Traurige Entwicklung...
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider hat sich dieser Arbeitgeber aus meiner Sicht in den letzten Jahren massiv zum Negativen entwickelt. Was früher ein guter Arbeitgeber mit einem tollen Team war, ist heute vor allem durch die Führungsebene kaum noch wiederzuerkennen.
Die Kollegen sind nach wie vor der größte Pluspunkt. Viele sind engagiert, hilfsbereit und fachlich sehr kompetent. Umso frustrierender ist es, mit ansehen zu müssen, wie immer mehr gute Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.
Das Hauptproblem liegt für mich eindeutig in der Führung. Vertrauen gegenüber den Mitarbeitern scheint kaum noch vorhanden zu sein. Statt Eigenverantwortung und Wertschätzung herrschen Kontrolle, Misstrauen und die Suche nach Fehlern. Vieles wird unnötig kontrolliert und im Zweifel negativ ausgelegt. Dadurch entsteht eine Arbeitsatmosphäre, in der man irgendwann das Gefühl bekommt, ständig aufpassen zu müssen, was man sagt oder tut.
Besonders problematisch ist der Umgang mit Kritik. Konstruktive Kritik wird nicht wirklich angenommen oder als Möglichkeit zur Verbesserung gesehen. Stattdessen wird sie teilweise umgedreht und am Ende steht plötzlich der Mitarbeiter selbst in der Kritik. So entsteht natürlich keine offene und vertrauensvolle Unternehmenskultur.
Was mich besonders enttäuscht, ist der Umgang mit der zunehmenden Fluktuation. Wenn immer wieder gute und langjährige Mitarbeiter gehen, sollte man sich irgendwann ernsthaft fragen, woran das liegt. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass die Gründe dafür nicht wirklich hinterfragt werden. Es scheint niemanden wirklich zu interessieren, warum so viele Mitarbeiter irgendwann die Konsequenzen ziehen.
Sehr schade, denn das Unternehmen hatte einmal eine ganz andere Atmosphäre. Die Mitarbeiter und Kollegen sind keineswegs das Problem – im Gegenteil. Mit einer anderen Führungskultur, mehr Vertrauen, echter Wertschätzung und einem offenen Umgang mit Kritik könnte hier vieles wieder deutlich besser werden.
Für mich persönlich überwiegen mittlerweile leider die negativen Erfahrungen, weshalb ich mich letztendlich für einen Wechsel entschieden habe.

