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Bewertung

Guter Arbeitgeber - Leider mangelnde Leistungskultur und schlecht umgesetzte Restrukturierung

4,2
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Marketing / Produktmanagement bei SICK AG in Waldkirch gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

1. Die neue Führungskultur - mit der Betonung der Notwendigkeit von Leistungsbereitschaft betrachte ich, theoretisch, als positiv. Die Arbeitsbedinungen sind einzigartig in der Region, insbesondere das Gehaltsniveau.
2. Die Abschaffung des unbegrenzten Home Office war ein wichtiger und richtiger Schritt, die Teamdynamiken haben sich deutlich verbessert.
3. Den Mut des Vorstandes eine Restrukturierung anzustoßen, nur die Ausführung muss sich noch verbessern.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

1. Low-Performer werden weiterhin geduldet und gefördert. Teilweise existieren Netzwerke von Low-Performern die sich gegenseitig stützen. Die Leistungskultur existiert bisher nur theoretisch.
2. Das Unternehmen ist von viel Verwaltung geprägt - die jeweilig Verantwortlichen sind stark davon geprägt diese Verwaltungsprozesse zu erhalten, komplexer zu gestalten und den Ablauf im Unternehen zu verlangsamen um ihre eigene Notwendigkeit darzustellen. Dies wird oft geschickt mit wirtschaftlichen Risiken für das Unternehmen begründet. Hier sollte konsequent entbürokratisiert und flexibilisiert werden, z.B. durch die externe Vergaben von nicht zentralen Prozessen, die dann konsequent an Kennzahlen gemessen werden können.

Verbesserungsvorschläge

1. Die Restrukturierung zügig und kompromisslos basierend auf einer Leistungskultur durchführen - High-Performer halten, ihnen Sicherheit und Perspektive bieten um sie zu Höchstleistungen zu bringen und zeitgleich konsequent das Unternehmen von Low-Performern befreien. In diesem Zug sollte der Vorstand aufhören sich von Seiten des Betriebsrates auf der Nase herumtanzen zu lassen sondern seine Forderungen klar & nachvollziehbar formulieren. Das ist keine Härte - das ist Handeln das Vertrauen schafft. Wenn das für das Unternehmen höhere Kosten verursacht sollten diese als gute Investition in die Zukunft angesehen werden.
2. Anpassung des Entgeltsystems um High-Performer entsprechend ihrer Rolle entlohnen zu können.
3. Die Leistungskultur konzernweit konsequent und mit der notwendigen nachvollziehbaren Konsequenz etablieren - Leistungskultur ist mehr als Intranet Posts und Plakate im Büro. Leistungskultur muss gelebt werden, fehlende Leistung muss Konsequenzen haben um das Vertrauen aller zu erlangen.

Arbeitsatmosphäre

Natürlich ist die Stimmung derzeit nicht überall positiv. In herausfordernden Zeiten entstehen unterschiedliche Perspektiven, Erwartungen und auch Spannungen. Diese auszuhalten und konstruktiv damit umzugehen, gehört zu den zentralen Fähigkeiten, die gerade in Phasen der Veränderung gefragt sind.

Image

Entgegen vielen Bewertungen besitzt das Unternehmen in der Region immer noch einzigartige Strahlkraft. Ein gutes Image setzt sich nicht nur aus guten Arbeitsbedingungen zusammen, sondern auch aus nachvollziehbaren Handlungen die Vertrauen schaffen, auch wenn sie für einzelne Unsicherheiten mit sich bringen können.

Work-Life-Balance

Hervorragend, ehrlicherweise wäre durchaus auch möglich dem Unternehmen an dieser Stelle entgegen zu kommen. Herausfordernde Zeiten erfordern von allen Stakeholdern die Einbringung von bisherigen Privilegien.

Karriere/Weiterbildung

Trotz des klar formulierten Anspruchs, eine stärkere Leistungskultur zu etablieren, wird die Umsetzung nicht konsequent verfolgt. Es werden anhaltende Minderleistungen weiterhin toleriert, während im Rahmen der Restrukturierung vor allem soziale Kriterien im Vordergrund stehen und individuelle Leistung bei der Auswahl der auscheidenden Mitarbeitern keine Rolle zu spielen scheint. Dies wird von leistungsbereiten Mitarbeitenden als problematisches Signal empfunden und kann dazu beitragen, dass sich einige zunehmend vom Unternehmen abwenden oder sich bereits für einen Wechsel entscheiden haben.

Gehalt/Benefits

Einmalig in der Region. Hier wäre von Seiten der Mitarbeiter auch möglich ihren Beitrag zu leisten um das Unternehmen in herausfordernden Zeiten zu unterstützen.

Kollegenzusammenhalt

Leider ziehen es viele Kollegen in Zeiten der Unsicherheit vor, ihren Fokus auf Unsichtbarkeit zu verlagern.

Vorgesetztenverhalten

Vorgesetzte informieren regelmäßig, transparent und nachvollziehbar auf Basis der ihnen vorliegenden Informationen.

Kommunikation

Der Vorstand informiert regelmäßig und legt Entscheidungen sowie deren Hintergründe so transparent und nachvollziehbar wie möglich dar. Ziel ist es, Orientierung zu geben und durch eine offene Kommunikation Vertrauen zu schaffen – gerade in einer Phase, die für viele Kollegen mit Unsicherheit verbunden ist. Aus meiner Sicht fehlt derzeit aber ein stärkerer Fokus auf Leistungsträger und deren gezielte Ansprache.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.