Super Stadt, toller Fußballverein aber schlechter Arbeitgeber.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es lässt sich zumindest der Wille einer modernen Arbeitsatmosphäre erahnen. Aber Spaß bei Seite, ich denke die Stadt Köln möchte eine Moderne Zeitgemäße Arbeitgeberin sein. Leider wird es in den Ämtern vor Ort nicht so gelebt wie es einem versprochen wird und wie sich die Stadt Köln auf ihren Hochglanzprospekten präsentiert. Dennoch habe ich sehr viel gelernt, vor allem über Menschenkenntnis. Diese Kenntnis kann ich bei meinem neuen Arbeitgeber sehr gut einsetzen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Lange Entscheidungsprozesse und veraltete Technik, vor allem Software, die für die Arbeitsausführung nicht mehr zeitgemäß ist. Digitalisierung ist nicht das einscannen eines Dokuments in PDF Format.
Verbesserungsvorschläge
Ältere oder erfahrene Führungskräfte unbedingt verpflichtend schulen in modernen Arbeitsstrukturen und Personalführung. Es nutzt nichts die jungen motivierten Führungskräfte zu schulen wenn das gelernte ständig gegen die älteren Führungskräfte durchgesetzt werden muss. Die Stadt Köln als Arbeitgeberin möchte meiner Meinung nach eine moderne zeitgemäße Arbeitgeberin sein, jedoch wird jede Art von Neuerung, Flexibilisierung, Digitalisierung etc. vor allem von den älteren Mitarbeitern/Führungskräften einfach konsequent geblockt. Das ist sehr schade und vor allem ermüdend. So kann und möchte ich die Stadt Köln niemandem empfehlen, jedenfalls nicht als Arbeitgeberin.
Arbeitsatmosphäre
Teilweise abhängig von der Laune der Führungskräfte aber im allgemeinen wurde man zur täglichen Aufgabenerledigung in Ruhe gelassen.
Kommunikation
Durchwachsen. Viele Meetings könnten in einer Mail verfasst werden, während manche Mails so umfangreich sind das man dazu lieber ein Meeting ansetzen sollte. Onlinekonferenzen werden grundsätzlich von der Stadt Köln ermöglicht aber oft drauf verzichtet. Währe ja Vorschritt wenn man Meetings über VK abhält. Solange irgendwie möglich, wird vor allem von den älteren Führungskräften, auf Präsenz gepocht.
Kollegenzusammenhalt
Zu 99% sehr guter kollegialer Zusammenhalt. Ausreißer gibt es leider immer.
Work-Life-Balance
Alles was die Stadt Köln als Arbeitgeberin an guten Work - Life - Balance Angeboten hat, muss im eingesetzten Amt gegen den direkten Vorgesetzten erzwungen und erkämpft werden weil jede andere Art zu Arbeiten als im Büro ungerne gesehen wird.
Vorgesetztenverhalten
Die erfahrenen Führungskräfte halten an den alten Strukturen fest, die jüngeren sind da moderner im Führungsstiel. "Das war schon immer so" oder "Corona ist rum, jetzt können alle wieder ins Büro" ist leider das Motto sehr vieler, meistens älterer Vorgesetzten. Ich denke die Stadt Köln selbst möchte sich da moderner zeigen als es in den Ämtern gelebt wird. Das ist sehr schade.
Interessante Aufgaben
Weil man sehr nah am Bürger arbeitet, ergibt sich die Abwechslung eigentlich von alleine. Meiner Erfahrung nach wird auch sehr viel Wert darauf gelegt die Arbeitslast nach Möglichkeit fair zu verteilen.
Gleichberechtigung
Hier habe ich gar keine schlechten Erfahrungen gemacht. Beim Thema Gleichberechtigung ist man sich einig an einem Strang zu ziehen. Hier würde ich auch 10 Sterne geben.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich finde viel mehr den Umgang der älteren Kollegen mit den jüngeren Kollegen problematisch. Durch festhalten an alten Strukturen und Prozessen werden die jüngeren Kollegen oft vergrault und suchen sich neue Herausforderungen bei einem anderen Arbeitgeber. Die älteren Kollegen bekommen mit Ihrem Verhalten dabei meistens von ihren Vorgesetzten Rückendeckung.
Arbeitsbedingungen
Solange man mit Laptop und Maus klar kommt ist alles ok. Wenn man aber bspw. Ein Headset haben möchte damit man in Ruhe an einer VK teilnehmen kann ohne die Kollegen zu stören, stößt man offenbar an die Grenzen der Möglichkeiten. Zudem sind die Bürogebäude sehr veraltet. Keine Sozial oder Aufenthaltsräume wo man die Mittagspause verbringen könnte. Auch den oft belächelten Obstkorb als Benefit sucht man vergebens. Gratis Wasser bei hohen Temperaturen ist ebenso Glückssache wie eine funktionierende Heizung bei kälte. Ob man dann im Homeoffice arbeiten darf, ist wieder abhängig vom Vorgesetzen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es scheitert bereits an genügend Mülleimern zur Mülltrennung.
Gehalt/Sozialleistungen
Durch Tarifvertrag geregelt. Sehr starres Konstrukt woran sich die Stadt Köln gerne, auch bei sehr schwer zu besetzenden Stellen, festkrallt. Ich denke man könnte sich hier flexibler zeigen, zumindest bei der Eingruppierung von neuen Mitarbeitenden mit sehr viel Berufserfahrung.
Image
Stadt Köln ist für mich leider nur noch als Wohnort empfehlenswert.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt einen umfangreichen internen Weiterbildungskatalog und alles was darüber hinaus benötigt wird, kann man mit Hilfe der Führungskräfte auch über externe Bildungsträger organisieren. Die Antragswege dazu sind jedoch nicht einheitlich geregelt. Niemand weiß genau was bei wem wie beantragt werden soll.

