Früher Top - Heute Flop - leider gehen die Firmenwerte in eine falsche Richtung
Gut am Arbeitgeber finde ich
SICK ist in der IG Metall. Davon profitieren auch die AT-Mitarbeiter erheblich. Noch geben die Menschen die Hoffnung nicht ganz auf.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im Vergleich mit der sonstigen Wirtschaft in vielen Bereichen Deutschlands, geht es der Firma richtig gut.
Die Menschen, die SICK so groß gemacht haben, ihre Energie und Kraft hier einzusetzen, nun vor die Tür zu setzen und damit diese auf Kosten der Gesellschaft auszusortieren, um die eigenen Gewinne zu maximieren, finde ich unmoralisch.
Verbesserungsvorschläge
Die Menschen haben SICK zu dem geführt, was SICK heute ist. Das sollte beachtet werden. Die Menschen waren mal das wichtigste Gut. Das sollte auch wieder so werden. Gewinn ist wichtig, aber die Gewinn-Ziele sollten in schwierigen Zeite auch angemessen sein.
Arbeitsatmosphäre
Schlecht. Stellenabbau, trotzt 6% Gewinn letztes Jahr und dieses Jahr sollen es sogar 8% Gewinn werden.
Image
Das Image für mich hat sehr stark gelitten. Das liegt an der Führung vom neuen Vorstand und die werden - was man so hört - von der Familie bzw. dem Haupteigentümer getrieben.
Work-Life-Balance
Hängt vom Job ab. Als FK in meinem Bereich darf man die Homeoffice-Rate auf keinen Fall reisen. Früher war das einfacher, dass man Familie und Beruf vereinheitlichen konnte
Karriere/Weiterbildung
Stellen werden gestrichen und abgebaut. Eine Karriere ist daher schwierig. Weiterbildung, nun online-Kurse sind gut, sonst ist es ein Kostenfaktor.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist noch ok, da sich alles an der IG Metall richtet. Auch die AT-Mitarbeiter sind danach ausgerichtet. Auch die Zusatztage an Urlaub kommen von der IG Metall. Aber das ist alles am Abnehmen. Der Arbeitgeber versucht hier alles zu streichen...
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozialbewusstsein, wie kann das gut sein, wenn man so mit den Mitarbeitern umgeht und wenn sie verbraucht sind, dann an den Staat abgibt...
Kollegenzusammenhalt
Aufgrund der Situation kapseln sich viele Kollegen ab. Das gute miteinander, was die Firma mal ausgemacht hat, wurde durch die Aktion vom Vorstand zerstört.
Umgang mit älteren Kollegen
Vor allem ältere Kollegen sollen gehen, man möchte ein junges und dynamisches Unternehmen. Die älteren Kollegen, darum kann sich der Staat kümmern. Die Firma benötigt nur hohe Gewinne für die Eigentümer. Ob man in der Firma noch alt werden kann, das ist fraglich....
Vorgesetztenverhalten
Auf unterster Ebene ist es noch offen und ehrlich. Im mittleren und oberen Management versucht jeder die Probleme unter den Teppich zu kehren, damit man nicht in den Fokus vom Vorstand gerät. Dadurch herrscht mittlerweile ein Misstrauen, wodurch an den falschen Dingen gearbeitet wird.
Arbeitsbedingungen
Die Guten Bedingungen werden stückweise abgebaut. Wir hatten mal in den Pausen kleine Sportangebote, das ist jetzt gestrichen...
Kommunikation
Unter aller Kanone. Als FK erhält man keine Info, was der Vorstand eigentlich will und vor hat. Man bekommt Vorgaben, Mitarbeiter in der Leistung niedriger zu bewerten, um die Kosten zu reduzieren, oder damit sie frustriert sind und alleine gehen. Die Restrukturierungen die vor ca. 3 Jahren begonnen wurden waren absolut ineffizient. Die Kosten konnten nicht verbucht werden und dann wundert man sich, wo das Geld hin ist und warum Projekte nicht voran gehen.
Gleichberechtigung
Nein, kranke und schwache werden aussortiert. Nur noch Leistung zählt. Wer das nicht liefert, kommt auf die Liste und soll gehen.
Interessante Aufgaben
Es ist wie in jeder Firma....


