Früher habe ich mich hier wohlgefühlt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Probleme sind systembedingt. Da wird sich so schnell nichts verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Aktuell arbeite ich alleine an meinem Aufgabengebiet, ohne echte Zusammenarbeit im Team. Mein Vorgesetzter fragt 1-2 Mal pro Woche nach dem Fortschritt und gibt ein paar Impulse. War schon mal deutlich angenehmer.
Kommunikation
Es gibt mindestens zweimal pro Jahr Company Calls über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens.
Früher gab es da auch schon mal ein weihnachtliches Schmähgedicht über die Mitarbeiter.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen unter Führungsebene sind alle super und der Austausch im Büro ist top.
Work-Life-Balance
Stark projektabhängig. Bei mir früher mal sehr gut, aber auf dem aktuellen Projekt muss ich viel arbeiten, um einen sinnvollen Beitrag zu leisten.
Vorgesetztenverhalten
Wenn man der gleichen Meinung ist, ist alles super, aber sobald es Meinungsverschiedenheiten gibt, hat der Mitarbeiter das Nachsehen. Manche Führungskräfte denken, sie können alles mit ihren Mitarbeitern machen.
Interessante Aufgaben
Ich habe nicht das Gefühl, dass meine Arbeit sinnvoll ist. Man arbeitet jahrelang an einem Projekt und am Ende wird davon doch nichts produktiv genutzt. Aktuell bediene ich hauptsächlich die KI. Die Ergebnisse, die dabei rauskommen, kann niemand bewerten und es ist echt ermüdend.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung ist immer noch top (iPhone, MacBook, höhenverstellbare Tische im Büro)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dienstreisen primär per Bahn. Es gibt regelmäßige ESG Reports. So wie ich das Unternehmen einschätze, tun sie das aber nur, weil sie es müssen und nicht, weil sie besonders umweltbewusst sind.
Gehalt/Benefits
Vor 4 Jahren waren die Gehälter gut. Seitdem geht es bergab. Der Bonus sinkt immer weiter und die Gehälter, die den Bewerbern gezeigt werden, können schon lange nicht mehr erreicht werden. Die Führungsebene rührt keinen Finger deswegen. Nach einem Inflationsausgleich braucht man gar nicht erst fragen, das ist vergebene Mühe!
Image
Die Firma streicht den Großteil der Gewinnmarge ein, aber davon abgesehen, kümmert sie sich wenig um die Mitarbeiter.
Das Wort „Betriebsrat“ wird nicht gerne gehört.
"Kurzkrankheitstage" (wenn man 1 bis 5 Tage am Stück krank ist) wirken sich negativ auf den quartalsweise gezahlten Bonus aus. Da lediglich 4 solcher Kurzkrankheitstage pro Jahr ohne finanzielle Konsequenzen bleiben, führt dies faktisch dazu, dass bereits ab dem zweiten Kurzkrankheitstag innerhalb eines Quartals der Bonus reduziert wird. Diese Regelung empfinde ich als kritisch, da sie Beschäftigte bei häufigeren Kurzerkrankungen (z. B. Erkältungen) mit spürbaren finanziellen Einbußen bestraft und Anreize schafft, sich trotz Krankheit zur Arbeit zu begeben. "Langzeitkrankheit" (ab 6 Tagen am Stück) ist von dieser Regelung explizit ausgenommen und mindert den Bonus nicht.
Karriere/Weiterbildung
Wenn man sich auf dem Projekt nicht mehr weiterentwickeln kann und unzufrieden ist, wird man 1 Jahr hingehalten, bis einem der Projektwechsel ermöglicht wird. Auf dem nächsten Projekt sieht es dann auch nicht besser aus. Hauptsache der Tagessatz für den Mitarbeiter kann beim Kunden abgerechnet werden.