Soweit zufrieden, es gibt Verbesserungsmöglichkeiten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Hat mich aus der unverschuldeten Arbeitslosigkeit aufgepickt ("Danke!" an das Recruiting!).
Alles modern, Tonfall ist freundlich, freundschaftlich, Duzen, dynamisch, erfolgsorientiert, very busy. Für mich spannend zu erfahren, da mein ganzes bisheriges Berufsleben in rein deutschen Großunternehmen stattgefunden hat.
Caféteria.
Auflagen werden erfüllt (Arbeitssicherheitsschulungen, Datenschutz/Clean Desk, Ersthelfer, Brandschutzübungen ...)
Ich bin auf Leute getroffen, die unterschiedlichsten beruflichen Background und Charakter hatten - erfrischend!
Regelmäßige Mitarbeiterinfos zum Stand des Projekts, allgemeine Firmeninfos usw. (schön schön soweit, aber eigentlich blieben viele Sachbearbeiter notgedrungen in ihren routinierten Projekt-ToDos, weil aufgrund des Pensums einfach keine Zeit blieb, über den Tellerrand hinauszugucken)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wer nicht selbst auf sich achtet, geht unter; ich musste mich schon selber melden und artikulieren, wenn ich was brauchte oder wollte, denn die Teams waren in meinem Fall recht groß und alles so -neumodern- 'volatile' ;)
Standort Düsseldorf ist nichts für Autofahrer, die parken wollen! Unterschätze bitte die Pendelei nicht, Du verschwendest Deine Lebenszeit im Stau, bei der Parkplatzsuche, auf zugigen Bahnsteigen und stickigen Zügen, die regelmäßig ausfallen oder blockierte (Baustellen-)Bahngleise haben (ich hatte es von den Kilometern her echt nicht weit, aber es wurden gern auch mal drei Stunden Fahrt pro Tag daraus!).
Verbesserungsvorschläge
Erreichbarkeit Verwaltung verbessern (Rückrufe). Gehaltsabrechnung vereinfachen / transparenter - alle hatten damit Probleme oder mussten die Sache "studieren".
Der Arbeitgeber kann da nichts dafür, aber das Onboarding nimmt kein Ende; es sind Formulare auszufüllen und zu unterzeichnen, dass ich dachte, ich glaub's nicht.
Arbeitsatmosphäre
Großraumbüro, laut, stickig, zugig, die optisch stylischen und toll angepriesenen (alten) Büros versprachen mehr, als es im Alltag dann war. Kollegen sind bunter Haufen, das ist spannend, hat aber auch zu Reibereien geführt. Viel Ellenbogenmentalität (irgendwo verständlich, ist ja Zeitarbeit!), aber vereinzelt auch sehr kollegiale Menschen. Ich hab dreiste, lügende Leute erlebt, die sich mit fremden Federn schmücken.
Manchmal gab es Gimmicks oder Firmenveranstaltungen in kleinem Rahmen. Die Teamleiter gaben gutes Feedback - angemessene Wertschätzung und Fehlerkultur. Erfolge wurden übermäßig herausgestellt, dafür andere Dinge, wo man mal hätte hinschauen müssen, stoisch verdrängt. Wenn vom höheren Management Druck oder Unangenehmes kam, war das in den unteren Ebenen absolut spürbar (Stimmung schlug um, Haus leerte sich). Bei uns gab es Option auf Mobiles Arbeiten, Gleitzeit, Überstunden (nur angemedete)-Ausgleich oder -Bezahlung.
Image
m. E. großer, bekannter, erfahrener Personaldienstleister
Work-Life-Balance
Sorge proaktiv selbst für Dich, sonst wird das nichts - die Mühlen zerreiben schnell.
Karriere/Weiterbildung
Ich wurde für die Tätigkeit und das Projekt absolut gut fit gemacht! Viele Schulungen, und alle werden mitgenommen. Wenn Positionen frei werden, habe ich es erfahren / bin angesprochen worden. Teilweise wirst Du aber auch ohne "Wenn und Aber" abkommandiert, also höflich gebeten, Dich räumlich woanders hinzusetzen, Tätigkeit oder Projekt zu wechseln, für ausgefallene Kollegen einzuspringen.
Gehalt/Sozialleistungen
alles gut
Kollegenzusammenhalt
Individueller Punkt, mach das Beste draus! Typisch Personaldienstleister: viel "Kommen und Gehen".
Umgang mit älteren Kollegen
Bin selber älter, deswegen weiß ich das. Das Unternehmen lebt Diversität wirklich (s. Unternehmenskultur)
Vorgesetztenverhalten
4 Teamleiter in 18 Monaten; sie ziehen weiter ....
Arbeitsbedingungen
Alles Okay, nichts für Muttersöhnchen, Prinzessinnen und feine Pingel - zumindest für das Fußvolk nicht
Kommunikation
Diskrepanz zwischen gutgemeinter Absicht und Realität, vieles wird nicht umgesetzt und fällt hinten über - es geht einfach stressig zu. Ja, es gibt über den Tag Gespräche, aber gefühlt nach zehn Minuten war jedes Mal Abbruch. Ich kam da nicht tief genug und zum Kern. Natürlich gab es auch festgesetzte Mitarbeitergespräche usw.
Interessante Aufgaben
Charakterabhängig, lass Dir vor Beginn genau skizzieren, wie die Arbeitswoche und die Aufgaben aussehen. Für mich war das dann doch nichts. Technikaffin solltest Du schon sein und eine gute Auffassungsgabe haben, da sich täglich Inhalte / Vorgeben ändern können.