiner damaligen Wahrnehmung später zu Konflikten. In der Folge entstand bei mir der Eindruck, dass darauf hingewirkt wurde, dass der betreffende Mitarbeiter die Firma verlassen musste.
Merkwürdig empfand ich außerdem den damaligen Umgang mit der Videoüberwachung. Obwohl das Firmengelände umfangreich videoüberwacht war und sich bestimmte Vorfälle anhand der Aufnahmen möglicherweise hätten klären lassen, hieß es teilweise plötzlich, die Kameras hätten zum betreffenden Zeitpunkt nicht funktioniert.
Besonders kritisch empfand ich, dass die entsprechenden Kameraaufnahmen nach meiner damaligen Wahrnehmung überwiegend beziehungsweise teilweise ausschließlich vom Sicherheitsbeauftragten allein gesichtet und bewertet wurden. Gerade wenn solche Aufnahmen zur Beurteilung eines Mitarbeiters oder eines möglichen Fehlverhaltens herangezogen wurden, hielt ich dieses Vorgehen für problematisch.
Aus meiner Sicht hätte bei wichtigen Vorfällen und insbesondere bei Anschuldigungen gegen Mitarbeiter immer eine unabhängige zweite Person oder Stelle in die Sichtung und Bewertung der Aufnahmen einbezogen werden müssen. Dadurch hätte aus meiner Sicht mehr Transparenz geschaffen und verhindert werden können, dass bei den betroffenen Mitarbeitern Zweifel an einer objektiven Bewertung der Aufnahmen entstanden.
Ein besonders negatives Beispiel war für mich der Konflikt zwischen dem Sicherheitsbeauftragten und einem damaligen Staplerfahrer. Nach meinem damaligen Kenntnisstand spielten dabei auch private Verkäufe eine Rolle. Beide bewegten sich offenbar in einem ähnlichen Kundenkreis, wobei der Staplerfahrer bestimmte Ware günstiger angeboten haben soll. Dadurch wanderten nach meiner Wahrnehmung Kunden vom Sicherheitsbeauftragten zu ihm ab.
Danach verschlechterte sich das Verhältnis zwischen beiden erheblich.Durch gezieltes Gegeneinanderausspielen und entsprechende Anschuldigungen schließlich auch die Entscheidungsträger davon überzeugte, dass der Staplerfahrer das Unternehmen verlassen müsse.
Für mich wirkte es damals so, als hätte der Staplerfahrer diesen persönlichen Machtkampf letztendlich verloren und dafür beruflich die Konsequenzen tragen müssen. Ob die Entscheidungsträger sämtliche Hintergründe kannten, konnte ich natürlich nicht beurteilen.
RIVA hatte nach meiner persönlichen Erfahrung in Backnang lange einen schlechten Ruf. Wenn ich damals erzählte, dass ich dort arbeitete, wurde ich teilweise fast bemitleidet.
In meinen letzten Jahren bei RIVA änderte sich jedoch vieles zum Positiven. Neue Führungskräfte brachten frischen Wind ins Unternehmen, der Zusammenhalt wurde besser und auch das Image verbesserte sich langsam.
Umso unverständlicher war für mich, weshalb ausgerechnet im Bereich Sicherheit keine Veränderung stattfand. Nach meinem damaligen Kenntnisstand waren mich eingeschlossen etwa acht bis neun Mitarbeiter von Konflikten mit dem Sicherheitsbeauftragten betroffen, die später nicht mehr im Unternehmen waren.
Wenn über Jahre immer wieder verschiedene Mitarbeiter mit derselben Person in Konflikt gerieten und anschließend das Unternehmen verließen, hätte ich mir gewünscht, dass die Entscheidungsträger auch diese Gemeinsamkeit einmal kritisch hinterfragt hätten.
Für mich war schwer nachvollziehbar, dass ausgerechnet der Sicherheitsbeauftragte keinen Führerschein besaß und nach meiner damaligen Wahrnehmung regelmäßig von Kollegen gefahren werden musste. Nach meinem damaligen Kenntnisstand hätte er zunächst gegenüber den zuständigen Stellen nachweisen müssen, dass er wieder geeignet war, sicher und verantwortungsvoll ein Fahrzeug zu führen, um seine Fahrerlaubnis zurückzubekommen.
Gerade bei jemandem, dessen berufliche Aufgabe ausgerechnet Sicherheit und verantwortungsbewusstes Verhalten umfasste, empfand ich diese Konstellation als bemerkenswert.
Gleichzeitig war er meines Wissens auch als Haustechniker tätig. Mein damaliger Eignungstest wäre recht einfach gewesen: Türschloss hinlegen, Werkzeug daneben und um einen Austausch bitten. Danach hätte man schauen können, wer zuerst aufgibt – der Haustechniker oder das Schloss.
Mit den meisten Vorgesetzten hatte ich während meiner Zeit bei RIVA einen respektvollen und angenehmen Umgang. In Halle 3 hätte ich mir jedoch mehr Organisation und Förderung der eigenen Mitarbeiter gewünscht. Bereits bei wenigen zusätzlichen Aufträgen wurde nach meiner Erinnerung schnell nach Leiharbeitern gerufen.
Teilweise hatte ich außerdem den Eindruck, dass Arbeiten unter der Woche liegen blieben und anschließend am Wochenende oder an Feiertagen samt Zuschlägen erledigt wurden. Ob das wirtschaftlich im Interesse der Firma war, hätte aus meiner Sicht stärker hinterfragt werden müssen.
Auch das wiederholte Verschwinden von Material war dort ein Thema. Mit etwas Galgenhumor hätte man sagen können: „In Halle 3 bekam selbst das, was niet- und nagelfest war, irgendwann Beine.“ Besonders bemerkenswert fand ich, dass sich ausgerechnet dort das Büro des Sicherheitsbeauftragten befand. Gerade deshalb hätte ich mir eine konsequentere Aufklärung solcher Vorfälle gewünscht.
Problematisch empfand ich während meiner Zeit bei RIVA, wie persönliche Gefälligkeiten teilweise mit dem Arbeitsalltag vermischt wurden.
Einen Fall habe ich besonders deutlich in Erinnerung: Ein Mitarbeiter wurde auf Wunsch des Sicherheitsbeauftragten in dessen Bereich geholt und fuhr ihn regelmäßig zur Arbeit und wieder nach Hause. Nachdem er diese Fahrdienste nicht mehr übernehmen wollte, verschlechterte sich das Verhältnis erheblich. In der Folge wurde dieser Mitarbeiter schließlich entlassen.
Dieser Vorgang war nach meiner damaligen Wahrnehmung innerhalb der Belegschaft weitreichend bekannt und keineswegs ein Geheimnis. Umso weniger konnte ich nachvollziehen, weshalb die Entscheidungsträger die Zusammenhänge offenbar anders bewerteten.
Beim Thema Gleichberechtigung hatte ich während meiner Zeit bei RIVA erhebliche Zweifel. Nach meiner damaligen Wahrnehmung wurden nicht alle Mitarbeiter vom Sicherheitsbeauftragten nach denselben Maßstäben behandelt.
Persönliche Gefälligkeiten schienen dabei aus meiner Sicht eine Rolle zu spielen. Wer ihn beispielsweise regelmäßig hin- und herfuhr, ihm Essen mitbrachte oder zu seinem engeren Umfeld gehörte, schien einen anderen Stand bei ihm zu haben. Bei Kollegen, die solche Gefälligkeiten irgendwann nicht mehr übernehmen wollten, hatte ich dagegen teilweise den Eindruck, dass sich das Verhältnis anschließend deutlich verschlechterte.
Besonders problematisch fand ich, dass dadurch bei mir der Eindruck entstand: „Kommst du mir entgegen, schaue ich bei dir vielleicht auch mal weniger genau hin.“ Gerade von einem Sicherheitsbeauftragten hätte ich jedoch Neutralität erwartet.
Fehler machten wir alle einmal. Entscheidend wäre für mich gewesen, dass für alle dieselben Regeln und Maßstäbe gelten – unabhängig von Fahrdiensten, persönlichen Gefälligkeiten oder dem engeren Umfeld. Genau diese Gleichbehandlung habe ich während meiner Zeit dort leider vermisst.
Da veranlasst wurde, dass ich meinen Beitrag umformulieren soll, werde ich diesen nun etwas kürzen.
Als Erstes möchte ich mich recht herzlich bei allen bedanken, die es genauso empfunden haben wie ich. Und das waren nicht wenige – allein dieser Beitrag hatte über 33 Likes.
Nun zu meiner Bewertung:
Positiv finde ich die Kantine, den Fitnessraum und das JobRad-Angebot. Auch die Weihnachtsfeiern waren wirklich sehr gut organisiert.
Es ist keine schlechte Firma, allerdings gibt es aus meiner Sicht eine Handvoll Mitarbeiter, die immer wieder für Unruhe sorgen.
Da die Formulierung „kleine Gruppierung“ beanstandet wurde, formuliere ich diesen Punkt nun anders:
Leider können die oben genannten Vorteile für mich die Problematik rund um den Sicherheitsbeauftragten und sein unmittelbares berufliches Umfeld nicht ausgleichen.
Das Unternehmen RIVA ist wirklich kein schlechtes Unternehmen.
Leider war es sehr frustrierend zu sehen, wie gute Mitarbeiter ihre Motivation verloren haben und anfingen, nur noch Dienst nach Vorschrift zu arbeiten, wenn sie sahen, dass schlechte Leistungen akzeptiert und toleriert wurden. Oder wie in diesem Fall eine Bewertung als unwahr gemeldet wird, obwohl ihr ganz genau wisst, dass das Geschilderte seine Richtigkeit hat.
Liebe Leute, das zerstört die Teamdynamik, und ihr verliert dadurch weiterhin eure besten Mitarbeiter.
Ob das Geschilderte der Wahrheit entspricht, lässt sich aus meiner Sicht relativ leicht überprüfen.
Fragt ihn doch einmal, wenn er an einem Wochenende oder Feiertag für einen Einsatz in die Firma musste, welcher Kollege bzw. ehemalige Kollege ihn an diesem Tag gefahren hat. Anschließend kann anhand der Arbeitszeiterfassung überprüft werden, ob dieser Mitarbeiter zu denselben Zeiten ein- und ausgestempelt war. Obwohl der betreffende Kollege an diesem Tag ursprünglich nicht arbeiten musste, blieb er teilweise ein bis zwei Stunden im Betrieb.
Ich erwähne bewusst auch ehemalige Kollegen. Bei einigen führte das Thema Fahrdienste nach meiner Wahrnehmung später zu Konflikten. In der Folge wurde aus meiner Sicht darauf hingewirkt, dass der betreffende Mitarbeiter die Firma verlassen musste.
Merkwürdig finde ich außerdem den Umgang mit der Videoüberwachung. Obwohl das Firmengelände umfangreich videoüberwacht ist und sich bestimmte Vorfälle anhand der Aufnahmen möglicherweise hätten klären lassen, hieß es teilweise plötzlich, die Kameras hätten zu diesem Zeitpunkt nicht funktioniert. Nach meiner Wahrnehmung werden die Aufnahmen überwiegend vom Sicherheitsbeauftragten allein gesichtet. Das halte ich persönlich für falsch. Bei wichtigen Vorfällen sollte aus meiner Sicht immer eine unabhängige zweite Person oder Stelle einbezogen werden.
Die Arbeitsatmosphäre unter den Kollegen war zu meiner Zeit wirklich sehr gut. Leider wurde von den bereits genannten Kollegen immer wieder versucht, andere Mitarbeiter schlechtzureden und möglichst viele Kollegen gegen diese zu mobilisieren.
Das Unternehmen bietet mit Kantine, Fitnessraum, JobRad und guten Weihnachtsfeiern einige attraktive Vorteile. Das Bild der Firma wird jedoch aus meiner Sicht durch die Problematik rund um den Sicherheitsbeauftragten und sein unmittelbares berufliches Umfeld stark beschädigt.
Der Sicherheitsbeauftragter, der für deine Sicherheit sorgen soll, hat nicht einmal einen Führerschein. Weshalb wohl? Auch das hatte etwas mit Sicherheit zu tun. Gleichzeitig ist er ja auch Haustechniker. Bittet ihn doch einmal, ein Schloss zu wechseln, und schaut, ob er das hinbekommt.
Ich kann hier nur für die Produktionsebene sprechen. Mit den meisten Vorgesetzten war der Umgang zu meiner Zeit immer respektvoll und angenehm. Über die Verwaltungsebene kann ich persönlich nichts Negatives sagen, da ich auch von dort nichts Schlechtes mitbekommen habe.
Natürlich gibt es auch bei den Vorgesetzten den einen oder anderen, der aus meiner Sicht negativ heraussticht. Hier sollte die Geschäftsführung meiner Meinung nach genauer hinschauen und sich selbst ein Bild davon machen, wer zum Wohl der Firma arbeitet und wer der Entwicklung eher Steine in den Weg legt.
So habe ich beispielsweise erlebt, dass die eigenen Mitarbeiter teilweise nicht ausreichend weiterentwickelt wurden und bereits bei zwei oder drei zusätzlichen Aufträgen nach Leiharbeitern gerufen wurde.
Ebenso habe ich erlebt, dass Arbeit unter der Woche teilweise bewusst hinausgezögert bzw. liegen gelassen wurde, damit am Wochenende oder an Feiertagen gearbeitet werden konnte und dadurch zusätzliche Prämien anfielen. Für die betreffenden Mitarbeiter mag das finanziell attraktiv gewesen sein. Ob ein solches Vorgehen allerdings zum Wohl der Firma ist, sollen andere beurteilen.
Jetzt muss ich aufpassen, wie ich das mit den Gefälligkeiten wie Fahrdiensten oder Essen und dem Zusammenhang mit der Verfolgung von Fehlverhalten formuliere.
Also, Gleichberechtigung gibt es beim Sicherheitsbeauftragten aus meiner Sicht nicht. Kannst du ihn hin- und herfahren, weil er vermutlich seinen Führerschein verlegt hat und nicht mehr findet, dann bist du gut.
Arbeiter sind Menschen, und Menschen machen auch Fehler. Doch jeder sollte gleich behandelt werden. Hier entsteht für mich der Eindruck: „Okay, fährst du mich, dann mache ich beide Augen zu.“
Obst, Kaffee und Getränke werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Das ist ein schönes Angebot und wird von den Mitarbeitern gerne angenommen.
Die Führung und der Umgang mit den Mitarbeitern sind aus meiner Sicht die größten Probleme. Im Management und in der Produktion herrschen meiner Meinung nach zu viele persönliche Beziehungen, unterschiedliche Behandlung und Entscheidungen nach persönlicher Zugehörigkeit. Dazu kommen aus meiner Sicht mangelnde Transparenz, unterschiedliche Behandlung und teilweise fragwürdige Entscheidungen bei Kündigungen. Wer dafür verantwortlich ist, ist für viele Mitarbeiter kein Geheimnis.
Der Arbeitgeber sollte genauer hinschauen, mehr hinterfragen und sich bei wichtigen Entscheidungen nicht ausschließlich auf die Aussagen des Produktionsleiters und der Personalleitung verlassen. Nach Aussagen mehrerer langjähriger Mitarbeiter, insbesondere von Kollegen, die bereits aus Kirchberg kamen, besteht der Eindruck, dass diese Personen sich gegenseitig unterstützen, Aussagen decken und Vorfälle gegenüber der Geschäftsleitung teilweise anders darstellen oder herunterspielen.
Laut diesen Mitarbeitern soll eine ähnliche Vorgehensweise bereits in Kirchberg bestanden haben. Daher wäre es wichtig, Informationen unabhängig zu prüfen, verschiedene Mitarbeiter anzuhören und sich als Arbeitgeber ein eigenes Bild vom tatsächlichen Arbeitsalltag zu machen.
Auch wenn man selbst mit guter Laune zur Arbeit kam, wurde die Stimmung leider teilweise durch das Verhalten des Produktionsleiters oder von Kollegen, die aus demselben Land wie der Produktionsleiter stammen, getrübt. Es kam auch vor, dass ohne erkennbaren Grund Unruhe in das Arbeitsumfeld gebracht wurde.
Beispielsweise wurden morgens gegen 6 Uhr Mitarbeiter offenbar unbemerkt aus dem Büro heraus beobachtet und ihre Namen notiert. Dadurch entstand bei den Mitarbeitern der Eindruck, dass gezielt Personen erfasst wurden, die dem Produktionsleiter nicht genehm waren. Einige dieser Mitarbeiter wurden anschließend gekündigt, und bereits eine Woche später wurden neue Mitarbeiter eingestellt, die aus demselben Land wie der Produktionsleiter stammten. Diese Abfolge hat bei den Mitarbeitern den Eindruck von Bevorzugung und fehlender Fairness vermittelt und zu einem Gefühl von Unsicherheit und Misstrauen im Arbeitsumfeld geführt.
Ein weiteres Beispiel war der Umgang mit den Rauchpausen: Bestimmte Mitarbeiter durften gemeinsam mit dem Produktionsleiter zum Rauchen gehen, und er schloss sich ihnen teilweise selbst an. Für andere Mitarbeiter waren solche Rauchpausen hingegen nicht erlaubt.
Nach außen macht das Unternehmen einen professionellen Eindruck und arbeitet an interessanten und teilweise sehr hochwertigen Projekten. Intern war mein Eindruck jedoch teilweise ein anderer. Besonders die unterschiedliche Behandlung von Mitarbeitern und die aus meiner Sicht nicht immer transparenten Entscheidungen haben das interne Bild des Unternehmens für mich deutlich verschlechtert.
Die normalen Arbeitszeiten waren gut mit dem Privatleben vereinbar. An Wochenenden wurde jedoch trotz angeblich freiwilliger Arbeit teilweise indirekter Druck ausgeübt. Wer nicht kam, musste teilweise in der folgenden Woche mit unangenehmeren Aufgaben oder einer schlechteren Behandlung rechnen. Bei Mitarbeitern, die aus demselben Land wie der Produktionsleiter stammen, war dies hingegen nicht der Fall.
Wie bereits erwähnt, hatte ich auch bei Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten den Eindruck, dass nicht immer nach Leistung und fachlicher Qualifikation entschieden wurde, sondern teilweise danach, zu wem man einen guten Draht hatte.
Insbesondere in der Produktion hatte ich den Eindruck, dass bestimmte Mitarbeiter gezielt gefördert (H1 H2 ) und mit Schulungen oder Verantwortungsbereichen ausgestattet wurden, während andere trotz entsprechender Ausbildung und Erfahrung weniger Möglichkeiten erhielten. Teilweise entstand für mich der Eindruck, dass bestimmte Personen bewusst unterhalb des Produktionsleiters gehalten wurden, damit diese Personen fachlich unterhalb des Produktionsleiters bleiben.
Insgesamt waren die Kriterien für Aufstieg, Weiterbildung und die Übernahme von Verantwortung für mich daher nicht transparent und nicht immer nachvollziehbar.
Das Einstiegsgehalt lag nach meinem Kenntnisstand bei etwa 2.900 € brutto. Nach sechs Monaten war grundsätzlich eine Gehaltsanpassung vorgesehen, allerdings hatte ich den Eindruck, dass diese nicht nach einheitlichen Kriterien erfolgte, sondern teilweise davon abhing, ob man zum näheren Umfeld des Produktionsleiters gehörte.
Auch bei Schulungen entstand bei mir der Eindruck, dass bestimmte Mitarbeiter aufgrund persönlicher Beziehungen bevorzugt wurden. Teilweise wurden Mitarbeiter gezielt zu Schulungen geschickt, obwohl sie keine entsprechende fachliche Ausbildung hatten, offenbar um anschließend eine höhere Gehaltssteigerung oder bessere Position zu ermöglichen.
Für mich waren die Kriterien für Gehaltserhöhungen, Schulungen und Entwicklungsmöglichkeiten daher nicht immer transparent und nachvollziehbar.
Beim Umwelt- und Sozialbewusstsein sehe ich noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Ein Beispiel ist die Halle 1: Wenn die Chiron-Maschine im Winter lief, konnten die Fenster wegen der Kälte kaum geöffnet werden. Dadurch waren wir teilweise den Kühlmitteldämpfen in der Halle ausgesetzt. Eine ausreichende Absaugung bzw. Belüftung wäre hier aus meiner Sicht dringend notwendig gewesen.
Auch beim Umgang mit den Mitarbeitern hätte ich mir mehr Rücksicht auf Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden gewünscht.
Mit den Kollegen, die bereits seit längerer Zeit im Unternehmen beschäftigt waren, war der Zusammenhalt gut. Man konnte sich gegenseitig unterstützen und aufeinander verlassen. Insgesamt war der Zusammenhalt unter den langjährigen Mitarbeitern deutlich besser.
Mein Eindruck war, dass ältere und langjährig beschäftigte Kollegen nicht immer die Wertschätzung und den Respekt erhalten haben, die sie aufgrund ihrer Erfahrung verdient hätten. Besonders problematisch empfand ich den Umgang durch den Produktionsleiter, den Fertigungsleiter und deren engstes Umfeld.
Aus meiner Sicht wurde deren Verhalten teilweise von höheren Stellen geschützt oder unterstützt, selbst wenn es aus meiner Wahrnehmung klare Widersprüche oder unterschiedliche Darstellungen gab. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass bestimmte Personen unabhängig von ihrem Verhalten oder ihren Entscheidungen Rückendeckung bekamen.
Gerade gegenüber älteren und erfahrenen Mitarbeitern halte ich einen fairen, respektvollen und gleichberechtigten Umgang für besonders wichtig. Leider habe ich diesen in manchen Situationen vermisst.
Der H3-Meister in der Montage und in der Holzabteilung war aus meiner Sicht sehr gut. Er war fair, respektvoll und bei Problemen jederzeit ansprechbar.
Bei Unruhe im Arbeitsumfeld war für mich dagegen häufig klar, woher diese kam: vom Produktionsleiter oder von Mitarbeitern aus seinem Umfeld. Durch deren Verhalten wurden unnötig Spannungen geschaffen und die Stimmung unter den Mitarbeitern belastet. Eine faire und gleichmäßige Behandlung aller Mitarbeiter habe ich leider nicht immer erlebt.
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt in Ordnung, allerdings gab es einige Verbesserungsmöglichkeiten. Da die Produktionshalle aus Glas besteht, war es im Sommer teilweise extrem heiß. Bei einigen Maschinen fehlte zudem eine ausreichende Absaugung, was die Arbeitsbedingungen zusätzlich erschwerte. Darüber hinaus gab es noch einige kleinere Mängel und fehlende Ausstattungen, die im Arbeitsalltag störend waren.
Mit dem H3-Meister war die Kommunikation sehr gut. Er war ansprechbar, hilfsbereit und hatte für die Anliegen der Mitarbeiter immer ein offenes Ohr.
Die Kommunikation mit dem Produktionsleiter war dagegen aus meiner Sicht sehr enttäuschend. Wenn man mit ihm über ein Problem oder ein Anliegen sprechen wollte, wurde man teilweise ignoriert oder er versuchte, dem Gespräch auszuweichen bzw. das Thema zu wechseln. Auch Zusagen, die er gegenüber Mitarbeitern gemacht hatte, wurden aus meiner Erfahrung häufig nicht eingehalten.
Noch problematischer war für mich die fehlende fachliche Kompetenz. Für die Position eines Produktionsleiters hätte ich deutlich mehr Fachwissen, Erfahrung und Führungsqualität erwartet. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass die Position mehr aufgrund der persönlichen Beziehungen als aufgrund der fachlichen Qualifikation ausgeübt wurde. Für mich hat sich dadurch leider bestätigt, dass nicht jeder gute Geselle automatisch auch ein guter Produktionsleiter ist.
Ich könnte noch viele weitere Beispiele nennen, aber dafür würde der Platz hier nicht ausreichen. Leider hatte ich wiederholt den Eindruck, dass Mitarbeiter nicht nach den gleichen Maßstäben behandelt wurden.
Ein Beispiel war die Weihnachtsprämie: Einige Mitarbeiter, die das ganze Jahr über kaum krankheitsbedingt gefehlt hatten, erhielten nur 50 % der Prämie. Gleichzeitig bekamen Freunde des Produktionsleiters bzw. Mitarbeiter, die aus demselben Land wie er stammen, teilweise 100 %, obwohl sie deutlich mehr Krankheitstage hatten.
Auch bei Gehalt und Beförderungen war für mich nicht immer nachvollziehbar, nach welchen Kriterien entschieden wurde. Beispielsweise wurden Mitarbeiter ohne entsprechende fachliche Ausbildung als Maschinenverantwortliche eingesetzt, während Mitarbeiter mit entsprechender Ausbildung und Qualifikation diese Position nicht bekamen. Warum solche Entscheidungen getroffen wurden, blieb für mich schwer nachvollziehbar.
Insgesamt hatte ich leider den Eindruck, dass persönliche Beziehungen teilweise wichtiger waren als Leistung, Qualifikation und Erfahrung.
Es war ein schönes Gefühl, die eigene Arbeit anschließend im fertigen Projekt wiederzuerkennen.
In meinen Augen ist die Firma sehr sozial und genau das ist für mich eines der wichtigsten Dinge überhaupt.
Hier bekommt man beispielsweise täglich frische Äpfel und Bananen. Jeden Tag werden außerdem mehrere hundert Eie-r für die Mitarbeiter gekocht. Wasser sowie Kaffee in verschiedenen Varianten stehen ebenfalls kostenlos zur Verfügung. Solche Dinge sind für mich keineswegs selbstverständlich und zeigen, dass sich der Arbeitgeber Gedanken über das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter macht.
Aus meiner Sicht sollte bei einzelnen wenigen Mitarbeitern konsequenter durch die Vorgesetzten eingegriffen werden. Es gibt leider noch Kollegen, die durch Sticheleien, unnötiges Schleimen oder das ständige Zeigen mit dem Finger auf andere auffallen, anstatt sich auf die eigene Arbeit zu konzentrieren.
Solches Verhalten sorgt unnötig für Unruhe und belastet die Arbeitsatmosphäre. Hier wünsche ich mir von den Vorgesetzten klare und konsequente Maßnahmen. Wenn solche Verhaltensweisen unterbunden werden, würde das meiner Meinung nach nochmals deutlich dazu beitragen, dass die Zusammenarbeit angenehmer wird und die Arbeit auch weiterhin Spaß macht.
Die Arbeitsatmosphäre hat sich in den letzten Jahren spürbar und sehr stark verbessert. Die Zusammenarbeit ist deutlich angenehmer und auch der Umgang miteinander ist positiver geworden. Insgesamt herrscht heute eine wesentlich bessere Atmosphäre im Arbeitsalltag, was sich auch auf die Zusammenarbeit im Team auswirkt.
Wo findet man ein Unternehmen, das sozialer mit seinen Mitarbeitern umgeht? Für mich gehört Riva definitiv dazu. Vor etwa einem Monat ist ein Kollege verstorben. Die Geschäftsführung und die Vorgesetzten haben intern entschieden, die kompletten Bestattungskosten zu übernehmen.
Wenn das kein Zeichen von Sozialbewusstsein und Respekt ist, dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, was sonst. Für mich ist das eine Wertschätzung auf höchstem Niveau und zeigt, dass die Mitarbeiter und ihre Familien auch in sehr schwierigen persönlichen Situationen nicht allein gelassen werden.
Der Kollegenzusammenhalt hat sich verbessert, insbesondere seit einige Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben. Insgesamt ist die Zusammenarbeit dadurch angenehmer geworden. Allerdings gibt es nach wie vor einzelne Kollegen, die wegen Kleinigkeiten unnötige Diskussionen oder Sticheleien anfangen. Teilweise entsteht dabei der Eindruck, dass von der eigenen Leistung oder von eigenen Fehlern abgelenkt werden soll.
Der Umgang mit älteren Kollegen ist aus meiner Sicht sehr respektvoll und wertschätzend. Es wird tatsächlich darauf geachtet, dass ältere Kollegen unterstützt und bei Bedarf entlastet werden. Die Erfahrung und das Wissen langjähriger Mitarbeiter werden geschätzt und entsprechend berücksichtigt.
Ich kann einige der bisherigen Bewertungen zum Vorgesetztenverhalten ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Aus meiner Sicht ist der Umgang grundsätzlich respektvoll und fair. Natürlich hängt dies auch davon ab, wie sich ein Mitarbeiter selbst verhält und wie er seine Aufgaben und Leistungen erbringt.
Ein Beispiel möchte ich dennoch nennen: Bei einem Mitarbeiter ist die Wohnung abgebrannt, der anschließend hier ebenfalls eine schlechte Bewertung abgegeben hat. Die Vorgesetzten haben damals eine eigene Aktion ins Leben gerufen und sowohl firmenintern als auch extern Spenden für ihn gesammelt, um ihn in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.
Für mich zeigt eine solche Unterstützung deutlich, dass auch die menschliche Seite und das Wohl der Mitarbeiter berücksichtigt werden. Natürlich kann nicht jeder mit jeder Entscheidung zufrieden sein, aber insgesamt empfinde ich das Vorgesetztenverhalten als respektvoll und fair.
Die Kommunikation ist grundsätzlich vollkommen in Ordnung. Informationen werden im Arbeitsalltag ausreichend weitergegeben und die Abstimmung untereinander funktioniert gut. Alles, was darüber hinausgehen würde, wäre natürlich wünschenswert, aber insgesamt gibt es hier keinen wirklichen Grund zur Kritik.
Während meiner langjährigen Firmenzugehörigkeit habe ich persönlich nie den Eindruck gehabt, dass hier nach Nationalität, Religion oder persönlichen Freundschaften unterschieden wird. Aus meiner Sicht werden die Mitarbeiter grundsätzlich nach ihrer Arbeit und ihrem Verhalten beurteilt.
Letztendlich sind wir hier, um gemeinsam zu arbeiten und unsere Aufgaben zu erfüllen. Dass dabei nicht jeder mit jedem privat befreundet sein muss, halte ich für völlig normal. Entscheidend ist für mich ein respektvoller und fairer Umgang miteinander und den habe ich hier bisher so erlebt.
Trotz meiner vielen Kritikpunkte gibt es auch Dinge, die ich am Arbeitgeber ausdrücklich positiv fand.
Ein gutes Beispiel ist das Mittagessen. Vor einigen Jahren kam von Mitarbeitern der Wunsch auf, ob das Unternehmen nicht eine Möglichkeit für ein Mittagessen anbieten könnte. Dieser Vorschlag wurde tatsächlich aufgegriffen und umgesetzt. Mittlerweile kann Essen von Hofmann über eine App bestellt werden und wird vom Arbeitgeber bezuschusst. Dadurch lag der Eigenanteil für ein Mittagessen nach meiner Erfahrung bei ungefähr 4–5 €. Das ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie es funktionieren kann, wenn Vorschläge aus der Belegschaft aufgenommen und umgesetzt werden.
Sehr positiv hervorheben möchte ich außerdem die Ausbildungsabteilung. Diese ist aus meiner Sicht in vielen Bereichen moderner und besser aufgestellt als das, was ich von anderen Unternehmen kenne. Besonders positiv empfand ich, dass dort auch Ausbilder tätig sind, die selbst ihre Ausbildung im Unternehmen absolviert haben. Dadurch kennen sie den Betrieb aus Sicht eines Auszubildenden und wissen aus meiner Wahrnehmung sehr genau, worauf es bei einer guten und praxisnahen Ausbildung ankommt.
Ebenfalls positiv sind der kostenlose Kaffee und das regelmäßig angebotene frische Obst. Im Sommer gab es außerdem immer wieder Eis aus der Kühltruhe für die Mitarbeiter – gerade an heißen Tagen eine kleine, aber durchaus willkommene Aufmerksamkeit.
Dazu kommen wechselnde Mitarbeiterrabatte beziehungsweise Vergünstigungen bei verschiedenen Online-Dienstleistern.
Man sieht also durchaus, dass das Unternehmen gute Ideen umsetzen und seinen Mitarbeitern etwas bieten kann. Gerade deshalb finde ich es schade, dass viele der von mir in den anderen Kategorien beschriebenen Probleme dieses grundsätzlich vorhandene Potenzial aus meiner Sicht deutlich überschatten.
Fachwissen, Erfahrung und technisches Know-how hatten im Unternehmen aus meiner Sicht früher einen deutlich höheren Stellenwert. Dies hat sich über die vergangenen Jahre spürbar verändert – insbesondere nachdem mehrere erfahrene Führungskräfte das Unternehmen verlassen haben.
Besonders kritisch sehe ich die aus meiner Sicht fehlende Leistungsorientierung bei personellen Entscheidungen. Ich hatte wiederholt den Eindruck, dass persönliche Nähe und gute Beziehungen zu Entscheidungsträgern teilweise mehr Gewicht haben als fachliche Kompetenz, Erfahrung und tatsächliche Leistung. Bei manchen Personalentscheidungen war für mich fachlich nur schwer nachvollziehbar, nach welchen Kriterien diese getroffen wurden. Gleichzeitig entstand bei mir der Eindruck, dass einzelne Beschäftigte aufgrund persönlicher Nähe zu Führungskräften einen deutlich besseren Stand hatten.
Enttäuschend empfand ich außerdem den Umgang des Produktionsleiters mit getroffenen Zusagen. In meinem Fall wurden Versprechungen beziehungsweise Zusagen gemacht, auf deren Umsetzung ich mich verlassen hatte. Anschließend wurden diese aus meiner Sicht nicht eingehalten und eine direkte Klärung unnötig erschwert beziehungsweise Gesprächen ausgewichen. Für eine Führungskraft empfinde ich einen solchen Umgang als wenig vertrauensfördernd.
Generell habe ich in den letzten Jahren zunehmend eine offene, transparente Kommunikation sowie echte Wertschätzung gegenüber erfahrenen und leistungsbereiten Mitarbeitern vermisst. Kritik und Verbesserungsvorschläge wurden aus meiner Sicht nicht immer als Chance verstanden, sondern teilweise eher als störend wahrgenommen.
Besonders schade finde ich diese Entwicklung, weil das Unternehmen fachlich und technisch durchaus viel Potenzial bietet und viele erfahrene und engagierte Mitarbeiter beschäftigt. Aus meiner Sicht wird dieses Potenzial durch Defizite bei Führung, Kommunikation, Personalentscheidungen und Mitarbeiterführung unnötig ausgebremst.
Wer gute Leistung, Fachkompetenz, Verlässlichkeit und Erfahrung als entscheidende Kriterien für Anerkennung und Weiterentwicklung erwartet, könnte hier nach meiner Erfahrung enttäuscht werden.
Verbesserungspotenzial gibt es aus meiner Sicht mehr als genug. An erster Stelle sollte die Führungskultur stehen. Fachwissen, Erfahrung, Leistung und tatsächliche Führungskompetenz sollten bei Personalentscheidungen wieder stärker zählen als persönliche Nähe und gute Beziehungen. Gerade in einer technisch anspruchsvollen Produktion müssen Führungspositionen aus meiner Sicht fachlich und menschlich nachvollziehbar besetzt werden.
Ebenso dringend notwendig wäre eine deutlich bessere Kommunikation. Informationen sollten rechtzeitig, transparent und einheitlich bei den Mitarbeitern ankommen. Viele Gerüchte, Missverständnisse und unnötige Unruhe könnten dadurch bereits im Ansatz verhindert werden.
Auch bei Wartung und Instandhaltung sollte stärker vorbeugend gearbeitet werden, anstatt erst zu reagieren, wenn Maschinen bereits Probleme verursachen. Bekannte technische Mängel über Jahre mitzuschleppen, kann aus meiner Sicht auf Dauer weder wirtschaftlich noch für die Mitarbeiter sinnvoll sein.
Ein weiterer wichtiger Punkt wäre für mich ein transparenterer Umgang mit verursachten Maschinenschäden. Wenn durch eine Maschinenkollision ein tatsächlicher Schaden entsteht, sollte dieser meiner Meinung nach auch entsprechend dokumentiert und weitergemeldet werden und nicht lediglich als „Störung“ erscheinen. Besonders fragwürdig empfand ich Fälle, bei denen nach meiner Kenntnis Schäden im fünfstelligen Eurobereich entstanden waren, die interne Darstellung für mich jedoch nicht dem tatsächlichen Ausmaß des Vorfalls entsprach. Bei solchen Summen sollte eine offene Fehlerkultur selbstverständlich sein: Ursache feststellen, daraus lernen und Maßnahmen treffen, damit sich der Fehler nicht wiederholt.
Das Gleiche gilt für den Umgang mit Ausschuss und beschädigten Bauteilen. Ein Beispiel dafür war für mich das entsprechende „Schrottlager“ im Bereich der MKM-Maschine. Dort habe ich eine Ansammlung von Bauteilen erlebt, die unter anderem als falsches Material beziehungsweise Einfahrteile bezeichnet wurden. Nach meiner eigenen Wahrnehmung befanden sich darunter jedoch auch Bauteile, die bei der Bearbeitung beschädigt beziehungsweise unbrauchbar geworden waren.
Besonders kritisch fand ich den Umgang mit solchen Schäden in H2. Ich habe dort selbst mehrfach Aussagen von Meistern beziehungsweise dem Produktionsleiter sinngemäß erlebt wie: Wenn etwas kaputtgeht, solle das beschädigte Teil zum Bereich bei MKM gestellt werden und es werde ein neues bestellt. Genau dort befand sich nach auch die entsprechende Ansammlung beschädigter beziehungsweise unbrauchbarer Bauteile.
Fehler und Ausschuss können in einer Produktion passieren – auch erfahrenen Fachkräften. Für mich ist deshalb überhaupt nicht entscheidend, dass ein Fehler passiert, sondern wie anschließend damit umgegangen wird. Wenn etwas beschädigt wurde, sollte man aus meiner Sicht schlicht dazu stehen, den Schaden melden und ein Ersatzteil anfordern. Das wäre eine normale und professionelle Fehlerkultur.
Wenig nachvollziehbar fand ich dagegen Situationen, in denen bei einem fehlenden beziehungsweise nicht mehr vorhandenen Bauteil sinngemäß darauf verwiesen wurde, dass aus der Laser- oder Wasserstrahlabteilung ein Teil zu wenig geliefert worden sei. Wenn zuvor eine bestimmte Stückzahl gefertigt und weitergegeben wurde, sollte sich aus meiner Sicht nachvollziehen lassen, wo ein Teil geblieben ist. Den Kollegen in diesen Bereichen traue ich jedenfalls durchaus zu, die entsprechende Stückzahl bis 10 korrekt zu zählen.
Statt Verantwortung zwischen Abteilungen hin- und herzuschieben, sollte nachvollziehbar dokumentiert werden, was angeliefert, bearbeitet, beschädigt oder als Ausschuss aussortiert wurde. Wenn ein Fehler passiert ist, sollte man ihn offen benennen. Ein neues Bauteil kann bestellt beziehungsweise gefertigt werden – verlorenes Vertrauen lässt sich deutlich schwieriger ersetzen.
Beim Arbeitsschutz und bei den Arbeitsbedingungen sehe ich ebenfalls Handlungsbedarf. Funktionierende Lüftungs- und Absaugmöglichkeiten, ein vernünftiger Umgang mit Staub und Emissionen sowie die Behebung bekannter technischer Defekte sollten Priorität haben.
Auch Ordnung und Sauberkeit müssen konsequenter gelebt werden. Mülltrennung funktioniert nicht dadurch, dass verschiedenfarbige Behälter aufgestellt werden, sondern dadurch, dass am Ende tatsächlich getrennt wird. Gleiches gilt für Werkzeuge und Präzisionsmessmittel: Wer im µm-Bereich fertigen möchte, sollte entsprechend mit seiner Ausrüstung umgehen.
Vor allem würde ich empfehlen, wieder stärker auf die eigenen erfahrenen Fachkräfte zu hören. Viele Probleme werden von den Mitarbeitern direkt an den Maschinen sehr früh erkannt. Verbesserungsvorschläge und Kritik sollten nicht als Angriff verstanden, sondern als Chance genutzt werden.
Die Arbeitsatmosphäre habe ich insbesondere in den letzten Jahren zunehmend als bedrückend empfunden. Unter vielen Kollegen war nach meiner Wahrnehmung eine deutliche Unzufriedenheit und angespannte Stimmung zu spüren. Dazu beigetragen haben für mich vor allem Probleme bei Kommunikation, Führung und Aufgabenverteilung. Wenn Informationen fehlen, sich verschiedene Lager bilden und der Eindruck entsteht, dass persönliche Beziehungen teilweise wichtiger sind als Leistung und Fachkompetenz, leidet auch die Atmosphäre. Hinzu kam zunehmend das Gefühl von Kontrolle statt Vertrauen. Wenn Mitarbeiter beobachten, was andere machen und wie lange sie dafür benötigen, und selbst Toilettengänge in H2 zum Thema werden, trägt das für mich nicht zu einem respektvollen Arbeitsumfeld bei. Dabei habe ich meine eigentliche Arbeit bis zum Schluss gerne gemacht – zumindest wenn man mich einfach arbeiten ließ. Die technischen Aufgaben und die Arbeit an den Maschinen haben mir grundsätzlich Freude gemacht. Umso bedauerlicher finde ich, dass organisatorische Probleme und vermeidbare Eingriffe für mich zunehmend die Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen beeinträchtigt habt.
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als großer und moderner Industriebetrieb und wirbt mit Industrie 4.0. Das vermittelt zunächst den Eindruck eines fortschrittlichen Arbeitgebers. Nach meiner persönlichen Erfahrung passt dieses Bild jedoch nur teilweise zum Arbeitsalltag. Positiv hervorheben möchte ich die Ausbildungsabteilung, die für mich tatsächlich einen modernen und gut aufgestellten Eindruck macht. Wer diese verlässt und in die reguläre Produktion wechselt macht eher zwei Schritte zurück als einen nach vorne. Dieser Unterschied zwischen Außendarstellung und internen Strukturen hat mich zunehmend enttäuscht. Besonders gelitten hat das Image für mich durch Probleme innerhalb der Führungsebene. Die von mir wahrgenommenen Defizite bei Kommunikation, Personalführung und Organisation haben nach meinem Eindruck auch das Ansehen als Arbeitgeber verschlechtert. Moderne Maschinen, Industrie 4.0 und Benefits sind ein Pluspunkt. Ein moderner Arbeitgeber zeigt sich für mich aber vor allem durch zeitgemäße Führung, funktionierende Strukturen und professionellen Umgang mit den Mitarbeitern.
Ein Punkt, den ich bereits über Jahre kritisiert habe, ist der Energieverbrauch. Verschiedene CNC-Maschinen blieben teilweise rund um die Uhr und auch über arbeitsfreie Zeiten hinweg seit Jahren eingeschaltet. Der Grund lag bei einzelnen Maschinen nicht in notwendiger Produktion, sondern in technischen Problemen. Beispielsweise waren Pufferbatterien leer bzw. defekt, wodurch nach dem Abschalten Betriebssystem oder relevante Daten nicht mehr ordnungsgemäß verfügbar waren. Nach Aussagen von Monteuren wären entsprechende Reparaturen grundsätzlich möglich gewesen, eine nachhaltige Lösung habe ich jedoch vermisst. Auch bei der Trennung von Spänen unterschiedlicher Werkstoffe sehe ich deutliche Defizite. Ich habe mehrfach erlebt und darauf hingewiesen, dass beispielsweise Aluminium und Edelstahl im selben Behälter landeten und anschließend von Hand getrennt werden mussten. Besonders fragwürdig fand ich, wenn falsch einsortiertes Material nach einem Hinweis nicht konsequent aussortiert, sondern weiter mit dem Inhalt des Containers vermischt wurde. Auch beim Umgang mit Kühlschmierstoffen fehlten aus meiner Sicht teilweise klare Zuständigkeiten.
Wer sich fachlich weiterentwickeln möchte, findet nur begrenzte Perspektiven. Besonders fragwürdig empfand ich einige Entscheidungen bei der Besetzung von Führungspositionen. Nach meiner Erfahrung wurden Personen mit Mitarbeiterverantwortung eingesetzt, bei denen ich notwendige Führungskompetenz und fachliche Grundlagen vermisst habe. Ein Schichtleiter aus H2 ist mir besonders in Erinnerung geblieben. In einer Produktion, in der teilweise im µm-Bereich gearbeitet wird, habe ich erlebt, dass für eine entsprechende Messung ein Meterstab verwendet wurde. Auch bei grundlegenden Kenntnissen, etwa der Unterscheidung zwischen Fräser und Bohrer sowie Aluminium und Stahl, erlebte ich Situationen, die mich an der fachlichen Eignung zweifeln ließen. Hinzu kamen nach meiner Erfahrung fehlende Kenntnisse der eingesetzten Heidenhain- und Siemens-Steuerungen. Eine Führungskraft muss nicht der beste Facharbeiter sein, sollte aber über solides fachliches Grundverständnis und Führungskompetenz verfügen. Wenn erfahrene Fachkräfte kaum Entwicklungsperspektiven sehen, während Führungspositionen aus meiner Sicht fachlich schwer nachvollziehbar besetzt werden, ist das wenig motivierend.
Auf das fortgeschrittene Alter von Mitarbeitern wurde nach meiner Wahrnehmung nur wenig Rücksicht genommen. Auch von älteren Kollegen wurde weiterhin die volle Leistung erwartet, ohne dass ich eine besondere Berücksichtigung der körperlichen Belastbarkeit erkennen konnte.
Wer die erwartete Leistung nicht mehr erbringen konnte, wurde nach meiner Erfahrung teilweise für andere, körperlich ebenfalls wenig attraktive Tätigkeiten eingesetzt – beispielsweise zum Schleifen von Aluminiumteilen.
Grundsätzlich ist es selbstverständlich, dass jeder Mitarbeiter seinen Beitrag leisten muss. Von einem verantwortungsvollen Arbeitgeber würde ich jedoch erwarten, bei langjährigen und älteren Beschäftigten stärker auf die individuelle Belastbarkeit zu achten und geeignete Aufgaben zu finden, anstatt den Eindruck entstehen zu lassen, dass nur die aktuelle Leistungsfähigkeit zählt.
Bei einer Position mit Führungs- und Personalverantwortung würde ich deutlich höhere Anforderungen an Führungskompetenz, Kommunikation und Verlässlichkeit erwarten. Nach meinen persönlichen Erfahrungen entstand mehrfach der Eindruck, dass die Anforderungen der Position die tatsächlich gezeigten Führungskompetenzen übersteigen. Eine Führungsposition sollte sich nicht nur durch einen Titel, sondern durch Kompetenz, Verbindlichkeit und professionellen Umgang mit Beschäftigten auszeichnen. Eine Tätigkeit ohne vergleichbare Personalverantwortung wäre aus meiner Sicht möglicherweise passender, z. B. Schleifen oder Schrauben sortieren. Auch bei Teilen der Meisterebene in H2 sehe ich Verbesserungspotenzial. Während meiner Zeit entstand bei mir wiederholt der Eindruck, dass viel Zeit mit Fahrten per Firmenfahrrad zwischen den Hallen sowie der Beobachtung und Kontrolle von Beschäftigten verbracht wurde. Eine stärkere Konzentration auf Organisation, Arbeitsabläufe und Unterstützung der Mitarbeiter hätte ich sinnvoller gefunden. Auch private Aktivitäten während der Arbeitszeit passen für mich nicht zur Vorbildfunktion einer Führungskraft.
Besonders belastend waren die Sommermonate. Durch die großen Glasflächen wurden in den Hallen teilweise Temperaturen um die 40 °C erreicht. Gleichzeitig ließen sich einzelne Dachluken aufgrund von Defekten zeitweise nicht öffnen. Hinzu kamen Staub durch Schleifarbeiten sowie Rauch und Geruch von verbranntem Kühlschmierstoff bzw. Öl bei der Bearbeitung. Bei bestimmten Schleifarbeiten habe ich außerdem selbst erlebt, dass keine Absaugung vorhanden war. Verbesserungsbedarf sehe ich außerdem bei Sauberkeit und Ordnung. Lebensmittel und Essensreste wie offene Pizzakartons, angebissene Brote habe ich selbst in der Produktion und teilweise unmittelbar bei Messmitteln erlebt. Dass während meiner Zeit dort auch Mäuse in der Abteilung auftauchten, hat mich daher wenig überrascht. Auch Präzisionsmessmittel wurden nicht immer angemessen behandelt. So habe ich beispielsweise erlebt, dass Endmaße zweckentfremdet als Anschläge verwendet wurden. Eine metallverarbeitende Produktion muss nicht klinisch sauber sein. Ein vernünftiges Maß an Ordnung, Hygiene sollte meiner Meinung nach trotzdem selbstverständlich sein.
Die Kommunikation habe ich leider als sehr schlecht erlebt. Wichtige Informationen wurden aus meiner Sicht von der Führungsebene häufig nicht oder erst sehr spät an die Mitarbeiter weitergegeben. Dadurch entstand regelmäßig ein Informationsvakuum mit viel Raum für Gerüchte und Spekulationen. Statt klarer Informationen hieß es dann schnell: „Der eine hat hier etwas gehört, der andere dort.“ Das sorgte für unnötige Unruhe und schlechte Stimmung. Gerade bei wichtigen betrieblichen Themen würde ich eine frühzeitige, transparente Kommunikation erwarten. Ein konkretes Beispiel waren Schulungen, etwa Kranschulungen. In der Spätschicht erfuhr man teilweise erst am Abend, dass bereits am nächsten Tag eine Schulung stattfinden sollte. Um morgens teilnehmen zu können, musste die laufende Spätschicht vorzeitig beendet werden. Die dadurch fehlenden Arbeitsstunden wurden als Minusstunden verbucht. Dass eine derart kurzfristige Planung einer betrieblichen Schulung zu Minusstunden für die betroffenen Mitarbeiter führte, war für mich nur schwer nachvollziehbar. Mit rechtzeitiger Kommunikation wäre dies vermeidbar gewesen.
Das Gehalt muss am Ende jeder für sich selbst bewerten. Für eine ausgebildete Fachkraft halte ich ein Einstiegsgehalt von rund 3.000 € brutto allerdings für alles andere als attraktiv. Ich selbst hatte noch das Glück, von regelmäßigen Lohnerhöhungen zu profitieren, die es zu Zeiten des Senior-Chefs und unter der damaligen Personalführung gab. Nach meiner Erfahrung wurden Mitarbeiter damals stärker individuell betrachtet und Leistung entsprechend bewertet. Wer Leistung zeigte und Verantwortung übernahm, konnte davon durch Gehaltsanpassungen oder Prämien auch finanziell profitieren. Nach meinem Eindruck hat sich das deutlich verändert. Besonders kritisch sehe ich, dass neu eingestellte qualifizierte Fachkräfte nach meiner Erfahrung teilweise auf einem Gehaltsniveau einsteigen, das ungefähr dem entspricht, mit dem ich selbst bereits vor rund zehn Jahren angefangen habe. Angesichts der allgemeinen Lohn- und Preisentwicklung empfinde ich das als äußerst schwach. Wer länger dabei ist und von früheren Lohnerhöhungen profitieren konnte, steht möglicherweise noch vergleichsweise gut da. Für neue Fachkräfte finde ich das Gehaltsniveau dagegen wenig attraktiv.
Gleichberechtigung war aus meiner Sicht praktisch nicht vorhanden. Mein Eindruck über die Jahre war, dass persönliche Beziehungen erheblichen Einfluss darauf hatten, wie man behandelt wurde und welche Aufgaben man bekam. Wer einen guten persönlichen Draht zum Produktionsleiter hatte, schien es teilweise deutlich leichter zu haben. Das zeigte sich beispielsweise bei der Aufgabenverteilung: Während manche Mitarbeiter bevorzugt angenehmere Arbeiten oder Programme mit langen Maschinenlaufzeiten bekamen, bei denen wenig Eingreifen erforderlich war, wurden andere deutlich stärker gefordert. Auch Unterschiede zwischen den Tätigkeiten waren spürbar. Mitarbeiter aus Bereichen wie der Schleiferei wurden nach meiner Wahrnehmung teilweise anders behandelt, unter anderem weil sie keine vergleichbare Maschinenverantwortung tragen. Unterschiedliche Tätigkeiten bringen natürlich unterschiedliche Verantwortung mit sich. Wertschätzung und Behandlung sollten aus meiner Sicht jedoch von Leistung, Verhalten und fachlicher Kompetenz abhängen – nicht von Position oder persönlicher Nähe zu Führungskräften.
Wie in jedem Unternehmen gibt es spannendere und weniger interessante Aufgaben. Technisch besonders interessant fand ich die großen SHW-Maschinen in H2. Bauteile von bis zu rund zehn Metern zu bearbeiten und Bearbeitungszeiten von mehreren Wochen zu begleiten, ist nicht alltäglich und fachlich durchaus anspruchsvoll. Deutlich weniger interessant war eine wiederkehrende Aufgabe: Nach Maschinenkollisionen an den Chiron-Maschinen mussten diese mit dem Prüfdorn erneut überprüft bzw. abgefahren werden. Nach meiner Erfahrung kam das teilweise mehrmals im Monat vor. Besonders frustrierend war, dass solche Arbeiten teilweise nach Fehlern neu eingestellter Mitarbeiter notwendig wurden, bei denen ich die erforderliche fachliche Qualifikation vermisst habe. Gleichzeitig entstand bei mir der Eindruck, dass bei einigen Einstellungen die persönliche Nähe zum Produktionsleiter eine größere Rolle spielte als Berufserfahrung und fachliche Kompetenz. Wenn erfahrene Mitarbeiter anschließend regelmäßig die Folgen solcher Fehler überprüfen und beheben müssen, stellt sich für mich die Frage, nach welchen Kriterien Personal ausgewählt und eingesetzt wird.
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