Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders schätze ich die offene Unternehmenskultur und die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Man kann Ideen äußern, Dinge hinterfragen und auch über den eigenen Aufgabenbereich hinaus an Themen mitarbeiten. Gleichzeitig ist der Umgang miteinander sehr menschlich und unkompliziert.
Auch die hohe Eigenverantwortung und Flexibilität sind für mich ein großer Pluspunkt. Arbeitszeiten, Homeoffice und Urlaubsplanung lassen sich meist sehr unkompliziert im Team abstimmen.
Ein weiterer Punkt ist der Kollegenzusammenhalt. In meinem Team funktioniert die Zusammenarbeit wirklich hervorragend und man merkt, dass hier miteinander und nicht gegeneinander gearbeitet wird.
Nicht zuletzt sind auch die Arbeitsbedingungen sehr gut, von der Ausstattung über die Büroräume bis hin zu vielen kleinen Benefits, die den Arbeitsalltag angenehmer machen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Einen wirklich gravierenden Punkt gibt es für mich persönlich nicht, sonst wäre ich vermutlich auch nicht wieder zurückgekehrt.
Wenn man etwas nennen möchte, dann vielleicht, dass die sehr agile und dynamische Arbeitsweise nicht für jeden ideal ist. Wer klare Strukturen, feste Prozesse und möglichst wenig Veränderung sucht, wird sich hier möglicherweise schwerer tun.
Verbesserungsvorschläge
Natürlich läuft auch bei Seibert nicht alles perfekt, aber insgesamt wird meiner Meinung nach sehr viel richtig gemacht. Ein Thema, bei dem man sicherlich noch etwas nachschärfen könnte, ist die interne Transparenz bei größeren Veränderungen oder strategischen Themen. Im letzten Jahr gab es hier stellenweise etwas zu viel Raum für Interpretationen und Flurfunk. Das wurde zwar erkannt und verbessert, aber es bleibt sicherlich ein Bereich, den man weiterhin im Blick behalten sollte.
Außerdem würde ich mir beim Thema Weiterbildung noch etwas mehr strukturierte Angebote wünschen, zum Beispiel Einsteiger-Workshops zu Themen wie KI oder Coding. Aktuell liegt vieles in der Eigeninitiative, was grundsätzlich gut ist, aber ein paar gezielte Formate könnten vielen den Einstieg erleichtern.
Arbeitsatmosphäre
Seibert ist stark vom agilen Ansatz geprägt. Man arbeitet hier definitiv nicht in einer klassischen Firmenumgebung mit klar vorgezeichneten Wegen, sondern eher in einem Umfeld, das von Veränderung, Weiterentwicklung und Dynamik lebt. Wer möchte, kann sich jederzeit aktiv einbringen und auch über den eigenen Aufgabenbereich hinaus Themen mitgestalten.
Wer hingegen einen Arbeitgeber sucht, bei dem man sich morgens hinsetzt und ziemlich genau weiß, wie die nächsten fünfzehn Jahre bis zur Rente ablaufen werden, wird hier vermutlich nicht glücklich. Für mich persönlich ist genau das Gegenteil der Reiz: Man kann sich einbringen, Ideen platzieren und auch Dinge mitgestalten.
Durch das Wachstum des Unternehmens ist in den letzten Jahren natürlich etwas mehr Struktur hinzugekommen. Trotzdem arbeitet man hier weiterhin deutlich freier und eigenverantwortlicher als in vielen anderen Firmen.
Image
Seibert ist sowohl in der Region als auch im Atlassian-Umfeld ein sehr bekannter Name. Die Außendarstellung ist modern und kommt gut an.
Selbst Menschen außerhalb der Branche wissen teilweise, dass Seibert dieses „coole Unternehmen in der Innenstadt“ ist.
Eine kleine persönliche Anekdote passt hier vielleicht auch ganz gut: Ich habe Seibert tatsächlich kürzlich für zwei Monate verlassen, um bei einem Mitbewerber zu arbeiten. Dabei habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass ich für mich persönlich einen Fehler gemacht hatte. Umso mehr habe ich es geschätzt, dass mir der Wiedereinstieg unkompliziert ermöglicht wurde. Das hat meine Motivation eher noch verstärkt und mir auch gezeigt, dass das Gras auf der anderen Seite eben nicht automatisch grüner ist.
Work-Life-Balance
Arbeit gibt es definitiv genug. Selbst an ruhigeren Tagen findet man meist ein Projekt oder ein Thema, mit dem man sich sinnvoll beschäftigen kann.
Durch die hohe Eigenverantwortung hat man gleichzeitig aber auch die Freiheit, zwischendurch mal einen Gang runterzuschalten und sich die Zeit zur Regeneration zu nehmen, die man braucht. Die Arbeitszeiten sind sehr flexibel, spontan frei nehmen oder Urlaub planen ist normalerweise unkompliziert möglich.
Auch die Homeoffice-Regelung sorgt für ein hohes Maß an Flexibilität. Insgesamt kann man sich seine Arbeitsweise hier sehr gut so gestalten, wie sie zum eigenen Leben passt.
Karriere/Weiterbildung
Karrierewege sind bei Seibert nicht strikt vorgegeben. Es gibt keine klassischen Stufenmodelle, wie man sie aus anderen Unternehmen kennt. Stattdessen wird eher dazu ermutigt, den internen Stellenmarkt zu nutzen und sich weiterzuentwickeln, wenn sich passende Möglichkeiten ergeben.
Natürlich klappt das nicht immer sofort und nicht jede Idee lässt sich von heute auf morgen umsetzen. In meinem Fall habe ich klar kommuniziert, dass ich mich langfristig in meinem Bereich weiterentwickeln möchte. Durch einige Umstrukturierungen hat sich das Thema etwas hingezogen, ist aber nicht unter den Tisch gefallen. Nach etwa einem Jahr starten wir nun konkret mit einer Begleitung und arbeiten an einer Roadmap.
Beim Thema Weiterbildung könnte meiner Meinung nach noch etwas mehr passieren. Vieles liegt aktuell in der Eigenverantwortung und man wird ermutigt, sich beispielsweise mit Coding oder KI zu beschäftigen. Ich fände es hilfreich, wenn es dazu noch mehr strukturierte Angebote oder Einsteiger-Workshops gäbe. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass das Thema intern zunehmend an Bedeutung gewinnt und sich hier in Zukunft noch einiges entwickeln wird.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltsmodell bei Seibert funktioniert etwas anders als in vielen anderen Unternehmen. Die Gehälter orientieren sich stark am Marktdurchschnitt und berücksichtigen verschiedene Faktoren wie Erfahrung, Ausbildung und Stationen im Lebenslauf.
Ich kann nachvollziehen, dass das nicht für alle perfekt funktioniert.
Für mich persönlich passt es allerdings gut. Mein Gehalt liegt auf einem Niveau, mit dem ich sehr zufrieden bin. Außerdem wird regelmäßig überprüft, wie sich Erfahrung und Marktwert entwickelt haben, sodass Anpassungen möglich sind, ohne dass man in langwierige Gehaltsverhandlungen gehen muss.
Natürlich gilt wie überall: Mehr Gehalt fühlt sich immer gut an. Gleichzeitig sollte man auch realistisch betrachten, was andere Unternehmen tatsächlich zahlen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Seibert ist sich seiner Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft bewusst. Es gibt verschiedene interne und externe Projekte, die unterstützt werden.
Ein schönes Beispiel ist die Seibert Stiftung, die unter anderem Jugendlichen das Programmieren näherbringt. Auch im Alltag wird auf Nachhaltigkeit geachtet, etwa durch den Verzicht auf Einwegprodukte, losen Tee statt Teebeutel oder den bewussten Einkauf hochwertiger Lebensmittel und lokaler Produkte.
Dazu kommen Angebote wie Jobticket oder Jobrad, die es erleichtern, umweltfreundlich zur Arbeit zu kommen.
Kollegenzusammenhalt
Ich kann hier natürlich vor allem für mein eigenes Team sprechen, aber dort ist der Zusammenhalt wirklich stark. Wir haben uns über die Jahre sehr gut eingespielt und können uns gegenseitig zu hundert Prozent aufeinander verlassen.
Man kann offen und ehrlich miteinander sprechen, ohne dass Dinge sofort weitergetragen werden. Alle ziehen an einem Strang und helfen sich gegenseitig. Wenn es nötig ist, geben viele auch gerne mal mehr als hundert Prozent, weil man miteinander und nicht gegeneinander arbeitet.
Gerade im Vertrieb ist das alles andere als selbstverständlich und deshalb weiß ich das sehr zu schätzen.
Umgang mit älteren Kollegen
Mein Eindruck ist, dass das Alter bei Seibert keine große Rolle spielt. Das Unternehmen hat zwar viele jüngere Mitarbeitende, was auch daran liegt, dass viele hier als Werkstudierende angefangen haben und geblieben sind.
Genauso werden aber auch Menschen mit mehr Erfahrung willkommen geheißen. Am Ende ist es gerade die Mischung aus unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen, die Teams wirklich stark macht.
Vorgesetztenverhalten
Meine Vorgesetzten haben sich mir gegenüber jederzeit sehr vorbildlich verhalten. Das Verhältnis ist locker und menschlich, man kann auch mal über Dinge außerhalb der Arbeit sprechen, gleichzeitig aber natürlich auch ernsthafte Themen strukturiert besprechen.
Wenn ich einen kleinen Kritikpunkt nennen müsste, dann den, dass bei manchen Entscheidungsträgern sehr viele Themen gleichzeitig auf dem Tisch liegen. Dadurch muss man gelegentlich ein wenig hinterherlaufen, bis man eine Entscheidung bekommt.
Unterm Strich empfinde ich das aber immer noch angenehmer als in Unternehmen, in denen Vorgesetzte selbst in so viele Prozesse eingebunden sind, dass am Ende ohnehin niemand entscheiden kann. Bei Seibert kommt man meist recht schnell zu Ergebnissen.
Arbeitsbedingungen
Die Büroräume sind modern und sehr angenehm gestaltet. Auch die technische Ausstattung ist überdurchschnittlich gut. MacBooks, hochwertige Monitore und höhenverstellbare Schreibtische gehören zum Standard.
Dazu kommen viele Benefits, die den Arbeitsalltag wirklich angenehmer machen. Besonders erwähnenswert ist das Betriebsrestaurant. Ich habe schon öfter Fotos vom Essen an Freunde geschickt und regelmäßig neidische Kommentare bekommen.
Auch Dinge wie Firmenhandy, AirPods, Ausstattung fürs Homeoffice oder eine recht freie Auswahl beim Equipment zeigen, dass hier in gute Arbeitsbedingungen investiert wird.
Kommunikation
Die Kommunikation ist grundsätzlich sehr offen, ehrlich und angenehm locker. In welcher Firma dieser Größe kann man sich sonst einfach mal beim Mittagessen zu den Geschäftsführern setzen und ein Thema ansprechen, das einem auf dem Herzen liegt.
Viele Meetings von Entscheidungsträgern werden dokumentiert und intern zugänglich gemacht, sodass man Entwicklungen nachvollziehen kann. Wichtige Neuigkeiten werden über das Intranet oder beim monatlichen Review geteilt.
Ganz perfekt ist es natürlich auch hier nicht. Im vergangenen Jahr gab es an der einen oder anderen Stelle etwas weniger Transparenz, was häufiger mal zu Flurfunk geführt hat. Das wurde aber erkannt und man bemüht sich seitdem sichtbar, die Mitarbeitenden wieder stärker mitzunehmen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung hat bei Seibert einen sehr hohen Stellenwert. Menschen sind hier so willkommen, wie sie sind, und werden auch entsprechend behandelt.
Das Schöne daran ist, dass es eigentlich gar kein Thema sein muss. Es gehört einfach zum Selbstverständnis der Firma. Genau das macht die Zusammenarbeit in einem so vielfältigen Umfeld für mich besonders angenehm.
Interessante Aufgaben
Das Atlassian-Umfeld ist insgesamt sehr dynamisch. Produkte entwickeln sich ständig weiter, neue Features kommen hinzu und auch der Markt verändert sich kontinuierlich.
Natürlich hat jeder seinen klaren Aufgabenbereich. Gleichzeitig wird es selten langweilig, weil sich durch die Dynamik immer wieder neue Themen ergeben. Wer Lust hat, kann auch über den Tellerrand schauen und sich an organisatorischen Themen im Unternehmen beteiligen oder sich mit neuen Bereichen wie KI oder Coding beschäftigen, die immer stärker an Bedeutung gewinnen.