Vom Traumjob zum Albtraum – Willkommen im Überlebensmodus!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mittlerweile leider kaum noch etwas. Außer einer wirklich kleinen Gruppe Kollegen, die sich durch ihre langjährige Betriebszugehörigkeit noch kennen und zumindest ein bisschen Zusammenhalt zeigen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Die Arbeitsatmosphäre ist inzwischen katastrophal
- Bis auf wenige sind alle langjährigen Kollegen entweder freiwillig gegangen oder auf fragwürdige Weise gegangen und ersetzt worden
- Kommunikation auf Augenhöhe gibt es schon lange nicht mehr. Die Geschäftsführung lässt einen deutlich spüren, dass man hier nichts zu sagen hat
- Ständige Überwachung und enormer Leistungsdruck bestimmen den Arbeitsalltag
- Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter (sofern sie überhaupt stattfindet) wird auf die normalen Kollegen abgewälzt, die dabei aber trotzdem ihr tägliches Pensum erfüllen sollen und deshalb kaum noch Interesse oder Zeit dafür haben um diese Arbeit ordentlich umzusetzen. Dabei würden von einer ordentlichen Einarbeitung alle profitieren
- Kollegiale Gespräche am Kaffeeautomaten oder der typische Flurfunk werden weitestgehend unterbunden oder streng beäugelt, weil man ja über Dinge sprechen könnte, die besser nicht ausgesprochen werden sollten
Die Firma hat dieses Jahr definitiv ihren Tiefpunkt erreicht. Wer eine entspannte Arbeitsatmosphäre oder ein respektvolles Miteinander sucht, ist hier auf jeden Fall an der falschen Adresse. Viele Kollegen suchen bereits nach neuen Möglichkeiten, und ehrlich gesagt, kann ich das gut nachvollziehen.
Verbesserungsvorschläge
Die Firma endlich wieder auf den richtigen Kurs bringen:
- Mitarbeiter wertschätzen und fördern, statt sie wie Ressourcen zu behandeln und dann auszusortieren.
- Die echten Probleme anpacken, anstatt sich mit Kleinigkeiten zu beschäftigen, die nur der Geschäftsführung nutzen.
- Die Arbeitsbedingungen verbessern, besonders die Infrastruktur. Oft sitzt man untätig da, weil mal wieder eine Serververbindung nicht aufgebaut werden kann.
- Das Qualitätsmanagement auf Vordermann bringen – bei jedem Rollout steht man dem Kunden gegenüber in Erklärungsnot, weil die Qualität oft zu wünschen übrig lässt.
Arbeitsatmosphäre
Es ist leider so, dass sich die Arbeitsatmosphäre in den letzten Monaten stark zum Negativen verändert hat – und die Geschäftsführung spielt dabei eine große Rolle. Anstatt die Arbeitsbedingungen zu verbessern oder das Miteinander zu stärken, sorgt die ständige Überwachung und der hohe Leistungsdruck dafür, dass die Motivation der Mitarbeiter komplett auf der Strecke bleibt.
Kommunikation
Die Kommunikation lässt mittlerweile stark zu wünschen übrig. Entscheidungen werden hinter verschlossenen Türen getroffen, und man wird erst dann darüber informiert, wenn sie bereits feststehen. Oder man hört sie über den Flurfunk, bevor es eine offizielle Mitteilung gibt.
Kollegenzusammenhalt
Früher war das Miteinander kollegial und unterstützend, aber heute hat sich das Ganze eher zu einer Ellbogenmentalität entwickelt. Statt zusammenzuarbeiten, achtet jeder nur noch darauf, dass er selbst sein Pensum erfüllt – und das unter ständiger Überwachung.
Vorgesetztenverhalten
Ein offenes Ohr für die Mitarbeiter sucht man hier leider vergeblich. Der Arbeitstag wird einzig von Zahlen bestimmt, die unbedingt stimmen müssen. Wenn man diese nicht erreicht, hofft man nur, nicht als Nächster gehen zu müssen. Unliebsame Aufgaben werden einfach auf einen abgeladen, ohne dass es eine ordentliche Übergabe oder Einarbeitung gibt.
Gleichberechtigung
Sucht man hier ebenfalls vergeblich.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind katastrophal. Die interne IT hat immer wieder Schwierigkeiten und scheint kurz davor zu sein, an ihre Grenzen zu stoßen. Das ständige „Bootcamp-Flair“ sorgt dafür, dass man sich kaum noch auf die wirklich wichtigen Aufgaben konzentrieren kann. Zumindest der Kaffee ist „noch“ kostenlos - ein kleiner Trost in diesem Chaos.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Geschäftsführung fährt E-Autos. Das war's aber auch schon.