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Seele-Stiftung
Bewertung

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Ehrliche Einschätzung – enttäuschende Erfahrungen

2,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Paderborn gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Was ich als klaren Pluspunkt sehe, ist die pädagogische Arbeit mit den Kindern. Es gibt viele Gelegenheiten, draußen zu sein und die Natur aktiv in den Alltag einzubinden. Spaziergänge, Naturbeobachtungen und Projekte im Freien gehören regelmäßig dazu, was ich persönlich als sehr wertvoll für die Kinder und auch für uns Mitarbeitende empfinde. Die Grundidee, Kinder in ihrer Entwicklung naturnah zu begleiten, ist aus meiner Sicht ein schönes und sinnvolles Konzept.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Was ich sehr negativ empfinde, ist die ständige Erwartung, sich der Führung und den Anforderungen bedingungslos zu unterwerfen. Kritik wird kaum akzeptiert und oft als unloyal betrachtet, statt als Möglichkeit zur Verbesserung. Es entsteht der Eindruck, dass Mitarbeitende vor allem als Funktion im System betrachtet werden, nicht als eigenständige Persönlichkeiten. Dies führt zu einem Klima, das eher von Angst als von Vertrauen geprägt ist.

Ein weiterer negativer Punkt ist die fehlende Transparenz in Entscheidungen und die damit verbundene Unsicherheit. Wichtige Informationen werden selektiv weitergegeben, was das Gefühl der Zugehörigkeit und die Teamdynamik stark belastet. Oft habe ich den Eindruck, dass persönliche Beziehungen und Sympathien mehr zählen als Leistung oder Fairness.

Unter den Mitarbeitenden wird häufig von einer Atmosphäre gesprochen, die stark von Kontrolle und einem übermäßigen Loyalitätsdruck geprägt ist. Das hierarchische System und die Erwartung, den Vorgaben der Leitung jederzeit zu entsprechen, schaffen ein Umfeld, in dem Mitarbeitende sich oft nicht trauen, ihre eigene Meinung zu äußern oder gegen die Führung zu handeln. Dies führt zu einer angespannten Zusammenarbeit und beeinträchtigt das Arbeitsklima erheblich.

Zusätzlich empfinde ich den Druck, „freiwillige“ Zusatzdienste zu leisten, als sehr belastend. Diese werden nicht wirklich hinterfragt, sondern eher als selbstverständlich erwartet – sowohl von der Leitung als auch von den Eltern. Das führt zu einer konstanten Überforderung und einem Mangel an Anerkennung für den Einsatz, den man in die Arbeit steckt.

Und übrigens: Es sollte schon für "Externe" sehr auffällig sein, dass ausgerechnet im November 2024 so viele überaus positive Bewertungen eingegangen sind. Eine interessante zeitliche Häufung, die für mich einen gewissen Eindruck hinterlässt.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht wäre mehr Transparenz in Entscheidungen und eine offenere, respektvollere Kommunikation ein wichtiger Schritt. Es würde außerdem helfen, wenn Kritik nicht als Illoyalität gewertet, sondern als Chance zur Weiterentwicklung gesehen würde. Ein fairer Umgang mit Zusatzdiensten – sowohl gegenüber Mitarbeitenden als auch Eltern – sowie klare, gleiche Regeln für alle könnten die Atmosphäre deutlich verbessern. Persönlich fände ich es wünschenswert, wenn Weiterbildungsmöglichkeiten und echte Mitgestaltung stärker gefördert würden.

Arbeitsatmosphäre

Aus meiner Sicht ist die Atmosphäre stark von Hierarchien und Anpassungsdruck geprägt. Ich habe erlebt, dass Loyalität zur Führung wichtiger ist als ein echter Teamzusammenhalt. Konflikte zwischen Kolleg*innen wirken oft ungelöst, und es entsteht schnell ein Gefühl von Misstrauen. Für mich persönlich fühlt sich das Klima eher kontrollierend als unterstützend an.

Image

Ich nehme einen deutlichen Unterschied zwischen Außen- und Innenwirkung wahr. Die vielen positiven Bewertungen im November 2024 wirken auf mich persönlich nicht authentisch – sondern eher wie ein gezielter Versuch, das öffentliche Bild zu beeinflussen.

Work-Life-Balance

Meiner Erfahrung nach werden Zusatzdienste zwar nicht befohlen, aber sehr wohl vorausgesetzt – auch von Eltern. Ich empfinde es als schwierig, persönliche Grenzen zu setzen, ohne dafür schief angeschaut zu werden.

Karriere/Weiterbildung

Ich sehe kaum klare Entwicklungsperspektiven. Weiterbildung scheint mir nicht wirklich gefördert zu werden, und in meiner Wahrnehmung hängt persönliche Entwicklung stark von der Beziehung zur Führungsebene ab.

Gehalt/Benefits

In meinem persönlichen Empfinden steht das Gehalt in keinem guten Verhältnis zur emotionalen Belastung. Trotz hoher Elternbeiträge habe ich keine besonderen Vorteile für uns Mitarbeitende wahrnehmen können. Es gibt zwar verschiedene "Veranstaltungen" zu denen man mal zusammen geht aber auch die sind geprägt von den oben genannten Punkten.

Kollegenzusammenhalt

Ich empfinde den Zusammenhalt im Team als schwierig. Es gibt aus meiner Sicht häufig Grüppchenbildung und Konflikte, die das Miteinander belasten. Ehrliche Unterstützung unter Kolleg*innen habe ich eher selten erlebt.

Vorgesetztenverhalten

Meiner Erfahrung nach agiert die Leitung autoritär und wenig offen für Kritik. Entscheidungen erscheinen mir manchmal intransparent. Ich habe auch den Eindruck gewonnen, dass persönliche Nähe zur Führungsebene das Verhalten gegenüber einzelnen Mitarbeitenden beeinflusst.

Arbeitsbedingungen

Organisatorisch ist vieles in Ordnung, aber psychisch empfinde ich die Bedingungen als belastend. Der unausgesprochene Druck und die emotionale Atmosphäre machen den Alltag für mich oft anstrengend.

Kommunikation

Ich nehme die Kommunikation als wenig offen wahr. Informationen werden nach meiner Einschätzung selektiv weitergegeben. Gespräche mit der Führung wirken auf mich oft weniger wie echter Austausch, sondern eher wie ein Mittel zur Kontrolle.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht gibt es Unterschiede in der Behandlung – insbesondere dann, wenn persönliche Nähe zur Leitung besteht. Ich habe das Gefühl, dass Sympathie teilweise mehr zählt als Leistung oder Fairness.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich sind durchaus sinnvoll, allerdings fällt es mir schwer, sie als bereichernd zu erleben – vor allem wegen des Drucks, der meiner Meinung nach im Alltag spürbar ist. Eigeninitiative scheint zwar gewünscht, wird aber aus meiner Sicht wenig gefördert.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.