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Solider Arbeitsplatz mit Verbesserungspotenzial

3,6
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 im Bereich IT in Neumünster gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeitsatmosphäre ist angenehm, auch wenn es mal stressig werden kann. Homeoffice-Möglichkeiten in diesem Umfang gibt es nicht in vielen Unternehmen in diesem Bereich. Außerdem überzeugt die gute Arbeitsplatzausstattung sowie die Chance, viele interessante Aufgaben zu übernehmen und dabei viel zu lernen. Besonders positiv möchte ich den Betriebsrat hervorheben, den gibt es in dieser Form wohl selten. Außerdem gibt es eine DU-Kultur, die ich sehr gut finde.

Verbesserungsvorschläge

Transparente und faire Gehaltsstruktur einführen, Entwicklungskonzepte und Anreize etablieren, flache Hierarchien fördern und tierfreundliche Regelungen für das Büro ermöglichen.

Arbeitsatmosphäre

Stark abhängig von der Führungskraft, aber grundsätzlich ist die Arbeitsatmosphäre gut.

Kommunikation

Es gibt einen internen Blog, Teamskanäle und regelmäßige Abteilungsrunden, in denen über die Neuigkeiten berichtet werden. In der Vergangenheit wurden über einige Kündigungen erst sehr spät informiert.

Kollegenzusammenhalt

Obwohl es eine übergeordnete IT-Abteilung gibt, arbeiten die einzelnen Teams weitgehend isoliert mit eigenen Teamleitungen. Die Zusammenfassung zur großen IT hat den Zusammenhalt nicht verbessert, da die Themenbereiche und Arbeitsweisen der Teams einfach zu unterschiedlich sind. Meiner Meinung nach ergibt diese Zusammenlegung auch wenig Sinn, da sie eher künstlich wirkt und keinen spürbaren Mehrwert bringt.

Work-Life-Balance

Gab es für mich nie etwas dran auszusetzen. Homeoffice war mehrere Tage pro Woche immer möglich, sofern die Arbeitsleistung passt. Gleitzeit ist vorhanden.

Vorgesetztenverhalten

Die Situation ist sehr durchwachsen. Die Kommunikation mit meinem direkten Vorgesetzten war grundsätzlich gut. Leider gab es innerhalb der Führungsebene der IT eine hohe Fluktuation, was dazu geführt hat, dass die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter häufig vernachlässigt wurde. Zwar finden jährlich Mitarbeitergespräche sowie Zwischengespräche im Laufe des Jahres statt, jedoch fehlte es seitens der Vorgesetzten an klaren und verbindlichen Entwicklungsplänen für die Mitarbeiter. Dadurch sind unter anderem bereits einige sehr gute Mitarbeiter gegangen.

Interessante Aufgaben

Wenn man Eigeninitiative zeigt, kann man sehr interessante Aufgaben übernehmen. Der Einfluss auf die Ausgestaltung des eigenen Aufgabengebiets ist dabei relativ hoch.

Gleichberechtigung

Es gibt Frauen in Teamleiter-Positionen, was positiv ist. Leider spiegelt sich das nicht in der Geschäftsführung wider, dort sind bisher keine Frauen vertreten. Meines Erachtens würde eine weibliche Perspektive auf dieser Ebene dem Unternehmen sehr gut tun.

Umgang mit älteren Kollegen

Das Wissen der älteren Kolleginnen und Kollegen wird zwar mit Worten geschätzt, spiegelt sich aber nicht in der Bezahlung wider. Wenn ein älterer Kollege nach dem Renteneintritt noch aushilft und dabei aus Sicht der Geschäftsführung zu viel Aufwand für die Personalabteilung verursacht, wird er nicht weiterbeschäftigt, selbst wenn sein Wissen im Team weiterhin gebraucht wird.

Arbeitsbedingungen

Die IT Ausstattung ist sehr gut und könnte meiner Meinung nach kaum besser sein. Wenn etwas benötigt wird, wird es in der Regel unkompliziert angeschafft. Hier zeigt sich, dass der Arbeitgeber bereit ist, in einen modernen und funktionalen Arbeitsplatz zu investieren. Durch eine Umstrukturierung der Büros sitzen jetzt mehrere Personen in relativ kleinen Räumen. Das kann, wenn man viel telefoniert, als störend empfunden werden. Natürlich kann man dem Ganzen ausweichen, indem man im Homeoffice arbeitet.

Gehalt/Benefits

Der wohl größte Kritikpunkt. Es gibt einen Haustarifvertrag, die Einteilung in die Tarifgruppen ist zum Teil aber kaum nachvollziehbar. Eine Gehaltsanpassung hängt leider stark davon ab, wie gut der eigene Vorgesetzte die Anpassung gegenüber der Geschäftsführung vertreten kann. Selbst wenn der Vorgesetzte gut argumentiert, entscheidet die Geschäftsleitung letztlich, ob eine Erhöhung erfolgt oder nicht. Es gibt zwar einen Topf für jährliche Gehaltserhöhungen, aber es liegt nicht im Ermessen der Abteilungsleiter, wer daraus tatsächlich etwas bekommt. Der Nasenfaktor spielt dabei eine sehr große Rolle und beeinflusst die Entscheidungen deutlich. Es musst in einigen Fällen erst zur Kündigung kommen, damit sich etwas tut.

Das ist auch ein Grund, warum einige sehr gute IT-Mitarbeiter das Unternehmen bereits verlassen haben.

Positiv zu erwähnen ist, dass es eine freiwillige Gewinnbeteiligung gibt, die seit langer Zeit jährlich ausgezahlt wird, sowie ein 13. Gehalt. Außerdem besteht die Möglichkeit, Mitarbeiteraktien bei der Muttergesellschaft vergünstigt zu erwerben.

Karriere/Weiterbildung

Jedem Mitarbeiter steht jährlich eine Summe für Weiterbildung zur Verfügung. Karriereperspektiven im Unternehmen sind grundsätzlich vorhanden. Ein wirkliches Konzept zur gezielten Weiterentwicklung der Mitarbeiter seitens der Führungskräfte gibt es jedoch nicht. Leider fehlt den Führungskräften der nötige Spielraum, die Entwicklung aktiv zu fördern.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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