Viel Potential, wenig Wille zu Veränderung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man erlebt das große Konzernleben und lernt viele Leute kennen. Auch die Aufgaben geben einen guten Einblick in den IT-Bereich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der komplette Bewerbungsprozess ist katastrophal. Sowas darf nicht passieren. Auch die mangelnde Kommunikation intern sollte überdacht werden.
Verbesserungsvorschläge
Transparenter werden, Belegschaft wertschätzen und mehr in die Nachfolger investieren. Die Strategie, Absolventen bei jemand anderem einarbeiten zu lassen und sie dann als Senior abzuwerben ist unglaublich frech.
Arbeitsatmosphäre
Sehr unterschiedlich und Team-abhängig. Ich hatte bisher recht gute Erfahrung, direkte Vorgesetzte haben sich auf Aufforderung Zeit für Feedback usw. genommen, was zur eigenen Weiterentwicklung beiträgt.
Image
Klar, SAP macht sich im Lebenslauf gut. Doch jetzt, wo ich es selbst erleben durfte, frage ich mich, woher dieses super Image kommt und bemerke, dass es doch immer weiter abnimmt. Die Firma ist oft mehr schein als sein und das bemerkt auch langsam der Arbeitsmarkt.
Work-Life-Balance
Je nach Arbeitsphase stressig oder entspannt. Zu tun gibt es immer etwas, in manchen Teams wird von einem ständige Präsenz verlangt, das habe ich bisher zum Glück nur über Dritte mitbekommen.
Karriere/Weiterbildung
Zumindest aktuell als Student (extern) keine Chance. Egal wie lange man dort geschafft hat oder wie gut man sich angestellt hat, man ist nur eine Nummer und die war gut genug als billiger Werkstudent. Danach ist man einem völlig egal und es folgen nur Absagen ohne jegliche Begründung.
Auch im Bewerbungsprozess läuft alles schief: Bewerbung Anfang August abgeschickt und die erste Rückmeldung kam im November. Das ist doch völlig daneben. Sowas darf in so einem Konzern nicht passieren.
Gehalt/Benefits
Wie oben schon erwähnt, nehmen die Benefits immer weiter ab. Als Student bekommt man sowieso nicht wirklich was von den Benefits, außer Firmenrabatte und Essenszuschläge. Der Stundenlohn für Werkstudenten ist auch relativ gering, für so einen Konzern. Sommerfeste etc. stehen schon seit längerem nicht mehr auf dem Programm, zumindest nicht in Walldorf.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nimmt in den letzten Jahren immer weiter ab. Reallöhne steigen nicht, trotz großem Konzerngewinn, eingearbeitete Studenten werden nicht übernommen und KI wird in jede Applikation gesteckt, auch wenn der Use-Case keinen Sinn macht. Ist das wirklich nachhaltig?
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des Teams war immer gute Laune, selbst in stressigen Phasen. Wenn jemand Unterstützung braucht, wird geholfen, soweit möglich.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich nicht genau sagen, jedoch wurden die letzten Jahre viele gehen gelassen mit Ausstiegsprogrammen.
Vorgesetztenverhalten
Direkte Vorgesetzte sind stets bemüht, sich um die Belegschaft zu kümmern. Bei großer Anzahl gelingt das aber leider nicht so wie gewollt. Trotzdem nehmen sie sich (fast immer) Zeit und bemühen sich um Lösungen zu finden.
Arbeitsbedingungen
Equipment ist top, die Büros je nach Gebäude auch. Das ständige Umziehen nervt jedoch.
Kommunikation
Vieles wird vom Board geheimgehalten und gelangt durch Whistleblower an die Belegschaft. Das ist absolut nicht in Ordnung. Ansonsten werden Strategien und sonstige Vorhaben auch nicht immer klar kommuniziert, was zu Verwirrung und Ärger führt.
Gleichberechtigung
Als Student wird einem schnell klar gemacht, dass man das unterste Glied ist.
Interessante Aufgaben
Kommt auf die Projekte und den Bereich an. Oft ist es immer der gleiche Prozess, meistens in unterbesetzten Bereichen, in denen man nur Zeit für Routineaufgaben und nicht für neue Forschung und Recherche hat.