Werte für die Vitrine – in der Realität: Stillstand, Ungleichheit und Günstlingswirtschaft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Work-Life-Balance: Hohe Flexibilität – Homeoffice oder Büro, oft spontan entscheidbar. Ideal für Familien.
Wohlfühlmomente: Guter Kaffee, große Teeauswahl und tägliche Salatbar.
Teamgefühl: Jährliche Ausflüge und das Jahrestreffen fördern den Zusammenhalt.
Lage & Büro: Direkt am Bahnhof, hervorragende Anbindung. Modernes, helles Arbeitsumfeld.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Undurchsichtige Vergütung: Keine Klarheit über Gehaltsfindung oder -anpassungen.
Karrierewege: Chancen existieren kaum und sind Beziehungsabhängig.
Günstlingswirtschaft: Persönliche Kontakte entscheiden, nicht Leistung.
Keine Förderung: Weiterbildungsmöglichkeiten fehlen.
Geteilte Kommunikation: Öffentliche Runden ohne Relevanz – echte Entscheidungen im Verborgenen.
Verbesserungsvorschläge
Führen Sie faire, transparente Regelungen für alle ein – unabhängig vom Einstiegsdatum.
Bitte leben Sie die schönen Unternehmenswerte, die wir nach außen zeigen, auch im Alltag: Fairness, Respekt und echte Wertschätzung für jede:n. Ein guter Anfang wäre, in die Belegschaft zu investieren – z. B. durch regelmäßige Gehaltsanpassungen (mindestens zum Inflationsausgleich), klare Karriereperspektiven und offene Weiterbildungsmöglichkeiten für alle.
Das würde Vertrauen stärken, die Stimmung heben und das Unternehmen für alle – ob langjährig oder neu – noch attraktiver machen.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung hat sich in den letzten Monaten spürbar verschlechtert. Immer mehr Kollegen sind unzufrieden und melden sich krank – oft dieselben Personen, vor allem durch steigende Belastung. Der einst gepriesene Familienspirit ist praktisch verschwunden; stattdessen distanzieren sich Führungskräfte zunehmend von den Mitarbeitern. Was bleibt, ist ein Unternehmen, das sich nach außen als „anders“ verkauft, aber intern wie viele andere agiert: ohne echte Nähe, ohne Fairness.
Image
Die internen Probleme nehmen zu, doch das nach außen gepflegte positive Bild entspricht der Realität immer weniger.
Work-Life-Balance
Ein klarer Vorteil: Dank flexibler Zeiten, Homeoffice-Optionen und gelassener Atmosphäre lässt sich Job und Privatleben ausgezeichnet balancieren.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen sind stark eingeschränkt und hängen fast ausschließlich vom persönlichen Draht zu den Vorgesetzten ab. Weiterbildungen fehlen weitgehend – ein festes Budget gibt es nicht. Konferenzbesuche sind selten und nur einem kleinen Kreis vorbehalten. Externe Kursplattformen existieren nicht; lediglich interne Pflichtschulungen zur Arbeitssicherheit werden angeboten.
Gehalt/Benefits
Gehälter werden intransparent vergeben und bleiben bei vielen Mitarbeitern über Jahre unverändert und ohne Inflationsausgleich – obwohl die Unternehmensgewinne jährlich steigen. Persönliche Leistungen und Engagement spielen keine Rolle.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Arbeitgeber engagiert sich regelmäßig für verschiedene Sozialprojekte und macht das teilweise spielerisch, z. B. durch sportliche Mitarbeiter-Challenges.
Umgang mit älteren Kollegen
Uneinheitlich und undurchsichtig: Einige langjährige Mitarbeiter genießen weiterhin umfangreiche Benefits, während andere – trotz ähnlicher Betriebszugehörigkeit – leer ausgehen.
Arbeitsbedingungen
Die Räumlichkeiten sind top: helle, klimatisierte Büros mit ergonomischen Stühlen und hochwertigen Tischen. Küche mit kostenlosem Kaffee, Tee und Wasser ist vorhanden – hier stimmt die Ausstattung wirklich. Negativ: Monitore auf niedrigem Niveau, und der versprochene regelmäßige Laptop-Tausch bleibt aus; einige arbeiten mit veralteten Geräten.
Kommunikation
Es existieren zwei Kommunikationsebenen: eine offizielle, die nur zum Schein stattfindet und keinerlei Einfluss hat. Die tatsächlichen Entscheidungen fallen hinter verschlossenen Türen in einem engen, abgeriegelten Kreis – der Rest der Belegschaft erfährt sie erst später, wenn die Folgen spürbar werden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgabenverteilung bleibt intransparent: Manche Kollegen stecken permanent in monotonen Routinen fest, andere erhalten abwechslungsreiche, spannende Projekte – der Unterschied hängt spürbar vom persönlichen Draht zu den Vorgesetzten ab.


