Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ungerechtigkeiten werden einfach ignoriert, da das Auseinandersetzen Kraft und Mut braucht. Ob dies nun sexistische oder menschenfeindliche Äußerungen sind, oder unfaire Behandlung von Menschen. Sobald man sich damit an die Personalabteilung wendet, wird es runtergespielt – „er/sie meinte es bestimmt nicht so“.
Alle neuen Aufgaben haben Priorität 1 und das erschwert damit den Arbeitsablauf. Sobald man sich selbst organisieren möchte, wird von Oben herab geschimpft und Autorität ausgenutzt.
Bei Verbesserungsvorschlägen im jährlichen Feedback (digital) wird man als Nörgler bezeichnet und auf die „vielen“ positiven Aspekte verwiesen. Ein Obstkorb reicht nur leider nicht, um die eigenen monatlichen Kosten zu decken.
Seit Jahren werden Projekte geplant, die bisher noch nicht oder nur teilweise umgesetzt wurden, wie eine Verbesserung der IT-Struktur (neue Hardware oder Hilfsmittel für Lager etc.). Bei Nachfrage an Vorgesetzte heißt es „wir sind dran“, aber die zuständigen Abteilungen wissen entweder von nichts oder verneinen dies.
Sobald es einen Konflikt gibt (zwischenmenschlich oder betrieblich), wird eine Schuldperson ernannt, die die volle Verantwortung trägt. Dies ist dann nicht unbedingt der Vorgesetzte, sondern Menschen, die ihre Aufgaben systematisch abarbeiten.
Vorgesetzte vermeiden das Gespräch. Normalerweise wird eine Krankmeldung ab dem 3. Tag benötigt, aber eine Anordnung mit der Aufforderung direkt am 1. Tag eine abzugeben, wird ohne ein Gespräch vorher zu suchen einfach vergeben. Wenn man die fehlende Kommunikation dann bemängelt, wird es auf „das ist halt so“ und „kann man nichts machen“ hinauslaufen. Der gleiche Ablauf trifft auf eine Ausgabe von Abmahnungen zu, die völlig wahllos erscheinen.
Sobald man einen Konflikt mit der Personalabteilung hat (z. B. unterschiedliche Meinungen oder das Einfordern von gesetzlichen Rechten), wird man weggeschwiegen/ignoriert und für die eigene Aktivität bestraft.
Ständig wechselnde Kollegen und Kolleginnen bringen Unruhe rein und es kostet Zeit/Nerven die Menschen neu an die Projekte heranzubringen. Solange keine Verbesserungsvorschläge mehr als einmal eingebracht werden, wird man wahrscheinlich übernommen. Es scheint wahllos
Verbesserungsvorschläge
Eine offene Kommunikationskultur etablieren, um Missverständnisse zu vermeiden.
Investitionen in moderne Technik und Arbeitsmittel tätigen.
Faire Löhne und gleiche Chancen für alle Mitarbeitenden schaffen.
Mehr Schulungen und Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Abteilungen anbieten.
Diskriminierendes Verhalten konsequent ahnden und ein positives Arbeitsumfeld fördern.
Arbeitsatmosphäre
Die Belegschaft zeichnet sich durch hohe Fluktuation aus, insbesondere bei neuen Mitarbeitenden. Während einige Beschäftigte schon Jahrzehnte im Unternehmen tätig sind, verlassen viele andere die Firma nach kurzer Zeit. Innerhalb von drei Jahren gab es bei uns in der Abteilung zwei Führungswechsel, und ähnliche Entwicklungen sind auch in anderen Bereichen zu beobachten. Das Betriebsklima ist gut, wenn die Werte zwischen den Kolleginnen und Kollegen übereinstimmen, was jedoch selten der Fall ist. Häufig wird über andere geredet, anstatt direkt miteinander zu kommunizieren. Positiv ist, dass man in vielen Fällen ungestört arbeiten kann. Allerdings muss man damit rechnen, für Fehler oder ein langsameres Arbeitstempo scharf kritisiert zu werden.
Karrierechancen
Wir wurden kaum gefördert. Aufstiegschancen gleich Null.
Keine Übernahme nach der Ausbildung.
Arbeitszeiten
Gleitzeit, somit von 6-9 Uhr anfangen und ab 14 Uhr Feierabend.
War ziemlich angenehm.
Ausbildungsvergütung
Im Vergleich zu anderen Ausbildungsbetrieben haben wir viel Vergütung bekommen.
Das Deutschlandticket wird von dem Arbeitgeber übernommen - oder die selbe Summe für einen Tankgutschein.
Die Ausbilder
Der Ausbilder ist ein Mensch, der kaum für uns da war. Durch unzählige Termine hat man ihn teilweise tagelang nicht gesehen.
Der Abteilungsleiter hat zum damaligen Zeitpunkt nach 1 Jahr Ausbildung das Unternehmen verlassen und 2 Azubis (inkl. mir) haben die IT-Abteilung alleine organisiert für ca. 1/2 Jahr. Da der Ausbilder eine Stufe unter dem Geschäftsführer steht, hatte dieser kaum Zeit, hat es aber meist versucht.
Nach einiger Zeit kam ein neuer Abteilungsleiter der IT, der homophobe und frauenfeindliche Kommentare mehrfach geäußert hat. Dieser blieb auch nicht bis zum Ende der Ausbildung.
Demnach musste man sich oftmals alleine rumschlagen - was gerade in der Ausbildung unfassbar anstrengend ist.
Spaßfaktor
Durch den aufkommenden Stress, gab es wenig Spaß zwischendurch. Mit vielen Kollegen und Kolleginnen konnte man dennoch den Stress vergessen.
Am Ende der Ausbildung waren es schlichtweg zu viele Menschen in der IT-Abteilung, sodass es Tage gab, an denen man 3-4 Aufgaben hatte und den Rest rumsaß, bzw. sich mit der Berufsschule befasste.
Aufgaben/Tätigkeiten
Sehr abwechslungsreich durch den fehlenden Abteilungsleiter.
Dennoch immer das Gleiche, aufgrund von veralteten Arbeitsmitteln und immer mehr auftretenden Problemen der gleichen Art.
Variation
Andere Abteilungen wurden kaum/gar nicht besucht, da es einfach nicht geplant wurde und organisatorisch vergessen war.
Aufgaben sind, wie oben geschrieben, sehr abwechslungsreich.
Respekt
Fehlt an Respekt bei einigen Menschen. Sobald es zu Unstimmigkeiten kommt und man sich Hilfe bei der Personalabteilung sucht, wird man größtenteils alleine gelassen mit dem Problem.
Homophobe, transphobe, frauenfeindliche und menschenfeindliche Kommentare sind bei einigen oft gefallen.