Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

STABILO 
International 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Einst erfolgreich – heute orientierungslos

2,2
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei STABILO International GmbH in Heroldsberg gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Die Antwort auf morgen liegt nicht im Gestern.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist derzeit spürbar belastet. Eine ungleiche Aufgabenverteilung führt dazu, dass viele Mitarbeitende überlastet sind, was sich in zunehmender Gereiztheit und sinkender Belastbarkeit zeigt. Die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens sorgt zusätzlich für große Verunsicherung – insbesondere durch die allgegenwärtige Angst vor Personalabbau.

Erschwerend kommt ein schwaches Top-Management hinzu, das keine klare Richtung vorgibt und wenig Vertrauen vermittelt. Die Stimmung schwankt zwischen Frust, Hilflosigkeit und Überforderung im Umgang mit der wirtschaftlichen Lage. Es fehlt an transparenter Kommunikation, zukunftsweisenden Entscheidungen und einer spürbaren Strategie, wie die aktuellen Herausforderungen bewältigt werden sollen.

Image

Das Unternehmen hatte über Jahre hinweg ein starkes Image – sowohl in der Branche als auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Dieses positive Ansehen ist jedoch zunehmend verblasst. Der einstige Ruf als innovativer, dynamischer Arbeitgeber und Marke hat gelitten. Wirklich neue Ideen sind selten geworden.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war lange Zeit ein positiver Aspekt im Unternehmen – inzwischen hat sich das deutlich verändert. Durch den zunehmenden Druck, mit immer weniger Ressourcen dieselbe oder sogar mehr Arbeit zu bewältigen, ist die Balance zwischen Beruf und Privatleben stark ins Ungleichgewicht geraten.

Vorgesetzte nehmen die Überlastung in vielen Fällen kaum wahr oder ignorieren sie bewusst. Die Belastung wird stillschweigend hingenommen, ohne dass wirksame Maßnahmen zur Entlastung der Teams ergriffen werden.

Karriere/Weiterbildung

Klare Karrierepfade sind im Unternehmen kaum erkennbar. Entwicklungsmöglichkeiten wirken oft zufällig oder personenabhängig statt strukturiert und nachvollziehbar. Mitarbeitende wissen selten, welche Schritte oder Leistungen notwendig sind, um sich weiterzuentwickeln. Weiterbildungsangebote bestehen zwar, stehen jedoch meist nur ausgewählten Personen zur Verfügung.

Gehalt/Benefits

Das Unternehmen bietet insgesamt solide Sozialleistungen: Eine subventionierte Kantine, Mitarbeiterrabatte und weitere Benefits werden geschätzt und tragen zur Mitarbeiterbindung bei. Auch die betriebliche Altersvorsorge und ähnliche Leistungen sind positiv hervorzuheben.

Allerdings mangelt es an Gehaltstransparenz. Kriterien für Gehaltsentwicklungen oder Eingruppierungen sind oft unklar und wirken wenig nachvollziehbar. Dies führt zu Unsicherheit und dem Gefühl, dass vergleichbare Leistungen unterschiedlich bewertet werden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen präsentiert sich das Unternehmen umweltbewusst und sozial engagiert – intern ist davon jedoch wenig spürbar. Viele Maßnahmen wirken eher wie Lippenbekenntnisse als ernst gemeinte, gelebte Verantwortung.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war früher eine der Stärken des Unternehmens, lässt jedoch zunehmend nach. Die angespannte wirtschaftliche Lage, die wachsende Angst vor Personalabbau und die spürbare Überlastung vieler Mitarbeitender führen dazu, dass das Miteinander leidet. Statt gegenseitiger Unterstützung treten Unsicherheit und Rückzug stärker in den Vordergrund. Der Teamgeist wird durch die allgemeine Belastung und den Druck deutlich geschwächt.

Umgang mit älteren Kollegen

Im Unternehmen arbeitet eine Vielzahl älterer Mitarbeitender, die über langjährige Erfahrung und tiefes Fachwissen verfügen. Diese wertvolle Ressource wird jedoch nicht ausreichend anerkannt oder eingebunden.

Vorgesetztenverhalten

Mit wenigen Ausnahmen mangelt es im Unternehmen an Führungspersönlichkeiten, die eine klare Zukunftsvision vermitteln und den Mut zu ehrlicher, notwendiger Veränderung aufbringen. Besonders im obersten Führungsteam wird Verantwortung häufig abgewiesen, Entscheidungen werden ausgesessen oder nach unten delegiert.

Statt Führung erleben die Teams steigenden Druck und unrealistische Zielvorgaben, was die Arbeitsbelastung zusätzlich verschärft. Zudem entsteht der Eindruck von Vetternwirtschaft, was das Vertrauen in faire und kompetenzbasierte Entscheidungen untergräbt. Insgesamt fehlt es an glaubwürdiger, handlungsstarker Führung, die Orientierung und Motivation geben könnte.

Arbeitsbedingungen

Die grundlegenden Arbeitsbedingungen im Unternehmen sind eigentlich positiv: moderne Büroräume, eine gute technische Ausstattung und eine gut ausgestattete Kantine tragen zu einem angenehmen Arbeitsumfeld bei.

Aktuell wird dieses Potenzial jedoch durch andauernde Umbauten stark eingeschränkt. Der Lärmpegel – insbesondere im Verwaltungsgebäude – ist sehr hoch und macht konzentriertes Arbeiten kaum möglich.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen ist derzeit schwach und wenig zielführend. Wichtige Entscheidungen werden unklar oder verspätet kommuniziert – häufig wird um den heißen Brei geredet, statt klare Ansagen zu machen. Besonders der Rückschritt beim mobilen Arbeiten wurde nicht transparent begründet und hat zusätzliche Irritation ausgelöst.

Es fehlt eine klare Linie, ebenso wie eine verlässliche und konsistente Kommunikation seitens der Führungsebene. Diese Unsicherheit über die Richtung des Unternehmens verstärkt die allgemeine Verunsicherung im Team und schwächt das Vertrauen in die Führung.

Gleichberechtigung

Die Führungsriege ist stark homogen geprägt – überwiegend mittelalte, weiße Männer besetzen die leitenden Positionen. Diversität in Hinblick auf Geschlecht, Herkunft oder Lebensentwürfe ist kaum sichtbar.

Die Einführung neuer Präsenzpflichten (60%) – mit fadenscheiniger Notwendigkeit und ohne transparente Kommunikation – hat die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben deutlich verschlechtert. Die Entscheidungen wirken rückwärtsgewandt und wenig empathisch gegenüber Mitarbeitenden mit familiären oder anderen privaten Verpflichtungen. Statt Vertrauen und Flexibilität zu stärken, werden Kontrolle und Starrheit betont – ein deutliches Signal gegen moderne Arbeitskultur.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben im Unternehmen sind grundsätzlich interessant und bieten inhaltlich viele Gestaltungsmöglichkeiten. Allerdings ist die Anzahl und Dichte der Aufgaben in vielen Bereichen so hoch, dass eine gewissenhafte Bearbeitung oder gar ein Weiterdenken kaum möglich ist.
Alte Prozesse erschweren effizientes Arbeiten, binden unnötig Kapazitäten und stehen einer modernen, flexiblen Arbeitsweise im Weg.

HilfreichHilfreich?3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Jasmin Schellenberger, Personalreferentin / HR Generalist
Jasmin SchellenbergerPersonalreferentin / HR Generalist

Liebe:r Mitarbeitende:r,

die Rückmeldungen zur aktuellen Situation bei STABILO nehmen wir sehr ernst.

Aktuell arbeiten wir an Themen, um uns für die Zukunft besser aufzustellen – und wir hoffen, dass unsere Bemühungen in naher oder mittlerer Zukunft Früchte tragen werden, auch wenn manches nicht immer gleich klar erscheint.

Ja, die derzeitige Lage verlangt viel von uns allen – und wir sehen, dass die Belastung in vielen Bereichen hoch ist. Eine faire Aufgabenverteilung, echte Priorisierung und die Stärkung unserer Führungskräfte stehen ganz oben auf der Agenda. Deshalb arbeiten wir gezielt an einer neuen Führungshaltung, an klareren Verantwortlichkeiten und an einer transparenteren Kommunikation. Vielleicht gelingt uns derzeit noch nicht alles – aber wir nehmen die Hinweise ernst und lassen uns davon leiten.

Wir haben verstanden, dass die aktuelle Präsenzregelung für einige schwer nachvollziehbar ist. Uns ist wichtig, wieder mehr persönliche Begegnungen zu ermöglichen – für spontanen Austausch, kreative Impulse und gemeinsame Weiterentwicklung. Das Miteinander prägt unsere Kultur und stärkt das Verständnis für unsere Markenwerte. Mit der 60/40-Regelung setzen wir auf eine ausgewogene Mischung aus Präsenz und mobiler Arbeit. Gleichzeitig sehen wir, dass diese Veränderung Fragen aufgeworfen und Irritationen ausgelöst hat.

Wir wissen, dass viele Aufgaben inhaltlich spannend, aber in ihrer Dichte sehr fordernd sind. Der Abbau veralteter Prozesse und der gezielte Einsatz von Automatisierung sind zentrale Stellschrauben.
Kritik ist nicht angenehm – aber notwendig. Und wir danken dir dafür.
Wir gestalten diese Zeit gemeinsam. Auch wenn vieles gerade schwer ist, hoffen wir auf deine Mitwirkung, um gemeinsam wieder herauszufinden – Schritt für Schritt.

Nicht alles wird sofort besser – aber es wird besser, wenn wir ehrlich, mutig und entschlossen daran arbeiten. Danke, dass du diesen Weg mit uns gehst.

Liebe Grüße
Dein People & Culture Team

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.