War mal top, ist mittlerweile höchstens noch durchschnittlich ...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den Austausch mit den Kolleg:innen, sehr schöne Büros.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gefühlt immer mehr KPI-getrieben, um den Mutterkonzern zufrieden zu stellen, beschönigende Buzzword-Kommunikation seitens GF und HR, völlig unstrukturierte Veränderungen ohne erkennbaren Plan, viel Glitzer mit wenig Substanz, schlechtes und nicht mehr zeitgemäßes Gehaltsmodell, zunehmend langweilige Aufgaben ohne echte Perspektive.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeitende ernst nehmen, auf die "Basis" hören, ehrlich kommunizieren, raus aus dem Elfenbeinturm und die Augen nicht vor der Realität verschließen, reizvolles Gehaltsmodell einführen, Zeitwertkonten auch bei höheren Gehältern wieder einführen, Fokus auf echte Qualität und Kundenzufriedenheit legen.
Arbeitsatmosphäre
Im Team super. Prinzipiell kann man auch mit jeder und jedem reden und sich austauschen. Aber die vielen, teils völlig planlosen Umstrukturierungen der letzten 2 bis 3 Jahre, das teils inhaltslose und beschönigende Buzzword-Bingo der GF und HR, und höhere Führungsebenen, die jedem Trend hinterher laufen, ohne ihn überhaupt zu verstehen (oder richtig umzusetzen), schlagen mehr und mehr auf die Stimmung und die Zufriedenheit.
Kommunikation
Innerhalb des Teams: top. Mit Kolleg:innen auf Augenhöhe: top. Mit höheren Führungskräften, GF oder HR: Platzpatronen aus dem Elfenbeinturm.
Kollegenzusammenhalt
Familiär, freundschaftlich, herzlich.
Work-Life-Balance
Seit Corona ist Home-Office kein Problem und sogar der Standard. Kurzfristig mal etwas erledigen gehen, einen privaten Termin wahrnehmen: kein Problem. Urlaub nehmen: kein Problem. Natürlich gibt es Phasen, in denen es viel zu tun gibt, diese wechseln sich aber mit Phasen ab, in denen es sehr entspannt läuft. Überstunden können entweder abgefeiert werden, oder man kann sie sich auszahlen lassen. Von daher: super!
Vorgesetztenverhalten
Direkter Vorgesetzter: TOP! Darüber hinaus: Ein Wechselbad zwischen Pragmatikern, die die Dinge einfach so akzeptieren, wie sie sind, Selbstdarstellern, die sich permanent in den Vordergrund spielen, Leuten, die einfach keine Ahnung haben aber es nicht zugeben wollen, und "Visionären", die im Elfenbeinturm leben und die Augen vor der Realität verschließen.
Interessante Aufgaben
Früher™ hatten die Aufgaben noch ein gewisses Spannungselement und waren einigermaßen abwechslungsreich. Mittlerweile besteht die Tagesarbeit entweder aus dem stumpfen Abarbeiten von Altlasten, oder dem atemlosen Hinterherhecheln hinter den gefühlt Fünftausend Veränderungen im Ablauf, die man alle Nase lang rausballert, ohne dass ein echtes Konzept erkennbar wäre.
Gleichberechtigung
Wird großgeschrieben. Eine der ganz klaren Stärken der Firma. Der Kolleg:innenpool ist bunt gemischt, Alter, Geschlecht, Nationalität, etc. spielen keine Rolle, alle begegnen sich auf Augenhöhe. LGBTQ+ willkommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Respektvoll und kollegial.
Arbeitsbedingungen
Büros wurden während Corona auf den neuesten Stand gebracht und renoviert, daher top. Ob man so Firlefanz wie programmierbare Lichtschalter und vollelektronische Wasserkräne wirklich braucht, sei mal dahingestellt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mülltrennung. Immerhin. Leider keine Selbstverständlichkeit in Firmen. Daher erst mal ein klarer Pluspunkt. Darüber hinaus aber wenig Umwelt- und Sozialbewusstsein erkennbar.
Gehalt/Benefits
Jährliche Gehaltsanpassung von bis zu 2%, je nach Firmenerfolg. Das ist schön und definitiv keine Selbstverständlichkeit, in Zeiten von ständig steigenden Preisen aber nur ein schwacher Trost. Darüber hinaus muss man um Erhöhungen kämpfen und wird nicht selten vertröstet. Außerdem: Ab einem gewissen Bruttojahresgehalt verliert man sein Zeitwertkonto. Das ist nicht zeitgemäß!
Image
So lala, würde ich sagen. Es wird zwar immer wieder gerne beschworen, wie superzufrieden unsere Kunden angeblich mit uns sind, komischerweise hört man davon im direkten Gespräch mit den Kunden nichts. Ganz im Gegenteil.
Karriere/Weiterbildung
Jährliches Weiterbildungs-Budget. Ansonsten lohnt sich aber ein "Karriereweg" nicht, da die möglichen Posten und Rollen begrenzt sind, und weil es sich auch Gehaltstechnisch nicht lohnt (siehe Gehalt/Benefit).