Schütze AG als Arbeitgeber

Schütze AG

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5 Mitarbeiter haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

Keiner dieser Mitarbeiter hat den Arbeitgeber in seiner Bewertung weiterempfohlen.

Würde Schütze halten, was sie versprechen, wäre es ein top Arbeitgeber. Leider komplette Überlastung.

3,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Schütze AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

+ faire Bezahlung/tolle Sozialleistungen
+ tolle Kollegen/Vorgesetzte
+ Projekte mit sozialem Nutzen
+ Homeoffice
+ es wird einem viel Vertrauen entgegengebracht

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- viel zu hohe Arbeitsbelastung
- schlechte Einarbeitung
- fehlende Prozesse/Strukturen
- neue Mitarbeiter werden direkt zum Kunden geschickt
- keine klaren Verantwortlichkeiten
Ich habe versucht, eine faire/ehrliche Bewertung abzugeben. Diese klingt jedoch viel positiver, als meine Gefühlslage ist. Durch die Gespräche mit anderen Kollegen habe ich erfahren, dass es sehr viele Gleichgesinnte gibt, die ebenfalls schon mehrmals durch die hohe Arbeitsbelastung kurz vorm Zusammenbruch standen. Ich habe mehrfach das Gespräch zu meiner/meinem Vorgesetzten gesucht, welche/r sich auch immer die Zeit genommen hat, mir zuzuhören und versucht hat, Maßnahmen zu ergreifen, jedoch waren diese sehr begrenzt, weshalb es für mich leider immer schlimmer wurde.
Die sehr guten Bewertungen hier wundern mich. Ich habe aufgrund dieser Bewertungen meinen langjährigen AG gewechselt, bei dem mir eine hohe Abfindung bevorgestanden hätte (natürlich wusste ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht). Im Nachhinein habe ich das sehr bereut, da durch die hohe Fluktuation bei Schütze ständig neue MA gesucht werden. Daher hoffe ich, dass meine Bewertung potenziellen Bewerbern hilft, eine gute Entscheidung zu treffen.

Verbesserungsvorschläge

- geplante strukturierte Einarbeitung (über das Onboarding hinaus), damit neue Mitarbeiter die Zeit haben, in Ruhe anzukommen und sich wohl zu fühlen
- weniger Aufträge annehmen, wenn das benötigte Personal nicht zur Verfügung steht
- trotz Agilität klare Strukturen und Prozesse schaffen
- klare Verantwortlichkeiten definieren

Arbeitsatmosphäre

+ Transparenz
+ wertschätzende/r Vorgesetzte/r
+ tolle Kollegen
- leider völlige Überlastung und Überforderung, was die positiven Faktoren für mich leider nicht ausgleichen

Image

Meiner Meinung nach stimmt das Image mit der Realität leider nicht überein.

Work-Life-Balance

Leider hält hier der AG nicht, was er verspricht. Im Prinzip gibt es Gleitzeit und Homeoffice. Durch die sehr hohe Arbeitsbelastung häufen sich allerdings sehr viele Überstunden an. Privatleben gibt es zu manchen Phasen so gut wie gar nicht mehr. Es ist zwar möglich, jederzeit einen Gleitzeittag zu nehmen, aber dann darf man am nächsten Tag doppelt so lange arbeiten, um seine Arbeit zu schaffen.
Zu loben ist aber definitiv, wie das Unternehmen mit dem COVID-19-Virus umgegangen ist. Allen Mitarbeitern wird/wurde ermöglicht, von zu Hause zu arbeiten. Das entsprechende Equipment (Bildschirme, Stühle) wurde nach Hause gebracht. Zudem wurde man regelmäßig über Maßnahmen informiert.

Karriere/Weiterbildung

Man kann wohl einmal jährlich eine Weiterbildung machen. Aufgrund der viel zu hohen Arbeitsbelastung (ich weiß, ich wiederhole mich), ist daran allerdings nicht zu denken.
Hier wird der Fokus eher darauf gelegt, welche Zertifikate für potenzielle Kunden benötigt werden, als dass der MA sich weiterentwickelt.

Gehalt/Sozialleistungen

+ Zahlungen kommen immer pünktlich.
+ Schütze legt viel Wert auf Transparenz, somit sind alle Gehälter für alle einsehbar.
+ Es gibt weitere Sozialleistungen wie Job Ticket (verhandelbar), Mitgliedschaft im Fitnessstudio (Fitness first oder USC), Zuzahlung/Umwandlung Jobrad.
+ Mitarbeiter-Beteiligung einmal jährlich
+ Ich kann mich über mein Gehalt eigentlich nicht beklagen,
- ALLERDINGS gibt es leider keine Job-Beschreibung, weshalb sich Aufgaben mit anderen Rollen überlappen und ich oft das Gefühl habe, Aufgaben zu erledigen, die nicht meiner Rolle/meinem Gehalt entsprechen.
- Was Gehaltsverhandlungen angeht, gibt es jährlich Gespräche. Durch eine Kollegin habe ich erfahren, dass es innerhalb des ersten Jahres keine Erhöhungen gibt. Wenn man also ganz ungünstig anfängt und die Gespräche gerade gelaufen sind (im Sommer), erhält man zwei Jahre keine Erhöhung.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Hier hat der AG einige Maßnahmen ergriffen, wie Bio Milch, Seife ohne Palmöl, kein Fleisch zu Firmenevents. Top!

Kollegenzusammenhalt

Tolle Kollegen. Es wird stark drauf geachtet, dass die Kollegen zum Unternehmen und zum Team passen.
Allerdings ist man auch häufig Einzelkämpfer, arbeitet nicht im Team und muss sich vieles selbst beibringen.

Umgang mit älteren Kollegen

Die meisten Kollegen sind relativ jung. Jede/r wird gleich behandelt.

Vorgesetztenverhalten

Sehr wertschätzende/r Vorgesetzte/r. Leider auch komplett überlastet und daher begrenzte Möglichkeiten.

Arbeitsbedingungen

Tolle Räume, Einrichtung. Klimaanlage, kostenloses (Sprudel-) Wasser, Tee, Kaffee, Bio Milch, Milch-Alternativen, Obstkorb, höhenverstellbare Tische, teilweise große Monitore und bequeme Stühle. Super Verkehrsanbindung.
ABER dies alles nur, wenn man denn wirklich im Büro arbeitet und nicht beim Kunden arbeitet. Dort können ganz andere (wesentlich schlechtere) Bedingungen herrschen. Schütze wirbt damit, dass MA nicht öfter als zwei Tage die Woche zum Kunden "müssen". Manche MA sind täglich dort.

Kommunikation

Kommunikation vom Vorstand top. Man wird immer auf dem Laufenden gehalten und wöchentlich über aktuelle Themen informiert (z. B. Auftragslage, Umgang/Maßnahmen zum COVID-19-Virus).
Kommunikation vom Management/Teamleitung lässt - vermutlich aufgrund der zu hohen Arbeitsbelastung - zu wünschen übrig.

Gleichberechtigung

Es wird nach Leistung bewertet. Sicherlich haben die Vorgesetzten auch ihre Lieblinge, aber sowohl Männer als auch Frauen besetzen Führungspositionen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind interessant und abwechslungsreich. Wer Routine mag, ist hier falsch. Man bekommt die Möglichkeit, viel zu lernen/sich neues Wissen anzueignen, jedoch immer mit dem bitteren Beigeschmack der absoluten Überlastung.
Man wird zudem sehr gefordert, was gut ist, aber leider mündet dies oft in Überforderung.
Neue Kollegen werden in den ersten Tagen zum Kunden geschickt, was ich als sehr unprofessionell empfinde. Es werden Kollegen eingeplant, die sich noch im Bewerbungsprozess befinden. Endet dieser negativ, lastet noch mehr Arbeit auf den Schultern der vorhandenen Kollegen.

Arbeitgeber-Kommentar

Martin Rebs, Mitglied des Vorstandes
Martin RebsMitglied des Vorstandes

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

danke für Deine ausführliche und differenzierte Bewertung. Zuerst möchte ich Dir und Deinen Kolleginnen und Kollegen sehr danken, ich sehe wie sehr Ihr Euch einsetzt und was Ihr unter den gegebenen Umständen leistet. Wie Du weißt, begleiten wir unsere Kunden bei herausfordernden Projekten, sei es in der Softwareentwicklung oder in der Beratung (zeit)kritischer Projekte, die häufig im politischen Raum unter besonderer Beobachtung stehen. Die Mitwirkung von Dir sollte aber nicht zur Überforderung führen.

Deshalb habe ich zwei Bitten an Dich:
Erstens: bitte geh erneut auf deine Teamleitung zu und sprich ohne Angst zu haben aus, dass Du Dich überfordert fühlst. Schildere es am besten anhand von konkreten Beispielen. Arbeitet dann gemeinsam heraus, was Dir konkret hilft, diese Situation zu überwinden. Den Onboarding-Prozess haben wir auf Basis des Feedbacks bestehender und neuer Kolleginnen und Kollegen bereits letztes Jahr weiter professionalisiert, dies zeigen auch die regelmäßigen Ergebnisse der monatlichen Befragungen, die durchweg gut und bis sehr gut ausfallen. Vielleicht hilft Dir persönlich auch eine weitere vertiefende fachliche Einarbeitung, um Projektsituationen besser bewältigen zu können? Dies könnte bspw. ein fachliches Sparring mit einer erfahrenen Kollegin oder eines Kollegen sein.

Die zweite Bitte an Dich: ich würde gern mit Dir direkt sprechen, da ich besser verstehen möchte, welche Versprechen wir bei Dir noch nicht halten. Verabrede Dich doch zu einem gemeinsamen Kaffee mit mir.
Mir ist wichtig, dass sich Deine Situation innerhalb von drei Monaten für Dich merklich ändert und Du dann die Chance hast, anders über uns zu denken.

Bei dieser Gelegenheit würde ich Dir in unseren IT-Systemen gern selbst einmal zeigen, dass unsere Fluktuationsrate mit 8,4% weit unter Branchendurchschnitt liegt. Durch die Transparenz könnte der Eindruck bei Dir entstanden sein, dass es relativ viele Personen bei knapp 180 Mitarbeitenden sind. Um keinen falschen Eindruck bei Dir entstehen zu lassen: mir und uns ist wichtig, dass jede und jeder gern bei uns arbeitet und dass wir lange zusammenarbeiten, denn dann haben beide Seiten viel davon. Gerade deshalb würde ich mich freuen, wenn wir ins Gespräch kommen.

Viele Grüße
Martin

Schütze? Eine einzige Enttäuschung!

2,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich IT bei Schütze AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Die sehr überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter sind sehr motivierte, fähige und kooperative Kollegen.
- sehr arbeitnehmerfreundliche Arbeitsbedingungen (Büro, Reisetätigkeit etc.)
- es gibt tatsächlich Kristallisationspunkte für substanzielle Werte. Inhaltlich und menschlich.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Die Unterordnung aller anderen Unternehmensaspekte unter das Wachstum.
- Plan- und Strategielosigkeit, Willkür in Entscheidungen
- Intransparenz in wichtigen Unternehmensaspekten
- Fehlende Fairness und Wertschätzung
- sehr schlechte Fehlerkultur. Die angebotenen Möglichkeiten zum Feedback laufen ins Leere. Man kann Kritik äussern, die jedoch nichts bewirken. Es gilt der Grundsatz: Das Management macht keine Fehler, die Mitarbeiter werden für Fehler bestraft.

Verbesserungsvorschläge

- die anfänglich propagierte Trennung von Unternehmenseigentum und Management tatsächlich zu vollziehen und damit den Weg zu echter Meinungsvielfalt zu öffnen. :)
- Mitarbeiterbeteiligungen für alle - und damit ein natürliches Engagement der Mitarbeiter für das Unternehmen
- einen funktionierenden kaufmännischen Unternehmensbereich zu etablieren, angefangen ganz oben. Hausaufgaben machen!
- Strategie, Unternehmensplanung, einen echten Vertrieb und Nachhaltigkeit in diesen Kategorien etablieren. Kein Wachstum ohne Vertrieb.
- Eine Konsolidierungsphase, verbunden mit einer Orientierung am Markt.
- Wechsel von einem Image- hin zu einem echten werteorientierten Unternehmen.
- Transparenz bei der Bewertung und Verteilung von Prämien.
- Echte Mitarbeiterentwicklung und -führung etablieren

Arbeitsatmosphäre

"Schütze stellt den Menschen in den Mittelpunkt allen Handelns. Eine transparente und faire Firmenkultur ist der fundamentale Unterschied bei der Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und im Team." - So steht es auf der Homepage. Und so stimmt das leider nicht.
Nicht der Mitarbeiter steht im Mittelpunkt, sondern das Wachstum.
Transparenz und Fairness sind weitgehend Floskeln. Eine wirkliche Feedbackkultur gibt es nicht. Entscheidungen werden willkürlich gefällt und weder begründet noch transparent gemacht. Das Unternehmen wird patriarchich geführt. Einer hat das Sagen.
"Fester Bestandteil unserer Kultur ist der beständige Wandel und die agile Anpassung an die Bedürfnisse des Marktes und der Belegschaft." - Ein weiteres Zitat der Homepage, das aus meiner Wahrnehmung ebenfalls nicht stimmt.
Beständiger Wandel wird mit fehlender Strategie, Agilität mit Planlosigkeit verwechselt.
Die Bedürfnisse des Marktes? Wer hat die jemals erhoben und analysiert, geschweige denn diskutiert?
Im Quartalsabstand wird eine neue Sau durchs Dorf gejagt, - die nach einer Weile sang- und klanglos im Nichts verschwindet. Ein Plan ist dabei nicht zu erkennen.

Image

Schein und Sein weichen sehr voneinander ab. Die positiven Kununu- und andere Bewertungen sind dem Management aus Gründen der Mitarbeiter-Akquise immens wichtig.
Wenn nur halb so viel Energie an echte Mitarbeiter-Entwicklung gesteckt würde, wäre Schütze tatsächlich ein Vorzeige-Unternehmen.
Schütze verbrennt enorm viel Kraft und Geld in image-bildende Aktivitäten. Ein eigener Marketing-Bereich, Präsenz in verschiedensten Plattformen und Formaten, After Work Veranstaltungen ... Ich sehe nicht den Gegenwert.
Marketing sollte echte Substanz publizieren, nicht ersetzen.

Work-Life-Balance

Positiv: Überstunden sollen normalerweise vermieden werden. Falls sie doch anfallen, kann man sie flexibel abbummeln oder sich auszahlen lassen.
Negativ: Bedarf an Überstunden entsteht insbesondere in den Entwicklungsprojekten immer wieder - vor allem aufgrund mangelhafter Planung.

Karriere/Weiterbildung

Schulungen werden grundsätzlich in der Breite angeboten. Es existiert ein recht gutes Schulungskonzept. Weiterbildung wird bezahlt.
Karriere wird jedoch oft an nicht transparenten Kriterien festgemacht, Beförderungen willkürlich ausgesprochen und zum Teil auch gegen den Willen der Team-Mitglieder durchgesetzt.
Eine echte Mitarbeiter-Entwicklung kann ich nur in Ansätzen erkennen.

Gehalt/Sozialleistungen

Gehalt in der Breite unter dem Markt, bei einzelnen Positionen jedoch auch deutlich überdurchschnittlich.
Sozialleistungen sind in der Breite vorhanden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Hier leider auch mehr Schein als Sein. Einige Maßnahmen sind zu begrüßen, andere nicht nachvollziehbar.
Generell werden jedoch viele dieser Maßnahmen vorrangig ergriffen, um die Attraktivität des Unternehmens für Bewerber verbessern.
Fun Facts: Um die Bäume zu schonen, gibt es keine Visitenkarten mehr. Mit dem Verzicht auf tierische Nahrungsmittel bei durch Schütze ausgerichtete Caterings (beispielsweise Weihnachtsfeier) wird nachhaltiges Umweltbewusstsein symbolisiert.
Der Vorstand fährt SUV, auch innerhalb Berlins. Kein Kommentar.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt in den Teams und Bereichen ist naturgemäß normal, weder gut noch schlecht. Ich habe hervorragende Zusammenarbeit beobachtet, jedoch auch kleinkarierte Streitigkeiten.
Den bereichsübergreifenden Zusammenhalt kann ich nicht als sonderlich gut einschätzen. Dies ergibt sich schon aus der Verschiedenartigkeit der Kunden und Projekte in den Bereichen.

Umgang mit älteren Kollegen

Grundsätzlich ist hier ein kollegiales Verhalten festzuhalten.

Vorgesetztenverhalten

Mit ganz wenigen Ausnahmen ist das Verhalten der Vorgesetzten in allen Ebenen verbesserungswürdig bis katastrophal.
Grundsätzlich gilt der Spruch: "Nicht getadelt ist genug gelobt". Anerkennung; Feedback (geschweige denn konstruktives) und Wertschätzung sind Mangelware. Leistung und Erfolg wird schlicht vorausgesetzt und ist mit dem Gehalt abgegolten.
Eigene Fehler werden grundsätzlich nicht kommuniziert, geschweige denn transparent gemacht. Hingegen werden Erfolge gerne für sich selber vereinnahmt. Das führt manchmal lustigerweise dazu, dass ein Bärenfell mehrfach verteilt wird.
Ein zweites grundsätzliches Wesensmerkmal der Schütze sind nicht ausgesprochene Erwartungshaltungen seitens des Managements. Diese werden irgendwann als Bewertungsbasis beispielweise für Beförderungen, Prämien oder Gehaltserhöhungen herangezogen. Transparenz? Fehlanzeige.
Im mittleren Management macht sich eine klare Ellenbogen-Mentalität auf Kosten der Mitarbeiter breit. Offensichtlich ein gewollter oder zumindest geduldeter kultureller Change.
Und nicht zuletzt: schwere handwerkliche Fehler im Management, die auf Kosten der Belegschaft ausgebadet werden. Oft an der Grenze zum Dilettantismus.

Arbeitsbedingungen

Arbeitsbedingungen sind als außergewöhnlich positiv zu bewerten. Mobiles Arbeiten dank Notebook für jeden, Homeoffice bzw. Projektarbeit im Entwicklungsbereich im Büro. Kaum Reisetätigkeit. Moderne Büros. Gutes Mobiliar. Hier wird viel investiert.

Kommunikation

Es wird tatsächlich viel kommuniziert. Allerdings oft auch belanglose Dinge.
Schütze ist das erste mir bekannte Unternehmen, in dem keine Zahlen über Umsatz, Kosten und Marge, über Plan, Ist und Forecast offen kommuniziert werden. Es ist dem Mitarbeiter einfach nicht bekannt und damit nicht bewusst, ob und in welchen Bereichen das Unternehmen gesund ist oder Probleme hat. Und wie sich daraus abgeleitet für jeden Einzelnen eine Erfolgsbeteiligung am Jahresende ergeben wird.

Gleichberechtigung

Die geschlechter-bezogene Gleichberechtigung ist gegeben - vielleicht sogar etwas zu sehr zu Gunsten der Frauen ausgelegt. (subjektive Wahrnehmung)
Grundsätzlich wird formal sehr auf Gleichberechtigung in jeglicher Hinsicht geachtet.
In meiner Wahrnehmung werden jedoch "Lieblinge" besonders bevorzugt - und im Gegensatz nicht genehme Kollegen aus dem Unternehmen gedrängt.

Interessante Aufgaben

Im Entwicklungsbereich wird teilweise tatsächlich an state-of-the-art Technologien gearbeitet. Jedoch hat Schütze keine wirklichen Kunden, die einen tatsächlichen Anspruch an moderner und modernster Technologie und dazu passenden Projekt-Vorgehensmodellen benötigen und einfordern.
Im Beratungsbereich werden oftmals einfache Dienstleistungstätigkeiten wie Projektkoordinierung, Workshop-Moderation etc. als Beratung verkauft.
Es gibt jedoch auch Bereiche, die substanziell einen Mehrwert für die Kunden und gleichzeitig ein Alleinstellungsmerkmal der Schütze darstellen - bspw. E-Rechnung.
Leider sind das Ausnahmen und nicht die Regel. Und es ist nicht zu erkennen, dass zielgerichtet daran gearbeitet wird, weitere solcher Themen zu identifizieren und auf den Weg zu bringen. Schade.

Arbeitgeber-Kommentar

Martin Rebs, Mitglied des Vorstandes
Martin RebsMitglied des Vorstandes

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,

danke, dass Du so viel Zeit und Mühe investiert hast, Deine Sicht zu schildern. In fast jedem Satz spüre ich deine Enttäuschung, gerade in den Punkten, die Dir und auch mir so besonders wichtig sind. Daher macht es mich persönlich betroffen, dass wir es bei Dir nicht geschafft haben ein Umfeld zu bieten, was Dich begeistert und in dem Du Dich langfristig wohl fühlst.

Einige Punkte möchte ich aufgreifen: unser Wachstum ist nicht willkürlich, sondern folgt einer klaren Strategie. Diese stellten wir bspw. beim Jahresauftakt immer wieder vor. Wachstum ist auch wichtig, um unser Unternehmen zukunftsfähig zu halten. Es ist daher kein Selbstzweck, sondern ermöglicht uns neue Perspektiven, neue Regionen oder Branchen zu erschließen. Das ist ein wesentlicher Baustein eines sicheren Arbeitgebers, da wir nicht im Alten verharren, sondern uns stetig anpassen. Was uns aber gleichzeitig besonders wichtig ist: Wie arbeiten wir zusammen? Was erwarten wir voneinander? Gehen wir ehrlich und offen miteinander um? Deine Kritikpunkte daran nehmen wir ernst. Wenn das in Teilen von unserer Firma noch nicht gut funktioniert, müssen wir das ändern! Dazu haben wir uns etwas ausgedacht und werden kommende Woche die Kolleginnen und Kollegen aktiv einbinden. Gerade die aktuelle Corona-Situation und die damit geänderten Rahmenbedingungen und ein hoher Projektdruck in manchen Teams sind für alle herausfordernd. Schütze ist nicht perfekt, aber wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Werte zu leben und Versprechen zu halten.

Ganz klar sehe ich das Thema Vorgesetztenverhalten. Hier ist aus meiner Sicht etwas Wichtiges zerbrochen, was auch zu Deiner großen Enttäuschung führt. Das tut mir leid, manchmal geht es einfach richtig schief. Eine darauffolgende Trennung tut oftmals weh und macht Dinge bewusst, die jede Seite enttäuscht. Gern biete ich Dir an, dass wir uns zusammensetzen oder telefonieren, gerade da Du ein Teil von uns warst.

Ich hoffe, dass Deine Erwartungen sich bei Deinem neuen Arbeitgeber für Dich besser erfüllen lassen. Ich wünsche Dir für die Zukunft alles Gute.

Viele Grüße
Martin

Vorne hui, hinten pfui

2,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bei Schütze AG in Berlin gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Extrem schlechte Fehlerkultur

Image

Nach Außen hin tolles Image. Gratulation an das Marketing

Work-Life-Balance

Bei extremen Problemen sehr gut. Man kann seine Stunden reduzieren, wenn man es braucht. Wenn aber keine akute Krise vorliegt, dann bleibt man auch schonmal an seinem Geburtstag bis 20:30 Uhr im Büro.

Karriere/Weiterbildung

Wird auch sehr nach Lieblingen entschieden.

Gehalt/Sozialleistungen

Wird nach Sympathie ausgelotet

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Sehr gut. Hier wird wirklich drauf geachtet.

Kollegenzusammenhalt

Erst macht es einen tollen Eindruck, die Kollegen sind nett und hilfsbereit. Man hat richtig Lust dort anzufangen, aber nach einer Weile wird der Konkurrenzdruck höher. Dieser erreicht dann in den jährlichen Gehaltsrunden den Höhepunkt.

Umgang mit älteren Kollegen

Das wird sich in 10 Jahren zeigen...

Vorgesetztenverhalten

Unterschiedlich. Es gibt tolle vorgesetzte und welche die eine völlige Fehlbesetzung sind.

Arbeitsbedingungen

Büros sind guter Durchschnitt.

Kommunikation

Besser als in anderen Unternehmen. Trotzdem kommt viel Information nicht in den Fachabteilungen an.

Gleichberechtigung

Gehaltsrunden, Lieblinge, Bevorzugung.... Die Liste ist lang. Der Vorstand versucht Gleichberechtigung zwar zu leben, aber das kommt leider nicht immer bis nach unten.

Interessante Aufgaben

Bedingt...

Arbeitgeber-Kommentar

Martin Rebs, Mitglied des Vorstandes
Martin RebsMitglied des Vorstandes

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,

danke, dass Du Dir die Zeit für deine Bewertung genommen hast. Aus dieser lese ich eine große Enttäuschung, da Du Schütze für Dich als „Vorne hui, hinten pfui“ empfandest. Das finde ich sehr schade und tut mir leid. Daher möchte ich auf ein paar Deiner Punkte näher eingehen:

1.) „Arbeitsatmosphäre“: Diese empfandest Du nicht so, wie wir es bieten wollten. Schütze ist für mich auf der einen Seite eine ganz „normale“ Firma. Nicht alles ist immer rosig, manches unklar, ärgerlich oder nervt zuweilen. Aber Schütze ist auch ein Ort, an dem man sich einbringen kann und vor allem auch einbringen soll. Nur durch rechtzeitiges Feedback können wir unser Verhalten anpassen und uns ständig weiterentwickeln und Enttäuschungen, wie in Deinem Fall, entgegenwirken. Schütze sollte für jede und jeden ein Arbeitsplatz sein, wo man morgens gern hingeht oder aus dem Homeoffice an Besprechungen teilnimmt und an dem man gemeinsam an Lösungen für unsere Kunden arbeitet. Das geht aber nur, wenn man sich bei Missständen (und auch den guten Dingen) einbringt, diskutiert und das versucht sich gemeinsam zu verbessern. Das ist mein Wunsch: sich einbringen und den Kolleginnen und Kollegen auf Augenhöhe begegnen. Egal, ob alt, jung, schon lange dabei oder erst ganz frisch, Werkstudent oder im Management: nur durch Offenheit und Fairness im Umgang verlieren wir dieses gemeinsame Ziel nicht aus den Augen. Die Kultur und Atmosphäre machen wir alle gemeinsam und sie ändert sich auch, mit jedem neuen Mitglied, das zu uns kommt. Das ist gut, da wir so offen für Veränderungen bleiben.

2.) „Extrem schlechte Fehlerkultur“. Fehler sind wichtig. Durch Fehler lernt man. Am besten gemeinsam. Es kann gut sein, dass unter Druck manchmal etwas unter die Räder kommt und Kritik dann nicht auf Augenhöhe gegeben wird. Wir sind alles nur Menschen, die ganz individuell in den einzelnen Situationen reagieren. Jeder hat mal einen schlechten Tag oder schlechte Woche, das sollte jedoch nicht das Gesamtbild trüben. Gerade um Kritik zu äußern, gibt es Retrospektiven, das Patenprogramm, die Möglichkeit anonymen Feedback zu geben, die jährliche Mitarbeiterumfrage, Mitarbeitergespräche und die Möglichkeit direkt zu sprechen. Teamleitungen wurden deshalb ins Leben gerufen, damit man nah beieinander ist, Feedback direkt gegeben werden kann. Sich auch mal ärgern kann, aber auch gemeinsam Lösungen entwickelt. Trotz des Angebots gelang es bei Dir nicht Dich gut einzubinden. Ich würde mich daher freuen, wenn Du mich dazu ansprichst. Ich würde es gern verstehen und daraus lernen, was wir besser machen können und wo genau es klemmte.

3.) „Vorgesetzte“: Du nennst hier manche Kolleginnen und Kollegen eine „völlige Fehlbesetzung“. Wir sind eine wachsende Organisation und die weit überwiegende Mehrzahl unserer Team- und Geschäftsbereichsleitungen kommen von intern und werden unter starker Einbeziehung der zukünftigen Teammitglieder ausgewählt. Hier kann man selbst mitgestalten. Gleichzeitig ist das für die Kolleginnen und Kollegen eine hohe Herausforderung, wenn sie diesen Schritt gehen. Ich selbst habe das zwei Mal durch: vom Kollegen zum Vorgesetzten. Es ist nicht leicht richtig zu handeln, die richtigen Dinge zu tun. Zuweilen ist man blind, manchmal gestresst oder muss es erst lernen richtig zu führen. Viele Erwartungen prasseln nach Ernennung auf einem ein. Dennoch ist es wichtig, dass man sich auch hier entwickelt. Dazu braucht es Feedback und die Bereitschaft zum Lernen. Aber auch Vertrauen in die Personen. Nur so schaffen wir es intern eine Firma zu sein, die man mitgestaltet, wo Entscheidungen fallen und vor allem: wo man jeden Tag gerne hingeht.

Covid-19 ist auch nicht an uns spurlos vorrübergegangen. Es ist wie ein Brennglas, legt die guten Dinge frei und die Dinge, an denen wir gemeinsam arbeiten müssen. Ich habe bspw. höchsten Respekt vor unseren Eltern in der Firma, die im Homeoffice sich eben nicht nur Projekte betreuen, sondern gleichzeitig auch Homeschooling oder die Aufgaben der Kita mit übernahmen. Das ist absolute Höchstleistung und verlangt viel ab, kostet Kraft. Alle Teams mussten sich organisieren. Hier bin ich sehr stolz auf unsere Mitarbeitenden, wie sie die Zusammenarbeit und auch die Arbeit für unsere Kunden hinbekommen haben.

Ich wünsche Dir für die Zukunft alles Gute. Schade, dass es bei uns nicht klappte. Und ich würde mich freuen, wenn Du mit mir ins Gespräch kommst. Schütze sollte nicht ein Marketinggag sein, sondern eine Firma wo man sich einbringt und vor allem gern arbeitet.

Viele Grüße
Martin

Dem Wachstum wird leider alles andere untergeordnet. Darunter leidet im Beratungsbereich die Mitarbeiterzufriedenheit.

3,7
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Schütze AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- unternehmensweite Transparenz und keine Differenzierung nach "Ebenen"
- sehr nette Kollegen
- alle Überstunden können abgebaut werden
- das Gehalt ist sehr fair
- flexible Arbeitszeit und Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Schütze AG preist immer wieder ihre Arbeitnehmerfreundlichkeit an. Viele Dinge, die jedoch in anderen Unternehmen Standard sind, gibt es hier nur nach Verhandlung bzw. Anfrage, z. B. ein Jobticket oder die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten.

Außerdem ist der Druck auf die Mitarbeiter im Beratungsbereich aufgrund des Arbeitsvolumens enorm. Daran leidet die Mitarbeiterzufriedenheit und beispielsweise auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter.

Auch gibt es keine Erfolgsbeteiligung.

Verbesserungsvorschläge

- Kontrollierterer Mitarbeiterzuwachs
- mehr Augenmerk auf die tatsächliche Auslastung der Mitarbeiter
- mehr freiwillige Leistungen
- Das selbst aufgebaute Image als arbeitnehmerfreundlicher Arbeitgeber ist nicht (mehr) aktuell - hier muss etwas getan werden

Arbeitsatmosphäre

Die Kundenzufriedenheit zählt mehr als die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Image

Das Image, wie die Kunden es sehen, ist sicher gut. Für mich stimmt das Image als Arbeitgeber, der den Arbeitnehmer im Fokus hat, allerdings nicht mit der Realität überein.

Work-Life-Balance

Das große Versprechen des Unternehmens ist es, dass Überstunden vermieden werden sollen. In der Praxis findet das aber fast nicht so statt. Positiv ist, dass man jede Überstunde angerechnet bekommt und später abbauen kann.

Karriere/Weiterbildung

Gute Aufstiegs- und bezahlte Weiterbildungschancen.

Gehalt/Sozialleistungen

Ich kann für mich sagen, dass das Gehalt über dem Berliner Durchschnitt liegt, den ich sonst kannte.

Kollegenzusammenhalt

Die Zusammenarbeit im Team ist sehr gut. Man kann sich auf Hilfe verlassen.

Umgang mit älteren Kollegen

Siehe Punkt Gleichberechtigung.

Vorgesetztenverhalten

Man kann gut mit ihnen kommunizieren, jedoch sind sie zu oft nicht ansprechbar, da sie selbst komplett in Projekten ausgelastet sind.

Kommunikation

Es wird viel und gut kommuniziert, jedoch die besprochenen Sachen zu oft nicht umgesetzt.

Gleichberechtigung

Ein absolutes Positiv. Hier gibt es nichts auszusetzen und ich habe noch nie mitbekommen, dass ein Mitarbeiter schlecht behandelt oder benachteiligt wurde.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Arbeitsbedingungen

Interessante Aufgaben

Arbeitgeber-Kommentar

Martin Rebs, Mitglied des Vorstandes
Martin RebsMitglied des Vorstandes

Liebe Kollegin oder lieber Kollege,

herzlichen Dank für Deine Einschätzung zu uns. Du stellst gut differenziert dar, welche Dinge Dir gefallen und welche Punkte aus Deiner Sicht verbessert werden müssen. Du sprichst Punkte an, die mir und der ganzen Führungsebene wirklich sehr wichtig sind und einige, die ich anders sehe.

Du schreibst „Dem Wachstum wird leider alles andere untergeordnet. Darunter leidet im Beratungsbereich die Mitarbeiterzufriedenheit.“ Fangen wir mit dem Wachstum an: Ich finde es schade, wenn unser Erfolg am Markt bei Dir als Wachstumsdruck ankommt – aber Wachstum ist gar nicht unser primärer Antrieb! Die Eröffnung neuer Standorte ist für uns nicht einfach ein „Wachstumsding“ – vielmehr vermeiden wir so Reisezeiten für unsere Kollegen, denn unser Anspruch ist und bleibt, möglichst viele Projekte am eigenen Standort zu haben. Viele unserer Beraterinnen und Berater aus Berlin reisen z. B. mit der U-Bahn zu ihren Kunden. Auch leben wir Beratung anders als in der Branche, wo es üblich ist, dass ein Berater am Montag oder gar schon Sonntag zum Kunden losfliegt und am Donnerstag die Rückreise gen Heimat antritt, um Freitag am „Heimat“-Standort im Unternehmen zu sein. Gerade deshalb wachsen wir an den Standorten, wo unsere Kunden sitzen und schicken die Mitarbeiter die Woche über nicht woanders hin.

Wichtig finde ich auch den Punkt Mitarbeiterzufriedenheit. Mich schmerzt, dass Du es so wahrnimmst, als wenn die Kundenzufriedenheit über der Zufriedenheit der Mitarbeiter stände. Uns ist die Balance dazwischen wirklich sehr wichtig - diese müssen wir aber jeden Tag neu erringen. Ohne zufriedene Kunden würde es aber auch nicht funktionieren, aber ohne zufriedene Mitarbeiter werden wir keinen Erfolg (mehr) am Markt haben, denn wie sollen wir andere begeistern wenn wir intern das mit unseren eigenen Kolleginnen und Kollegen nicht können.

Kommen wir zum Punkt Work-Life-Balance. Du schreibst „Das große Versprechen des Unternehmens ist es, dass Überstunden vermieden werden sollen. In der Praxis findet das aber fast nicht so statt.“ Überstunden sollten vermieden werden. Das ist unser Versprechen. Es tut mir in diesem Punkt leid, dass Du es anders empfindest. Ich habe mir daher angesehen, wie viele Überstunden im Vergleich zu vertraglich vereinbarten Stundenzahl im Gesamtunternehmen und im Beratungsbereich in unserem Stundenbuchungssystem gebucht sind. Über alle Quartale im letzten Jahr waren es über das Gesamtunternehmen 3% und speziell in der Beratung 4%. Du kannst gern bei mir vorbeikommen, die Zahlen selbst anschauen und alles in Ruhe prüfen. Deine generelle Aussage bezogen auf das Gesamtunternehmen und speziell die Beratung als solche kann ich in diesem Punkt daher auf Basis der Fakten nicht nachvollziehen. Wir halten unser Versprechen.

Nur bist Du nicht das Gesamtunternehmen und empfindest das für Dich anders. Klar, es gibt Phasen, in denen wir jede freie Hand für unsere Projekte benötigen. Auch der Druck gute Arbeit zu leisten kann manchmal sehr hoch sein. Das stimmt absolut. Sicher ist es auch so, dass das Arbeitsvolumen nicht jeden Tag in genau 8 Stunden oder weniger zu bewältigen ist. Ich bin über jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter froh und auch wirklich dankbar, wenn sie oder er für das Team oder den Kunden in herausforderenden Situationen Lösungen schafft. Genau das unterscheidet uns oft auch von anderen Unternehmen: wir bleiben solange, bis es wirklich klappt. Wir halten unsere Versprechen, auch ggü. unseren Kunden. Hier fallen dann auch Überstunden an. Nun ist es wichtig, dass wir die Work-Life-Balance wirklich finden: Wie Du selbst schreibst, können diese anfallende Überstunden später abgebaut werden. Jetzt kommt ein für mich wichtiger Punkt: sobald wir etwas für den Kunden oder im Team gelöst haben, ist es wichtig, dass wir uns danach gleich erholen. Frei machen, auch im Kopf. Sonst entsteht auch keine Balance zwischen guter Arbeit und "den Kopf frei bekommen". Dies geht nur, wenn die Erhohlung zeitnah passiert.

Gerade da es mir wichtig ist, dass unsere Kollegen nicht durch ständige Überstunden ausbrennen, ist es so, dass Überstunden in eine für alle einsehbare Tabelle in unserem Wiki eingetragen, beantragt und damit vom Teamleiter genehmigt werden müssen. Transparenz soll auch hier helfen, zu verhindern, dass einzelnen Kollegen die tatsächlich sehr viel arbeiten ausbrennen. Ich kenne natürlich Kolleginnen und Kollegen die Überstunden sammelten und in heißen Projektphasen auch viel arbeiteten. Das ist in der Beratung bspw. manchmal wichtig. Aber auch gerade hier achten wir darauf, dass diese innerhalb eines überschaubaren Zeitraums wirklich abgebaut werden und diese Teammitglieder zeitnah durchschnaufen können. So schafft man es bei uns, ein ausgeglichenes Arbeitszeitkonto zu erreichen und im Durchschnitt überstundenfrei zu sein. Ich bin mir sicher, dass sich dieses Vorgehen sehr positiv von vielen anderen Beratungsunternehmen abhebt.

Weiterhin schreibst Du, dass das Image als arbeitnehmerfreundlicher Arbeitgeber nicht mehr aktuell ist. Ich finde schade, dass dies für Dich so ist, da Du ein wichtiger Teil von Schütze bist. Bitte komm auf mich zu und lass uns reden. Ich möchte, dass es sich für Dich wieder ändert und auch anders anfühlt.

Vielleicht hattest Du am 1. März die Gelegenheit, an der internen Vorstellung der Veränderungen innerhalb des Berliner Beratungsbereichs teilzunehmen: dort wurden viele Punkte schon adressiert, die die Arbeit weiter verbessern sollen. Auch die nun anstehenden Beratertage am 11. und 12. März sind ein wichtiges Forum für die gemeinsame Arbeit an Themen, die uns, vor allem die Dich bewegen. Auch das Thema Einarbeitung wird deshalb dort zur Sprache kommen, denn eine gute Einarbeitung im Projekt ist für uns wichtig und darf nicht leiden. Bitte habe den Mut, Deine Sorgen mit den Kollegen und Führungskräften aus der Beratung offen zu teilen, damit wir uns gemeinsam verbessern können. Deinen Wunsch nach Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen kann ich als Vorstand besonders gut nachvollziehen, denn ich möchte auch besprochene Sachen zeitnah umgesetzt wissen und wenn das nicht passiert, enttäuscht es mitunter. Wir schaffen das aber nicht alleine, denn zur Umsetzung brauchen wir alle Mitarbeiter, auch Dich. Deshalb beziehen wir euch auch immer wieder mit ein und haben auch gerade die Teams kleiner und überschaubarer gemacht.

Du wünschst Dir noch mehr freiwillige Leistungen, wie ein Jobticket? Ein Jobticket ist von manchen Kollegen gewünscht, von anderen aber explizit nicht – deshalb reden wir vor der Einstellung darüber. Auch später kann man im Rahmen der Mitarbeitergespräche darüber sprechen.

Die von Dir genannte Erfolgsbeteiligung geben wir gern bei guten und sehr guten Leistungen als Prämie vom gemeinsam erwirtschafteten Gewinn zum Jahresende. Dies steht Dir natürlich auch offen. Vielleicht ist hier in der Kommunikation zur Erfolgsbeteiligung mit Dir etwas schiefgelaufen, das tut mir leid! Wir werden das zukünftig besser und transparenter kommunizieren.

Ich freue mich, wenn Du mit Deinen Wünschen und Ideen noch öfter zu Deinen Teamleitern, Bereichsleitern oder auch zu mir kommst. Ich nehme mir gern Zeit für Dich. Auch wenn nicht alles gleich umgesetzt werden kann: wir hören zu und arbeiten permanent an der Verbesserung unserer Zusammenarbeit, gerade damit Kolleginnen oder Kollegen wie Du sich bei uns weiterhin aktiv einbringen und Schütze mitgestalten.

Nicht alles Gold, was glänzt

3,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Schütze Consulting AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

netter Umgang, tolle Events, tolle Benefits (Sportclub, Obst, Kekse, Kaffee usw.), Klimaanlage, schöne Räume, Flexibilität bei Arbeitszeitmodellen, überpünktliche Bezahlung

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Keine Gleichberechtigung von Frau und Mann, Zahlung nach Sympathie

Verbesserungsvorschläge

Frauen und Männer gleich behandeln, mehr Wertschätzung, gerechte Verteilung der Jahressonderzahlung (scheint nach Sympathie zu gehen), mehr Urlaub

Karriere/Weiterbildung

Wurde nur den Lieblingen ermöglicht. Wer nicht schleimt, kommt hier nicht weiter.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt ist gut. Aber nur, wenn man dem Chef sympatisch ist, dann kann man evtl auch als Frau mehr verdienen. Allerdings verdienen die Männer trotzdem wesentlich mehr.

Kollegenzusammenhalt

Die meisten Kollegen sind sehr nett. Die "höhere Ebene" ist sehr arrogant und von oben herab

Umgang mit älteren Kollegen

Nichts negatives

Vorgesetztenverhalten

Wie gesagt, als Frau hat man es dort nicht leicht. Üblicherweise gibt es keine Frau in der Führungsebene. Leider teilweise sehr unprofessionell bei Mitarbeitergesprächen, Chefs werden schnell persönlich

Arbeitsbedingungen

Sehr schöne Räume, neueste Technik

Kommunikation

Einer Frau wird leider kein offenes Ohr gewidmet

Gleichberechtigung

Leider nein.


Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Interessante Aufgaben

Arbeitgeber-Kommentar

Martin Rebs, Mitglied des Vorstandes
Martin RebsMitglied des Vorstandes

Liebe Kollegin,

ich danke Dir für Deine direkte und offene Meinung.

Zugleich bestürzt mich diese sehr, da gerade Schütze für ein diskriminierungsfreies Miteinander steht. Da ich aus eigener persönlicher Erfahrung Diskriminierung erlebte und dieses Thema insgesamt sehr wichtig ist, nehme ich als Vorstand Deine angesprochenen Punkte sehr ernst.

Wir haben auch schon in der Vergangenheit wichtige Maßnahmen getroffen, bspw. durch die Besetzung der neuen Teamleiterrollen in der Mehrzahl mit Kolleginnen. Wie Du vielleicht nicht weißt, diskriminieren wir auch positiv – bei gleicher Eignung von Kandidaten bevorzugen wir Frauen. Derzeit sind zwei wichtige Stellen in der Bereichsleitung Entwicklung und Beratung offen. Wir hoffen auch hier, dass sich verstärkt Frauen bewerben und durchsetzen.
Dass unsere Bemühungen bei Dir noch nicht angekommen sind, gibt mir Anlass, das Thema intensiv mit allen Kolleginnen und Kollegen erneut in diesem Jahr zu thematisieren. Ich möchte, dass auch insbesondere Frauen – gern auch mit jungen Kindern - weitere Führungspositionen im Unternehmen besetzen. Gerade auch damit Kolleginnen bei gleicher Leistung und Tätigkeit nicht schlechter bezahlt werden als unsere männlichen Kollegen, sind die Gehälter für alle einsehbar.

Auch, dass Du Deine Führungskraft als arrogant wahrnimmst, tut mir sehr leid und entspricht nicht unserer Vorstellung von Führung im Unternehmen. Insbesondere uns als Vorstand ist es sehr wichtig, dass Führungskräfte ihren Mitarbeitern auf gleicher Augenhöhe begegnen und diese nicht von oben herab behandeln. Hierzu werten wir auch das detaillierte Feedback der jährlichen anonymen Mitarbeiterumfrage zum Vorgesetztenverhalten genau aus und leiten konkrete Maßnahmen ab.

Schütze steht von Anfang an für Offenheit auf allen Ebenen, daher lade ich Dich ein, direkt ein vertrauliches Gespräch mit mir oder unseren benannten Ansprechpartnern für Diskriminierung und Gleichstellung zu suchen. Unsere Tür steht immer für Dich offen, damit wir gemeinsam Lösungen finden können und Deine hier kundgetane Einschätzung die Wertschätzung erfährt, die das Thema „Gleichberechtigung“ und „Führungsverhalten“ im Vorstand und auch im Gesamtunternehmen hat.