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Siemens-Betriebskrankenkasse
Bewertung

Mehrfachbewertung

„Zwischen modernem Anspruch und interner Realität – klare Verbesserungsbedarfe in Führung, Kommunikation und Arbeitsorga

1,8
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Administration / Verwaltung bei SBK - Siemens Betriebskrankenkasse in Berlin gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Es gibt mehrere langjährige Mitarbeitende, die unzufrieden sind, aber aus unterschiedlichen Gründen dennoch im Unternehmen bleiben. Gleichzeitig ist erkennbar, dass insbesondere die festen Präsenzregelungen für einige Kolleginnen und Kollegen ein wesentlicher Auslöser sind, das Unternehmen zeitnah verlassen zu wollen. Das führt insgesamt zu spürbarer Unruhe im Team.

Verbesserungsvorschläge

Insgesamt gibt es mehrere Ansatzpunkte zur Verbesserung bei der SBK.

Die interne Kommunikation sollte klarer strukturiert und stärker priorisiert werden, damit wichtige Informationen im Arbeitsalltag tatsächlich ankommen. Auch die Führungskultur wirkt uneinheitlich; mehr Orientierung, Transparenz und aktive Unterstützung statt reiner Delegation würden hier helfen.

Die aktuellen Homeoffice- und Präsenzregelungen wirken wenig flexibel und sollten stärker an moderne Arbeitsrealitäten angepasst werden. Zusätzlich bestehen im Bereich IT und Arbeitsumgebung regelmäßig technische und organisatorische Probleme, die konzentriertes Arbeiten erschweren.

Im Bereich Karriere und Weiterbildung wäre eine konsequentere und fairere Förderung aller Mitarbeitenden wünschenswert, statt einer stark vom Einzelfall abhängigen Entwicklung.

Insgesamt würden klarere Strukturen, mehr Flexibilität und eine verlässlichere Führung die Arbeitsbedingungen spürbar verbessern.

Arbeitsatmosphäre

Arbeitsatmosphäre: 2/5 Sterne

Die Arbeitsatmosphäre ist leider von einer spürbaren Unausgewogenheit geprägt. Während einige Mitarbeitende ein hohes Maß an Engagement, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein zeigen, entsteht gleichzeitig der Eindruck, dass andere sich primär auf ihre eigenen Aufgabenbereiche konzentrieren und das gemeinsame Miteinander in den Hintergrund tritt.

Statt einer konstruktiven Fehlerkultur und eines lösungsorientierten Austauschs dominieren häufig Kritik, Beanstandungen und das Aufzeigen von Problemen. Wertschätzung für gute Leistungen wird vergleichsweise selten ausgesprochen, wodurch positive Impulse und Motivation oftmals verloren gehen. Dies führt zu einem Arbeitsumfeld, das von vielen eher als belastend denn als inspirierend wahrgenommen wird.

Insbesondere die bereichsübergreifende Zusammenarbeit könnte von mehr gegenseitiger Unterstützung, Anerkennung und einem stärkeren Fokus auf gemeinsame Ziele profitieren. Eine offenere und positivere Kommunikationskultur würde aus meiner Sicht erheblich dazu beitragen, das Betriebsklima nachhaltig zu verbessern.

Kommunikation

Die interne Kommunikation ist aus meiner Sicht verbesserungswürdig. Wichtige Informationen gehen häufig in der Vielzahl an Nachrichten und umfangreichen Fach-Newslettern unter. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung bleibt oft nicht ausreichend Zeit, sämtliche Inhalte zu lesen und zu verarbeiten. Gleichzeitig werden viele Themen unter dem Ansatz der „eigenverantwortlichen Teams“ an die Mitarbeitenden delegiert, wodurch wichtige Informationen nicht immer klar gesteuert oder vermittelt werden. Dies führt regelmäßig zu Unsicherheiten und vermeidbaren Informationslücken.

Kollegenzusammenhalt

Siehe oben

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance wird nach außen besser dargestellt, als sie tatsächlich gelebt wird. Zwar wird mit Gleitzeit geworben, im Fachbereich besteht jedoch eine feste Kernarbeitszeit von 9 bis 15 Uhr, wodurch die tatsächliche Flexibilität deutlich eingeschränkt ist.

Besonders kritisch sehe ich die Vorgaben zum Homeoffice. Die verpflichtende Anwesenheit an drei Tagen pro Woche im Büro empfinde ich nicht mehr als zeitgemäß. Gerade vor dem Hintergrund gestiegener Sprit- und Lebenshaltungskosten wäre es wünschenswert, wenn das Unternehmen seine Regelungen an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen würde. Aus meiner Sicht wären ein bis zwei Präsenztage pro Woche vollkommen ausreichend. Die aktuelle Regelung belastet die Work-Life-Balance unnötig und war für einige Mitarbeitende – mich eingeschlossen – ein wesentlicher Grund, das Unternehmen zu verlassen.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten ist aus meiner Sicht einer der größten Schwachpunkte. Führung wird häufig mit dem Verweis auf ein „selbststeuerndes Team“ an die Mitarbeitenden delegiert, wodurch klare Entscheidungen, Orientierung und Unterstützung oft ausbleiben.

Besonders problematisch empfinde ich den unterschiedlichen Umgang mit Mitarbeitenden. Kritik wird nicht immer konstruktiv aufgenommen, wodurch der Eindruck von Ungleichbehandlung entstehen kann. Dies führt dazu, dass viele Kolleginnen und Kollegen ihre Meinung nur zurückhaltend äußern und Konflikte eher vermeiden. Eine offene Feedbackkultur ist unter diesen Voraussetzungen schwer möglich.

Auffällig ist zudem, dass die Stimmung und Zusammenarbeit im Team häufig entspannter und produktiver wirken, wenn die Führungskraft nicht anwesend ist. Dies sollte Anlass zur Reflexion geben, denn gute Führung sollte Sicherheit, Motivation und Vertrauen schaffen – nicht Unsicherheit und Zurückhaltung.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich, vielseitig und fachlich interessant. Durch die große Themenvielfalt bleibt die Tätigkeit spannend und bietet regelmäßig neue Herausforderungen. Wer gerne eigenverantwortlich arbeitet und sich mit unterschiedlichen Fragestellungen beschäftigt, findet hier ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Aufgabengebiet.

Gleichberechtigung

Beim Thema Gleichberechtigung sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf. Der Umgang mit Mitarbeitenden wirkt nicht immer einheitlich und nachvollziehbar. Aus meiner Wahrnehmung werden einzelne Personen unterschiedlich bewertet und behandelt, obwohl vergleichbare Situationen vorliegen. Kritik wird nicht bei allen Mitarbeitenden nach denselben Maßstäben geäußert, wodurch der Eindruck entsteht, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Eine konsequent faire, transparente und für alle gleichermaßen geltende Behandlung würde aus meiner Sicht erheblich zu einem besseren Arbeitsklima beitragen.

Umgang mit älteren Kollegen

Kann ich nicht beurteilen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsumgebung ist verbesserungswürdig. Die Lautstärke im Büro erschwert konzentriertes Arbeiten erheblich. Hinzu kommen regelmäßige technische Probleme, insbesondere mit Telefonie und IT-Systemen, die die tägliche Arbeit unnötig beeinträchtigen. Vor diesem Hintergrund ist die verpflichtende Anwesenheit an drei Tagen pro Woche im Büro aus meiner Sicht nur schwer nachvollziehbar.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umweltverhalten der SBK ist aus meiner Sicht ausbaufähig. Die verpflichtenden drei Bürotage führen zu vielen unnötigen Fahrten, obwohl viele Tätigkeiten im Homeoffice effizienter und ressourcenschonender erledigt werden könnten. Eine flexiblere Regelung wäre hier zeitgemäßer und nachhaltiger.

Gehalt/Benefits

Die Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten hängen stark von der jeweiligen Führungskraft ab. Wird man aktiv unterstützt, sind gute Entwicklungsschritte grundsätzlich möglich. Gleichzeitig entsteht jedoch der Eindruck, dass individuelle Förderung nicht durchgängig gefördert wird, insbesondere wenn die Sorge besteht, Mitarbeitende könnten das Team verlassen. In solchen Fällen kann sich die Weiterentwicklung eher verlangsamen, da persönliche Karriereziele nicht immer konsequent unterstützt werden.

Image

Nach außen präsentiert sich die SBK als moderner und attraktiver Arbeitgeber, intern entsteht jedoch häufig ein anderer Eindruck. Der Arbeitsalltag ist stark von Leistungsdruck, laufenden Vertriebsthemen, neuen Vorgaben und permanent wechselnden Kennzahlen geprägt.

Zusätzlich sorgen hohe Fallzahlen, Vertretungsregelungen und wiederkehrende organisatorische Herausforderungen für eine spürbare Belastung im Team. Insgesamt entsteht dadurch ein Arbeitsumfeld, das deutlich anspruchsvoller und weniger ausgeglichen wirkt, als es das äußere Arbeitgeberimage vermuten lässt.

Karriere/Weiterbildung

Im Bereich Karriere und Weiterbildung gibt es zwar regelmäßige Pflichtschulungen, beispielsweise zu Datenschutz oder Arbeitssicherheit, darüber hinaus wird die persönliche Weiterentwicklung jedoch nur eingeschränkt aktiv gefördert. Individuelle Karriereimpulse oder gezielte Unterstützung bleiben häufig aus.

Statt einer strukturierten Entwicklungsförderung entsteht der Eindruck, dass Weiterentwicklung stark von der jeweiligen Führungskraft abhängt. Während einzelne Mitarbeitende punktuell gefördert werden, erfolgt eine breite und transparente Unterstützung des gesamten Teams nur eingeschränkt.

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Arbeitgeber-Kommentar

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemalige Kollege,

vielen Dank für Ihr ausführliches Feedback. Schade, dass Sie insgesamt unzufrieden waren und das Unternehmen verlassen haben. Wir halten fest, dass Sie die Aufgaben als sehr abwechslungsreich und fachlich interessant empfunden haben. Das zeigt uns, dass wir in diesem Bereich auf dem richtigen Weg sind.

Ihre Kritikpunkte zu Arbeitsatmosphäre, Kommunikation, Führungsverhalten und den Homeoffice-Regelungen nehmen wir ernst. Wir verstehen, dass die aktuellen Präsenzregelungen viele Mitarbeitende herausfordern. Wir werden diese Rückmeldung in unsere Überlegungen einbeziehen.

Ich wünsche Ihnen alle Gute!

Herzliche Grüße,
Ulrich Winkler

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.