Hoher Druck, wenig Wertschätzung – nichts für Langfristige
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kantine
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsbelastung ist extrem hoch, Aufgaben sehr eintönig, Gehalt niedrig und stark provisionsabhängig. Führungskräfte, insbesondere die Head-of-Sales, wirken unsicher, behandeln Mitarbeitende teils herablassend und unterstützen kaum. Erfolge werden nur kurzfristig anerkannt, bei Zielverfehlung gibt es öffentliche Kritik. Die Fluktuation ist hoch, Kunden bemerken die ständigen Wechsel, und von Mitarbeitenden wird indirekt erwartet, positive Kununu-Bewertungen abzugeben. Wenn ich einmal die Ziele nicht erreicht habe, wurde ich vom Chef sehr häufig vor anderen Mitarbeitenden, sogar neuen Kolleg*innen, beleidigt und mir unterstellt, ich hätte „Sales nicht drauf“. Kommentare wie „die hat doch nichts drauf“ kamen regelmäßig, was ich als extrem demotivierend und respektlos empfunden habe.
Verbesserungsvorschläge
Die Führungskräfte, vor allem die Head-of-Sales, müssen dringend ersetzt oder intensiv geschult werden. Aus meiner Sicht fehlt ihnen die nötige Führungskompetenz, um Mitarbeitende fair zu behandeln, wertschätzend zu führen und eine professionelle Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Ohne diese Änderungen wird sich das belastende Arbeitsumfeld kaum verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre empfand ich als sehr belastend. Es herrschte ständiger Druck, Mitarbeitende wurden miteinander verglichen, und Erfolge wurden nur kurzfristig anerkannt. Kritik wurde häufig öffentlich geäußert, teilweise herablassend, besonders durch die Head-of-Sales. Wertschätzung und Unterstützung von Führungskräften waren kaum spürbar, was die Stimmung zusätzlich belastet hat. Ein fester Arbeitsplatz oder ein zweiter Bildschirm waren nicht vorhanden; man musste ausschließlich mit Laptop und Handy arbeiten. Das erschwerte die Arbeit und machte den Alltag im Außendienst und Büro deutlich anstrengender.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens empfand ich als oft unklar und wenig unterstützend. Entscheidungen der Führungskräfte wurden selten transparent erklärt, Feedback war meist kurz und teils öffentlich kritisch. Besonders die Head-of-Sales wirkte häufig unsicher und konnte auf Nachfragen zu Preisen, Paketen oder Vorgehensweisen oft keine klaren Antworten geben. Aus meiner Sicht hatte sie zuvor kaum Erfahrung im Sales-Bereich, was sich deutlich auf ihre Kommunikation und Entscheidungen auswirkte. Dies führte zu Unsicherheit und Frustration bei den Mitarbeitenden.
Kollegenzusammenhalt
Das einzig Positive waren die Kolleg*innen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war aus meiner Sicht stark eingeschränkt. Meist war nur ein Tag im Büro vorgesehen, der Rest der Woche bestand aus Kundenterminen (10–12 pro Woche). Urlaub führte teilweise dazu, dass man nur ein Gehalt in Höhe des Ausbildungsgehalts erhielt. Freiräume für eigenständiges Arbeiten waren kaum vorhanden, und bei Zielverfehlung gab es häufig öffentliche Kritik, was den Druck zusätzlich erhöhte.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe das Vorgesetztenverhalten als respektlos und demotivierend empfunden. Statt Orientierung und Unterstützung gab es hauptsächlich Druck, ständige Vergleiche und fehlende Wertschätzung. Bestimmte Mitarbeitende wurden klar bevorzugt, insbesondere diejenigen mit familiären oder langjährigen persönlichen Beziehungen im Unternehmen. Die Head-of-Sales-Führungskraft wirkte häufig unsicher in grundlegenden Sales-Themen, konnte auf Nachfragen zu Preisen oder Paketen oft keine klaren Antworten geben und behandelte Mitarbeitende teils herablassend. Für mich persönlich war das einer der größten Belastungsfaktoren im Unternehmen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren sehr eintönig: Anrufen, Kundentermine vereinbaren und verkaufen – mehr gab es kaum. Eigeninitiative oder zusätzliche Verantwortungsbereiche wurden nur selten ermöglicht. Einzig der direkte Kundenkontakt brachte etwas Abwechslung in den Arbeitsalltag. Viele Kunden haben sich laut meiner Wahrnehmung über die häufig wechselnden Sales-Manager beschwert, was die Zusammenarbeit erschwerte und teilweise zu Ablehnung neuer Aufträge führte.
Gleichberechtigung
Aus meiner Sicht herrschte wenig Gleichberechtigung. Bestimmte Mitarbeitende wurden klar bevorzugt, insbesondere solche mit familiären oder langjährigen persönlichen Beziehungen im Unternehmen. Diese Personen bekamen zudem häufig die besonders attraktiven Kunden zugeteilt, während andere ständig verglichen wurden, was ein ungleiches Arbeitsumfeld erzeugte.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbelastung war sehr hoch, meist nur ein Tag Büro, der Rest Kundentermine (10–12 pro Woche). Aufgaben waren eintönig: Anrufen, Termine vereinbaren, verkaufen. Bei Zielverfehlung gab es öffentliche Kritik, obwohl ich jahrelange Vertriebserfahrung habe. Gehalt war niedrig und stark provisionsabhängig, Urlaub führte zu Einbußen. Pausen, Freiräume oder fester Arbeitsplatz mit zweitem Bildschirm gab es kaum. Führungskräfte, besonders die Head-of-Sales, wirkten unsicher und wenig unterstützend. Die hohe Fluktuation zeigt, dass viele Mitarbeitende das Unternehmen nur kurz halten; Kunden haben dies ebenfalls bemerkt.
Gehalt/Sozialleistungen
Nach der dreimonatigen Einarbeitung lag mein Netto-Gehalt bei gerade einmal 1.300 €. Alles darüber hinaus musste man ausschließlich über Provisionen verdienen. Selbst kurze Urlaubszeiten führten in meinem Fall dazu, dass man oft nur ein Gehalt in Höhe eines Ausbildungsgehalts erhielt. Ich habe das als extrem unfair und demotivierend empfunden.
Image
Nach meinem Eindruck bemüht sich das Unternehmen um ein positives Image, die Realität für Mitarbeitende sieht meiner Erfahrung nach jedoch deutlich anders aus.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es aus meiner Sicht nur sehr begrenzt. Wenn man gut performt, wird man kurzfristig z. B. von „Advanced“ auf „Professional“ hochgestuft. Nach meinem Eindruck ist diese Anerkennung jedoch nicht nachhaltig: Sobald die Verkaufszahlen wieder sinken, wird man sehr schnell wieder herabgestuft, sodass die Anerkennung kaum etwas wert ist.


