Guter Arbeitgeber mit Luft nach oben!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das stetig wandelnde Aufgabenfeld des Unternehmens bietet einem immer wieder spannende Tätigkeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das stetig wandelnde Aufgabenfeld des Unternehmens verlangt einem viel Flexibilität ab, die mittlerweile erschöpft ist und droht, die gewohnte Qualität zu gefährden.
Verbesserungsvorschläge
Auch wenn es im aktuellen Arbeitsumfeld und auf Grund der Krisen schwer ist, eine große Transparenz zu schaffen, so müssen die Themen Gehalt und Weiterbildung fokussiert werden.
Arbeitsatmosphäre
Viele Vorgesetzte loben regelmäßig für gute Arbeit und zeigen eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Eigene Wünsche kann man regelmäßig einbringen. Neue Projekte und Aufgaben werden regelmäßig dargestellt. Vorschläge können über verschiedene Kanäle kommuniziert werden. Die anhaltende Dauerkrise im Bereich der Kundschaft und strickte Umsetzung von neuen Prozessen durch den Mutterkonzern sorgen für viel Unsicherheit, Intransparenz und Unruhe.
Kommunikation
Es werden regelmäßige Besprechungen gehalten, in denen man sich auch selbst aktiv einbringen kann. Über ein Intranet können viele Informationen zu unterschiedlichsten Aufgabenbereichen abgerufen werden und Postings für entsprechende Fachabteilungen hinterlassen werden. Sogar auf der Geschäftsführungsebene werden regelmäßig Fragerunden organisiert und per Videobotschaft Neuigkeiten kommuniziert. Ein etablierter Betriebsrat unterstützt ebenfalls in vielen Themenbereichen. Über LinkedIn gibt es auch immer wieder Beiträge zu wichtigen Inhalten. Der Wunsch nach jährlichen abteilungsübergreifenden Präsenzmeetings bleibt noch ein Traum. Gelegentlich verschwinden auch noch eigene Beiträge ins ungewisse und werden nicht gehört.
Kollegenzusammenhalt
Im Außendienst mit anderen Kollegen läuft die Zusammenarbeit gut. Die Kooperation mit Freelancern verläuft ebenfalls reibungsfrei und produktiv. Abteilungsübergreifende interne Kooperationen, um ggf. neue Herausforderungen anzugehen oder bestehende abteilungsübergreifende Prozesse zu optimieren, sind eher eine Seltenheit. Eine Ellenbogenmentalität macht sich langsam breit. Viele sehen sich offenbar nur noch in der Rolle des Feedbackgebers und nicht mehr als Feedbacknehmer. Die Motivation scheint generell auf Grund der immer größeren geforderten Flexibilität stetig zu sinken.
Work-Life-Balance
Urlaubswünsche und Anträge bezüglich eigener Einsatzplanungen werden zum großen Teil berücksichtigt. Arbeitszeiten sind aus Kundensicht auch mal sehr optimistisch geplant und sorgen schon für ein höheres Maß an Organisation. Auch längere Dienstreisen sorgen für eine schwierigere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wie es in anderen Branchen der Fall ist. Jedoch werden nach Rücksprache mit den Führungskräften dafür auch gerne Ausgleichszeiten gewährt. Eine erfolgte psychologische Gefährdungsbeurteilung durch die Mitarbeiter ergab ein stabiles Arbeitsumfeld. Eine klarere abteilungsübergreifende einheitlich Arbeitszeitenregelung, die sowohl das Maß an Überstunden im Fokus behält als auch ein Maß an Vertrauensarbeitszeit berücksichtigt, muss noch etabliert werden. Miteinander zu reden ist das A und O.
Vorgesetztenverhalten
Egal ob Projektleiter, Abteilungsleiter oder fachliche Vorgesetzte - alle machen aus meiner Sicht im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten einen guten Job. Natürlich gibt es auch einzelne, die leider keine Antworten auf Anfragen geben und generellen Verbesserungsvorschlägen sehr kritisch gegenüberstehen. Viele der bisherigen negativen Bewertungen sind aber aus meiner Sicht ungerechtfertigt. Man darf nicht vergessen, dass viele Vorgaben seitens des Mutterkonzerns existieren und leider auch gewisse Kunden seltsame Vorstellungen haben. Auch die aktuelle Dauerkrise in Deutschland und in vielen Bereichen unserer Kundschaft sorgen dafür, dass viele Ideen nicht umgesetzt werden können. Dennoch zeigen die meisten Vorgesetzten immer noch ein offenes Ohr und sind auch aktiv in operativen Tätigkeiten eingebunden. Dadurch hat man immer die Möglichkeit, seine eigene Meinung in Entscheidungsprozesse einzubringen.
Interessante Aufgaben
Auch wenn man in der aktuellen Krise immer im harten Kampf mit Konkurrenten ist und auch schon mal Aufträge abgeben musste, so konnte man an anderer Stelle auch immer neue Aufgaben hinzugewinnen. Wer eine hohe Flexibilität und Selbstständigkeit mitbringt, kann durchaus in vielen Themenbereichen einen Einstieg finden. Wem hier langweilig wird, der macht selbst irgendwas falsch. Natürlich werden auch in Form von vorgegebenen Leitfäden viele Inhalte vorgegeben, jedoch hat man auch immer in Austausch mit Kunden eine Möglichkeit eigene Inhalte zu vermitteln. Über verschiedene Teams-Kanäle kann man sich immer auch in neue Arbeitsgruppen etablieren. Innovationen wie KI sollte man noch energischer begegnen, aber auch hier zeigen sich konzernweite interne Kooperationen, um gegenüber der Konkurrenz nicht abgehängt zu werden.
Gleichberechtigung
Es werden viele Jobs und Tätigkeiten auch intern ausgeschrieben. Alle können sich darauf bewerben und es werden Männer und Frauen gleichermaßen berücksichtigt. Bzgl. der Vergabe interner Projekte könnte man noch mehr Transparenz zeigen. Hier passiert es noch zu oft, dass Engagement für neue Themen nicht gewürdigt wird und sich Enttäuschung breit macht.
Umgang mit älteren Kollegen
In Bezug auf die internen Arbeitsprozesse werden ältere Kolleg:innen genauso geschätzt, wie die Jüngeren. Auch im Beriech von Freelancern setzt man auf erfahrenes Personal. Die Einstellung von älteren Personal auf offene Stellen, erfolgt aus meiner Sicht noch zu selten und muss im Zeitalter einer immer älter werdenden Gesellschaft noch als Erfolgsstrategie gefunden werden. Jedoch ist dies auf Grund der immer öfters erfolgten internen Besetzung von offenen Stellen auch in letzter Zeit kaum möglich gewesen. Wie man auch ältere Kollegen überzeugen kann, bis ins hohe Alter zu arbeiten, scheint auch noch nachrangig betrachtet zu werden, da viele ältere Kolleg:innen oft eine Teilzeitregelung oder Frühruhestand in Betracht ziehen.
Arbeitsbedingungen
Also ich vermisse nichts in meinem Arbeitsumfeld. Der neuste Stand der Technik ist es jetzt nicht und auch manche Arbeitsorte bei Kunden bedürfen einer Verbesserung. Dies sollte sich aber nicht in einer Bewertung der Screen widerspiegeln, sondern eher in einer Bewertung des Kunden. Die Screen - Büroräume sind auf hohem Stand und ich habe alles zum Arbeiten, was ich brauche. Die Zeiten, in denen ich im Home-Office unterwegs bin, empfinde ich als sehr angenehm und produktiv. Schnellere und unkompliziertere Beschaffungswege von Bürobedarf im kleineren Budgetrahmen wäre noch ein Punkt auf meiner Wunschliste. Auch eine schnellere Bearbeitung von Fehlermeldungen im Umgang mit verfügbaren Programmen wäre toll. Man versteht sich aber immer zu helfen und kann seine Arbeit erledigen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Engagement für soziale Projekte ist in letzter Zeit zu sehr auf der Strecke geblieben. Auch das Umweltbewusstsein lässt zu Wünschen übrig. Effizientere Einsatzplanung und Umstieg auf E-Mobilität für alle Außendienstler sollten stärker forciert werden. Die Nutzung von nahegelegenen Hotels an bestimmten Seminarorten bleibt aus Budgetgründen eher eine Ausnahme. Die Digitalisierung hat sich noch nicht in allen Bereichen etabliert, was immer noch einen hohen Papierverbrauch nach sich zieht. Nutzung von Fahrgemeinschaften bleibt eine Ausnahme.
Gehalt/Benefits
Gehalt kommt pünktlich und es gibt auch Sozialleistungen, die sich mittlerweile bei vielen Unternehmen wiederfinden. Lange hat es jedoch keine realen Lohnsteigerungen mehr gegeben. Eine Etablierung eines Bonussystems für großen Arbeitseinsatz bleibt trotz mehrmaliger Vorschläge aus. Ein schon lange diskutierter Punkt der seitens der Führungsebene schon lange umschifft wird, weil man hier offenbar keine Handlungsmöglichkeiten sieht und zu sehr von Konzern- und Kundenforderungen abhängig ist.
Image
Man hört aus vielen Richtungen positives Feedback, welches sich auch in Bewertungen auf Lernplattformen des Kunden widerspiegelt. Vorgesetzte berichten auch regelmäßig, wie zufrieden Kunden mit der Arbeit des Trainingspersonals ist. Das Feedback welches Seminarteilnehmende über Feedbackbögen weitergeben ist auf hohem Niveau. Es herrscht eine sehr lange Kooperation von einzelnen Abteilungen mit bestimmten Kunden, was sich oft in der Art der Beauftragung widerspiegelt. So suchten auch seit kurzem andere Kunden aus anderen Segmenten die Kooperation mit uns. Wenn man es zukünftig schafft, regelmäßiger detailliertere Auswertungen solcher Feedbacks an betroffene Abteilungen zu kommunizieren, wird dies auch gegenüber dem eigene Personal deutlich.
Karriere/Weiterbildung
Man hat über interne Learning Nuggets und Plattformen wie LinkedIn Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Der Zugriff auf zahlreiche Leitfäden ermöglicht auch eine selbstständige fachliche Weiterentwicklung. Gut organisierte zertifizierte Präsenztrainings sind mittlerweile ausgestorben oder so selten, dass diese kaum noch im Fokus des Außendienstpersonals erscheinen. Ausführliche Einarbeitungspläne verstauben eher auf irgendwelchen Laufwerken, statt aktiv genutzt zu werden. Hier und da kann man mal Kollegen in Seminaren begleiten, um seine eigene Einarbeitung voranzutreiben. Eine Möglichkeit in der Hierarchie aufzusteigen ist aus meiner Sicht nahezu unmöglich, da solche Positionen weder intern ausgeschrieben werden, noch mit entsprechenden Personalentwicklungsprozessen untermauert werden. Über Kompetenzdatenbanken und unregelmäßige Personalgespräche behält man aber zumindest einen guten Überblick, über Interessen des eigenen Personals. Dies in Zukunft aktiver zu nutzen wird die nächste große Herausforderung sein.

