Brain Drain im Gange - gefährliche Abwärtsspirale für das Unternehmen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr kluge Menschen unter den Kollegen mit denen wahre Innovation möglich wäre wenn Verwaltungsprozesse entschlackt und Bremser entmachtet werden
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Keine Wertschätzung von Leistung. Arbeitgeber tut in seiner Kommunikation so, dass jeder deutsche Mitarbeiter faul, nutzlos und zu teuer ist. Alle über einen Kamm zu scheren wird nicht funktionieren und damit wird man die Krise verstärken.
Präsenzpflicht von 60 Prozent eingeführt, aber Verstöße haben keine Konsequenzen. Kollegen erzählen stolz, dass sie dagegen verstoßen und es keinen kümmert. ATler sitzen sowieso weiterhin im Home Office weil es niemand kontrollieren kann. Sind zufälligerweise die Leute die man im Home Office telefonisch nie erreicht. Eigentlich hat sich nichts verändert mit der neuen Präsenzpflicht außer für die Kollegen die eben nicht die ganze Zeit ausschließlich auf ihren Vorteil aus sind. Am Ende werden wieder die Leistungsträger bestraft mit dieser Inkonsequenz. Worte und Taten stehen hier nicht in Einheit.
Verbesserungsvorschläge
Den Brain Drain der begonnen hat dringend stoppen. Jetzt kündigen die Leistungsträger schon freiwillig, wahrscheinlich müssen hunderte weitere Leistungsträger mit dem Stellenabbau die Firma verlassen. Leistungskultur muss gelebt werden, es gibt individuelle Unterschiede zwischen Menschen und es wäre im Sinne des Unternehmens die leistungsbereiten Mitarbeiter zu halten und nicht zu vertreiben und zu entlassen.
Dieser Brain Drain kann eine Abwärtsspirale verursachen die für das Unternehmen wirklich existenzbedrohend werden kann. Mitarbeiter sind eben nicht nur eine Planstelle, Mitarbeiter haben unterschiedliche Bedeutungen, Stärken, Erfahrungen und Leistungsfähigkeiten.
Worte und Taten stehen hier nicht in einer Einheit.
Führungsstrukturen vereinfachen. Nicht jeder muss "Head of" sein. Das spart Geld und vereinfacht Entscheidungsstrukturen, macht die Gesamtorganisation handlungsfähiger.
Arbeitsatmosphäre
Alle sind gedanklich mit dem Stellenabbau beschäftigt - Produktivität stark reduziert, selbst wenn man persönlich sich nicht damit beschäftigen möchte, werden die eigenen Themen gebremst. Die Kollegen die etwas leisten wollen sind sehr frustriert und ich kenne von diesen kaum jemanden der nicht den Markt auf Alternativen sondiert. Die ersten verlustreichen Abgänge gab es bereits. Zurück bleiben die Bedenkenträger, Verwalter und Bremser weil die sonst auch keiner will.
Kommunikation
Die Kommunikation erweckt den Eindruck der Arbeitgeber möchte kompromisslos und hart auftreten.
Kollegenzusammenhalt
Fängt langsam an zu leiden - niemand möchte auffallen
Work-Life-Balance
Bei 35h pro Woche immer noch gut
Vorgesetztenverhalten
Verhindern, Bremsen, Verwalten, KPI Reporting mit KPI die so interpretiert werden wie es gerade passt. Überwiegend null Innovationsfreudig und damit beschäftigt die eigene Position zu sichern mit möglichst risikoarmen Handeln. Worte und Taten stehen nicht in einer Einheit.
Interessante Aufgaben
Statt innovative Produkte zu entwickeln steckt man in Meetings, Jour Fixes, Workshops und Managmentrunden die gefühlt jede Zeile Code freigeben müssen... Lasst uns doch endlich mal arbeiten!
Gleichberechtigung
Geht so, ist eben Industrie. Man hat aber das Gefühl, dass man versucht etwas zu tun.
Umgang mit älteren Kollegen
Die haben ihre Ruhe
Arbeitsbedingungen
Eigentlich okay, aber komplizierte, langsame und völlig übertriebene (vor allem IT) Prozesse bremesen alles aus
Gehalt/Benefits
Guter Verdienst, wage Ankündigungen von Tarifaustritt lassen da aber Wolken am Horizont erscheinen
Image
Ruiniert man gerade - wird aber wohl bewusst in Kauf genommen
Karriere/Weiterbildung
Hier macht Karriere wer am meisten bremst, Gefahren aufzeigt, Bedenken ans Management trägt und möglichst wenig Angriffsfläche bietet (= nichts tut)

