Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit September 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 31.5.2026
Die Seibert Group erhält insgesamt eine gemischte Bewertung. Besonders positiv stechen die Arbeitsbedingungen hervor: Mitarbeiter:innen loben moderne Büros, erstklassige technische Ausstattung und eine gut bewertete Work-Life-Balance mit flexiblen Arbeitszeiten und echter Home-Office-Möglichkeit. Der Kollegenzusammenhalt auf Teamebene wird ebenfalls als angenehm beschrieben, wenngleich auf Unternehmensebene Abteilungsrivalitäten und mangelnder Zusammenhalt kritisiert werden.
Deutlich negativer fällt das Bild bei Führung, Kommunikation und Karriereentwicklung aus. Vorgesetzte werden von vielen Bewertenden als wenig kompetent und unberechenbar wahrgenommen, Entscheidungen wirken willkürlich und an den Betroffenen vorbei getroffen. Die Kommunikation gilt als unstrukturiert und intransparent, mit zu vielen Kanälen und ...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei der Seibert Group wird von Nutzer:innen unterschiedlich bewertet. Auf Teamebene empfinden viele die Stimmung als angenehm und entspannt, und einige heben das vertrauensvolle, faire Arbeitsumfeld mit Möglichkeiten zur Mitgestaltung positiv hervor. Der agile Ansatz des Unternehmens schafft ein dynamisches Umfeld, das jedoch nicht für alle Mitarbeiter:innen gleichermaßen geeignet ist.
Auf übergeordneter Unternehmensebene fällt die Einschätzung jedoch deutlich kritischer aus. Einige Nutzer:innen bemängeln fehlende Strukturen, mangelndes Vertrauen und eine schwache Führungskultur. Darüber hinaus berichten wenige von Konkurrenzdenken zwischen Abteilungen sowie von Vetternwirtschaft, die den Einfluss der Belegschaft einschränke. Mehrere Bewertungen beschreiben eine zunehmend von Unsicherheit geprägte Stimmung. Die Atmosphäre variiert dabei spürbar je nach Bereich und Team, was das gemischte Gesamtbild erklärt.
Die Kommunikation bei der Seibert Group wird von den Nutzer:innen mehrheitlich kritisch bewertet. Viele bemängeln, dass Informationen oft vage, unvollständig oder verzögert weitergegeben werden, während wichtige Entscheidungen nicht unternehmensweit kommuniziert werden. Zudem führt die Vielzahl an Kanälen laut einigen Bewertungen eher zu einer Informationsüberlastung als zu echter Klarheit. Die abteilungsübergreifende Kommunikation wird als unzureichend beschrieben, und inoffizielle Quellen gelten manchen als zuverlässiger als offizielle Kanäle. Auch der Wandel der Unternehmenskultur weg von einem flachen, nicht-hierarchischen Ansatz wird kritisiert.
Wenige Nutzer:innen hingegen beschreiben die Kommunikation als offen, ehrlich und transparent, mit flachen Hierarchien, die einen direkten Austausch mit Führungskräften ermöglichen. Auch Bemühungen, Mitarbeiter:innen stärker einzubeziehen, werden positiv erwähnt. Diese positiven Einschätzungen stehen jedoch im Widerspruch zur überwiegend negativen Wahrnehmung der Mehrheit.
Das Vorgesetztenverhalten bei der Seibert Group wird von den Nutzer:innen negativ bewertet. Kritisch sehen viele die Auswahl von Führungskräften, die offenbar eher nach Vertrauen als nach fachlicher Eignung oder Führungskompetenz besetzt werden. Einige Bewertungen beschreiben willkürliche Entscheidungen, mangelnde Kommunikation und fehlende Einbindung der Mitarbeiter:innen. Zudem bemängeln einige, dass sich die Führungskultur von flachen Hierarchien und gemeinsamer Entscheidungsfindung hin zu top-down getroffenen Entscheidungen verlagert habe.
Wenige Nutzer:innen äußern sich hingegen positiv und beschreiben ihre direkten Vorgesetzten als vorbildlich mit einem entspannten, strukturierten Miteinander. Auch wird erwähnt, dass junge Führungskräfte durch das Unternehmen gezielt weitergebildet werden. Diese positiven Einschätzungen stehen jedoch im Widerspruch zur mehrheitlichen Kritik und ändern nichts am negativen Gesamtbild, das die Bewertungen in dieser Kategorie zeichnen.
Die Work-Life-Balance bei der Seibert Group wird von den Nutzer:innen positiv bewertet. Besonders hervorgehoben werden flexible Arbeitszeiten, echte Homeoffice-Möglichkeiten sowie die unkomplizierte Urlaubsplanung. Überstunden werden ausgeglichen, und der Arbeitgeber zeigt laut einigen Bewertungen ein hohes Maß an Vertrauen und Freiheit im Umgang mit der Arbeitszeit.
Einige Bewertungen weisen jedoch darauf hin, dass die Realität teamabhängig sein kann: Steigender Arbeitsdruck und eine belastete Atmosphäre machen es manchen Kolleg:innen schwerer, klare Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben zu ziehen. Zudem merken wenige Nutzer:innen an, dass die einstmals als Stärke geltenden flexiblen Arbeitszeiten durch neuere Entwicklungen an Qualität verloren hätten. Insofern hängt eine gelungene Work-Life-Balance nach Meinung einiger Nutzer:innen auch von der jeweiligen Arbeitsbelastung ab.
Gut am Arbeitgeber finde ich
kununu Score: 4,4Weiterempfehlung: 86%
Score-Details
81 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,4 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Organisation im Krisenmodus - Blinder Aktionismus
1,5
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Seibert hat grundsätzlich viel Potenzial: gute Ideen, Innovationskraft und viele Menschen, die etwas bewegen wollen. Genau deshalb ist es so wichtig, wieder zu den eigenen Werten zurückzufinden.
Teamwork, Fair Play, Offenheit und ehrliches Feedback dürfen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern müssen im Alltag wieder spürbar gelebt werden. Dazu gehört auch, kritisches und differenziertes Feedback ernst zu nehmen, statt es abzuwehren oder Menschen dafür abzustrafen.
Aus meiner Sicht braucht es jetzt ein echtes Inspect & Adapt: ehrlich hinschauen, klare Erkenntnisse ableiten und diese konsequent umsetzen. Weniger Aktionismus, weniger ständige Strategiewechsel, mehr Verbindlichkeit und mehr Verantwortung.
Seibert kann aus dieser Krise gestärkt hervorgehen – aber nur, wenn die Organisation bereit ist, sich ehrlich mit den aktuellen Problemen auseinanderzusetzen und die eigenen Werte wieder ernst nimmt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Seibert ist über viele Jahre kontinuierlich gewachsen und wurde zunehmend größer und erfolgreicher. Lange Zeit war das Unternehmen von Optimismus, Tatendrang und Wachstum geprägt. Das hat aus meiner Sicht auch deshalb funktioniert, weil es über viele Jahre keine echte Krise auf Makroebene gab. Umso deutlicher zeigen sich nun strukturelle Schwächen. Besonders kritisch sehe ich die starke Abhängigkeit von einer zentralen Cash Cow, die lange vieles getragen hat. Gleichzeitig wurden Geschäftsbereiche ausgegründet oder weiterentwickelt, ohne aus meiner Sicht ausreichend zu prüfen, ob diese sich langfristig auch eigenständig wirtschaftlich tragen können. Spätestens als deutlich wurde, dass dies nicht überall der Fall ist, hätte es eine klare, strategische und nachvollziehbare Antwort gebraucht.
Stattdessen erlebe ich aktuell eher blinden Aktionismus. Mitarbeitende sollen sich innerhalb kurzer Zeit immer wieder auf neue Themen oder KI-Tools spezialisieren. Kaum ist eine Richtung gesetzt, kommt bereits die nächste vermeintlich wichtigere Technologie auf den Markt, und die Prioritäten verschieben sich erneut. Dadurch entsteht hoher Druck, ohne dass für mich eine stabile und überzeugende strategische Linie erkennbar ist. Die Unternehmensrichtung und Strategien ändern sich quasi mit der Windrichtung.
Hinzu kommt, dass interne Rollen und unterstützende Funktionen zunehmend kritisch oder fast schon pauschal als Kostenfaktor betrachtet zu werden scheinen. Dabei sind gerade diese Rollen wichtig, um Prozesse, Qualität, Zusammenarbeit und Verlässlichkeit im Unternehmen sicherzustellen. Statt ihre Funktion differenziert zu betrachten, entsteht jedoch der Eindruck, dass ihr Beitrag in schwierigen Phasen eher abgewertet wird. Auch interne Prozesse wirken dadurch geschwächt. Selbst wenn es klare Abläufe und Verantwortlichkeiten gibt, werden Entscheidungen aus meiner Sicht immer wieder durch einzelne Lead-Rollen oder die Geschäftsführung übersteuert – teils ohne ausreichend transparente oder valide Begründung. Das führt dazu, dass Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten immer wieder infrage gestellt oder über den Haufen geworfen werden.
Insgesamt entsteht für mich der Eindruck eines Unternehmens, das lange von Wachstum, Optimismus und einer starken wirtschaftlichen Basis getragen wurde, nun aber in einer schwierigeren Marktphase zu wenig strategische Klarheit zeigt.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht braucht es wieder mehr strategische Klarheit und Verbindlichkeit. Entscheidungen sollten stärker nachvollziehbar begründet werden, insbesondere wenn Prioritäten kurzfristig verändert oder bereits getroffene Entscheidungen übersteuert werden.
Wichtig wäre außerdem ein klareres gemeinsames Verständnis davon, was gute Führung bedeutet. Führung sollte Orientierung geben, priorisieren, Entscheidungen einordnen und nicht jeden neuen Impuls ungefiltert als Auftrag weitergeben. Gerade in unsicheren Zeiten braucht es Führungskräfte, die Stabilität schaffen und Verantwortung übernehmen.
Bestehende Prozesse, Rollen und Verantwortlichkeiten sollten wieder verbindlicher genutzt werden. Wenn Prozesse eingeführt werden, müssen sie auch Bestand haben und dürfen nicht beliebig durch einzelne Personen oder höhere Entscheidungsebenen außer Kraft gesetzt werden. Sonst verlieren Mitarbeitende Vertrauen in die Organisation.
Auch interne Rollen und unterstützende Funktionen sollten differenzierter betrachtet werden. Ihr Beitrag zu Qualität, Zusammenarbeit, Prozesssicherheit und organisatorischer Stabilität sollte klarer anerkannt und sinnvoll eingebunden werden, statt sie vor allem unter Effizienz- oder Kostendruck zu betrachten. Im Umgang mit neuen Themen wie KI wäre mehr Fokus hilfreich. Statt Mitarbeitende in kurzen Abständen auf immer neue Tools oder Skills auszurichten, sollte klarer definiert werden, welche Fähigkeiten wirklich strategisch relevant sind und wie Mitarbeitende realistisch beim Aufbau dieser Kompetenzen unterstützt werden.
Für die Arbeitsatmosphäre wäre es wichtig, wieder stärker an einer offenen und respektvollen Kommunikationskultur zu arbeiten. Kritik sollte direkter, transparenter und konstruktiver adressiert werden, statt über Nebenkommunikation, Lästern oder informelle Abwertung. Vertrauen, Fair Play und Teamwork müssten wieder aktiver vorgelebt werden.
Insgesamt würde ich mir wünschen, dass die Organisation aus der aktuellen Krise nicht nur kurzfristige Maßnahmen ableitet, sondern strukturell daraus lernt: mit klareren Prioritäten, transparenteren Entscheidungen, stärkerer Führung, verlässlicheren Prozessen und einem bewussteren Umgang mit der eigenen Unternehmenskultur.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat sich aus meiner Sicht in den letzten zwei Jahren deutlich verschlechtert: Kollegialer Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung, Fehlerkultur und Fair Play wirken spürbar schwächer. Statt Vertrauen und offener Kommunikation entstehen zunehmend Misstrauen, Nebenkommunikation und Unsicherheit. Besonders belastend ist, dass bestehende Prozesse und Verantwortlichkeiten nicht immer verlässlich wirken, wodurch Vertrauen verloren geht
Image
War mal gut
Work-Life-Balance
Schwierig, da immer wieder neue wechselnde Herausforderungen auf die MA zukommen. Besonders problematisch ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund, dass Mitarbeitende zunehmend den Eindruck gewinnen, sich im Zwei-Monats-Takt neu ausrichten zu müssen, um bis zum Jahresende nicht von Kündigung bedroht zu sein.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsbedarfe werden zwar von Teams und PD aufgenommen und angestoßen, scheitern jedoch häufig an Budgetentscheidungen bestimmter Leadrollen oder werden nachträglich wieder revidiert. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Weiterentwicklung grundsätzlich gewünscht, in der Umsetzung aber nicht verlässlich unterstützt wird.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltskalkulationssystem wirkt unklar, veraltet und wenig praxistauglich. Es ist weder ausreichend nachvollziehbar noch einfach anwendbar und scheint sowohl Mitarbeitende als auch Verantwortliche zu überfordern. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass kaum jemand mit dem aktuellen System wirklich zufrieden ist.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt hat sich aus meiner Sicht in den letzten zwei Jahren spürbar verschlechtert. Was früher von gegenseitiger Unterstützung, Vertrauen und Fair Play geprägt war, wirkt heute deutlich angespannter. Statt offenem Austausch entstehen häufiger Misstrauen, Abgrenzung und Nebenkommunikation, wodurch das frühere Gefühl von Teamzusammenhalt verloren gegangen ist.
Vorgesetztenverhalten
Aktuell fehlt aus meiner Sicht ein gemeinsames Verständnis davon, was gute Führung bedeutet. Führung sollte nicht darin bestehen, jeden Impuls oder jede Idee der Geschäftsführung ungefiltert als Auftrag weiterzugeben. Gute Führung bedeutet auch, einzuordnen, zu priorisieren, Verantwortung zu übernehmen und bei Bedarf klar Haltung zu zeigen. Dazu gehören Verbindlichkeit, Prozesssicherheit und die Bereitschaft, auch unbequeme Rückfragen zu stellen. Gerade in einer angespannten Phase braucht es Führungskräfte, die Orientierung schaffen, statt blinden Aktionismus weiter zu verstärken.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsatmosphäre beeinflusst den Arbeitsalltag negativ. Grundsätzlich gute Arbeitsmittel. Verlässliche interne IT.
Kommunikation
Die Kommunikation wirkt aktuell häufig reaktiv, wenig transparent und von wechselnden Prioritäten geprägt. Entscheidungen und Richtungswechsel werden nicht immer nachvollziehbar begründet, wodurch Unsicherheit entsteht und Vertrauen in Prozesse sowie Verantwortlichkeiten verloren geht. Gerade in der aktuellen Situation wären mehr Klarheit, Verbindlichkeit und offene Kommunikation wichtig.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben gibt es grundsätzlich, allerdings wirken Prioritäten und Verantwortlichkeiten zunehmend wechselhaft. Themen, die zunächst relevant und spannend erscheinen, werden teilweise nach kurzer Zeit wieder verworfen, ohne dass die Gründe dafür nachvollziehbar erklärt werden. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Aufgaben weniger strategisch gesteuert, sondern stärker kurzfristig und reaktiv gesetzt werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umgang mit älteren Kollegen
Gleichberechtigung
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Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Zusammenhaltsgefühl, den "Seibert-Spirit", die lockere und offene Art, die bei Themen wie Individualität, Urlaub, Kinderbetreuung uv.m. an den Tag gelegt wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In der aktuellen Zeit, in der es wirtschaftlich weltweit kriselt, entsteht manchmal der Eindruck, dass wir gegeneinander aufgehetzt werden und Mitarbeitende von einem Tag auf den anderen "weg" sind. Ich denke, man könnte diese Schieflage auch als Potential sehen, um stärker zusammenzurücken, Transparenz zu fördern und Mitarbeitende wieder mehr mitbestimmen zu lassen.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Fokus auf Führungsfähigkeit in der Gesellschafterebene, Gehälter verbessern und einheitlicher vorgehen. Beim Versuch Prozesse schlanker zu machen, haben wir uns verrannt in Prozessen.
Arbeitsatmosphäre
Im Team ist die Arbeitsatmosphäre sehr gut. Teamübergreifend und in Bezug mit den Vorgesetzten kann es manchmal etwas ruppiger werden, an und für sich ist die Arbeitsatmosphäre aber angenehm.
Image
Seibert hat ein sehr gutes Image und bietet einige Besonderheiten, die man so bei anderen Arbeitgebern nicht findet - da der Haussegen aber schon länger schief hängt, wird die Dissonanz zwischen dem Image und der Realität immer größer, daher nur 3 Sterne. Dies war mal besser und hat das Potential auch wieder besser zu werden - aktuell nur einfach nicht gegeben.
Work-Life-Balance
Arbeitszeiten, Urlaub, Krankheit, HomeOffice etc. sind alle sehr unkompliziert und in vielen Teams auch kurzfristig anpassbar. Dadurch kann man sich seine Work-Life-Balance in den allermeisten Fällen genau so deichseln, wie es passt.
Karriere/Weiterbildung
Die Firma bietet eine Personalentwicklung an. Diese ist allerdings in langfristige, ineffiziente Prozesse verstrickt, wodurch man aus den Augen verlieren kann, was das eigentliche Ziel ist. Aufstiegsmöglichkeiten hängen sehr vom Team und der Rolle ab.
Gehalt/Benefits
Gehälter sind bei Seibert bekanntlich leider unterdurchschnittlich. Es gibt durchaus Benefits, wie z.B. eine hervorragende Kantine, Egym-Wellpass Mitgliedschaft und einige Weitere. In letzter Zeit wurden allerdings vermehrt Benefits gestrichen und die unterdurchschnittlichen Gehälter werden weiterhin mit den vielen Benefits verargumentiert. Passt nicht wirklich zusammen und ist gefühlt leider auch nicht mehr ganz zeitgemäß, die Konkurrenz hat da aufgeholt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Firma tut viel für Nachhaltigkeit und um bewusst mit der Umwelt zu sein, bspw. Lebensmittelverschwendung in der Kantine zu reduzieren, oder an Events wie dem "Stadtradeln" teilzunehmen. Hier gab es schon einige Auszeichnungen für Seibert, daher ist dieser Punkt einwandfrei.
Kollegenzusammenhalt
Im Team hervorragend, außerhalb des Teams sind die Mitarbeitenden auch wirklich top. Die Menschen sind eines der besten Dinge an diesem Arbeitgeber!
Umgang mit älteren Kollegen
Habe bisher nichts Schlechtes mitbekommen.
Vorgesetztenverhalten
Direkte Vorgesetzte sind weniger problematisch. Die Geschäftsführung ist allerdings in letzter Zeit häufiger durch unprofessionelles und extrem forsches Verhalten negativ aufgefallen. Das stößt im Unternehmen böse auf. Führung sollte hier dringend geschult werden.
Arbeitsbedingungen
Technische Ausstattung gut bis sehr gut (je nach Standort), im Sommer sind bestimmte Räume manchmal sehr heiß, so dass einige Meetingräume nicht genutzt werden können.
Kommunikation
Kommt stark aufs Team an - die unternehmensweite Kommunikation ist breit gestreut und es gibt keine "Single Source of Truth", wodurch Informationen, die für alle relevant sind oft untergehen. Es wird jedoch versucht, Transparenz aufrecht zu erhalten und die Mitarbeitenden über Veränderungen und Neuigkeiten informiert zu halten. Die Art der Kommunikation ist je nach Person sehr gemischt.
Gleichberechtigung
Bei Seibert sehr gut, kann hier nichts Negatives zu sagen.
Interessante Aufgaben
Teamabhängig. Einiges ist repititiv, aber man kann aktiv mitbestimmen, was und in welchem Pensum man arbeitet, dadurch bleibt die Arbeit abwechslungsreich genug.
Ich arbeite sehr gerne hier und kann mich jeden Tag aufs Neue selbst verwirklichen.
4,4
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr sehr vieles. Würde ich das Unternehmen nicht so mögen, wären mir die hier angekreideten Punkte auch nicht so wichtig.
Verbesserungsvorschläge
Ich bin fest der Überzeugung, dass es komplette Bereiche gibt, die man morgen auf einen Schlag auflösen könnte, ohne dass sich operativ irgendetwas ändert.
Die Grundidee von Organisationsentwicklung, People Development usw. ist super. Aber die Umsetzung ist meiner Meinung nach gescheitert. Wir verbringen einen nicht-insignifikanten Anteil unserer Gespräche damit, Taktiken zu überlegen, wie wir die OE von unseren Projekten fernhalten - weil sie alles komplizierter, langwieriger, unproduktiver und dadurch unwirtschaftlicher macht.
Außerdem sollte leistungsbezogene Vergütung/Karrieremöglichkeiten einen deutlich größeren Stellenwert bekommen. Wenn du ein System hast, in dem viele Mitarbeitende nicht performen, ihre Zeit absitzen und offen Dinge sagen wie "Wieso sollte ich woanders hingehen? Hier bekomme ich jedes Jahr mehr Geld, kann meine Zeit absitzen und niemanden interessiert es" - dann hast du ein dysfunktionales System.
Es braucht Anreize, die gute Leute belohnen und anziehen. Es brauch Mechanismen, die konsequenter mit dauerhafter Minderleistung und fehlender Motivation umgehen. Gerade haben wir leider das Gegenteil.
Arbeitsatmosphäre
In meinem Bereich (Core) ist die Atmosphäre gut bis sehr gut. Ich weiß allerdings von anderen Bereichen, in denen die Stimmung deutlich schlechter ist und tägliches Beschweren an der Tagesordnung liegt.
Work-Life-Balance
Nach wie vor absolute Spitze. Der Arbeitgeber schenkt viel Vertrauen, Freiheiten und Verständnis. Niemand kontrolliert Arbeitszeiten, man genießt jede Freiheit der Welt. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es stellenweise zu sehr ins Laissez-faire abgerutscht ist - aber das ist ein Thema für eine andere Kategorie.
Karriere/Weiterbildung
Nach wie vor ein Schmerzthema. Seit meiner letzten Bewertung hat sich nicht wirklich etwas getan, außer dass People Development jetzt einen anderen Namen hat. Juhu.
Gehalt/Benefits
Ich halte den Gehaltsprozess nach wie vor für durch und durch unfair, weil er die falschen Anreize setzt. Unser gesamtes Lebensmodell in der westlichen Welt basiert auf "keine Leistung ohne Gegenleistung", wir denken, wir wissens besser.
Hier bekommt jeder jedes Jahr nach irgendwelchem Median- und Durchschnittsberechnungen ein höheres Rollenalter - quasi ein "Level-Up" und damit automatisch auch mehr Gehalt. Klingt erstmal nicht schlecht.
Die Realität ist aber: Es gibt keinerlei Anreize, sich besonders reinzuhängen. Ich nehme tagtäglich Menschen wahr, die das absolute Bare Minimum machen, um arbeitsrechtlich nicht gekündigt werden zu können, und trotzdem auf den selben Gehaltsbändern wie Top-Leute sind jedes Jahr ihre Erhöhung kriegen. Sätze wie "Warum sollte ich $TASK machen? Bringt mich doch eh nicht weiter karrieremäßig" fallen ganz offen.
Ich habe es bei meiner letzten Bewertung angekreidet und möchte es auch hier wieder tun: Individuelle Leistung muss sich im Gehalt widerspiegeln. Das aktuelle System belohnt Minimalismus und wird. nur von Lowperformern gemocht, die auf Kosten der Leistungsträger durchkommen, weil sie exakt gleich vergütet werden.
Kollegenzusammenhalt
Grundsätzlich gut. Einen Stern Abzug gibt es, weil es nach wie vor ein stark spürbares "Wir vs ihr"-Gefühl zwischen den ausgegründeten Firmen gibt, das sich leider nicht spürbar verbessert.
Vorgesetztenverhalten
Stark vom Bereich abhängig, in meinem Bereich ist es super.
Arbeitsbedingungen
Top, kann man nicht anders sagen. Büros top, Essen top, Arbeitszeitregelungen modern und fair, technische Ausstattung erstklassig. Besser gehts nicht.
Kommunikation
Wie sagt man so schön? Das Gegenteil von gut gemacht ist gut gemeint. Es wird an tausend Ecken gleichzeitig kommuniziert - das ist unübersichtlich. Man könnte problemlos 70% seiner Arbeitszeit mit irgendwelchen Kommunikationsmeetings füllen, und es gibt auch genug Leute, die genau das tun. Das eigentliche Seibert Review, das mal als Infoveranstaltung gedacht war, ist leider mehr zu einer PR-Veranstaltung geworden. Der Wille zur Transparenz ist da, aber die Umsetzung führt eher zu Überflutung als zu Klarheit.
Interessante Aufgaben
Jeder - wirklich absolut jeder - bekommt hier Zugang zu neuerster Technik, die Chancen neue Dinge auszuprobieren und Zugang zu den Top-KI-Modellen ohne großartige Limit-Beschränkungen. Jeder bekommt persönliche Onboardings zu neuen technischen Themen, wenn nötig nicht nur eins, sondern mehrere. Hier kann sich jede:r, unabhängig von Rolle oder Funktion, jeden Tag aktiv einbringen und hat die Möglichkeit, starken Einfluss auf fachliche Entwicklungen zu nehmen. Das ist so krass gut, dass ich es gar nicht genug wertschätzen kann.
Wer will, kann hier an den aktuellsten Themen, mit aktuellster Technik und modernen Methoden arbeiten.
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Marketing / Produktmanagement bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich bin nun seit 6,5 Jahren im Unternehmen und kann aus voller Überzeugung sagen: Ich bin einfach zufrieden! Bevor ich hier gelandet bin, habe ich in anderen Branchen Dinge erlebt, die man niemandem wünscht – Mobbing, cholerische Chefs und ständiger Druck. Hier habe ich zum ersten Mal erfahren, was echte Wertschätzung bedeutet. Für mich sind das zwei völlig verschiedene Welten. Ich habe hier einen sicheren Hafen gefunden, in dem ich ich selbst sein darf.
Was mich wundert: Ich lese hier manchmal Bewertungen, die ich absolut nicht zuordnen kann. Ich vermute, da spricht oft der Frust nach einer Trennung (vielleicht in der Probezeit). Negative Erlebnisse brennen sich oft tiefer ein als die tägliche, stille Zufriedenheit – das klassische Google-Bewertungs-Phänomen. Meine 6,5 Jahre zeigen ein ganz anderes, sehr positives Bild. Man muss mit Dynamik umgehen können, aber die Basis ist zutiefst menschlich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Einen wirklich gravierenden Punkt gibt es für mich nicht.
Verbesserungsvorschläge
Bei großen strategischen Veränderungen wäre es schön, wenn die Informationen noch einen Ticken früher fließen würden, um dem „Flurfunk“ vorzubeugen.
Arbeitsatmosphäre
Es ist kein steifes "Dienst nach Vorschrift", sondern ein Umfeld, das zur Weiterentwicklung einlädt. Man spürt, dass es dem Unternehmen wichtig ist, dass wir uns wohlfühlen – es gibt eigene Taskforces für 'Feelgood' und Mitgestaltung.
Image
Seibert ist im Atlassian-Umfeld sehr bekannt und wird auch in Wiesbaden als guter Arbeitgeber wahrgenommen.
Work-Life-Balance
Gleitzeit und Homeoffice sind hier kein Benefit auf dem Papier, sondern gelebter Alltag.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt viele interne Workshops, und auch extern darf man sich weiterbilden. Es wird viel gepusht, aber die Kollegen müssen es natürlich auch selbst wollen und einfordern
Gehalt/Benefits
Ich bin zufrieden und schätze es sehr, dass wir transparent über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens informiert werden. Die Gehälter entsprechen dem Markt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ja, das Team Nachhaltigkeit setzt sich sehr dafür ein. Luft nach oben ist natürlich immer, aber der Wille ist da.
Kollegenzusammenhalt
Ich mag mein Team sehr und habe auch unternehmensübergreifend hier schon so viele nette Kolleg*innen kennengelernt.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Alter spielt keine Rolle. Hier könnte genauso die Frage stehen: Werden junge Kolleg*innen auf Augenhöhe behandelt? Ja!
Vorgesetztenverhalten
Menschlich! Ja, auch Chefs machen mal Fehler und haben vielleicht einen schlechten Tag, aber ich habe mich hier noch nie ungerecht behandelt gefühlt. Jederzeit kann ich jemanden anschreiben und um ein Gespräch bitten – alles locker und auf Augenhöhe.
Arbeitsbedingungen
Top-Ausstattung (MacBooks, iPhones, moderne Büros). Es wird investiert, damit wir gut arbeiten können.
Kommunikation
Ich nehme die Kommunikation als sehr offen, ehrlich und vor allem menschlich wahr. Wir werden transparent über die wirtschaftliche Lage informiert. Besonders stark: Die flachen Hierarchien sind hier echt. Man kann sich theoretisch beim Mittagessen einfach mit der Geschäftsführung austauschen, wenn einem etwas auf dem Herzen liegt. Kommunikation auf Augenhöhe
Gleichberechtigung
Definitiv 5 Sterne verdient. Ich habe noch nie in einem so diversen Unternehmen gearbeitet und denke, dass das eine riesige Bereicherung für die Firma ist.
Interessante Aufgaben
Gerade für Quereinsteiger bietet das IT-Umfeld ständig neue Themen. Es wird nie langweilig, es wird aber auch erwartet, dass man sich weiterentwickelt. Das gehört zum Fortschritt dazu – auch wenn es manchmal unbequem ist, sich in neue Tools und Themen einzuarbeiten. Nur so ist ein Unternehmen erfolgreich, indem man eben nicht sagt: „Das haben wir schon immer so gemacht."
6,5 Jahre als Quereinsteigerin. Empfohlen. Das ist ein Satz, der allein schon viel sagt, noch bevor man den Rest liest.
Was mich an deiner Bewertung besonders beeindruckt, ist die Haltung, aus der heraus du schreibst. Du sprichst aus direkter, gelebter Erfahrung und machst deutlich, dass du in diesen 6,5 Jahren wirklich hingeschaut hast. Und dann schreibst du unter „Schlecht am Arbeitgeber": „Einen einzigen gravierenden Punkt gibt es für mich nicht." Das ist ein Satz, der nach 6,5 Jahren ein ganz anderes Gewicht hat als nach 6,5 Wochen.
Was du über den Kollegenzusammenhalt schreibst, freut mich sehr. Dass du über die eigene Abteilung hinaus so viele Menschen kennst und schätzt, ist kein Zufall. Es braucht ein Umfeld, das solche Verbindungen möglich macht, und Menschen, die sie aktiv suchen. Beides war offenbar vorhanden.
Die Arbeitsbedingungen und die Ausstattung sind uns wichtig, weil wir glauben, dass gute Arbeit auch gute Mittel braucht. Dass du das so wahrnimmst und konkret benennt, freut mich. Und was du über die inhaltliche Vielfalt deiner Aufgaben schreibst: dass es nach 6,5 Jahren noch nie langweilig wird, ist für mich das beste Zeugnis für ein Umfeld, das sich weiterentwickelt und das neugierige Menschen wirklich beschäftigen kann.
Dass wir als Unternehmen offen über die wirtschaftliche Lage kommunizieren, ist uns wichtig, und ich freue mich, dass du das so wahrnimmst. Transparenz ist keine Selbstverständlichkeit, und dass sie bei dir angekommen ist, höre ich gerne.
Was du zu Vorgesetztenverhalten und Gleichberechtigung schreibst, hat mich ehrlich gefreut – gerade weil es so klingt, wie ich es mir wünsche. „Menschlich" als erstes Wort ist treffender als jede ausformulierte Führungsleitlinie. Dass Chefs Fehler machen dürfen und trotzdem Zugänglichkeit und Augenhöhe möglich sind, das ist kein Selbstverständnis und kein Zufall. Und dein Satz zur Gleichberechtigung, dass du noch nie in einem so diversen Unternehmen gearbeitet hast und das als echte Bereicherung erlebst, ist ein Feedback, das ich gerne mitnehme und weitertrage.
Danke, dass du nach 6,5 Jahren so ausführlich und so fair geschrieben hast. Das ist ein echter Beitrag für alle, die sich fragen, was sie bei Seibert erwartet, und das gilt unabhängig davon, ob sie als Quereinsteigerin kommen oder mit einem klassischen Fachprofil.
Wenn du etwas besprechen möchtest, bin ich da.
Beste Grüße und auf noch mindestens 6,5 weitere Jahre Manuel
Man merkt manchmal erst, wie gut es ist, wenn man kurz weg war
4,8
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders schätze ich die offene Unternehmenskultur und die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Man kann Ideen äußern, Dinge hinterfragen und auch über den eigenen Aufgabenbereich hinaus an Themen mitarbeiten. Gleichzeitig ist der Umgang miteinander sehr menschlich und unkompliziert.
Auch die hohe Eigenverantwortung und Flexibilität sind für mich ein großer Pluspunkt. Arbeitszeiten, Homeoffice und Urlaubsplanung lassen sich meist sehr unkompliziert im Team abstimmen.
Ein weiterer Punkt ist der Kollegenzusammenhalt. In meinem Team funktioniert die Zusammenarbeit wirklich hervorragend und man merkt, dass hier miteinander und nicht gegeneinander gearbeitet wird.
Nicht zuletzt sind auch die Arbeitsbedingungen sehr gut, von der Ausstattung über die Büroräume bis hin zu vielen kleinen Benefits, die den Arbeitsalltag angenehmer machen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Einen wirklich gravierenden Punkt gibt es für mich persönlich nicht, sonst wäre ich vermutlich auch nicht wieder zurückgekehrt.
Wenn man etwas nennen möchte, dann vielleicht, dass die sehr agile und dynamische Arbeitsweise nicht für jeden ideal ist. Wer klare Strukturen, feste Prozesse und möglichst wenig Veränderung sucht, wird sich hier möglicherweise schwerer tun.
Verbesserungsvorschläge
Natürlich läuft auch bei Seibert nicht alles perfekt, aber insgesamt wird meiner Meinung nach sehr viel richtig gemacht. Ein Thema, bei dem man sicherlich noch etwas nachschärfen könnte, ist die interne Transparenz bei größeren Veränderungen oder strategischen Themen. Im letzten Jahr gab es hier stellenweise etwas zu viel Raum für Interpretationen und Flurfunk. Das wurde zwar erkannt und verbessert, aber es bleibt sicherlich ein Bereich, den man weiterhin im Blick behalten sollte.
Außerdem würde ich mir beim Thema Weiterbildung noch etwas mehr strukturierte Angebote wünschen, zum Beispiel Einsteiger-Workshops zu Themen wie KI oder Coding. Aktuell liegt vieles in der Eigeninitiative, was grundsätzlich gut ist, aber ein paar gezielte Formate könnten vielen den Einstieg erleichtern.
Arbeitsatmosphäre
Seibert ist stark vom agilen Ansatz geprägt. Man arbeitet hier definitiv nicht in einer klassischen Firmenumgebung mit klar vorgezeichneten Wegen, sondern eher in einem Umfeld, das von Veränderung, Weiterentwicklung und Dynamik lebt. Wer möchte, kann sich jederzeit aktiv einbringen und auch über den eigenen Aufgabenbereich hinaus Themen mitgestalten.
Wer hingegen einen Arbeitgeber sucht, bei dem man sich morgens hinsetzt und ziemlich genau weiß, wie die nächsten fünfzehn Jahre bis zur Rente ablaufen werden, wird hier vermutlich nicht glücklich. Für mich persönlich ist genau das Gegenteil der Reiz: Man kann sich einbringen, Ideen platzieren und auch Dinge mitgestalten.
Durch das Wachstum des Unternehmens ist in den letzten Jahren natürlich etwas mehr Struktur hinzugekommen. Trotzdem arbeitet man hier weiterhin deutlich freier und eigenverantwortlicher als in vielen anderen Firmen.
Image
Seibert ist sowohl in der Region als auch im Atlassian-Umfeld ein sehr bekannter Name. Die Außendarstellung ist modern und kommt gut an.
Selbst Menschen außerhalb der Branche wissen teilweise, dass Seibert dieses „coole Unternehmen in der Innenstadt“ ist.
Eine kleine persönliche Anekdote passt hier vielleicht auch ganz gut: Ich habe Seibert tatsächlich kürzlich für zwei Monate verlassen, um bei einem Mitbewerber zu arbeiten. Dabei habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass ich für mich persönlich einen Fehler gemacht hatte. Umso mehr habe ich es geschätzt, dass mir der Wiedereinstieg unkompliziert ermöglicht wurde. Das hat meine Motivation eher noch verstärkt und mir auch gezeigt, dass das Gras auf der anderen Seite eben nicht automatisch grüner ist.
Work-Life-Balance
Arbeit gibt es definitiv genug. Selbst an ruhigeren Tagen findet man meist ein Projekt oder ein Thema, mit dem man sich sinnvoll beschäftigen kann.
Durch die hohe Eigenverantwortung hat man gleichzeitig aber auch die Freiheit, zwischendurch mal einen Gang runterzuschalten und sich die Zeit zur Regeneration zu nehmen, die man braucht. Die Arbeitszeiten sind sehr flexibel, spontan frei nehmen oder Urlaub planen ist normalerweise unkompliziert möglich.
Auch die Homeoffice-Regelung sorgt für ein hohes Maß an Flexibilität. Insgesamt kann man sich seine Arbeitsweise hier sehr gut so gestalten, wie sie zum eigenen Leben passt.
Karriere/Weiterbildung
Karrierewege sind bei Seibert nicht strikt vorgegeben. Es gibt keine klassischen Stufenmodelle, wie man sie aus anderen Unternehmen kennt. Stattdessen wird eher dazu ermutigt, den internen Stellenmarkt zu nutzen und sich weiterzuentwickeln, wenn sich passende Möglichkeiten ergeben.
Natürlich klappt das nicht immer sofort und nicht jede Idee lässt sich von heute auf morgen umsetzen. In meinem Fall habe ich klar kommuniziert, dass ich mich langfristig in meinem Bereich weiterentwickeln möchte. Durch einige Umstrukturierungen hat sich das Thema etwas hingezogen, ist aber nicht unter den Tisch gefallen. Nach etwa einem Jahr starten wir nun konkret mit einer Begleitung und arbeiten an einer Roadmap.
Beim Thema Weiterbildung könnte meiner Meinung nach noch etwas mehr passieren. Vieles liegt aktuell in der Eigenverantwortung und man wird ermutigt, sich beispielsweise mit Coding oder KI zu beschäftigen. Ich fände es hilfreich, wenn es dazu noch mehr strukturierte Angebote oder Einsteiger-Workshops gäbe. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass das Thema intern zunehmend an Bedeutung gewinnt und sich hier in Zukunft noch einiges entwickeln wird.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltsmodell bei Seibert funktioniert etwas anders als in vielen anderen Unternehmen. Die Gehälter orientieren sich stark am Marktdurchschnitt und berücksichtigen verschiedene Faktoren wie Erfahrung, Ausbildung und Stationen im Lebenslauf.
Ich kann nachvollziehen, dass das nicht für alle perfekt funktioniert.
Für mich persönlich passt es allerdings gut. Mein Gehalt liegt auf einem Niveau, mit dem ich sehr zufrieden bin. Außerdem wird regelmäßig überprüft, wie sich Erfahrung und Marktwert entwickelt haben, sodass Anpassungen möglich sind, ohne dass man in langwierige Gehaltsverhandlungen gehen muss.
Natürlich gilt wie überall: Mehr Gehalt fühlt sich immer gut an. Gleichzeitig sollte man auch realistisch betrachten, was andere Unternehmen tatsächlich zahlen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Seibert ist sich seiner Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft bewusst. Es gibt verschiedene interne und externe Projekte, die unterstützt werden.
Ein schönes Beispiel ist die Seibert Stiftung, die unter anderem Jugendlichen das Programmieren näherbringt. Auch im Alltag wird auf Nachhaltigkeit geachtet, etwa durch den Verzicht auf Einwegprodukte, losen Tee statt Teebeutel oder den bewussten Einkauf hochwertiger Lebensmittel und lokaler Produkte.
Dazu kommen Angebote wie Jobticket oder Jobrad, die es erleichtern, umweltfreundlich zur Arbeit zu kommen.
Kollegenzusammenhalt
Ich kann hier natürlich vor allem für mein eigenes Team sprechen, aber dort ist der Zusammenhalt wirklich stark. Wir haben uns über die Jahre sehr gut eingespielt und können uns gegenseitig zu hundert Prozent aufeinander verlassen.
Man kann offen und ehrlich miteinander sprechen, ohne dass Dinge sofort weitergetragen werden. Alle ziehen an einem Strang und helfen sich gegenseitig. Wenn es nötig ist, geben viele auch gerne mal mehr als hundert Prozent, weil man miteinander und nicht gegeneinander arbeitet.
Gerade im Vertrieb ist das alles andere als selbstverständlich und deshalb weiß ich das sehr zu schätzen.
Umgang mit älteren Kollegen
Mein Eindruck ist, dass das Alter bei Seibert keine große Rolle spielt. Das Unternehmen hat zwar viele jüngere Mitarbeitende, was auch daran liegt, dass viele hier als Werkstudierende angefangen haben und geblieben sind.
Genauso werden aber auch Menschen mit mehr Erfahrung willkommen geheißen. Am Ende ist es gerade die Mischung aus unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen, die Teams wirklich stark macht.
Vorgesetztenverhalten
Meine Vorgesetzten haben sich mir gegenüber jederzeit sehr vorbildlich verhalten. Das Verhältnis ist locker und menschlich, man kann auch mal über Dinge außerhalb der Arbeit sprechen, gleichzeitig aber natürlich auch ernsthafte Themen strukturiert besprechen.
Wenn ich einen kleinen Kritikpunkt nennen müsste, dann den, dass bei manchen Entscheidungsträgern sehr viele Themen gleichzeitig auf dem Tisch liegen. Dadurch muss man gelegentlich ein wenig hinterherlaufen, bis man eine Entscheidung bekommt.
Unterm Strich empfinde ich das aber immer noch angenehmer als in Unternehmen, in denen Vorgesetzte selbst in so viele Prozesse eingebunden sind, dass am Ende ohnehin niemand entscheiden kann. Bei Seibert kommt man meist recht schnell zu Ergebnissen.
Arbeitsbedingungen
Die Büroräume sind modern und sehr angenehm gestaltet. Auch die technische Ausstattung ist überdurchschnittlich gut. MacBooks, hochwertige Monitore und höhenverstellbare Schreibtische gehören zum Standard.
Dazu kommen viele Benefits, die den Arbeitsalltag wirklich angenehmer machen. Besonders erwähnenswert ist das Betriebsrestaurant. Ich habe schon öfter Fotos vom Essen an Freunde geschickt und regelmäßig neidische Kommentare bekommen.
Auch Dinge wie Firmenhandy, AirPods, Ausstattung fürs Homeoffice oder eine recht freie Auswahl beim Equipment zeigen, dass hier in gute Arbeitsbedingungen investiert wird.
Kommunikation
Die Kommunikation ist grundsätzlich sehr offen, ehrlich und angenehm locker. In welcher Firma dieser Größe kann man sich sonst einfach mal beim Mittagessen zu den Geschäftsführern setzen und ein Thema ansprechen, das einem auf dem Herzen liegt.
Viele Meetings von Entscheidungsträgern werden dokumentiert und intern zugänglich gemacht, sodass man Entwicklungen nachvollziehen kann. Wichtige Neuigkeiten werden über das Intranet oder beim monatlichen Review geteilt.
Ganz perfekt ist es natürlich auch hier nicht. Im vergangenen Jahr gab es an der einen oder anderen Stelle etwas weniger Transparenz, was häufiger mal zu Flurfunk geführt hat. Das wurde aber erkannt und man bemüht sich seitdem sichtbar, die Mitarbeitenden wieder stärker mitzunehmen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung hat bei Seibert einen sehr hohen Stellenwert. Menschen sind hier so willkommen, wie sie sind, und werden auch entsprechend behandelt.
Das Schöne daran ist, dass es eigentlich gar kein Thema sein muss. Es gehört einfach zum Selbstverständnis der Firma. Genau das macht die Zusammenarbeit in einem so vielfältigen Umfeld für mich besonders angenehm.
Interessante Aufgaben
Das Atlassian-Umfeld ist insgesamt sehr dynamisch. Produkte entwickeln sich ständig weiter, neue Features kommen hinzu und auch der Markt verändert sich kontinuierlich.
Natürlich hat jeder seinen klaren Aufgabenbereich. Gleichzeitig wird es selten langweilig, weil sich durch die Dynamik immer wieder neue Themen ergeben. Wer Lust hat, kann auch über den Tellerrand schauen und sich an organisatorischen Themen im Unternehmen beteiligen oder sich mit neuen Bereichen wie KI oder Coding beschäftigen, die immer stärker an Bedeutung gewinnen.
Wer noch dabei ist und trotzdem so viel Mühe investiert, seine Erfahrungen so präzise zu beschreiben, hat etwas zu sagen, das wirklich gehört werden will. Das nehme ich ernst.
Dein Titel bringt es auf den Punkt: Man merkt manchmal erst, wie gut es ist, wenn man kurz weg war. Und ich weiß, dass das bei dir keine Metapher ist, sondern eine echte Erfahrung. Wer den Vergleich gemacht hat und trotzdem wiederkommt, sagt damit etwas, das lauter ist als jede Fünf-Sterne-Bewertung. Das ist für mich kein Selbstverständnis, das nehme ich sehr ernst.
Was mich besonders beeindruckt, ist diese Zeile unter deinen Kritikpunkten: „Einen wirklich gravierenden Punkt gibt es für mich persönlich nicht, sonst wäre ich vermutlich auch nicht wieder zurückgekehrt." Das ist gleichzeitig das ehrlichste Lob und die klügste Einordnung, die man schreiben kann. Es gibt dem, was du kritisierst, das richtige Gewicht, ohne es kleinzureden, und es gibt dem, was uns ausmacht, den richtigen Rahmen.
Was du über den Kollegenzusammenhalt und das Team schreibst, freut mich aufrichtig. Dass Menschen sich gegenseitig verlassen können, über Bereiche und über Zeit hinweg, das lässt sich nicht verordnen und nicht künstlich herstellen. Es gibt bei uns Menschen, die diese Verbindung aktiv leben und pflegen, und ich glaube, dass das auch einer der Gründe ist, warum man zurückkommt.
Was du zur Kommunikation schreibst, liest sich anders, und das verstehe ich. Wir tun uns an manchen Stellen noch schwer damit, Entscheidungen transparent und rechtzeitig zu teilen, auch wenn wir es besser wissen sollten. Das ist kein Problem, das sich von allein auflöst, es braucht aktives Zutun. Dein Hinweis zeigt genau dorthin, wo wir das noch nicht gut genug hinbekommen. Das nehme ich mit, ohne es wegzuerklären.
Beim Thema Karriere, Weiterbildung und Gehaltstransparenz kenne ich die Spannungsfelder, von denen du sprichst. Möglichkeiten gibt es, aber sie liegen nicht immer auf der Hand und entwickeln sich nicht immer so schnell, wie man es sich wünscht. Das ist eine ehrliche Einschätzung von mir, und ich halte es für wichtiger, das klar zu benennen, als es mit Floskeln zu überdecken, die niemandem weiterhelfen.
Ich freue mich, dass du wieder dabei bist, und ich freue mich, dass du so schreibst. Wenn du einzelne Punkte im direkten Gespräch vertiefen möchtest, bin ich dafür offen.
Viele Grüße und willkommen zurück. Manuel
Viele Mitgestaltungsmöglichkeiten und tolles Arbeitsumfeld
4,8
Empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flexibilität, Arbeitsatmosphäre, Möglichkeiten zur Verantwortungsübernahme, flache Hierarchien, Mitgestaltungsmöglichkeiten
Arbeitsatmosphäre
Das Unternehmen setzt sich dafür ein, ein vertrauensvolles und faires Arbeitsumfeld zu schaffen. Bei 500 Mitarbeitern und verschiedenen Bereichen / Gesellschaften ist die Arbeitsatmosphäre sicher nicht in jedem Team gleich, aber es gibt viele Angebote, selbst beizutragen, offen und direkt Feedback zu geben, bspw. direkt und jederzeit mit der Geschäftsführung zu sprechen. Es gibt Taskforces zu Mitgestaltung, zum Thema Feelgood usw.
Work-Life-Balance
Top Work Life Balance mit Angeboten wie Gleitzeitkonto, flexibler Arbeitszeit usw. Überstunden werden vergütet. Urlaub wird innerhalb eines Teams abgestimmt.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt ein sehr hohes und flexibles Weiterbildungsbudget, für nicht alle Rollen gibt es einen Karrierepfad und flache Hierarchien erschweren flächendeckende, regelmäßige Beförderungen. Man kann allerdings oft schnell Verantwortung übernehmen
Gehalt/Benefits
Es werden für den Standort Wiesbaden marktübliche Gehälter gezahlt, es gibt viele Benefits neben dem Gehalt
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen is Ökoprofit zertifiziert.
Kollegenzusammenhalt
Mitarbeiter kommunizieren auf Augenhöhe, der Umgang ist meist sehr freundlich und wertschätzend. Es wird vor allem miteinander statt gegeneinander gearbeitet
Umgang mit älteren Kollegen
Es werden hauptsächlich jüngere Mitarbeiter beschäftigt, allerdings sind einige Mitarbeiter seit über 10 Jahren dabei. Aufgrund relativ flacher Hierarchien gibt es keine endlosen Aufstiegsmöglichkeiten für seniorige Mitarbeiter, in Vergleich zu eher traditionellen Unternehmen.
Vorgesetztenverhalten
Hängt vom Vorgesetzten ab. Es sind viele junge Führungskräfte bei Seibert beschäftigt, häufig in ihrer ersten Führungsposition. Das Unternehmen investiert aktuell viel in die Ausbildung der Führungskräfte.
Arbeitsbedingungen
Insbesondere das Büro in Wiesbaden ist mit der neusten Technik ausgestattet und kann von der Atmosphäre mit Unternehmen wie Google mithalten. Es gibt Macbooks und Iphones für alle Mitarbeiter.
Kommunikation
Ich nehme die Kommunikation als sehr offen und transparent und vor allem menschlich wahr.
Gleichberechtigung
Es ist mir keiner fehlende Gleichberechtigung aufgrund des Geschlechts bekannt.
Interessante Aufgaben
In meiner Rolle habe ich viele interessante Aufgaben, generell kann man übermäßig großen Einfluss auf die Ausgestaltung seiner Rolle und Aufgaben nehmen und auch neue Dinge ausprobieren.
Solche Bewertungen lese ich genauso aufmerksam wie die kritischen. Vielleicht sogar noch genauer, weil es wichtig ist zu verstehen, was wirklich trägt und nicht nur auf dem Papier steht.
Was du über die Atmosphäre und den Kollegenzusammenhalt schreibst, ist für mich kein selbstverständliches Lob. Ein gutes Miteinander, das auch über die eigene Fachabteilung hinaus funktioniert, entsteht nicht von allein und hält sich auch nicht von allein. Es braucht Menschen, die es aktiv leben und pflegen. Dass du das so erlebst, zeigt mir, dass es diese Menschen bei uns gibt, und das ist ehrlich gesagt mehr wert, als es auf den ersten Blick klingt.
Beim Thema Work-Life-Balance freut es mich zu hören, dass Homeoffice und flexible Arbeitszeiten in der Praxis wirklich ankommen und nicht nur als Angebot in der Stellenanzeige existieren. Das klingt vielleicht selbstverständlich, ist es aber nicht. Solche Angebote funktionieren nur dann wirklich, wenn die Haltung dahinter stimmt, und zwar nicht nur bei HR, sondern im gesamten Umfeld.
Was das Gehaltssystem angeht: Unser Modell funktioniert tatsächlich anders als in vielen anderen Unternehmen, das ist uns bewusst. Und in deinem Hinweis auf die Transparenz steckt ein konkretes Feedback, das ich mitnehme: Solche Besonderheiten müssen klarer und früher kommuniziert werden, damit Menschen informiert ankommen und nicht erst im Nachhinein verstehen, womit sie es zu tun haben.
Was ich an deiner Bewertung besonders schätze: Du zeichnest kein unrealistisches Bild. Es gibt Bereiche, die du differenzierter bewertest, und genau das macht dein Feedback glaubwürdig für alle, die es lesen. Keine Werbung, sondern die Einschätzung von jemandem, der den Alltag wirklich kennt. Das hat einen anderen Wert als eine perfekte Fünf-Sterne-Bewertung ohne Zwischentöne.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Wenn du Themen hast, die dich beschäftigen, gut wie kritisch, bin ich gerne Gesprächspartner.
Viele Grüße Manuel
Lass mal.
2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Potenzial. Es gibt haufenweise kompetente und charakterstarke Menschen in diesem Unternehmen, die vieles möglich machen könnten. (Wohl nicht mehr allzu lange. Die guten gehen gerade.)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Viele schrieben das schon vor mir: Die nicht vorhandene Führung. Die bekannten Makel, die ein ums andere Mal ignoriert werden. Das Sugarcoating mit Benefits und die Darstellung als liebevoller Arbeitgeber, der sich um Menschen kümmert, während Menschen hier je nach Abteilung unter äußerst widrigen Umständen arbeiten. Ein Unternehmen, das sich selbst als der Hafen für Agilität, Partizipation und neues Arbeiten darstellt und mit den Worten "Wir lieben Veränderung" vorstellt, sollte dazu in der Lage sein entsprechend zu handeln und Veränderung auch zu gestalten und durchzuführen. All das ist nicht der Fall und war es, seitdem ich dort arbeitete, auch nicht, aber irgendwann in der grauen Vergangenheit wohl mal eher. Stattdessen wird ständig von ganz oben reinregiert, was auch ok wäre, wenn man nicht genau das Gegenteil predigen würde, und Veränderungskompetenzen sind fast nirgends vorhanden, obwohl man sogar eine ganze Abteilung beschäftigt, die sich dessen annehmen soll. Man rüttelt ganz gerne mal am Kasten und macht Drama mit bedeutungsvollen Meetings, wenn der Leidensdruck zu groß wird, aber im Anschluss bleibt dann alles bitte so, wie es war.
Verbesserungsvorschläge
Ich schließe mich diesbezüglich den vorangegangenen Bewertungen an und ergänze, dass man diesen Punkt einfach sein lassen kann. Ich denke wirklich, dass das nichts bringt. Es gibt mehr als genug Quellen für Verbesserungen, die sehr gerne ignoriert wurden und werden. Veränderung ist nicht erwünscht.
Arbeitsatmosphäre
Auf Teamebene: Meistens solide. Auf Unternehmensebene oder übergeordnet: Fast grundsätzlich mies. Es mangelt an Vertrauen, an Struktur und an Führung. Gerade wird viel "umstrukturiert".
Image
Gut. Man gilt als eines der agilen Vorzeigeunternehmen und inszeniert sich entsprechend. Das dürfte sich bald allerdings erledigt haben.
Work-Life-Balance
Schwierig. Man wird oft sich selbst überlassen, was zu Überlastung führen kann. Darüber hinaus wird nicht auf Leistung geschaut, sodass einzelne Menschen mehr Aufgaben erfüllen (müssen), damit der Laden läuft. Auch hier: Sehr abteilungsabhängig.
Karriere/Weiterbildung
Keine. Karriere wird hier über Beziehung und auch nur über Beziehung gemacht, Kompetenz ist bestenfalls sekundär. Weiterbildungen gibt es manchmal, aber das ist eher willkürlich und die Personalentwicklung, die das begleiten soll, ist dabei eher Deko.
Gehalt/Benefits
Unterdurchschnittlich und nicht branchenüblich. Auch mit all den Benefits, die andere Unternehmen im Übrigens auch haben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man legt wert auf Umweltbewusstsein, allerdings zeigt sich davon nicht sonderlich viel und es wird viel Geld für Luxus ausgegeben, das man effizienter nutzen könnte. Das Thema Nachhaltigkeit wird auch fast nur mit Ökologie in Verbindung gebracht, aber da gibt es ja noch mehr.
Kollegenzusammenhalt
Das kommt auf die Abteilung an. Während im Unternehmenskern stärkerer Zusammenhalt spürbar ist, ist das in den Tochterunternehmen definitiv nicht der Fall.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich würde sagen, dass ältere Kolleg*innen, die in dem Unternehmen älter geworden sind, gut behandelt werden, aber neue Seniorität und neue Mitarbeiter*innen mit Erfahrung werden oftmals mit Argwohn betrachtet, weil die ja die Unternehmenskultur verändern könnten.
Vorgesetztenverhalten
Kurz und knapp: Weitestgehend miserabel. Die Geschäftsführung agiert oft sprunghaft und reaktiv. Viele Führungskräfte sind in dieser Position, weil ihnen vertraut wird, und nicht, weil sie das können, und verfügen in den seltensten Fällen über Führungskompetenzen.
Arbeitsbedingungen
Es kommt drauf an. Die Ausstattung ist modern, aber das Office bietet nicht wirklich ideale Arbeitsplätze, die oft auch offen sind und nicht immer Möglichkeit für Ruhe bieten. Doch die Küche ist exzellent.
Kommunikation
Nonexistent bis fragmentiert. Der (sehr laute) Buschfunk ist eine bessere Quelle als das Intranet oder sonst eine Ressource. Das Thema Kommunikation wurde jahrelang vernachlässigt, obwohl das Defizit sehr wohl bekannt war, weil es jahrelang andauernd als eben dies bezeichnet wurde.
Gleichberechtigung
Man schreibt Gleichberechtigung groß auf die Fahnen, aber das ist eher ein hehrer Wunsch. Allerdings läuft das hier dennoch besser als anderswo.
Interessante Aufgaben
Es wird nicht langweilig, je nach Bereich. Eventuell sollte es mal ein wenig langweilig werden, damit die Leute ihren Job machen können.
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Arbeitgeber-Kommentar
Manuel WüstRecruiter
Manche Bewertungen beginnen mit einer konkreten Kritik. Deine beginnt mit einer Haltung. Und diese Haltung sagt mehr als jeder einzelne Punkt, der danach folgt. Sie zeigt, dass jemand aufgehört hat zu glauben, dass es sich lohnt, gehört zu werden. Das nehme ich ernst. Und deshalb lese ich diese Bewertung nicht quer, sondern genau.
Was du über die Aufgaben und die Gestaltungsmöglichkeiten schreibst, deckt sich mit dem, was wir als echte Stärke kennen und auch kennen sollten: Arbeit, bei der man sich inhaltlich einbringen kann, ein Umfeld, das Raum lässt. Das freut mich zu lesen, auch in einer Bewertung, die insgesamt so klar benennt, was nicht gestimmt hat.
Denn das, was nicht gestimmt hat, ist genauso real. Die Diskrepanz zwischen dem, was wir nach außen kommunizieren, und dem, was intern erlebt wird. Die Fragen rund um Kommunikation und Entwicklungsperspektiven, die zu oft ohne befriedigende Antwort bleiben. Das Gefühl, dass Gehaltsstrukturen zwar erklärbar sind, aber nicht immer wirklich nachvollziehbar erlebt werden. Das sind keine Randthemen, und ich behandle sie nicht als solche.
Ich erlaube mir hier keine schnelle Antwort, weil mir eine schnelle Antwort genau das wäre, was du mit „Lass mal." schon vorwegnimmst: etwas, das man sagt, um etwas gesagt zu haben. Was ich stattdessen sagen kann: Wir befinden uns als Unternehmen in einer Phase, in der viele dieser Spannungen besonders sichtbar werden. Das macht sie nicht akzeptabler, aber es erklärt, warum sich so vieles gleichzeitig unfertig anfühlt. Für Menschen, die mittendrin arbeiten oder gearbeitet haben, ist das kein Trost, das weiß ich.
Wenn sich das „Lass mal." irgendwann in ein „eigentlich hätte ich doch noch was zu sagen" verwandelt, bin ich erreichbar. Ohne Erwartung, aber mit echtem Interesse.
Viele Grüße Manuel
Tolles Team, aber Management verliert soziale Verantwortung aus den Augen
3,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv hervorzuheben ist das zwischenmenschliche Miteinander auf Teamebene. Die Atmosphäre unter den Kollegen war geprägt von großer Hilfsbereitschaft, Offenheit und einem wirklich tollen Teamspirit. Man fühlt sich im direkten Arbeitsumfeld sehr gut aufgehoben und unterstützt. Zudem bietet das Unternehmen attraktive und moderne Benefits an.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider klaffen Anspruch und Wirklichkeit bei der Unternehmensführung weit auseinander. Es wurde ein massiver Wachstumskurs gefahren, bei dem die Erträge nicht ansatzweise mitgehalten haben. Trotz dieser Schieflage wurden weiterhin neue Leute eingestellt, was letztlich zu panischen Fehlentscheidungen führte. Besonders enttäuschend war der Umgang mit mir persönlich: Nach einem durchweg positiven Probeendzeitgespräch und der mündlichen Zusage für eine Übernahme wurde ich einige Tage vor Ende der Probezeit betriebsbedingt gekündigt – eine Entscheidung, die der Geschäftsführer im Alleingang und entgegen der eigentlich gepflegten „Non-Top-Down“-Kultur traf. Dass selbst die Bitte um eine kurze Verlängerung der Probezeit zur Jobsuche abgelehnt wurde, zeigt ein erschreckendes Maß an Empathielosigkeit und fehlender sozialer Verantwortung.
Verbesserungsvorschläge
Das Management sollte dringend lernen, Verantwortung für die eigenen strategischen Fehlkalkulationen zu übernehmen, anstatt diese auf dem Rücken der Belegschaft auszutragen. Wer eine moderne Unternehmenskultur ohne starre Hierarchien propagiert, sollte in Krisenzeiten nicht in einen autoritären Alleingang verfallen, der die Fachbereiche komplett übergeht. Ich rate dazu, die soziale Verantwortung ernst zu nehmen: Verbindliche Zusagen aus Feedbackgesprächen müssen einen Wert haben. Zudem sollte das Wachstum nachhaltig geplant werden, anstatt erst massiv einzustellen und kurz darauf fähige Leute in unwürdigen Kündigungswellen wieder zu entlassen. Transparenz und Menschlichkeit sollten nicht nur in guten Zeiten existieren.
Arbeitsatmosphäre
Im Team herrscht eine sehr angenehme, lockere Stimmung (solange man nicht auf die Management-Ebene blickt).
Work-Life-Balance
Flexible Home-Office und Arbeitszeitmöglichkeiten.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind fantastisch, extrem hilfsbereit und offen. Die Zusammenarbeit hat wirklich Spaß gemacht.
Vorgesetztenverhalten
Zusagen aus Feedbackgesprächen wurden ignoriert. Kündigungen wurden eiskalt und ohne Rücksprache mit den Fachbereichen durchgedrückt.
Kommunikation
Die eigentlich gelebte „Nicht-Top-Down“-Kultur wurde über Bord geworfen. Entscheidungen des Geschäftsführers trafen das Team völlig unvorbereitet.
Interessante Aufgaben
Es wird nie langweilig, weil dem Geschäftsführer immer wieder neue Tools und Aufgaben einfallen, die alle Mitarbeitenden ganz dringend lernen müssen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umgang mit älteren Kollegen
Arbeitsbedingungen
Gehalt/Benefits
Gleichberechtigung
1Hilfreichfindet das hilfreich2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Arbeitgeber-Kommentar
Manuel WüstRecruiter
Danke für dein ehrliches Feedback und für die Klarheit, mit der du es formulierst.
Was du über das Team und den Kollegenzusammenhalt schreibst, freut mich und ich nehme es nicht für selbstverständlich. Dass Menschen füreinander da sind, sich aufeinander verlassen können und gemeinsam gute Arbeit machen: Das ist eine echte Stärke, die wir aktiv schützen wollen.
Deine Kritik an der Führung nehme ich ungefiltert an. Der Anspruch, den wir als Unternehmen an uns selbst stellen und die gelebte Realität klaffen an manchen Stellen auseinander, das ist keine neue Erkenntnis, aber sie schmerzt trotzdem, wenn sie so direkt benannt wird. Wir befinden uns gerade in einer echten Umbruchphase: Strukturen verändern sich, Rollen werden neu ausgerichtet, alte Gewissheiten gelten nicht mehr. In solchen Phasen gerät das Soziale manchmal unter Druck, auch wenn das keine Entschuldigung ist, sondern eine Beschreibung.
Was ich nicht tun will: dir im Kommentarfeld Verbesserungen versprechen, die wir noch nicht einlösen können. Das wäre nicht fair dir gegenüber und auch nicht gegenüber allen, die diese Antwort lesen. Was ich stattdessen anbieten kann ist ein echtes Gespräch: ohne Floskeln, ohne vorbereitete Antworten. Wenn du das möchtest, erreichst du mich gerne direkt per Mail.
Beste Grüße Manuel
Verdammt lang her.
2,5
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Echt viele Leute, die hier gearbeitet haben oder noch arbeiten. Mit denen waren (und wären noch) so coole Sachen möglich. Es ist umso schmerzhafter zu sehen, wie sie nach und nach verheizt oder zermürbt werden und Seibert wenig daraus zu lernen scheint.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die schon immer latent vorhandene Impulsivität rund um Führung und Strategie wurde offiziell als Defizit benannt, nur um dann mit einem ganzen Blumenstrauß an noch schlechter geeigneten Ansätzen um die Ecke zu kommen. Es zieht sich durch wie ein roter Faden, dass Anspruch und Wirklichkeit derart oft kollidieren, dass die Verantwortlichen in einer Traumwelt leben müssen, um überhaupt handlungsfähig zu bleiben. Davon nehme ich mich nicht aus. Aber wofür leisten wir uns denn absoluten Luxus wie die ganzen Coaches und sonstigen Organisationsentwickler und teure externe Beratung, wenn nahezu jede Kollegin und jeder Kollege das Offensichtliche seit Jahren in Einzelgesprächen (und wahrscheinlich auch in den meisten Exit Interviews) artikuliert?
Verbesserungsvorschläge
Ich wünsche dem Unternehmen, dass es irgendwie die Kurve noch bekommen kann, bevor es zu spät ist. Mir fehlen aber der Glaube daran, dass es mit den aktuell dafür angestellten Personen geschafft werden kann, und die Entwicklungen im letzten Jahr (vor allem in gewissen Tochterunternehmen) zeigen deutlich, dass meine Vorstellung von "die Kurve kriegen" wohl eine ganz andere ist als das, woran die Verantwortlichen sich ausrichten wollen. Schade um die schöne Zeit, als wir den Hals noch nicht zu voll bekommen haben und tatsächlich Zusammenarbeit und unsere Kunden im Vordergrund standen. Verdammt lang her.
Arbeitsatmosphäre
Inzwischen geprägt von fehlendem Vertrauen in beide Richtungen der Hierarchie, vor allem ausgelöst durch das Einprasseln wenig nachvollziehbarer Entscheidungen und ein gleichzeitiges Vakuum beim Umgang mit Rückmeldungen. Häufig ist das Hühnchen schon lange gerupft, bis offizielle Verlautbarungen entstehen, und die Hälfte der Leute hat irgendwie einen Teil schon irgendwo gehört. Manches wird aber auch in wirklich unfertigem Zustand "kommuniziert", eher zur selbständigen Aufbereitung hingeworfen, dass mir diese Alternative auch nicht gut gefällt. Es gibt jedenfalls noch einzelne Menschen, mit denen ich gut und gerne zusammen arbeite. Insgesamt hat das aber quantitativ und qualitativ echt abgenommen und das Gefühl, nach einem Arbeitstag rauszugehen und die Interaktionen hauptsächlich positiv in Erinnerung zu haben... das ist verdammt lang her.
Image
Nach außen hin (aktuell noch) sehr gut. Intern mit einem Stern noch eher wohlwollend bewertet. Wenn unsere Kunden und Partner wüssten, wie grausig hier tatsächlich (in einer Beratungsbude für digitale Zusammenarbeit!) gearbeitet und miteinander umgegangen wird, hätten wir sehr schnell einen sehr gravierend abgesenkten Umsatz. Und das völlig zurecht.
Work-Life-Balance
Wer das eigene Wohlbefinden nicht komplett vernachlässigt und ohne Angst vor Konsequenzen auch einmal Nein sagen kann, hat definitiv einen Vorteil. In meiner Rolle kann ich das tun, sehr viele Kolleg*innen jedoch nicht, die darunter spürbar leiden. Das angegriffene Betriebsklima der letzten Monate sorgt auf andere Weise dafür, dass man Work teilweise zu hoch priorisiert und Life sich unterordnen muss.
Karriere/Weiterbildung
Das Unternehmen beschäftigt eine krass hohe Menge an Leuten für das, was tatsächlich auf Mitarbeiterseite dabei herumkommt. Ich kenne mit Abstand mehr Teams und Personen, die bei eigenen Anliegen von People Development regelrecht geghostet werden (während aus dem Unternehmen gepushte, häufig komplett unpassende oder gar nicht existente Fortbildungsbedarfe regelrecht aufgezwängt werden) als solche, deren Karriere positiv beeinflusst wurde. Teils wurden sogar eigenorganisierte Weiterbildungen explizit abgelehnt, und die Hintergründe dazu nicht in Erfahrung zu bringen, während an anderen Stellen teure und unnütze Seminare eingekauft werden. Hauptsache, sie stehen in irgendeinem Katalog drin. PD ist, genau wie der Großteil der OE, zu einem bürokratisierten Ungetüm verkommen, das vor allem dafür sorgt, dass die eigenen Jobs weiterhin als gerechtfertigt wahrgenommen werden könn(t)en. Obwohl sie das in der Mehrzahl der Fälle nicht sind.
Gehalt/Benefits
Benefits werden aktuell und gefühlt sehr planlos durch die Bank gekürzt oder ganz eingestellt. Das Gehalt war ohnehin nie sonderlich attraktiv, weil in diversen Formeln zur "objektiven" Berechnung derart getrickst wird, dass das Ergebnis eben nicht ein annähernd durchschnittliches Gehaltsniveau der IT-Branche im Rhein-Main-Gebiet darstellt. Nun ist sogar im Gespräch, vertraglich vereinbarte Regelungen zur Vergütung von Überstunden - die als Benefit beim Einstellen deutlichst hervorgeheben werden - plötzlich mit Unmengen von Freigaben und Bedingungen zu versehen. An sich sogar der richtige Ansatz, geht aber krachend an der Realität vorbei und fühlt sich an wie ein Vorbote des künftigen Umgangs miteinander: Vorgaben, die nur dem Unternehmen dienen, werden durchgedrückt ohne Rücksicht auf Verluste. Stattdessen wäre das Gehalt, das wir einer Menge an fast schon Faulenzern auszahlen, sehr gut in High Performer und deren Überstunden investiert. Aber Gehalt tatsächlich an Leistung zu koppeln ist anscheinend entweder verbrannt oder würde entlarven, dass viele Rollen gar keinen solchen Leistungsbegriff vorsehen, der zur Messung herangezogen werden könnte.
Kollegenzusammenhalt
Den Umständen entsprechend, würde ich sagen. Manche, gerade neuere, werden auch mal hemmungslos vor den Bus geworfen, wenn es der Sicherung des eigenen Jobs oder politischen Ansehens dienlich ist. Das betrifft Führungskräfte genau wie gleichgestellte Kolleg*innen, teils werden sogar Newbies innerhalb der Probezeit auf diese Weise hörig gemacht oder - wenn unbequeme Wahrheiten angesprochen wurden - nicht übernommen. In anderen Bereichen als meinem läuft es laut Hörensagen etwas besser und das hauptsächlich wegen einzelnen massiv engagierten Leuten, aber ich würde sagen, auch das ist nur noch eine Frage der Zeit. Wohlwollend als Unternehmen darauf hinarbeiten, dass echter Zusammenhalt möglich und gewünscht ist, sieht jedenfalls wirklich anders aus als das, was ich aktuell erlebe.
Vorgesetztenverhalten
Wir hatten früher mal den Anspruch, Führung neu zu denken. Daraus scheint inzwischen geworden zu sein: Führung falsch verstehen und den falschen Menschen übertragen. Kein Vertrauen in Qualität von Entscheidungen, an keiner Stelle und das selbst unter Führungskräften(!). Kein Nachhalten und Evaluieren von Prozessen und Ergebnissen rund um Führung und Strategie, dafür eine ganz unangenehme und in kaum einem Kontext annähernd angebrachte Anspruchsmischung aus Wohlfühl-Streichel-Atmosphäre und komplettem Konzern-Drillsergeantentum. Früher konnten sich immerhin einige Teams glücklich schätzen, an dem CargoCult rund um unsere "Vorgesetzten" nicht teilnehmen zu müssen, sondern stattdessen zum Arbeiten zu kommen. Verdammt lang her.
Kommunikation
Desaströs. Seit Jahren zieht sich "Wir sind dran" gefühlt durch alle Belange und Bereiche des Unternehmens. Das Intranet wurde mit jeder neuen Einführung drastisch schlechter und hat aktuell nahezu gar keine Relevanz mehr. Unfassbare Mengen an Eingangskanälen, nahezu alle unkoordiniert und unstrukturiert, gleichzeitig mit schwammig hohen Erwartungshaltungen versehen und wenn ich etwas Kontroverses in die Teams weitergeben soll, fühle ich mich damit häufig komplett allein gelassen. Das erzeugt dann riesige, total vermeidbare Verunsicherung allerorten. Die monatlichen Town Hall Meetings sind auch zu einer unproduktiven Selbstbeweihräucherung verkommen, die bei einem Unternehmen dieser Größe wohl ihresgleichen suchen dürfte. Für mich und meine Teams relevante Informationen erreichen uns (wenn überhaupt) per Flurfunk oder durch Hinterzimmer-Nachrichten von politischen Beziehungen, die entsprechend gepflegt wollen werden: aber bloß nicht öffentlich, da es ja am Organigramm vorbei geht. Und es darf nicht sein, was nicht sein darf. Bitte seht das als Hilferuf eines ganzen Unternehmens und nicht einer einzelnen Person: "Wir sind dran" mag für euch genug sein. Seibert nimmt massiv Schaden.
Interessante Aufgaben
Mal so, mal so. Es gibt inzwischen viel Unnötiges, gerade durch fehlgeleitete ISO-Zertifizierungen und hausgemachte Konzernstrukturen, die vielleicht bei einem zehnmal so großen Unternehmen weniger fehl am Platz wären. Vielleicht. Interessant sind derartige Themen jedenfalls nirgends. Das Tagesgeschäft ist stark abhängig davon, wo genau man arbeitet, daher gehe ich mit dem Mittelpunkt der Skala ins Rennen. Für ausschließlich mich selbst wären es knapp 4*.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umgang mit älteren Kollegen
Arbeitsbedingungen
Gleichberechtigung
3Hilfreichfinden das hilfreich3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Arbeitgeber-Kommentar
Manuel WüstRecruiter
Liebe*r Kolleg*in,
deine Bewertung zu lesen ist nicht leicht und ich meine das aufrichtig. Was du beschreibst, ist keine pauschale Abrechnung, sondern ein differenziertes Bild von einer Person, die Seibert lange zu kennen scheint, die Menschen hier schätzt und genau deshalb so klar benennt, wo es für dich wehtut.
Viele deiner Punkte sind schmerzhaft, weil sie etwas beschreiben, was wir so nicht anstreben. Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die Kommunikation, die trotz aller Bemühungen nicht wirklich anzukommen scheint, die Frage, was People Development tatsächlich bei den Menschen bewirkt: Das sind keine neuen Themen, wir arbeiten daran schon lange. Aber dass sie so deutlich und von jemandem kommen, der noch da ist, macht sie umso ernster.
Ich will keine Antwort schreiben, die klingt wie eine weitere Ankündigung. Was ich sagen kann: Diese Rückmeldungen, auch diese hier, fließen in die Arbeit des Unternehmens ein. Ob das den Unterschied macht, wirst du am Ende bewerten müssen.
Komm auf uns zu, wenn du das Gespräch direkt suchen möchtest. Silke und ich sind sehr daran interessiert, die Situation und die Hintergründe zu verstehen und auch Themen direkt und gezielt anzugehen. Wir möchten daher dringend mehr zu den angesprochenen Herausforderungen erfahren. Nicht um das Gesagte zu revidieren, sondern weil wir zuhören und handeln wollen.
Liebe Grüße Manuel
Die besten Zeiten sind vorbei
2,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Design / Gestaltung bei //SEIBERT/MEDIA GmbH in Wiesbaden gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr gute Hardware, Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben benannte Punkte.
Verbesserungsvorschläge
Ordentliche Strukturen etablieren, Überprüfen, wer Arbeit leistet und wer seine Stunden nur absitzt, Mitarbeiter in wichtige Entscheidungen einbinden.
Arbeitsatmosphäre
Zunehmend über die letzten Monate hinweg negativ geworden. Es herrscht Verunsicherung und Angst.
Image
Nach außen hin, innen bröckelt es..
Work-Life-Balance
Sehr gut
Karriere/Weiterbildung
Welche Weiterbildung? Wird angepriesen, aber in der Realität nicht umgesetzt..
Vorgesetztenverhalten
Diese gibt es ja angeblich nicht.. oder vielleicht doch?
Arbeitsbedingungen
Größtenteils gut
Kommunikation
Findet abteilungsübergreifend mangelhaft oder gar nicht statt. Es wird eher gegeneinander als miteinander gearbeitet..
Gehalt/Benefits
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kollegenzusammenhalt
Umgang mit älteren Kollegen
Gleichberechtigung
Interessante Aufgaben
2Hilfreichfinden das hilfreich2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Arbeitgeber-Kommentar
Manuel WüstRecruiter
Hallo liebe*r Ex-Kolleg*in,
vielen Dank für deine offenen Worte. Dass du deine Bewertung mit „Die besten Zeiten sind vorbei“ betitelst, trifft mich, denn in meiner Rolle im Recruiting & Employer Branding arbeite ich ja genau daran, dass wir auch als größere „Seibert Group“ ein attraktiver Arbeitgeber bleiben. Ich freue mich, dass zumindest Hardware und Work-Life-Balance für dich gestimmt haben.
Ich möchte deine Kritikpunkte aus meiner Perspektive einordnen – wohl wissend, dass ich für den von dir angegebenen Fachbereich operativ nicht verantwortlich bin, deine Wahrnehmung aber wichtige Rückschlüsse auf unsere aktuelle Unternehmenskultur zulässt:
1. „Vorgesetzte gibt es angeblich nicht... oder doch?“ Hier beschreibst du genau den Schmerzpunkt unserer aktuellen Transformation. Wir bewegen uns weg von den alten Strukturen hin zu neuen Rollen wie Service Ownern* und Kreisen. Das Ziel ist eigentlich mehr „Alignment“ und Klarheit, nicht weniger. Dass bei dir die Frage aufkam, ob es Führung nun gibt oder nicht, zeigt mir, dass wir den Sinn und Zweck dieser neuen Rollen (Servant Leadership statt Befehlskette) noch nicht gut genug kommuniziert haben. Das ist ein Feedback, das ich mir für die interne Kommunikation zur Transformation zu Herzen nehme und auch weitergebe.
2. Weiterbildung & Entwicklung Dass du schreibst, Weiterbildung werde „angepriesen, aber nicht umgesetzt“, alarmiert mich. Zwar liegt die fachliche Weiterbildung im Design-Team, aber strukturell arbeiten wir eng mit People Development daran, dass Rollen und Skills klar definiert sind und Ressourcen zur Verfügung stehen. Wenn das bei dir in der Realität nicht ankam, haben wir hier eine Lücke zwischen unserem Anspruch und dem Erlebnis der Mitarbeitenden, die wir schließen müssen.
3. Arbeitsatmosphäre & „Gegeneinander“ Du beschreibst Angst und ein Gegeneinander. Als jemand, der die Vision für unsere Arbeitgebermarke mitgestaltet, ist das für mich ein Warnsignal. Wir wachsen gerade stark und es ist meine Aufgabe, Strategien zu entwickeln, damit unsere Kultur dabei nicht auf der Strecke bleibt. Silo-Denken darf sich nicht verfestigen. Hier werde ich definitiv aktiv werden.
4. Strukturen & Leistung Du forderst, dass „ordentliche Strukturen“ etabliert werden. Auch wenn ich das nicht direkt für dein Team lösen kann: Ich nehme deinen Impuls mit in den Führungskreis Personal. Es ist unser gemeinsames Ziel, dass Strukturen geschaffen werden, in denen Leistung gesehen wird und „Ownership“ entsteht, statt Frust über vermeintlichen Stillstand.
Da du nun nicht mehr an Bord bist, würde mich deine Sicht „von außen“ sehr interessieren, um zu lernen: Wo genau hast du uns in der Kommunikation verloren? Wenn du offen für einen Austausch bist, melde dich gerne bei mir.
Ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg alles Gute.