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Bewertung

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2026

Starker Leistungsdruck, unrealistische Vorgaben und sinkende Wertschätzung

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Vertrieb / Verkauf bei SELLWERK - Erfurt (Keller Verlag) in Erfurt gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

-Realistische Zielvorgaben, die regionale Marktbedingungen berücksichtigen

-Mehr Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern statt Austauschbarkeit zu vermitteln

-Wiedereinführung echter Kundenbindung statt kurzfristigem Abschlussdenken

-Führungskräfte sollten Außendienst-Alltag besser verstehen, z. B. durch regelmäßige Begleitungen (gerade die aus anderen Regionen)

-Onboarding für neue Mitarbeiter entschärfen, realistische Einarbeitungsziele statt überhöhter Umsatzzwang

-Druck reduzieren, um Motivation und Qualität langfristig zu sichern

-Analyse der Kündigungsgründe langjähriger Mitarbeiter und Umsetzung daraus resultierender Maßnahmen

Arbeitsatmosphäre

Seit Oktober letzten Jahres hat sich die Arbeitsatmosphäre deutlich verschlechtert. Der Druck ist massiv gestiegen, obwohl wir als Sales Manager im Vergleich zum Vorjahr teilweise das Doppelte an Umsatz generiert haben. Wertschätzung ist kaum noch spürbar – im Gegenteil: Es wird schnell vermittelt, dass Mitarbeiter leicht ersetzbar sind und eine langfristige Zusammenarbeit offenbar nicht gewünscht ist. Stattdessen werden Mitarbeiter bei Nicht erreichen der kaum erfüllbaren Ziele teilweise sogar ermahnt oder abgemahnt, was das Klima weiter verschlechtert.

Dass innerhalb von nur drei Monaten vier gute, und zum Teil langjährige Mitarbeiter eigenständig gekündigt haben, spricht für sich.

Image

Während das äußere Bild von Sellwerk vielleicht noch solide wirkt, sieht die Realität im Inneren anders aus. Die stark gestiegenen Anforderungen, unrealistischen Zielsetzungen und die fehlende Mitarbeiterbindung spiegeln sich nun auch im Ruf wider – nicht zuletzt, weil immer mehr erfahrene Mitarbeiter das Unternehmen freiwillig verlassen. Die Entwicklung lässt Zweifel daran aufkommen, ob das langfristige Image von Sellwerk nachhaltig positiv gehalten werden kann. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass Druck und Controlling über allem stehen und der Vertrieb zunehmend an Bodenständigkeit, Fairness und Realitätsnähe verliert.

Karriere/Weiterbildung

Auch das Thema Aufstieg wirkt eher demotivierend: Grundsätzlich soll man bei guter Leistung und Zielerreichung höhere Stufen erreichen können. In der Praxis müssen Mitarbeiter, die teilweise über 100.000 € Neuumsatz generiert haben, regelrecht darum bitten. Selbst wenn die Zielvorgaben weit übertroffen werden, werden zusätzliche Bedingungen angehängt, um „ganz sicherzugehen“. Wird auch diese Hürde erfüllt, folgt die Höherstufung oft nur auf Probe – erneut mit Zielen, um zu testen, ob man den Titel „wirklich verdient“. Das vermittelt eher Misstrauen als Motivation.

Vorgesetztenverhalten

Unsere Chefin am Standort hat lange Zeit versucht, den Druck abzufedern und ein gesundes Arbeitsklima zu erhalten. Mittlerweile ist das aber kaum noch möglich, da die Vorgaben von oben immer extremer werden. Die Führungsebene trifft Entscheidungen ausschließlich anhand von Excel-Tabellen & Controlling-Daten, ohne Bezug zu den realen Bedingungen im Außendienst. Unrealistische Zielvorgaben – insbesondere der Vergleich zwischen Thüringen und wirtschaftlich völlig anderen Regionen wie München – führen dazu, dass Anforderungen schlicht nicht umsetzbar sind.

Arbeitsbedingungen

Die internen Vorgaben haben sich stark ins Negative entwickelt. Es wird zunehmend erwartet, Kunden „abzufrühstücken“, sobald eine Unterschrift in Sicht ist. Nachhaltige Betreuung oder Kundenbindung spielt praktisch keine Rolle mehr. Selbst neue Mitarbeiter stehen unter enormem Druck: Wer in den ersten drei Monaten keine Umsätze von 10.000 € pro Monat erreicht, muss mit Konsequenzen rechnen. Diese Bedingungen erschweren nicht nur den Arbeitsalltag erheblich, sondern machen das Unternehmen für neue Kollegen unattraktiv.

Kommunikation

Die Kommunikation zwischen Führungsebene und Außendienst ist geprägt von unrealistischen Vorgaben, mangelnder Einschätzung der realen Marktsituation und fehlendem Verständnis für regionale Unterschiede. Rückmeldungen aus der Praxis werden kaum berücksichtigt. Stattdessen werden Kennzahlen und Zielvorgaben über alles gestellt, was die Zusammenarbeit erschwert und die Motivation insgesamt sinken lässt.


Work-Life-Balance

Gehalt/Sozialleistungen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

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Arbeitgeber-Kommentar

Sabine Bock, Personalreferentin
Sabine BockPersonalreferentin

Hallo Ex-Sellwerkerin, hallo Ex-Sellwerker,

zunächst Danke, dass du dir die Zeit für deine Kommentare genommen hast.
Deine Rückmeldungen nehmen wir sehr ernst und werden sie intern im #TeamSellwerk besprechen.

Einige deiner Punkte möchten wir bereits heute einordnen, weil uns Transparenz wichtig ist:
- Unser Leistungs- und Entwicklungsmodell ist für alle SM klar definiert und einheitlich.
Höherstufungen erfolgen auf Basis der erreichten Ergebnisse und sind – wie bei uns üblich –
kampagnenbezogen. In der Vergangenheit konnten so mehrere Sales Manager -ohne eigenes
Nachfragen- in die nächste Stufe wechseln.
- Auch im Kundenkontakt ist uns eine nachhaltige Betreuung wichtig. Der Begriff
„abfrühstücken“ entspricht nicht unserer Haltung! Unsere Teams unterstützt jederzeit aktiv,
zum Beispiel beim Einrichten von Prime oder im SDE-Onboarding – Kundenzufriedenheit hat
für uns oberste Priorität.
- Bezüglich deinem Hinweis zu Umsatzzielen: Es gibt klare Zielvorgaben, aber kein starres
Umsatzziel in den ersten Monaten. Neue Sales Manager erhalten viel Unterstützung, und
entscheidend ist für uns die positive, sichtbare Weiterentwicklung.

Falls du – neben diesem sozialen Kanal – noch ein persönliches Gespräch möchtest oder bestimmte Themen vertiefen magst, komme gern direkt auf mich zu: sabine.bock@sellwerk.de. Alle Anliegen behandele ich selbstverständlich vertraulich.

Für deinen weiteren Weg wünschen wir dir beruflich wie privat alles Gute.

Beste Grüße
Sabine