Es ist so schade...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Unsere Teams und Kollegen!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Diese Bewertung wird wahrscheinlich wieder ungehört bleiben und stattdessen mit neuen authentisch-positiven Bewertungen beantwortet werden.
Verbesserungsvorschläge
Bitte realisiert, dass die Belegschaft der Schlüssel zur Erreichung unserer Ziele ist. Seid ehrlich und transparent in dem, was ihr tut und kommuniziert. Die Realität der SD Worx und deren Mitarbeiter findet nicht auf Schnittchen-Parties in Co-Working-Spaces statt. Man vertraut einander immer weniger und das Management spielt hierbei bewusst und unbewusst eine Schlüsselrolle.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre in den Teams ist überwiegend kollegial und von Teamgeist geprägt. Man hilft sich, wo man kann, um den Vorgaben und Erwartungen zu entsprechen. Steter Know-How und Kapazitätsverlust bringen viele Teams allerdings zunehmend in Schwierigkeiten, die sich nicht mehr durch pragmatische Maßnahmen auflösen lassen. Wenn langjährige und erfahrene Teammitglieder das Unternehmen verlassen (oder verlassen müssen), ist den Teams nicht mit aktionistischem Recruiting geholfen. Das für unsere Arbeit als Payroll- und Softwarehersteller benötigte Wissen lässt sich nicht durch die 1:1-Besetzung der Stelle sichern. Unsere Kunden mit Software und Service zufriedenzustellen, benötigt Wissen, welches es zu sichern und weiterzuentwickeln gilt. Wissensträger verlassen SD Worx entweder durch Eigenkündigung oder z.B. Rente.
In großen Teilen der Belegschaft glaubt man nicht mehr, dass die Cash-Cows in Zukunft überhaupt noch gewartet werden können, weil Fachwissen schlicht nicht mehr vorhanden ist.
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Ich habe seit sehr langer Zeit mit niemandem in meinem Kollegen-Kreis gesprochen, der bestätigt, gerne bei SD Worx zu arbeiten. Ich habe das Gefühl, dass seit Monaten die Arbeitnehmerkündigungen, vor allem langjähriger Kolleg*innen, zunehmen.
Karriere/Weiterbildung
Soviel ich weiß, wird sehr viel Aufwand in die Entwicklung von Karriereplänen investiert. Um ehrlich zu sein: Ich habe letztens etwas von einem „Peter-Prinzip“ gelesen. Und da habe ich vieles wiedererkannt, was ich bei SD Worx erlebe. Weiterentwicklung bzw. Karriere wird überwiegend immer noch nach den alten Mustern praktiziert. Wenn man nur im Ansatz den Eindruck vermittelt, den eigenen Manager zu überholen, wird man kaltgestellt. Dann lohnt es nur zu warten, bis dieser wieder weg ist, um es dann nochmals zu versuchen. Bei SD Worx Deutschland macht man keine Karriere mit nachgewiesener Leistung und Kompetenz. Man schafft es nur, wenn man die interne Politik durchschaut und für sich nutzt, und man bleibt es, wenn man seinem Manager nicht unbequem wird.
Bei der Weiterbildung ist, wie oben beschrieben, oft an den Bedarfen vorbei. Was von den Teams an Weiterbildung benötigt wird, entscheidet der Manager, der oft sehr weit weg von den Teams ist. Weiterbildungsbedarfe werden abgefragt, dann geplant und dann erheblich gekürzt.
Gehalt/Benefits
Man versucht mit Sachbezügen wie Essensgutscheinen, Einkaufsgutscheinen, betrieblicher Krankenversicherung usw. die Gehälter aufzuwerten. Am Ende zählt das Gehalt der Kolleginnen und Kollegen auf der Abrechnung. Und das ist oft nicht mehr konkurrenzfähig auf dem Arbeitsmarkt. Das 2.Jahr in Folge wurde der erfolgsabhängige Gehaltsanteil gekürzt. Gehaltsanpassungen werden im unteren einstelligen %-Bereich verteilt. Da hilft auch das jahrelange eingeführte Gehaltssystem nicht wirklich. Es bringt Transparenz über die in vielen Bereichen wirklich nicht mehr angemessene Entlohnung. Das Gehalt wird nun seit ein paar Monaten auch am letztmöglichen Tag im Monat ausgezahlt, um den Cashflow des Unternehmens zu optimieren. Dieses Signal führte zu wenig Verständnis bei den Teams.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist das Schmiermittel im Prozess bei SD Worx. Man hilft sich, wo man kann.
Vorgesetztenverhalten
Eine der größten Schwächen und Hebel der SD Worx in Deutschland. Führungskräfte, die nah am Team sind,tun ihr Bestes, um zu unterstützen. Umso weiter Vorgesetzte entfernt sind von der Realität der Produktion, umso mehr Aufwände werden für Cover-your-own-ass aufgewendet. Aktuell wird die Führungslandschaft unter dem Label „Enablement“ wieder neu umorganisiert und das Heil in neuen, durchaus teils motivierten Führungskräften gesucht, die aus der vorhandenen Struktur herausgeschnitzt werden, obwohl es vielerorts an Kapazität fehlt. Und noch vor 6 Monaten musste ein sog. „Wasserkopf“ abgebaut werden. Geschätzte Führungskräfte mussten gehen oder wurden aufs Abstellgleis gestellt. Die Frage nach dem Warum wird schlicht nicht beantwortet. Toxisches Verhalten von Managern und Vorgesetzten wird leider toleriert. Vorgesetzte können ungestraft z.B. Gehaltskürzungen androhen, wenn unerreichbare Ziele nicht erreicht werden. Dies anzuzeigen führt im harmlosesten Fall (!) zu keiner Reaktion der Unternehmensführung.
Unsere SD Worx setzt wieder auf klassische Matrixorganisationen und versucht dieser ein agiles Mäntelchen anzuziehen. Selbstorganisation wird wieder abgeschafft.
Arbeitsbedingungen
Werden immer schwieriger. Es mangelt an Kapazität und branchen- wie fachspezifischen Know How. Seit längerer Zeit wird bei Neueinstellungen bewusst nicht mehr nach Payroll-Know-how gesucht. Gleichzeitig gibt es einen in der internen Kommunikation bewusst ausgeblendete Abwanderung von Produkt- und Payroll-Wissen. Das führt nun dazu, dass die Eigenprodukte nicht mehr adäquat weiterentwickelt werden können, weil es schlicht an Know-How fehlt. Die Last auf den Schultern der letzten verbliebenen Know-How-Träger wird immer größer. Die klassischen Folgen, wie Burn-Out, Teilzeit-Gesuche und Arbeitnehmerkündigungen usw. werden einfach totgeschwiegen. Intern wird bereits befürchtet, dass der Punkt bereits überschritten ist, das Ruder wieder rumzureissen, denn die einzige Lösung scheint das planlose Recruiting. Leider wieder ohne auf notwendiges Know How bei Bewerber*innen zu achten. Interne Weiterbildungen decken leider nicht im Ansatz den Bedarf und Wissensaufbau. Die Teams sind mangels Kapazität und Wissens damit oft alleingelassen im Onboarding. Probezeitkündigungen seitens der Neuen sind nicht mehr die Ausnahme.
Das Management muss verstehen, dass die Produkte und Dienstleistungen der S
Kommunikation
Bei SD Worx besteht eine langjährige Herausforderung in der Kommunikation. Es finden täglich viele Meetings, Townhalls, All-Hands-Veranstaltungen und ähnliche Formate statt. Oft werden Inhalte und Präsentationen vorgelesen, die ursprünglich nicht für die Belegschaft oder die Teams gedacht waren. Das Management legt dabei einen Schwerpunkt auf die eigene Darstellung. Manchmal werden kritische Fragen nicht direkt beantwortet, sondern eher diplomatisch umgangen. Die Kommunikation deckt nicht immer den Bedarf der Teams an klaren Informationen und Entscheidungsgrundlagen. In All-Hand-Meetings fragen sich die Mitarbeiter manchmal, ob das Management über ein anderes Unternehmen berichtet. Es wird sich im Management viel gegenseitig gedankt, ohne dabei die Bedingungen zu erwähnen, unter denen die Erfolge erzielt wurden. Es fehlt schlicht die Einsicht des Managements, dass die Belegschaft nicht unterhalten werden muss, sondern Klarheit und Transparenz braucht, um ihre Aufgaben zu erledigen.

