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Bewertung

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Nicht vom Image blenden lassen

3,3
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Stuttgart gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Aufgaben sind sehr spannend und abwechslungsreich. Es besteht die Möglichkeit, viel Verantwortung zu übernehmen und sich durch interessante Projekte weiterzuentwickeln.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Hohe Leistungserwartungen bei gleichzeitig geringer Wertschätzung. Die Kommunikation ist wenig konstruktiv und oft intransparent. Das Verhältnis zwischen gefordertem Einsatz und Anerkennung stimmt nicht.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Ehrlichkeit und echtes Wohlwollen gegenüber Mitarbeitern. Wertschätzende Kommunikation statt reiner Ergebnisorientierung. Realistische Erwartungen an Work-Life-Balance und transparente Gehaltsstrukturen würden die Arbeitgeberattraktivität deutlich steigern.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist sehr unterschiedlich. Anfangs oft von Micro-Management geprägt mit wenig Eigenverantwortung. Wer sich und seinen Wert bewiesen hat, kann sich mit der Zeit Freiräume erkämpfen, in denen eigenständiges Arbeiten möglich wird und es sich deutlich besser arbeiten lässt.

Kommunikation

Die Kommunikation ist leider eine Schwachstelle. Feedback erfolgt oft sehr direkt und fokussiert auf Fehler, allerdings fehlen häufig konkrete Verbesserungsvorschläge – was wenig konstruktiv ist. Alternativ wird Kritik indirekt oder über Umwege kommuniziert.
Problematisch ist auch die unterschiedliche Informationsweitergabe an verschiedene Personen, was zu Unstimmigkeiten führt und das Vertrauen belastet.
Insgesamt fehlt es an einer wohlwollenden, transparenten Kommunikationskultur.

Kollegenzusammenhalt

Unter den Mitarbeitenden sehr gut – hier herrscht ein unterstützendes und kollegiales Miteinander.

Work-Life-Balance

Hohe Leistungserwartungen prägen den Arbeitsalltag. Wer auf Work-Life-Balance achtet, wird schnell als nicht ausreichend leistungsbereit wahrgenommen. Selbst bei hohem Engagement wird häufig kommuniziert, dass Erwartungen nicht erfüllt wurden – oft wenig wertschätzend formuliert.
In manchen Rollen wird mindestens 100% Auslastung auf Kundenprojekten erwartet, plus zusätzliche interne Aufgaben. Arbeitstage von 10 Stunden werden als normal angesehen. Klare Regelungen zum Überstundenabbau oder zur Auszahlung fehlen.
Verbesserungspotenzial: Realistischere Erwartungen, konstruktivere Feedbackkultur und transparente Überstundenregelungen würden die Situation deutlich verbessern.

Vorgesetztenverhalten

Die Themen aus "Work-Life-Balance" gelten hier entsprechend. Mitarbeiter werden primär als austauschbare Ressource betrachtet, nicht ausschließlich, aber doch schon.
Beispielhaft wurde in Projektphasen kommuniziert, dass maximaler Einsatz erwartet wird – auch wenn dies zur Kündigung von Mitarbeitern führt, da das Projekt im Lebenslauf wichtiger sei als die Mitarbeiterbindung.
Wertschätzung und langfristige Mitarbeiterentwicklung stehen nicht im Fokus der Führung.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind durchaus spannend und abwechslungsreich. Eigeninitiative ist gefordert und wird vorausgesetzt. Die Projekte sind oft herausfordernd, aber in der Regel auch sehr interessant und bieten Entwicklungspotenzial.

Gleichberechtigung

Hier habe ich keine Probleme wahrgenommen. Gleichberechtigung scheint gewährleistet zu sein.

Arbeitsbedingungen

Sehr gut – man erhält alle notwendigen Arbeitsmittel und Ausstattung ohne Probleme. Hardware, Software und Material sind auf gutem Niveau.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird ein Nahrungswald-Projekt gefördert, das auch tatsächlich ernst genommen wird. Das Engagement wirkt authentisch und nicht wie oberflächliches Greenwashing.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt variiert stark je nach Verhandlungsgeschick – von sehr gut bis unterdurchschnittlich. Wer seinen Marktwert nicht kennt, wird tendenziell niedriger eingestuft. Gehaltstransparenz oder interne Fairness sind nicht gegeben.
Vorsicht bei Bonusvereinbarungen: Die Kriterien für die Auszahlung sind oft schwer erreichbar. Man darf nicht fest mit vereinbarten Boni rechnen, unabhängig vom eigenen Engagement. Konkret gab es in vier Jahre nur einmal eine anteilige Bonusauszahlung.

Image

Positiver als die internen Realitäten vermuten lassen. Das Image nach außen stimmt nicht vollständig mit den tatsächlichen Arbeitsbedingungen überein.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung findet primär in der Freizeit statt – dedizierte Lernzeiten während der Arbeitszeit werden nicht eingeplant. Aktive Förderung oder strukturierte Weiterbildungsprogramme fehlen.
Mit viel Eigeninitiative kann man durch anspruchsvolle Projekte durchaus dazulernen. Wer jedoch systematische Unterstützung oder zeitliche Freiräume für die persönliche Entwicklung erwartet, wird enttäuscht.

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