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177 Bewertungen von Mitarbeiter:innen

kununu Score: 3,9Weiterempfehlung: 86%
Score-Details

177 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

Mehrfachbewertung

War schonmal besser ...

3,0
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Image

Nach außen gut. Intern brodelt es.

Work-Life-Balance

Urlaubstage und Überstunden können sehr flexibel und nach Absprache im Team genommen/abgebaut werden. Der Druck steigt, ist aber auch teamabhängig.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist vorhanden, aber die tatsächliche tägliche Umsetzung fehlt. Noch ist viel davon in der Kultur verankert, durch die hohe Fluktuation in letzter Zeit ändert sich das aber auch.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung ist gut möglich. Budget muss Teamintern abgesprochen werden. Man muss sich allerdings selber kümmern und bekommt keine Unterstützung von Team Personal/People Development

Vorgesetztenverhalten

Es fehlt an Führung

Arbeitsbedingungen

Büros und Arbeitsplätze sind gut ausgestattet und meistens funktioniert alles.

Kommunikation

Oft sehr vage, unvollständig und zu spät. Sehr viele Kanäle zur Kommunikation, das führt zu einer Überflutung mit Infos.

Gehalt/Benefits

Gehalt ist eher niedrig. Es gibt einige interne Benefits, wobei diese gerade evaluiert werden und teilweise schon abgeschafft sind. Andere Unternehmen bieten inzwischen die gleichen/ähnliche Benefits.

Gleichberechtigung

Ich glaube das ist eine große Stärke. Die Mitarbeitenden sind hier sehr offen und tolerant

Interessante Aufgaben

Aufgaben sind interessant und wechseln immer wieder. Das hängt aber auch mit dem Arbeitsbereich zusammen.


Arbeitsatmosphäre

Kollegenzusammenhalt

3Hilfreichfinden das hilfreich3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Manuel Wüst, Recruiter
Manuel WüstRecruiter

Liebe*r Kolleg*in,

dein Titel ist sehr deutlich und ich schätze es sehr, dass du trotz deiner Kritik so differenziert bewertest. Die 5 Sterne für Gleichberechtigung und Arbeitsbedingungen freuen mich, aber ich lese natürlich auch, wo es hakt.

Zum Thema Führung: Du hast recht, das haben wir auch gerade auf dem Schirm. Wir schauen gerade gezielt auf die Weiterentwicklung und sorgfältige Auswahl unserer Führungspositionen. Das ist ein Prozess, der Zeit braucht, aber er ist im Gange.

Dein Feedback zur Kommunikation ist ebenso ein Thema für uns. Zu viele Kanäle, zu viel Rauschen und trotzdem kommen wichtige Infos nicht an. Das ist ein echtes Problem, das wir mit dem Kreis interne Kommunikation und gezielten Initiativen und Strukturen gerade bearbeiten und auch schon erste Erfolge erzielen konnten, die positives Feedback hervorgerufen haben.

Was du zu People Development schreibst, beschäftigt mich persönlich sehr. Unser Anspruch ist, dass Mitarbeiter*innen bei ihrer Entwicklung aktiv unterstützt werden und sich nicht allein durchkämpfen müssen. Das ist sicher in einzelnen Fällen auch schon gut gelungen, wie wir dies jedoch hinbekommen, ohne, dass wir bei 450 Mitarbeitenden dann 100 People Developer*innen benötigen, ist der Knackpunkt, an dem wir stetig nachjustieren.

Wenn du Lust hast, diese Themen mit mir persönlich zu vertiefen, melde dich gerne jederzeit. Je detaillierter ich die Herausforderungen verstehen kann, desto besser kann ich sie in die passenden Instanzen weitergeben.

Beste Grüße

Manuel

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.

Abwechslungsreiche Arbeit in einem guten Umfeld

4,4
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Kompass stimmt. Auch wenn die Zeiten unruhig sind, verfügt Seibert über die richtigen Leute und den richtigen Spirit, um weiter gut zu arbeiten.

Verbesserungsvorschläge

Durchhalten in der Phase der Veränderung. Keine Panik.

Arbeitsatmosphäre

Die Kultur lebt weiter! Auch unter dem Stress von vielen Veränderungen zeigen sich die Stärken, die das Unternehmen immer ausgezeichnet haben.

Gehalt/Benefits

Seibert zahlt faire Gehälter. Wem es nur ums Geld geht, wird woanders glücklicher. Eine Mischung aus gutem Gehalt und sehr arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsbedingungen macht hier den Unterschied.

Arbeitsbedingungen

Office, Infrastruktur, Support lassen nichts zu wünschen übrig.

Gleichberechtigung

Ist weiter ein wichtiges Thema für viele Leute im Unternehmen, die auch den nötigen Einfluss haben, damit das so bleibt.


Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Kommunikation

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen
Mehrfachbewertung

öööö

3,0
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

ö

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

ö

Verbesserungsvorschläge

ö

Arbeitsatmosphäre

ö

Gehalt/Benefits

ö

Arbeitsbedingungen

ö

Gleichberechtigung

ö


Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Kommunikation

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Es war einmal....

2,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Vielleicht sinniert mal ein senioriger (nach Zugehörigkeit) darüber, was die Firma einmal groß gemacht hat, und wo jetzt das Delta ist.

Arbeitsatmosphäre

"Wir lieben Veränderung". Ja, passt. Wenn man Veränderungen die auf einen zukommen offen annimmt und mit Ihnen verantwortungsvoll umgeht. Veränderungen, die in der Firma von innen her angestoßen werden, aus welchen Gründen auch immer, würde ich eher "mäßig durchdacht" bezeichnen. Sei es der große Zusammenschluss #aus5mach1, oder die letzte angestoßene Umstrukturierung Anfang des Jahres. Macht doch mal einen Organisational Change richtig und schließt ihn ab, bevor die nächste ansteht.
Als es Warnzeichen beim Umsatz des erfolgreichsten Produkt gab, kam der Eindruck auf, das jetzt ganz schnell Geld auch woanders her kommen muss. "Creating an energizing worklife" wurde anscheinend, inoffiziell, zu "Creating a money generating worklife" umgewidmet.
Und das spürt man an jeder Ecke. Das fast schon panische umorganisieren, die teils offensichtlich nicht vorhandene Kommunikationsstrategie...
Wenn man mit ehemaligen oder langgedienten Kollegen spricht, wird immer wieder etwas von dem "Seibert Spirit" erzählt. Mag sein das es das mal gab, aber das ist wohl mittlerweile abgewürgt.

Image

Nach außen jung, frisch, cool. Werbefilmchen und Marketingideen geben einen erstklassigen Blick von außen. Das wird der Wahrheit im Unternehmen aber nur bedingt gerecht.

Karriere/Weiterbildung

Hier wird zu wenig investiert. Klar ist das auch gern gesehen, wenn da aus Eigeninitiative unternommen wird, aber achte bloß drauf, das darunter die buchbaren Stunden nicht leiden. Persönliche Zertifikate anerkannter Industriestandards werden hier hemmungslos unterschätzt (Kostet ja auch Geld...)

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Hier wird einiges getan. Wie bei der Gleichberechtigung gibt es hier nichts auszusetzen.

Kollegenzusammenhalt

Da gibt es eigentlich nichts dran auszusetzen. Die Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft "auf gleicher Ebene" war immer gut. Leichte Ansätze zum wildern in anderen Bereiche haben sich am Ende angebahnt, mal schauen, ob das am Ende nicht zu noch mehr Spannungen führt, wenn es um die Quote geht.

Vorgesetztenverhalten

Tja. Schwierig. Ich unterstelle prinzipiell jedem Vorgesetzten, da er versucht im besten für das Unternehmen zu agieren. Die Frage ist nur, ob die richtigen Leute an den richtigen Positionen agieren. Vertrauensverlust ist zumindest ein Problem, das in Erscheinung tritt, und dem gegenzusteuern ist immer eine Herausforderung. Eventuell ist das Peter-Prinzip hier auch ein Problem.

Arbeitsbedingungen

Quote ist wichtig, Quote ist gut. Wenn allerdings die Versuche der Umstrukturierung krampfhaft rüberkommen, und man den Eindruck hat, das Ziel ist der heilige Dollar, aber keiner kennt den Weg dahin, wird es schwierig eine "Strategie" zu beschreiben und sichtbar zu machen. Wenn aus wenigen Aufträgen und geforderter Quote ein Druck aufgebaut wird, wird mittelfristig auch Qualität leiden. Wo das Problem liegt? Wird beim Müller kein Mehl gemahlen, kann der Bäcker nichts backen.

Kommunikation

Wie oft hat man gehört "das war jetzt nicht so gemeint, wie es das letzte mal gesagt wurde", wenn wieder mal eine Ankündigung für Unruhe gesorgt hat, und man gegensteuern musste. Wenn ich einen Blick auf die Werte der Firma werfe, streicht "Transparenz" das wird sowieso nicht ernstgenommen.
Wenn das Ziel der Kommunikation Verunsicherung ist, Hut ab, Ziel erreicht.

Gleichberechtigung

Hier ist das Unternehmen zumindest (hoffe, das bleibt so) vorbildlich. Ein bunter Haufen durch alle Schichten des menschlichen.


Work-Life-Balance

Gehalt/Benefits

Umgang mit älteren Kollegen

Interessante Aufgaben

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Planlos statt strategisch - Organisation im ständigen Richtungswechsel

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Insbesondere die Geschäftsführung sollte das eigene Führungsverhalten stärker reflektieren und den Umgang mit den Mitarbeitenden kritisch hinterfragen. Wertschätzung, Respekt und ein offener Dialog sollten im Führungsalltag einen höheren Stellenwert einnehmen.

Darüber hinaus wäre es wichtig, sich stärker bewusst zu machen, dass hinter jeder Rolle ein Mensch steht, der auch ein Privatleben und persönliche Verpflichtungen außerhalb des Unternehmens hat. Eine bessere Balance zwischen den Unternehmensinteressen und den Bedürfnissen der Mitarbeitenden würde sich langfristig positiv auf Motivation und Bindung auswirken.

Außerdem sollte das Unternehmen seine strategische Ausrichtung überdenken. Der Eindruck entsteht, dass Entscheidungen zunehmend an den Interessen der Shareholder ausgerichtet werden, während die langfristige Entwicklung des Unternehmens sowie die Interessen der Mitarbeitenden in den Hintergrund geraten. Eine ausgewogenere Strategie, die alle Stakeholder berücksichtigt, wäre aus meiner Sicht nachhaltiger und zukunftsfähiger.

Arbeitsatmosphäre

Die Außenwirkung des Unternehmens unterscheidet sich leider deutlich von dem, was intern tatsächlich gelebt wird. Nach außen versteht man es sehr gut, ein modernes und attraktives Bild zu vermitteln. Marketing und Selbstdarstellung funktionieren hervorragend. Die Realität im Arbeitsalltag sieht jedoch anders aus.

Insbesondere seit der Umstrukturierung des Unternehmens zu einer Unternehmensgruppe hat sich die Arbeitsatmosphäre spürbar verschlechtert. Die Motivation vieler Mitarbeitender ist deutlich gesunken und die allgemeine Stimmung wirkt angespannt und demotivierend. Zahlreiche engagierte und fachlich sehr starke Kolleginnen und Kollegen haben das Unternehmen inzwischen verlassen, was zusätzlich zu Unsicherheit und Mehrbelastung geführt hat.

Darüber hinaus hat sich eine Kultur entwickelt, in der kritische Rückmeldungen oder konstruktiver Widerspruch kaum noch geäußert werden. Viele Mitarbeitende haben den Eindruck, dass offene Kritik nicht erwünscht ist und negative Konsequenzen nach sich ziehen kann. Dadurch sprechen viele Probleme niemand mehr offen an. Eine offene Fehler und Feedbackkultur ist aus meiner Sicht kaum noch vorhanden.

Image

Die Außendarstellung gehört definitiv zu den größten Stärken des Unternehmens. Marketing und Selbstvermarktung werden professionell betrieben und auch vom Management als wesentlicher Erfolgsfaktor hervorgehoben. Dadurch entsteht bei Kunden und potenziellen Bewerbenden ein sehr positives Bild.

Aus meiner Sicht deckt sich dieses Bild jedoch nur bedingt mit der Realität im Unternehmen. Zwischen der Außenwirkung und dem tatsächlichen Arbeitsalltag besteht eine spürbare Diskrepanz.

Ich habe zudem den Eindruck, dass dieses Image zunehmend Risse bekommt. In letzter Zeit höre ich immer häufiger von ehemaligen Kolleginnen und Kollegen sowie von Menschen aus dem beruflichen Umfeld, dass die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit inzwischen stärker wahrgenommen wird.

Work-Life-Balance

Grundsätzlich bietet das Unternehmen gute Möglichkeiten, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten sind vorhanden und ermöglichen im normalen Arbeitsalltag eine ausgewogene Work-Life-Balance.

Problematisch wird es jedoch, wenn man intern in Ungnade fällt oder stärker im Fokus der Führungsebene steht. Dann entsteht der Eindruck, dass genau diese Freiheiten gezielt hinterfragt oder als Druckmittel eingesetzt werden. Aus einer zuvor selbstverständlichen Flexibilität wird plötzlich ein Thema, das kritisch betrachtet wird. Dadurch verliert die eigentlich gute Work-Life-Balance an Glaubwürdigkeit, weil sie nicht für alle Mitarbeitenden gleichermaßen gilt.

Eine gute Work-Life-Balance sollte unabhängig von persönlichen Beziehungen oder der aktuellen Wahrnehmung durch Vorgesetzte sein. Aus meiner Sicht war das leider nicht immer der Fall.

Karriere/Weiterbildung

Möglichkeiten zur Weiterentwicklung sind grundsätzlich vorhanden, wirken jedoch nicht immer transparent oder nachvollziehbar. Der Eindruck entsteht, dass gute Beziehungen und ein starkes internes Netzwerk bei Karriereentscheidungen eine größere Rolle spielen als Leistung oder fachliche Qualifikation.

Dadurch entsteht bei vielen Mitarbeitenden das Gefühl, dass Entwicklungschancen nicht für alle gleichermaßen zugänglich sind. Eine transparente und nachvollziehbare Personalentwicklung würde das Vertrauen in Karriereentscheidungen deutlich stärken.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung ist nicht wettbewerbsfähig und liegt spürbar unter dem Niveau vieler vergleichbarer Arbeitgeber. Erst nachdem ich mich intensiver mit marktüblichen Gehältern beschäftigt und vergleichbare Positionen angesehen habe, wurde mir bewusst, wie groß die Gehaltslücke tatsächlich ist. Der Unterschied zu gleichwertigen Stellen bei anderen Unternehmen hat mich schockiert.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war früher eine der großen Stärken des Unternehmens. Man hat sich gegenseitig unterstützt, gemeinsam an Lösungen gearbeitet und konnte sich aufeinander verlassen. Davon ist heute leider nicht mehr viel übrig.

Mit den Veränderungen der letzten Jahre hat sich auch das Miteinander spürbar verändert. Statt eines ausgeprägten Teamgedankens herrscht zunehmend eine Atmosphäre, in der viele in erster Linie auf ihre eigene Position bedacht sind. Ellenbogenmentalität ist deutlich stärker geworden und gegenseitige Unterstützung kommt aus meiner Sicht deutlich seltener vor als früher.

Das ist besonders schade, weil ein guter Zusammenhalt lange Zeit ein wesentlicher Grund war, gerne dort zu arbeiten. Heute wirkt das Arbeitsumfeld deutlich individualistischer und weniger von gegenseitigem Vertrauen geprägt, was sich letztlich auch negativ auf die Zusammenarbeit und die Stimmung im Team auswirkt.

Umgang mit älteren Kollegen

Langjährige Mitarbeitende werden nach außen gerne als Beleg für die Attraktivität des Unternehmens präsentiert. Tatsächlich gibt es einige Kolleginnen und Kollegen, die seit vielen Jahren dort tätig sind und sich entsprechend etabliert haben. Diese Fälle sind jedoch eher die Ausnahme als die Regel.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten gehört aus meiner Sicht zu den größten Schwächen des Unternehmens. Der Begriff "Vorgesetzter" trifft es leider oft besser als "Führungskraft". Echte Führung bedeutet, Mitarbeitende zu fördern, Potenziale zu erkennen, Orientierung zu geben und ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Menschen weiterentwickeln können. Genau das habe ich in vielen Bereichen vermisst.

Der Eindruck entstand häufig, dass Führungspositionen nicht in erster Linie aufgrund von Führungskompetenz vergeben werden. Vielmehr wirkte es so, als hätten sie aufgrund guter Beziehungen oder interner Netzwerke erhalten. Entsprechend fehlte es den Führungskräften an den notwendigen Fähigkeiten im Umgang mit Mitarbeitenden, Konflikten und Veränderungen.

Besonders problematisch wurde es, wenn Personen eine Führungsrolle anstrebten oder gerade erst übernommen hatten. Statt sich durch fachliche Kompetenz, Vertrauen und Vorbildfunktion zu etablieren, hatte ich in einigen Fällen den Eindruck, dass versucht wurde, Autorität über Macht und Abgrenzung zu demonstrieren. Dadurch entstand nicht selten eine ausgeprägte Ellenbogenmentalität.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt in Ordnung. Die Büros wirken modern, gepflegt und die technische Ausstattung ist grundsätzlich gut.

Allerdings sind die vorhandenen Möglichkeiten aus meiner Sicht stark eingeschränkt. Trotz der guten Ausstattung gibt es viele Vorgaben und Begrenzungen, die ein flexibles und effizientes Arbeiten unnötig erschweren. Dadurch bleibt ein Teil des Potenzials der ansonsten guten Arbeitsumgebung ungenutzt.

Kommunikation

Auch bei der internen Kommunikation entsteht der Eindruck, dass das vermittelte Bild deutlich positiver ist als die tatsächliche Situation. Das Unternehmen versteht es sehr gut, durch Storytelling und eine professionelle Kommunikation ein überzeugendes Narrativ zu schaffen. Die Botschaften sind oft schlüssig und nachvollziehbar formuliert, spiegeln aus meiner Sicht jedoch nicht immer die Realität wider.

Dadurch entsteht innerhalb der Belegschaft ein Bild des Unternehmens, das viele zunächst gerne glauben möchten. Wer jedoch Einblicke hinter die Kulissen erhält oder Entscheidungen und interne Diskussionen näher mitverfolgt, stellt häufig fest, dass die tatsächlichen Hintergründe von der offiziellen Kommunikation abweichen. Zwischen dem, was intern besprochen wird, und dem, was anschließend an die Mitarbeitenden kommuniziert wird, besteht aus meiner Sicht teilweise eine erhebliche Diskrepanz.

Das führt langfristig dazu, dass Vertrauen verloren geht. Transparenz bedeutet nicht nur, positive Entwicklungen hervorzuheben, sondern auch Herausforderungen offen anzusprechen. Genau diese Offenheit habe ich im Unternehmen häufig vermisst.

Interessante Aufgaben

Früher waren die Aufgaben abwechslungsreich und boten viele Möglichkeiten, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Mit den Veränderungen im Unternehmen hat sich das jedoch deutlich gewandelt.
Heute wirken viele Tätigkeiten standardisiert und wenig herausfordernd. Eigene Ideen oder die Übernahme von Verantwortung sind nur noch eingeschränkt möglich. Dadurch geht ein großer Teil der Motivation verloren und der Arbeitsalltag fühlt sich deutlich weniger spannend an als früher.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Gleichberechtigung

2Hilfreichfinden das hilfreich5Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

In guten wie in schlechten Zeiten …

3,9
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Meine Kollegen und Kolleginnen (zumindest viele davon), das Seabird und die Besatzung, die Partys und deren Organisatoren, das eigentlich recht familiäre Verhältnis.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass die Kommunikation in eine Art Panik umgeschlagen ist, als die Umsätze stark gefallen sind.
Dass Mitarbeitende, die vielleicht eine andere Meinung haben oder kritisch hinterfragen, schnell ins Abseits geraten, anstatt dass man sich damit offen auseinandersetzt.
Vor allem als Führungskraft sollte man gelegentlich empathischer und verständnisvoller sein und seine Worte und Texte mit Bedacht verfassen.

Verbesserungsvorschläge

Zurück zum Seibert Spirit …
Offene und verständliche Kommunikation, besonders in Krisenzeiten.
Den Wert des Teamgeists wieder mehr leben!
Wir gewinnen als Team und verlieren als Team.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung ist seit einigen Monaten angespannt. Nach einem schnellen Aufschwung folgte ein tiefer Fall, und die Notbremse wurde gezogen. Dies geschah jedoch zu drastisch und mit zu wenig Transparenz, begleitet von Panik und unüberlegtem Handeln.
Es gibt Teams, die mit internen Herausforderungen kämpfen und trotz der Unterstützung durch Coaches nicht zu einer gemeinsamen Lösung finden. Alle sind gleich, aber manche sind gleicher.
In den letzten Monaten haben viele talentierte und möglicherweise zu kritische Mitarbeitende das Unternehmen verlassen oder wurden gebeten, zu gehen.
Wenn man Glück hat, findet man ein gutes Team, und manchmal schweißen Herausforderungen die Menschen noch enger zusammen.

Image

War mal besser, denke ich

Work-Life-Balance

Flexibilität wird in meinem Bereich noch großgeschrieben. In anderen Bereichen muss die Zeit sehr genau auf Projekte oder Kunden gebucht werden.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung, die man sich jedoch selbst suchen muss. Zum Thema KI werden interne Veranstaltungen angeboten, und es gibt ein spezielles Online-Trainingsportal, das allen Mitarbeitenden zur Verfügung steht.
Wenn man möchte, kann man sich auch in gewissem Maße weiterentwickeln.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist in Ordnung, könnte jedoch etwas höher sein und variiert stark je nach Position.

Kollegenzusammenhalt

Manchmal ist es so … Man schätzt sich oder man hat Schwierigkeiten miteinander … Es gibt Teams, in denen viel Wettbewerb herrscht, und es gibt Teams, die harmonisch zusammenarbeiten. Viele pflegen auch persönliche Beziehungen.

Vorgesetztenverhalten

In schwierigen Zeiten ist die Situation oft herausfordernder als in besseren Zeiten.
Der Stress und die Sorgen, die sicherlich vorhanden sind, wirken sich auf die Belegschaft aus.
Es werden Fehler zugegeben, doch das Vertrauen hat gelitten.
Die fehlende Transparenz trägt dazu bei, dass Gerüchte entstehen.

Arbeitsbedingungen

Wunderschöne Büroräume, die mit viel Sorgfalt und Liebe gestaltet und gepflegt werden. Modernste technische Ausstattung sowohl vor Ort als auch im Homeoffice.
Ein hervorragendes Betriebsrestaurant, das für das Wohlbefinden sorgt.

Kommunikation

Zu viele Kanäle, zu viel Flurfunk, zu wenig Transparenz. Zu viele Buzzwords

Gleichberechtigung

Bisher habe ich nur positive Erfahrungen gemacht, jeder ist herzlich willkommen.
Dennoch gibt es einige Mitarbeitende, bei denen man das Gefühl hat, sie würden bevorzugt behandelt.

Interessante Aufgaben

Wenn man sich noch etwas Zeit nehmen kann – das verändert sich gerade stark. Früher hatte man die Möglichkeit, neben den Kernaufgaben interessante Themen zu erkunden und sich dort vielleicht sogar weiterzuentwickeln.
Jetzt wird jedoch sehr genau auf die geleisteten Stunden geachtet, und es können keine Aufgaben mehr übernommen werden, die nicht zur jeweiligen Funktion oder Rolle passen.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

HilfreichHilfreich?1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen

Für mich bisher der beste Arbeitgeber ...

4,5
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es ist für mich insgesamt ein stimmiges Unternehmen. Coole Leute, coole Arbeit. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Verbesserungsvorschläge

Konsequenz zeigen und sich nicht auf der Nase herum tanzen lassen.

Arbeitsatmosphäre

Ich komme sehr gerne ins Büro. Die Menschen sind lieb und ich komme fast immer mit guter Laune nach Hause.

Work-Life-Balance

Ich kann "Kommen und gehen, wann ich will" solang die Termine eingehalten werden, die Sollstunden gebucht sind und die Arbeit erledigt ist. Das ist für mich aber auch selbstverständlich. Ich genieße diese Freiheit und das Vertrauen, dass Seibert mir schenkt. Da ist es nur logisch, dass ich das auch entsprechend schätze und nicht missbrauche.

Karriere/Weiterbildung

Man muss/darf sich selbst drum kümmern. Ich persönlich finde das cool. Aktuell wird zum Thema AI sehr viel gemacht. Es gibt dazu Sprechstunden mit Experten innerhalb der Firma, viel Dokumentation und vor allem genug ZEIT.

Gehalt/Benefits

Median-Gehälter sind eben ... der Median. Damit muss ich klarkommen. In meiner Rolle finde ich mein Gehalt gerechtfertigt. Benefits ohne Ende zahlen da oben drauf.

Kollegenzusammenhalt

In meinem Team stimmt alles. Wir haben Verständnis für einander, können private und geschäftliche Rolle gut trennen. Eben im Meeting noch anderer Meinung gewesen und dann beim Mittagessen wieder am Lachen. Wir kommen regelmäßig zusammen. Auch die Events für Mitarbeitende sind meist super, wobei man sich manchmal bei den größeren Partys fragt: Wie ist es denn dazu gekommen? Das ist jetzt aber nicht so passend. :D Das hält uns aber selten auf keine gute Zeit zu haben.

Vorgesetztenverhalten

Meine Teamleitung hat sich im letzten Jahr sehr gemacht. Konflikte werden angesprochen, Lösungen werden gemeinsam gefunden. Einmal im Quartal gehen wir in den Austausch, ich höre und werde gehört auf unglaublich wertschätzende Art und Weise.

Arbeitsbedingungen

Ich war noch nirgends, wo ich gesagt habe: Hier wäre es besser. Das Gesamtpaket stimmt. Luft nach oben ist bestimmt hier und da.

Kommunikation

Es wird sich wirklich bemüht und ich persönlich bekomme auch alles mit, da ich mir schon die Freiheit nehme und täglich ins Intranet reinschaue, das Seibert Review verfolge (wenn auch im Nachgang als Aufzeichnung). Kann aber verstehen, wenn Leute sagen: "Ich find die Infos nicht.", "Wo stand das denn?" und "Ist an mir vorbeigegangen."

Auf der einen Seite ist gute Kommunikation eine Sache der Firma, andererseits kann ich es nicht nachvollziehen, dass einige Kolleg*innen sich schlichtweg sträuben, die bespielten Kanäle auch überhaupt mal aufzurufen. Dann kein Wunder, wenn es Leute gibt, die nicht mitbekommen. Da muss sich vielleicht auch jeder mal an die eigene Nase fassen, denn: Es wird kommuniziert und sich da auch wirklich Mühe gegeben.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung schreibt Seibert groß. Entscheidungen werden in der Regel auf fachliche Ebene betrachtet. Respekt und Toleranz gehören zum Tagesgeschäft.

Interessante Aufgaben

Ich liebe meine Aufgaben. Wenn routinierter wird, wirds auch mal was langweilig – fair point. Langweilig wirds bei mir auf jeden Fall nicht.


Image

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

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Liebe Kollegen

5,0
Empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.

Kollegenzusammenhalt

Top

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Organisation im Krisenmodus - Blinder Aktionismus

1,5
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Seibert hat grundsätzlich viel Potenzial: gute Ideen, Innovationskraft und viele Menschen, die etwas bewegen wollen. Genau deshalb ist es so wichtig, wieder zu den eigenen Werten zurückzufinden.

Teamwork, Fair Play, Offenheit und ehrliches Feedback dürfen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern müssen im Alltag wieder spürbar gelebt werden. Dazu gehört auch, kritisches und differenziertes Feedback ernst zu nehmen, statt es abzuwehren oder Menschen dafür abzustrafen.

Aus meiner Sicht braucht es jetzt ein echtes Inspect & Adapt: ehrlich hinschauen, klare Erkenntnisse ableiten und diese konsequent umsetzen. Weniger Aktionismus, weniger ständige Strategiewechsel, mehr Verbindlichkeit und mehr Verantwortung.

Seibert kann aus dieser Krise gestärkt hervorgehen – aber nur, wenn die Organisation bereit ist, sich ehrlich mit den aktuellen Problemen auseinanderzusetzen und die eigenen Werte wieder ernst nimmt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Seibert ist über viele Jahre kontinuierlich gewachsen und wurde zunehmend größer und erfolgreicher. Lange Zeit war das Unternehmen von Optimismus, Tatendrang und Wachstum geprägt. Das hat aus meiner Sicht auch deshalb funktioniert, weil es über viele Jahre keine echte Krise auf Makroebene gab.
Umso deutlicher zeigen sich nun strukturelle Schwächen. Besonders kritisch sehe ich die starke Abhängigkeit von einer zentralen Cash Cow, die lange vieles getragen hat. Gleichzeitig wurden Geschäftsbereiche ausgegründet oder weiterentwickelt, ohne aus meiner Sicht ausreichend zu prüfen, ob diese sich langfristig auch eigenständig wirtschaftlich tragen können. Spätestens als deutlich wurde, dass dies nicht überall der Fall ist, hätte es eine klare, strategische und nachvollziehbare Antwort gebraucht.

Stattdessen erlebe ich aktuell eher blinden Aktionismus. Mitarbeitende sollen sich innerhalb kurzer Zeit immer wieder auf neue Themen oder KI-Tools spezialisieren. Kaum ist eine Richtung gesetzt, kommt bereits die nächste vermeintlich wichtigere Technologie auf den Markt, und die Prioritäten verschieben sich erneut. Dadurch entsteht hoher Druck, ohne dass für mich eine stabile und überzeugende strategische Linie erkennbar ist.
Die Unternehmensrichtung und Strategien ändern sich quasi mit der Windrichtung.

Hinzu kommt, dass interne Rollen und unterstützende Funktionen zunehmend kritisch oder fast schon pauschal als Kostenfaktor betrachtet zu werden scheinen. Dabei sind gerade diese Rollen wichtig, um Prozesse, Qualität, Zusammenarbeit und Verlässlichkeit im Unternehmen sicherzustellen. Statt ihre Funktion differenziert zu betrachten, entsteht jedoch der Eindruck, dass ihr Beitrag in schwierigen Phasen eher abgewertet wird.
Auch interne Prozesse wirken dadurch geschwächt. Selbst wenn es klare Abläufe und Verantwortlichkeiten gibt, werden Entscheidungen aus meiner Sicht immer wieder durch einzelne Lead-Rollen oder die Geschäftsführung übersteuert – teils ohne ausreichend transparente oder valide Begründung. Das führt dazu, dass Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten immer wieder infrage gestellt oder über den Haufen geworfen werden.

Insgesamt entsteht für mich der Eindruck eines Unternehmens, das lange von Wachstum, Optimismus und einer starken wirtschaftlichen Basis getragen wurde, nun aber in einer schwierigeren Marktphase zu wenig strategische Klarheit zeigt.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht braucht es wieder mehr strategische Klarheit und Verbindlichkeit. Entscheidungen sollten stärker nachvollziehbar begründet werden, insbesondere wenn Prioritäten kurzfristig verändert oder bereits getroffene Entscheidungen übersteuert werden.

Wichtig wäre außerdem ein klareres gemeinsames Verständnis davon, was gute Führung bedeutet. Führung sollte Orientierung geben, priorisieren, Entscheidungen einordnen und nicht jeden neuen Impuls ungefiltert als Auftrag weitergeben. Gerade in unsicheren Zeiten braucht es Führungskräfte, die Stabilität schaffen und Verantwortung übernehmen.

Bestehende Prozesse, Rollen und Verantwortlichkeiten sollten wieder verbindlicher genutzt werden. Wenn Prozesse eingeführt werden, müssen sie auch Bestand haben und dürfen nicht beliebig durch einzelne Personen oder höhere Entscheidungsebenen außer Kraft gesetzt werden. Sonst verlieren Mitarbeitende Vertrauen in die Organisation.

Auch interne Rollen und unterstützende Funktionen sollten differenzierter betrachtet werden. Ihr Beitrag zu Qualität, Zusammenarbeit, Prozesssicherheit und organisatorischer Stabilität sollte klarer anerkannt und sinnvoll eingebunden werden, statt sie vor allem unter Effizienz- oder Kostendruck zu betrachten.
Im Umgang mit neuen Themen wie KI wäre mehr Fokus hilfreich. Statt Mitarbeitende in kurzen Abständen auf immer neue Tools oder Skills auszurichten, sollte klarer definiert werden, welche Fähigkeiten wirklich strategisch relevant sind und wie Mitarbeitende realistisch beim Aufbau dieser Kompetenzen unterstützt werden.

Für die Arbeitsatmosphäre wäre es wichtig, wieder stärker an einer offenen und respektvollen Kommunikationskultur zu arbeiten. Kritik sollte direkter, transparenter und konstruktiver adressiert werden, statt über Nebenkommunikation, Lästern oder informelle Abwertung. Vertrauen, Fair Play und Teamwork müssten wieder aktiver vorgelebt werden.

Insgesamt würde ich mir wünschen, dass die Organisation aus der aktuellen Krise nicht nur kurzfristige Maßnahmen ableitet, sondern strukturell daraus lernt: mit klareren Prioritäten, transparenteren Entscheidungen, stärkerer Führung, verlässlicheren Prozessen und einem bewussteren Umgang mit der eigenen Unternehmenskultur.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hat sich aus meiner Sicht in den letzten zwei Jahren deutlich verschlechtert: Kollegialer Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung, Fehlerkultur und Fair Play wirken spürbar schwächer. Statt Vertrauen und offener Kommunikation entstehen zunehmend Misstrauen, Nebenkommunikation und Unsicherheit. Besonders belastend ist, dass bestehende Prozesse und Verantwortlichkeiten nicht immer verlässlich wirken, wodurch Vertrauen verloren geht

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War mal gut

Work-Life-Balance

Schwierig, da immer wieder neue wechselnde Herausforderungen auf die MA zukommen. Besonders problematisch ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund, dass Mitarbeitende zunehmend den Eindruck gewinnen, sich im Zwei-Monats-Takt neu ausrichten zu müssen, um bis zum Jahresende nicht von Kündigung bedroht zu sein.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsbedarfe werden zwar von Teams und PD aufgenommen und angestoßen, scheitern jedoch häufig an Budgetentscheidungen bestimmter Leadrollen oder werden nachträglich wieder revidiert. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Weiterentwicklung grundsätzlich gewünscht, in der Umsetzung aber nicht verlässlich unterstützt wird.

Gehalt/Benefits

Das Gehaltskalkulationssystem wirkt unklar, veraltet und wenig praxistauglich. Es ist weder ausreichend nachvollziehbar noch einfach anwendbar und scheint sowohl Mitarbeitende als auch Verantwortliche zu überfordern. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass kaum jemand mit dem aktuellen System wirklich zufrieden ist.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt hat sich aus meiner Sicht in den letzten zwei Jahren spürbar verschlechtert. Was früher von gegenseitiger Unterstützung, Vertrauen und Fair Play geprägt war, wirkt heute deutlich angespannter. Statt offenem Austausch entstehen häufiger Misstrauen, Abgrenzung und Nebenkommunikation, wodurch das frühere Gefühl von Teamzusammenhalt verloren gegangen ist.

Vorgesetztenverhalten

Aktuell fehlt aus meiner Sicht ein gemeinsames Verständnis davon, was gute Führung bedeutet. Führung sollte nicht darin bestehen, jeden Impuls oder jede Idee der Geschäftsführung ungefiltert als Auftrag weiterzugeben. Gute Führung bedeutet auch, einzuordnen, zu priorisieren, Verantwortung zu übernehmen und bei Bedarf klar Haltung zu zeigen.
Dazu gehören Verbindlichkeit, Prozesssicherheit und die Bereitschaft, auch unbequeme Rückfragen zu stellen. Gerade in einer angespannten Phase braucht es Führungskräfte, die Orientierung schaffen, statt blinden Aktionismus weiter zu verstärken.

Arbeitsbedingungen

Arbeitsatmosphäre beeinflusst den Arbeitsalltag negativ. Grundsätzlich gute Arbeitsmittel. Verlässliche interne IT.

Kommunikation

Die Kommunikation wirkt aktuell häufig reaktiv, wenig transparent und von wechselnden Prioritäten geprägt. Entscheidungen und Richtungswechsel werden nicht immer nachvollziehbar begründet, wodurch Unsicherheit entsteht und Vertrauen in Prozesse sowie Verantwortlichkeiten verloren geht. Gerade in der aktuellen Situation wären mehr Klarheit, Verbindlichkeit und offene Kommunikation wichtig.

Interessante Aufgaben

Interessante Aufgaben gibt es grundsätzlich, allerdings wirken Prioritäten und Verantwortlichkeiten zunehmend wechselhaft. Themen, die zunächst relevant und spannend erscheinen, werden teilweise nach kurzer Zeit wieder verworfen, ohne dass die Gründe dafür nachvollziehbar erklärt werden. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Aufgaben weniger strategisch gesteuert, sondern stärker kurzfristig und reaktiv gesetzt werden.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

4Hilfreichfinden das hilfreich7Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Guter Arbeitgeber mit Schwächen hier und dort

3,8
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Seibert Group GmbH in Wiesbaden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Zusammenhaltsgefühl, den "Seibert-Spirit", die lockere und offene Art, die bei Themen wie Individualität, Urlaub, Kinderbetreuung uv.m. an den Tag gelegt wird.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

In der aktuellen Zeit, in der es wirtschaftlich weltweit kriselt, entsteht manchmal der Eindruck, dass wir gegeneinander aufgehetzt werden und Mitarbeitende von einem Tag auf den anderen "weg" sind. Ich denke, man könnte diese Schieflage auch als Potential sehen, um stärker zusammenzurücken, Transparenz zu fördern und Mitarbeitende wieder mehr mitbestimmen zu lassen.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Fokus auf Führungsfähigkeit in der Gesellschafterebene, Gehälter verbessern und einheitlicher vorgehen. Beim Versuch Prozesse schlanker zu machen, haben wir uns verrannt in Prozessen.

Arbeitsatmosphäre

Im Team ist die Arbeitsatmosphäre sehr gut. Teamübergreifend und in Bezug mit den Vorgesetzten kann es manchmal etwas ruppiger werden, an und für sich ist die Arbeitsatmosphäre aber angenehm.

Image

Seibert hat ein sehr gutes Image und bietet einige Besonderheiten, die man so bei anderen Arbeitgebern nicht findet - da der Haussegen aber schon länger schief hängt, wird die Dissonanz zwischen dem Image und der Realität immer größer, daher nur 3 Sterne. Dies war mal besser und hat das Potential auch wieder besser zu werden - aktuell nur einfach nicht gegeben.

Work-Life-Balance

Arbeitszeiten, Urlaub, Krankheit, HomeOffice etc. sind alle sehr unkompliziert und in vielen Teams auch kurzfristig anpassbar. Dadurch kann man sich seine Work-Life-Balance in den allermeisten Fällen genau so deichseln, wie es passt.

Karriere/Weiterbildung

Die Firma bietet eine Personalentwicklung an. Diese ist allerdings in langfristige, ineffiziente Prozesse verstrickt, wodurch man aus den Augen verlieren kann, was das eigentliche Ziel ist. Aufstiegsmöglichkeiten hängen sehr vom Team und der Rolle ab.

Gehalt/Benefits

Gehälter sind bei Seibert bekanntlich leider unterdurchschnittlich. Es gibt durchaus Benefits, wie z.B. eine hervorragende Kantine, Egym-Wellpass Mitgliedschaft und einige Weitere. In letzter Zeit wurden allerdings vermehrt Benefits gestrichen und die unterdurchschnittlichen Gehälter werden weiterhin mit den vielen Benefits verargumentiert. Passt nicht wirklich zusammen und ist gefühlt leider auch nicht mehr ganz zeitgemäß, die Konkurrenz hat da aufgeholt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die Firma tut viel für Nachhaltigkeit und um bewusst mit der Umwelt zu sein, bspw. Lebensmittelverschwendung in der Kantine zu reduzieren, oder an Events wie dem "Stadtradeln" teilzunehmen. Hier gab es schon einige Auszeichnungen für Seibert, daher ist dieser Punkt einwandfrei.

Kollegenzusammenhalt

Im Team hervorragend, außerhalb des Teams sind die Mitarbeitenden auch wirklich top. Die Menschen sind eines der besten Dinge an diesem Arbeitgeber!

Umgang mit älteren Kollegen

Habe bisher nichts Schlechtes mitbekommen.

Vorgesetztenverhalten

Direkte Vorgesetzte sind weniger problematisch. Die Geschäftsführung ist allerdings in letzter Zeit häufiger durch unprofessionelles und extrem forsches Verhalten negativ aufgefallen. Das stößt im Unternehmen böse auf. Führung sollte hier dringend geschult werden.

Arbeitsbedingungen

Technische Ausstattung gut bis sehr gut (je nach Standort), im Sommer sind bestimmte Räume manchmal sehr heiß, so dass einige Meetingräume nicht genutzt werden können.

Kommunikation

Kommt stark aufs Team an - die unternehmensweite Kommunikation ist breit gestreut und es gibt keine "Single Source of Truth", wodurch Informationen, die für alle relevant sind oft untergehen. Es wird jedoch versucht, Transparenz aufrecht zu erhalten und die Mitarbeitenden über Veränderungen und Neuigkeiten informiert zu halten. Die Art der Kommunikation ist je nach Person sehr gemischt.

Gleichberechtigung

Bei Seibert sehr gut, kann hier nichts Negatives zu sagen.

Interessante Aufgaben

Teamabhängig. Einiges ist repititiv, aber man kann aktiv mitbestimmen, was und in welchem Pensum man arbeitet, dadurch bleibt die Arbeit abwechslungsreich genug.

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Arbeitgeber-Kommentar

Manuel Wüst, Recruiter
Manuel WüstRecruiter

Hallo,
danke für die konstruktive Bewertung.
Dass du die Menschen und den Zusammenhalt im Team so positiv beschreibst, freut mich sehr. Das ist das, was Seibert ausmacht!
Die Verunsicherung durch Veränderungen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verstehe ich. Auch die anderen Punkte schauen wir uns genau an. Da kununu inzwischen bei 400 Zeichen kappt, komm doch gerne zum Austausch auf mich zu.

Wir setzen auf Transparenz

So verdient kununu Geld.

Fragen zu Bewertungen und Gehältern

  • Basierend auf 177 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter:innen wird Seibert Group durchschnittlich mit 3,9 von 5 Punkten bewertet. Dieser Wert liegt unter dem Durchschnitt der Branche IT (4 Punkte). 57% der Bewertenden würden Seibert Group als Arbeitgeber weiterempfehlen.
  • Ausgehend von 177 Bewertungen gefallen die Faktoren Work-Life-Balance, Arbeitsbedingungen und Gleichberechtigung den Mitarbeiter:innen am besten an dem Unternehmen.
  • Neben positivem Feedback haben Mitarbeiter:innen auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 177 Bewertungen sind Mitarbeiter:innen der Meinung, dass sich Seibert Group als Arbeitgeber vor allem im Bereich Vorgesetztenverhalten noch verbessern kann.