Ein Vorstand macht sein Ding...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt, die eingesetzten Technologien, die Möglichkeit mit so vielen talentierten Spezialisten zu arbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeiter zählen gefühlt nicht mehr.
Verbesserungsvorschläge
Lieber Vorstand, spielt endlich wieder fair. Ihr zerstört das Vertrauen eurer Mitarbeiter in das Unternehmen nachhaltig mit jeder einzelnen eurer desaströs angekündigten und hemdsärmlig durchgeführten top down Entscheidungen.
Arbeitsatmosphäre
Früher war diese hervorragend. Bedingt durch die wirtschaftlichen Herausforderungen wird das Klima in den letzten Monaten sehr viel rauher.
Die Atmosphäre wird auch durch das zunehmend als erratisch und despotisch wahrgenommene Gebaren der Geschäftsführung immer schlechter. Das können die einzelnen Abteilungen so nicht dauerhaft ausgleichen, daher 2 Sterne Abzug.
Kommunikation
Es ist nicht hilfreich, dass der Vorstand seine Standpunkte zunehmend durch Interviews in örtlichen Medien politisch flankiert. Oder hauptsächlich in kryptischen Business-Buzzwords zu seinen Mitarbeitern spricht - falls überhaupt.
Als Beispiel kann hier die einseitige Kündigung der Betriebsvereinbarungen für mobiles Arbeiten gelten, die (stark verkürzt) ungefähr so ablief:
- Einseitige Aufkündigung der Betriebsvereinbarung „Mobiles Arbeiten“ durch den Vorstand
- Zeitungsinterview BZ „Homeoffice ist böse und innovationsfeindlich“
- Thematisierung auf der Mitarbeiterversammlung besprochen - mit dem Tenor es ginge um eine bessere Handhabe für Führungskräfte aber es wären sowohl Anpassungen auf Bereichs- wie Abteilungs- und Individuell möglich
- Schlussendlich ist dies ein "alternativer Fakt" - Für alle Mitarbeiter gilt jetzt eine Anwesenheitspflicht an drei Tagen im Büro - gerechnet nach Stunden pro Quartal wohlgemerkt.
Eine gelebte offene Kommunikation ist so jednefalls nicht möglich, das Vertrauen verspielt - vor allem da der Betriebsrat immer mehr vor vollendete Tatsachen gestellt wird und von Kollegialität höchstens noch top down geredet wird.
Kollegenzusammenhalt
Wenn man die äußeren Umstände als Maßnahme nimmt fangen die Kollegen - jedenfalls in meinem Bereich - viel von der Unsicherheit auf, die im Unternehmen mittlerweile leider vorherrscht.
Ich möchte aber dazu sagen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass dies dauerhaft funktioniert. Das Vertrauen nach "oben" hat deutlich nachgelassen - was sich auch an vielen anderen jüngeren Bewertungen ablesen lässt.
Work-Life-Balance
Zunehmend schlechter, siehe Punkt Arbeitsatmosphäre.
Misstrauen herrscht und der Arbeitgeber ist scheinbar der Meinung, dass die Mitarbeiter alle nur faul zuhause sitzen und Geld verbrennen, wenn von Remote gearbeitet wird. Vordergründig geht es um Innovation. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass der Arbeitgeber sich nicht traut auszusprechen, dass er den Mitarbeitern zunehmend misstraut. Dumm nur das die das auch wissen.
Zwei Sterne gibt es für die Tatsache, dass Urlaubsanträge nahezu ausnahmslos genehmigt werden, sowie einen für die Standard-IGM Urlaubsregelungen und T-Zug, was zwischen 30 und 38 Urlaubstage im Jahr bedeutet.
Vorgesetztenverhalten
Hier bewerte ich meinen direkten Vorgesetzten. Dieser ist sowohl menschlich (kann man nicht immer voraussetzen, schadet aber nicht :)) als auch vom Führungsverhalten mit das beste, was ich in den letzten zwanzig Jahren im Mittelstand erlebt habe. Man merkt ihm an, dass er Herzblut in seine Mission und Mitarbeiter steckt. Er verhält sich wie ein Mensch, nicht wie ein Roboter.
Leider gibt es keinen eigenen Punkt für das obere Management, diese Bewertung würde deutlich schlechter ausfallen.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben und Technologien gibt - oder vielmehr gab - es hier zuhauf. Wie sich dies weiterentwickelt wird sich mit zunehmender Konsolidierung und Verdichtung der Arbeit zeigen müssen, die durch das aktuelle "Gesundschrumpfen" angezeigt ist.
Gleichberechtigung
Soweit ich sehen kann gibt es hier keine Probleme. Allerdings bin ich männlich und bekomme vielleicht aufgrund dessen nicht alles mit. Aus meiner Erfahrung werden jedenfalls Männlein und Weiblein gleichwertig bezahlt.
Umgang mit älteren Kollegen
Habe ich bisher wertschätzend erlebt. Auch in Kaffeküchen-Gesprächen wird bei älteren Kollegen nicht von "Lebenden Toten" o.Ä. geredet. Auch Mitarbeiter kurz vor der Rente werden nicht geschnitten, wie ich es in anderen Unternehmen schon miterleben musste.
Was die Einstellung von älteren Mitarbeitern betrifft kann ich keine Aussage treffen.
Arbeitsbedingungen
Hier gibt es wenig zu meckern. Vielleicht bis auf die Tatsache das sich die Büros und Kantinen gewollt - oder vielmehr gezwungenermaßen - wieder so füllen, dass an konzentriertes Arbeiten nicht immer zu denken ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das soziale wird bei SICK gelebt und nach außen getragen. Über Umweltbewusstsein kann ich wenig sagen - wenn dann ist es jedenfalls nicht offensichtlich verankert.
Gehalt/Sozialleistungen
IGM Tarif bedeutet faire Vergütung - jedenfalls bis dem Vorstand auch dazu etwas einfällt.
Image
Als ich bei SICK anheuerte war dies noch sehr gut. Im Laufe der Zeit wird das Image zunehmend auch nach Außen schlechter.
Karriere/Weiterbildung
Hier gibt es aktuell nichts zu meckern. Trotz der wirtschaftlichen Situation wird hier viel Geld investiert.


