Profitdenken geht hoch, Menschlichkeit geht herunter. Viele Kollegen vor dem Abgang.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Immer noch viel Potenzial in manchen Mitarbeitern, wenn man diese wirklich sich entfalten lassen würde.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Viel zu viel. Benefits und Vorteile werden immer mehr gestrichen. Keine klare Linie. Entscheidungen sind ein hin und her. Vorgesetzte von einer Abteilung wurde gefeuert, von Informationen in der Firma, keine Begründung dafür und für die meisten Kollegen auch unverständlich. Es wird so getan als hätte man Verständnis und Empathie, aber die Aktionen zeigen was anderes. Konstant wird schlechte Stimmung verbreitet und respektlos mit Mitarbeitern umgegangen. Viele Mitarbeiter werden nicht wertgeschätzt und wirklich mit geredet, aber es fühlt sich so an als wurde sich schon eine Meinung über diese gebildet.
Verbesserungsvorschläge
Viele Mitarbeiter, die ich kenne, sind am Rande des Abgangs und schauen sich bereits um. Wenn dies zugelassen wird, wird die Firma auf jeden Fall riesengroße Probleme haben, da manche von diesen viel wissen haben, das bei gleichzeitigem Abgang, die Firma in eine Negativspirale bringen wird. Es sollte eher Verständnis aufgebaut werden, was Mitarbeiter überhaupt leisten und was für Arbeitsaufwand existiert, anstatt komplett respektlos zu ignorieren. Was machen bestimmte Mitarbeiter so wichtig? Welche Mitarbeiter haben eventuell viel mehr Potenzial? Was wollen diese Mitarbeiter in ihrer Karriere oder mit ihrem Job? Aufhören an Favoritendenken und alle gleich behandeln.
Verständlich, dass mit neuer Führung, Änderungen kommen, aber dies kann humaner durchgeführt werden.
Im Endeffekt sind die Mitarbeiter essenziell für eine gute Arbeit und ein gutes Ergebnis. Wenn diese sich nicht wohlfühlen, dann setzt auch Leistung aus. Wenn diesen Karrierechancen verbaut werden, dann geht die Motivation zu Grunde.
Außerdem wird zwar gefragt wie es geht, aber es sind meistens oberflächliche Fragen und diese werden gefühlt nicht zugehört. Vorgesetzte kriegen Feedback und entweder wird dies nicht weitergegeben oder ernst genommen. Hier sollte anstatt versuchen die Firma weiter und weiter zu verändern, auch Zeit genommen werden, um zuzuhören, wie es den Mitarbeitern wirklich geht. Dazu auch nicht einfach denken, wenn niemand sich beschwert ist alles gut. Nicht einfach denken, wenn jemand sagt, es geht diesen gut, dann ist alles gut. Eventuell ist einfach das fehlende Vertrauen zum Chef mit allem, was bisher abgelaufen ist.
Arbeitsatmosphäre
Seite Wechsel des Chefs, katastrophal. Gefühlt jede zweite Woche ändert sich Struktur. Der Umgang ist willkürlich und unfair. Es muss ständig Angst geben, wer als Nächstes was abbekommt und es wird keine Verantwortung ganz oben oder von Führungskräften übernommen. Das Kriegen am Ende normale Mitarbeiter, zu den der Chef dann hinterrücks direkt geht, ohne die zugehörige Führungskraft zu informieren, was auch zu Unmut bei manchen Führungskräften sorgt.
Image
Alle, bis auf die vorherige genannten Favoriten, sind komplett erledigt mit der Firma und es wird kaum noch etwas Gutes über diese gesagt. Es wird nicht miteinander geredet. Teure Führungsstellen werden jetzt ausgeschrieben, aber wie gesagt wurden Benefits gestrichen. Das widerspricht sich halt komplett.
Work-Life-Balance
War einmal gut. Jetzt wird bei Home-Office genau kontrolliert und darüber geredet Home-Office komplett abzuschaffen. Dazu werden Termine immer mehr außerhalb unserer Kernzeiten gesetzt, sehr spontan, ohne Respekt für die Freizeit der Personen. Wenigstens kann Urlaub aktuell noch sehr flexibel genommen werden. Dieser muss zwar bis März zu 80 % vorgeplant werden, kann aber danach noch verschoben werden, aber wer weiß, ob es daran auch noch Änderungen geben wird.
Karriere/Weiterbildung
Jetzt sogar externe Einstellung von Führungskräften, statt interner Chance für Kollegen sich als Führungskräfte zu beweisen. Dazu manche Führungskräfte ohne Begründung in schlechtere oder andere Rollen degradiert. Selbst Kollegen werden von einer Rolle für die sie sich beworben und studiert haben, in komplett andere verschoben. Das kann Karrieren schaden und Motivation rauben.
Gehalt/Benefits
Gehalt stagniert. Im Bewerbungsgespräch versprochener Inflationsbonus wurde ausgesetzt. Benefits werden mehr und mehr gestrichen. z. B. Kindergartenzuschuss oder Fitnessbonus für Kollegen. Angeblich weil es uns nicht gut geht, obwohl wir faktisch wissen, dass es uns gar nicht so schlecht geht. Eventuell wird unser letzter guter Benefit auch gestrichen. Jedenfalls wurde damit in unserer Mitarbeiterversammlung vom Chef gedroht. Gehalt kommt wenigstens pünktlich zum Ende des Monats, aber das ist ja ein Minimum, das zu erwarten ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kein einziges Bewusstsein diesbezüglich aufgezeigt und sogar Kommentare gemacht, die eher dagegen sprechen.
Kollegenzusammenhalt
Das war eigentlich ein Top-Punkt zur Firma, aber seitdem der Chef da ist, hat dieser einen großen Zwiespalt geschaffen. Es werden offensichtlich Favoriten ausgewählt. Das Schlimme an der Sache? Diese Favoriten, kennen teilweise gar keine Strukturen in der Firma, dürfen aber machen wie sie wollen, während bei anderen auf die Finger geschaut wird. Dies schwächt den Zusammenhalt auch zwischen Mitarbeitern stark. Beispiel, wenn diese Favoriten wieder ahnungslos auf einen zukommen oder in Projekten von mir mitmischen, ohne jegliches beizutragen und bei deren eigenen Aufgaben schon Probleme haben. Darauf wird aber irgendwie nicht geachtet.
Umgang mit älteren Kollegen
Respektlos. Vorgesetzte die hier schon lange arbeiten, werden entweder hinterrücks oder öffentlich herunter geredet, ohne Respekt was diese bereits für die Firma geleistet haben und eine wichtige Vorgesetzte für die Balance des Teams in eine andere Position weg vom Team gesetzt.
Vorgesetztenverhalten
War mal gut, aber jetzt extrem schwach. Auch mit Abgang und zusätzlicher Kündigung von Vorgesetzten. Es wird lieber Schuld auf die Mitarbeiter umgelegt und es wird sich nicht dafür eingesetzt diese zu verteidigen. Stattdessen werden Mitarbeiter zum Chef vor geschickt, um doch die Meinung selbst zu sagen. Hauptsache der Führungskraft geht es nicht so schlimm wie den anderen. Es wird sich auch nicht wirklich mit Mitarbeitern auseinandergesetzt.
Arbeitsbedingungen
Teppiche im Bürogebäude ewig nicht durch gereinigt und erneuert. Viele Benefits gestrichen mit Drohung, dass auch die letzten eventuell gestrichen werden, falls nicht mehr geleistet wird. Kaffeemaschine spinnt jetzt schon ewig und nichts wird unternommen, sodass diese Regelmäßig ausfällt. Die Kollegen die Kaffees trinken, bringen teilweise eigenes Pulver oder Pads mit. Etwas Positives: in der Hitzewelle wurden mobile Arbeitsplätze bereitgestellt mit Klimaanlage im Meetingraum im obersten Stock, die unsere Kollegen mit Laptops wenigstens nutzen konnten.
Kommunikation
Es wird in einer Woche etwas gesagt und in der nächsten ändert sich es wieder, aber es wird sich nicht mehr daran erinnert, dass etwas anderes in der vorherigen Woche gesagt wurde. Bringt auch Führungskräfte teilweise zum Verzweifeln, da es nicht erlaubt, dass diese eine klare Linie führen können.
Dazu wird nichts transparent kommuniziert. Alles hinterrücks und die Mitarbeiter erfahren dann alles in einer schockierenden Nachricht am Ende, ohne die Chance zu haben eine Meinung einzubringen. Bis es dann später wieder geändert wird und es nochmal eine schockierende Nachricht gibt.
Dazu würde ich zur Kommunikation auch die komplette Empathielosigkeit hinzuziehen, aber das Getue als würde hier sich sehr um Mitarbeiter gesorgt, was das ganze nochmal frustrierend macht. Ständig wird gemeckert wie schlecht es uns doch geht, obwohl es nicht mal wahr ist und manche Mitarbeiter direkten Zugriff auf die Zahlen haben. Drohung wie weitere Benefits gestrichen werden und noch viel mehr. Es ist schwer hier alles aufzulisten.
Gleichberechtigung
Na ja. Bei uns gab schon mehrere Momente, da klang es nicht nach Gleichberechtigung. Es wird zwar teilweise eng mit manchen der Kolleginnen gearbeitet, trotzdem fühlt es sich eher herablassend an. Vielleicht fühlt es sich aber auch nur so an und es geht allen gleich. Wir sind eben nur viele Frauen im Unternehmen.
Interessante Aufgaben
Es wird hier nicht zugehört, was für Aufgaben überhaupt relevant und interessant sind, sondern mittlerweile einfach Aufgaben zugewiesen, egal wie viel Spaß diese dem bestimmten Mitarbeiter machen, ob diese eventuell jemandem anderes besser passen oder ob diese überhaupt Sinnvoll sind. Bestes Beispiel, dass Personen von einer Abteilung jetzt in eine andere verschoben wurden, die von dem, was ich dort mitbekommen hat, ohne Rücksicht, ob die Personen das überhaupt wollten, gemacht wurde und ohne die Mitarbeiter von diesem Team zu informieren.