Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gab wirklich nette Kollegen teilweise, hin und wieder gab es schon angenehme Arbeitsatmosphäre. Im großen und ganzen bin ich aber wirklich froh dort nicht mehr arbeiten zu müssen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Ich musste einen Schukostecker öffnen und die Litzen anbringen. Dies dürfte man als Fachinformatiker eigentlich überhaupt gar nicht. Ich habe den Abteilungsleiter gefragt, da ich mir zu dem Zeitpunkt nicht sicher war ob ich das machen soll. Antwort: "Tja, dann müssen Sie das halt machen". Logischerweise hab ich nichts schriftliches dazu, man kann sich ja denken wieso.
- Alles besteht nur aus Workarounds oder Notlösungen, ich hatte nicht das Gefühl man bekommt die Zeit etwas richtig zu machen und danach auch Dokumentieren zu können.
- Man wurde immer auf die Berufsschule verwiesen und beschwichtigt. "Wenn sie dann so weit in der Schule sind, können Sie auch hier aufwendigere Aufgaben erhalten". Natürlich ist das nicht passiert.
- Persönlich habe ich schon gesagt, dass ich die Ausbildung nicht gut fand. Hinterrücks wird dann natürlich gesagt "Man kann nicht immer gute Azubis haben", aber wenn jemand in SAE (Programmieren, Datenbanken etc.) eine glatte 1 hat und in ITS (Netzwerktechnik) eine 2 dann fühle ich mich wirklich betrogen.
Meine Schulischen Leistungen sind wirklich nicht schlecht, trotzdem wird behauptet der Azubi ist selber an der schlechten Ausbildung Schuld?
Verbesserungsvorschläge
- Aufhören eine "Ausbildung" anzubieten. Ich habe im großen und ganzen quasi nichts gelernt. Ich hätte einfach nur den Schulischen Teil absolvieren können und wäre jetzt vermutlich fast gleich weit.
- Auch das anschwärzen von Personen hinter ihren Rücken finde ich ehrlich gesagt wirklich unfair. Ich bin da und mit mir kann man Reden falls es Probleme gibt.
- Wenn man mehr Personen für den Helpdesk benötigt, soll man das bitte nicht mit Azubis kompensieren.
- Es sollte bitte einen Rahmenplan vom Ausbilder kommen der dann abgearbeitet werden soll in den 3 Jahren. Es wurde sich nämlich mit dem IHK Rahmenplan hingesetzt eines Tages, da wir gesagt haben es findet keine Ausbildung hier statt und ich kann nur dazu sagen, dass der IHK Rahmenplan so schwammig formuliert ist das man alles reininterpretieren konnte. Es wurde ein Beispiel zu einer Tätigkeit genannt und dann wurde es als erledigt angesehen.
- Es wurde sich an ende des ersten Ausbildungsjahres mit dem den Personaldiensten hingesetzt und auch dort habe ich gemeldet, dass wir nur Helpdesk machen. Antwort: "Das Telefon übernehmen ist ja schon eine große Verantwortung, oder nicht?" Änderte nichts. Das sollte so nicht sein.
Arbeitsatmosphäre
Die meisten Kollegen waren eigentlich Ziemlich in Ordnung. Gewisse Personen auf der anderen Seite haben nur Hinterrücks einen schlecht geredet.
Karrierechancen
Man bekommt in der IT Abteilung keinen befristeten einjährigen Vertrag. Anscheinend betrifft das aber nur Azubis aus der IT Abteilung?
Zu den Aufstiegschancen kann ich nur sagen: Es wurde nicht mal in betracht gezogen einen Azubi auf die neue Stelle zu besetzen... bis die Person, die ersetzt werden soll weil sie gegangen ist, das angesprochen hat.
Arbeitszeiten
Viele Leute in der Abteilung haben mehr also 100 Überstunden gehabt die sie nicht abbauen können. Das würde ich als großes Problem sehen.
Desweiteren wurde vom Abteilungsleiter gesagt "man soll 10 Überstunden als Azubi mindestens aufbauen". Ich habe gesagt dass man keine Überstunden als Azubi aufbauen darf oder über einen längeren Zeitraum halten darf. Antwort: "Das stimmt nicht".
--Gespräch wurde beendet--
Ausbildungsvergütung
Die Löhne werden Pünktliche am ende des Monats ausgezahlt. Auch gibt es ein 13. Monatsgehalt um Weihnachten rum.
Die Ausbilder
Er war meistens nie da, verständlich da er nur Halbtags im Rathaus ist und den Rest Zuhause erledigt.
Als ich über die Umstände geredet habe wurde einem nur gesagt, er ist der Leiter der Ausbildung und nicht hauptsächlich für die Vermittlung des Lehrstoffes. Keine andere Person wusste davon bescheid dass sie einen Lehrauftrag hätten. Im großen und ganzen war er nur für das Unterschreiben der Wochenberichte o.ä. da.
In der Woche des Abschlussprojektes, was mit ihm auch geplant wurde, wo er auch als Projektleiter eingetragen war, hatte er Urlaub wegen hohen Überstunden? Kann ich nicht genau sagen aber er war im Urlaub. Eigentlich sollte er als Ansprechpartner für das Projekt da sein... naja für die Abnahme ist er wenigstens netterweise herkommen.
Als Person war er nett, keine frage.
Spaßfaktor
Sie hat keinen Spaß gemacht. Naja wenn man auch nur für 3 Jahre größtenteils den Helpdesk gemacht hat oder sich um Beschaffungen von Kleinteilen wie Mäuse, Monitore etc. kümmern muss dann würde ich nicht behaupten das es mich weiter gebracht hat oder unterhaltsam war.
Bei Aufgaben war es ein "da mach mal" und wenn es nicht bis XY fertig ist, obwohl du keine Ahnung davon hast dann gibt es ein Gespräch. Ansprechpartner bei Problemen bei einer Aufgabe? Der Auftraggeber hat keine Zeit/Ahnung aber "das geht".
Aufgaben/Tätigkeiten
Aussage von Abteilungsleiter ende erstes Lehrjahr: "Sie sind hier zum Arbeiten, nicht zum Lernen. Falls sie etwas über Server wie einem ESXI lernen möchten machen Sie das zuhause. Jeder hier hat ja seine eigene Spielwiese bei sich zuhause".
Ich hatte Interesse an einer Eintägigen Fortbildung für Präsentationstechniken, ich hätte 100 Euro Privat zahlen müssen für die Teilnahme. Nach ewigen hin und her musste ich dann doch nichts zahlen da die nächsthöhere Person den Antrag gesehen hat... soviel dazu.
Die technische Ausstattung war am Anfang ein Tisch welcher zu Rückenschmerzen führte und ein neuer Azubi Rechner.
Generell bekam man meist ausgemusterte Laptops fürs Arbeiten da die noch rumlagen. Falls man nämlich andere Tätigkeiten außerhalb vom Stadtnetz hatte (was oft vorkam) konnte man sich selber was zusammenbasteln da es nicht vorgesehen war das man außerhalb vom Stadtnetz was macht?
Variation
Nachdem wir nach einem Jahr reinen Helpdesk gesagt haben, dass unsere Ausbildung nicht nur daraus besteht wurde ein Monatlicher wechsel mit der Schul-IT Abteilung Eingeführt.
Die Voraussetzung dafür war logischerweise, dass ein Azubi IMMER im Helpdesk First LVL Support sitzen MUSS!
Dass bedeutet das Azubi A im Helpdesk war und größtenteils das Telefon gehütet hat, während Azubi B eine Ausbildung genießen durfte für ein Monat. Danach wurde gewechselt.
Großes Lob übrigens an die Schul-IT Abteilung die sich wirklich mal hingesetzt hat und einem was beigebracht hat. Der Unterschied war enorm.
Respekt
Wenn man mit mir gesprochen hat, war natürlich alles in Ordnung. Hinterrücks wurde dann mit einer Liste zum Abteilungsleiter gegangen und sich beschwert.
Wenn sich genug angehäuft hat wurde man hergeholt (OHNE ANKÜNDIGUNG ODER DERGLEICHEN!) und alle Probleme werden aufgezählt die man Falsch gemacht hat. Danach wird man wieder entlassen und das war's. Generell liefen alle Gespräche so ab. Man bekam keine Ankündigung für irgend ein Gespräch um sich möglicherweise Vorbereiten zu können, andernfalls könnte man ja Widerworte geben?