Enttäuschend
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nichts mehr. Ich weiß noch nicht einmal, warum ich überhaupt gekündigt wurde.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wo soll man anfangen?
In den Gesprächen vor meinem Einstieg hatte ich den Eindruck, dass mir als Berufseinsteigerin mit Entwicklungspotenzial ein unterstützendes Umfeld geboten werden würde. Es wurde aus meiner Sicht betont, dass die ersten Monate vor allem dem „Ankommen“ dienen sollten. Ich hatte daher die Erwartung, fachlich begleitet zu werden, was sich für mich im weiteren Verlauf nicht bestätigt hat.
Ich habe meine Rolle als wenig strukturiert wahrgenommen. Für mich war oft nicht klar, welche Aufgaben Priorität haben, wer wofür zuständig ist und an wen ich mich konkret wenden kann. Ich hatte den Eindruck, nicht ausreichend in bestehende Prozesse eingebunden zu sein, was ich gerade zu Beginn als verunsichernd empfunden habe.
Zudem hatte ich persönlich den Eindruck, dass mein direkter Vorgesetzter – der Head of IT – wenig Interesse an regelmäßigem Austausch hatte. Aus meiner Sicht fand insbesondere zu Beginn kaum strukturierte Kommunikation statt.
Obwohl ich anfangs den Eindruck hatte, zu einer IT-Sicherheitskonferenz eingeladen zu werden, habe ich den weiteren Verlauf so erlebt, dass ich hierbei nicht weiter berücksichtigt wurde. Letztlich nahm mein Vorgesetzter allein an der Konferenz teil. Auch bei informellen Austauschformaten wie gemeinsamen Mittagessen hatte ich persönlich nicht das Gefühl, jemals einbezogen zu werden.
In meinem Arbeitsalltag habe ich mich häufig auf mich allein gestellt gefühlt. Gerade als Berufseinsteigerin in einem komplexen Fachbereich habe ich das als belastend empfunden. Für mich wirkte es so, als würde ich ohne ausreichende Unterstützung in ein neues Themenfeld eingearbeitet werden.
Die Kombination aus aus meiner Sicht fehlender Struktur, begrenzter Unterstützung sowie einem Gefühl von fachlicher und sozialer Distanz führte bei mir zu einer erheblichen psychischen Belastung. Während meiner krankheitsbedingten Abwesenheit habe ich die Beendigung des Arbeitsverhältnisses per Post erhalten. Ich weiß bis heute nicht, was der tatsächliche Grund für die Kündigung war.
Fazit:
Wer jung, nicht weiß und ambitioniert ist, sollte sich gut überlegen, ob dieses Unternehmen ein Umfeld bietet, in dem man wachsen und sich entwickeln kann. Statt gefördert zu werden, habe ich mich über weite Strecken ignoriert und isoliert gefühlt. Rückhalt, Mentoring oder ein ehrliches Interesse an meiner fachlichen und persönlichen Entwicklung habe ich hier leider nicht erlebt.
Nachtrag:
Kurz nach Veröffentlichung dieser Bewertung wurde sie vom Unternehmen MEHRMALS anwaltlich bei Kununu als „unwahr“ gemeldet und vorübergehend offline genommen. Statt sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen oder Verantwortung zu übernehmen, versucht man offenbar lieber, kritische Stimmen zu unterdrücken. Sehr schwach!
Verbesserungsvorschläge
- Ein strukturiertes und verbindliches Onboarding für neue Mitarbeiter einführen, insbesondere bei neu geschaffenen Positionen.
- Führungskräfte stärker in die Verantwortung nehmen: Regelmäßige Kommunikation, fachliche Begleitung und aktives Mentoring müssen selbstverständlich sein.
Kommunikation
Unzuverlässig und intransparent. Absprachen wurden meiner Meinung nach nicht eingehalten, Rückmeldungen blieben aus, und Termine wurden wiederholt nicht wahrgenommen oder kurzfristig ignoriert. Ich habe die Kündigung per Post (Einwurf-Einschreiben) während meiner Krankschreibung erhalten.
Vorgesetztenverhalten
Ungenügend
Interessante Aufgaben
Keine

